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Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10
neu hier - anfängerfragen zum schielen

hallo ihr,

ich möchte erstmal nur eine kurze vorstellung machen, bei bedarf reiche ich infos und hintergründe aber gerne nach.

ich war als kind und jugendliche weitsichtig und hatte eine hronhautverkrümmung. beides hat sich spontan 'verwachsen' als ich etwa 15 jahre alt war.

seit über zehn jahren habe ich ein latentes schielen, welches nur bei müdigkeit / alkoholkonsum auftrat. vor drei jahren habe ich eine verschlechterung festgestellt, diese jedoch nicht behandelt.

vor ca 8 wochen ist nochmal eine verschlechterung eingetreten. nun ist das schielen so akut (incl kopfzwangshaltung), dass ich es nicht mehr ignorieren kann und will.

- mein rechtes auge schielt nach innen

- in der nähe (1 bis 2 meter) empfinde ich keine einschränkungen, jedoch nehmen diese zu je weiter weg, das zu fokussierende objekt ist,.

ich war beim augenarzt / sehschule und habe dort nur einen wert bekommen, nämlich das mein schielwinkel 10 bis 12 grad beträgt . meine sonstige sehfähigkeit ist gut bis sehr gut.

nachdem ich kurzzeitig (für etwa 5 minuten) eine prismenbrille probe getragen habe und auf diese mit schwindel / gleichgewichtsstörungen reagiert habe, wurde mir nun zu einer augenoperation geraten.

mir macht so eine operation angst und außerdem möchte ich mich, bevor ich mich zu diesem eingriff entscheide mit alternativen beschäftigen.

 

vll könnt ihr mir ratschläge geben, wie ich am besten vorgehe. das wäre sehr hilfreich für mich.

 

ich habe unter anderem von der 'funktionaloptometrie' erfahren und möchte bald einen termin ausmachen, um meine augen genau untersuchen zu lassen. was haltet ihr von dieser methode?

und was haltet ihr von augentraining? da gibt es ja sehr unterschidliche übungen.. habt ihr erfahrungen damit?

 

zu guter letzt würde ich mich auch sehr über tipps zur wahl des 'richtigen' augenarztes / optikers / sehtrainers freuen.

ich wohne in nürnberg. wer kann hier einen spezialisten empfeheln.

 

wie gesagt, ich stehe noch am anfang und bin wirklich für jede unterstützung dankbar.

 

vile grüße, pseuda

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Nun ich bin kein Freund der VT (Training bei Schielstörung)

Hier gibt es in(m) Nürnberg(er) Raum einige Adressen. Näheres z.B. über die Seite www.wvao.de

Zu einem wirklich sehr guten MKH-ler würde ich den Nürnberger Raum aus meiner Sicht heraus wohl eher verlassen, Obwohl es dort auch einige Ansprechpartner gibt. Hier sollte man sich über die www.selbsthilfegruppe-winkelfehlsichtigkeit.de  eine Adresse besorgen. Nur sehr wenigen Augenoptikern kann man erfolgreich ein inzwischen permanentes Schielen zur Lösung anbieten und viele Fachärzte suchen ihr Heil nur in (vor-)schneller OP. LEIDER!

In diesem Fall können Sie mich aber auch gerne tel. erreichen und meine Hilfe unberechnet in Anspruch nehmen.

Tel: 02733-4829 (bei Verhinderung rufe ich Sie gerne zurück, wenn Sie mir Ihre Tel-Nr. hinterlassen. Ihre PN hat sich, so denke ich, erstmal erledigt) Viel Erfolg!

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10

danke für ihre antwort.

ich habe mich auf beiden von ihnen genannten seiten bereits umgeschaut und bin letzlich, noch nicht entschieden, welches, der für mich stimmige weg der behandlung ist. unter anderem, weil die vertreter der einen richtung, wohl genauso wenig von den vertretern der anderen richtung halten, wie umgekehrt. 

nun ja.. zumindest ist eines sehr deutlich geworden: eine op ist nicht das mittel erster wahl. da sind sich alle (inklusive mir) einig.

ich werde nun erst nochmal ausführlich mit meinem hausarzt sprechen, welcher sich relativ mittig zwischen 'konventionellen behandlungen' und 'alternativen behandlungen' positioniert. mal sehen was er zu meinem augenthema sagt.

ich denke jedoch, dass es in keinem falle schaden kann, meine augen durch einen MKH-spezialisten ausmessen zu lassen. die untersuchungsergebnisse werde ich mir aushändigen lassen und gegebenenfalls können dann ja auch andere behandlungen, auf diesen ergebnissen basierend, eingeleitet werden.

bitte nennen sie mir doch einen, oder mehrere MKH-ler, der/die ihrer ansicht nach geeignet ist/sind diese untersuchungen vorzunehmen.

gerne komme ich zu einem späteren zeitpunkt auf ihr angebot zurück, mich persönlich mit ihnen in verbindung zu setzen.

momentan ist es für mich am wichtigsten ein bißchen geschwindigkeit und druck aus der ganzen sache herauszunehmen und ein schritt nach dem anderen zu machen. denn sonst wird mir irgendwann ganz schwindelig und das gefühl, keine entscheidung sei richtig, entsteht.

nochmals danke, ich freue mich, wieder von ihnen zu lesen.

Bild des Benutzers augenblick
Verbunden: 14. März 2012 - 20:28

Hallo Peseuda,

im Raum Nürnberg fällt mir folgender Link ein  www.eichinger-optometrie.de/3.html ein Kollege der in beiden Richtungen arbeitet.

 

Gruß

Anne Petra

Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10

danke anne petra.

 

bei dem genannten kollegen hatte ich bereits einen termin ausgemacht. ich habe den termin erst gestern wieder abgesagt, da ich irgendwie ein komisches gefühl hatte und die untersuchungsgebühr mir außerdem recht teuer erschien.

als ich den termin absagte, hat sich meine intuition bestätigt. ich fragte nach einem unverbindlichen beratungsgespräch, anstatt der ausgemachten teuren untersuchung.  darauf hin wurde mir sozusagen nahe gelegt, gleich 'nägel mit köpfen zu machen'.

alles in allem versuchte man... ich nenne es jetzt mal.. 'sanften druck' auf mich auszuüben, was auf mich einen eher nicht so seriösen eindruck machte.

 

mit welcher gebühr muss ich denn für diese untersuchung rechnen?

und woran (außer an meine guten bzw schlechten gefühl) erkenne ich denn, ob mich jemand wirklich gut und seriös berät?

 

gruß

Bild des Benutzers augenblick
Verbunden: 14. März 2012 - 20:28

Hallo Pseuda,

würdest du denn für ein unverbindliches Beratungsgespräch etwas bezahlen wollen?

Ich denke ein Optometriest  muss für seine Arbeit bezahlt werden egal was er macht ob er berät, misst, oder Training gibt. Kein Anwalt, Steuerberater oder Arzt würde kostenlos Beraten bzw. arbeiten.

Ich würde darauf achten ob jemand in den deutschen und, oder auch europäischen Berufsverbänden ist und mich evtl.  bei unseriösem Verhalten an den Berufsverband wenden.

Kosten denke ich zwischen 75 und 150 € für 45 bis 60 Minuten sind angemessen.

 

Gruß

 

Anne Petra

Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10

ja, du hast sicher recht.

leistung sollte fair bezahlt werden. das steht fest.

aber. 1. habe ich tatsächlich sehr wenig geld und zweitens würde ich doch gerne einen kurzen, ja: unverbindlichen, einblick erhalten, wie der jeweilige fachmann die thematik angeht. 

darüber hinaus sollte es ja nicht nur fachlich, sondern auch zwischenmenschlich stimmen. da es in meinen augen (wie trefflich) mehr ist als eine 'reine dienstleistung'. gerade wenn ich gedenke funktionaloptometristisch zu arbeiten, geht das verhältnis stark in eine therapeutische richtung. für mich muss spätestens da auch die chemie stimmen. und um das auszuloten, wäre ein 'beratungs-' oder kennenlerngespräch für mich ideal.

danke für die kostenangaben, dass ist in jedem falle schonmal eine gute orientierung.

kannst du denn den oben genannten kollegen ohne einschränkung empfehlen?

es macht mich hier auch ein bißchen stutzig, dass er wie du schreibst ' in beide richtungen' arbeitet. bisher kam es mir eher so vor, als ließen sich diese beiden richtungen nicht gern miteinander in einen topf werfen.

dank dir für weitere hilfreiche kommentare.

 

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Verbunden: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Pseuda,

was erwartest du von einer unverbindlichen Beratung? Der Kollege kann dich ueber die Methoden aufklaeren, die ggf moeglich sind.  Die kennst du mittlerweile.

Wenn du etwas genaueres wissen moechtest, dann musst du den Optometristen an deine Augen ran lassen und das kostet eben Geld. Beraten kann er dich anhand der Daten, die gemessen wurden. Schliesslich kann er sich den moeglichen Korrektionsweg ohne Daten nicht aus der Luft holen.

Ggf gibt  dir der MKH´ler die Daten mit. Der Funktionaloptometrist mag diese Messung nicht und macht dir einen anderen Vorschlag. Der Augenarzt hat wegen seines Studiums nochmal ein anderes Verhältnis zum latenten Schielen.  Wenn du dann alle Daten hast, was machst du dann?

Der Kollege Eichinger ist serioes. So kenne ich ihn. Er weiss um die obigen Wege und hat versucht, dir eine Abkuerzung zu bieten. Vllt kam das etwas doof rueber.

Mein Vorschlag: Investiere in deine Augen. Wenn die Daten vorliegen, kann man mehr sagen. Du must dich danach zu nix entscheiden.

 

Gruss Burkhard

Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10

danke bernhard.

 

ja.. letzlich steckt hinter all meinem mißtrauen und zögerlichen verhalten meine angst und unsicherheit:

- falsche entscheidungen zu treffen

- etwas schlimmer zu amchen

- aufs 'falsche pferd' zu setzen

- geld aus dem fenster rauszuschmeißen

- und vor allem nicht wieder beschwerdefrei sehen zu können

 

was für einen vorschlag macht mir der funktionaloptometrist denn anstatt der messung nach haase?

ich dachte bisher, dass beiden verfahren die gleiche messung zu grunde liegen würde..

also das die werte sowohl für die prismatische korrektur, als auch fürs visualtraining herangezogen werden.

 

danke euch!

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Verbunden: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Pseuda,

der MKH´ler versucht die angesehenen Objekte zentral auf beide Netzhaeute zu bringen. Das geschieht durch eine Korrektion, mit der man ermuedungsfrei sieht. Der Bildlagefehler wird korrigiert.

Der Funktionaloptometrist versucht eventuelle Disfunktionen mit Uebungen und Hilfsmitteln zu beseitigen.

Dies ist jetzt ganz grob umrissen.

2 verschiedene Ansatzpunkte. Was das Beste fuer dich ist, empfiehlt dir der Berater. Vor-und Nachteile sind nicht allgemeinuebergueltig zu verstehen. Die kann man nur individuell betrachten.

Gruss Burkhard

Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10

hallo burkhard,

entschuldige, ich habe dich in meinem letzten beitrag beim falschen namen genannt.

 

auf welcher grundlage wird denn beurteilt, welcher ansatz für mich geeignet ist?

ich dachte bisher, das die messergebnisse (nach haase) die basis sei, um weitere vorgehensweisen daran abzuwägen.

nun klingt es aber so, als würde der funktionaloptometrist diese messung (nach haase) garnicht vornehmen. wonach beurteilt dieser also?

 

und: im oben genannten falle mag es stimmen, dass der berater/ behandler beide methoden anwendet und sich so tatsächlich entscheiden kann nach welcher er mich behandelt.

aber in den meisten fällen sind die berater / behandler, entweder vertreter der einen oder der anderen methode, so, dass ja eigtl ICH im vorfeld schon entscheiden muss, für welche methode ich mich entscheide.

und genau das fällt mir schwer.

 

aber vll werde ich am ende tatsächlich zu dem genannten optiker gehen und mich dort untersuchen lassen. ich schließe ja nicht aus, das dieser mich erfolgreich beraten/behandeln kann und finde es auch einen großen vorteil, dass dieser laut euren aussagen sowohl optometrist, als auch funktionaloptometrist ist.

momentan bin ich nur noch nicht wirklich über den schritt des abwägens der verschiedenen möglichkeiten hinaus gekommen.

 

danke, gruß, pseuda.

Bild des Benutzers augenblick
Verbunden: 14. März 2012 - 20:28

Hallo Pseuda,

der Kolleg aus Nürnberg hat einen sehr guten Ruf in der Funktionaloptometrie. Natürlich hast du damit recht das die chemie zwischen zwei Personen stimmen muss und da ist ein kurzes kennenlernen mit sicherheit nicht schlecht.

Es gibt eine Internetseite von einem Kolegen auf der recht gut die Unterschiede von MKH nach Haase und Funktionaloptometrie erklärt sind sie mal auf  www.visualtraining.info

Gruß

Anne Petra

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Verbunden: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Pseuda,

die Grundlage sind die Daten, die der Optometrist misst und natuerlich macht der sicherlich auch eine Anamnese.  Was ist dein Ziel? Was kannst du erreichen mit deinem Optometrist?  Besprich das mit ihm. Er kann dir dann antworten und ggf auch helfen.

Gruss Burkhard

Bild des Benutzers Pseuda
Verbunden: 31. Mai 2013 - 23:10

hallo nochmal.

danke für eure antworten.

 

anne petra, verstehe ich dich richtig: arbeitet der genannte kolege also doch 'nur' als funktionaloptometrist, also nicht 'in beide richtungen'?

den link werde ich mir in bälde genauer anschauen. falls fragen bestehen, löchere ich euch sicher nochmal, wenn das ok ist.

 

burkhard, mein ziel wäre wieder binokular sehen zu können. das heißt: ich kann ja binokular sehen. allerdings seit ein paar wochen in der ferne und linksseitig eingeschränkt. ja, ich werd sehen, was möglich ist.. keine ahnung, ob das ein realistisches ziel ist.

 

und jetzt nochmal ne frage zu einem dritten bzw vierten ansatz, was die ganze thematik betrifft:

denkt ihr, dass das sehen und die psyche in einem zusammenhang stehen? also, dass es unter umständen durch eine konstruktive auseinandersetzung mit den eigenen gefühlen auch möglich ist, das sehen positiv zu beeinflussen?

arbeiten funktionaloptometristen auch in diese richtung?

es ist nämlich so, dass ich beide verschlechterungen meines schielens einem ganz bestimmten zeitpunkt und ereignis zuordnen kann. und beide ereignisse waren für mich mit ähnlichen gefühlen aufgeladen.

ich finde das einen sehr spannenden blickwinkel auf die sache.

 

ich verbleibe mit dank und gruß, pseuda

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Verbunden: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Pseuda,

 

schlechtes Sehen ist auch meist mit Anstrengungsbeschwerden verbunden.  Ich korrigiere keine Kopfschmerzen oder Haltungsbeschwerden usw., sondern die Augen. Moegliche Nebeneffekte, wie z.B. Kopfschmerzfreiheit, wiedergefundenes Selbstwertgefuehl und Sicherheit auch im Umgang mit Anderen,  nehme ich "billigend in Kauf".

Hier koennen dir viele Anwender und Betroffene ne Menge Geschichten darueber erzaehlen. Lass sie dir erzaehlen, Lese sie durch. Vllt erkennst du dich wieder.

Gruss Burkhard

Bild des Benutzers augenblick
Verbunden: 14. März 2012 - 20:28

Hallo Pesuda,

den Kollegen aus deiner näheren Umgebung findest du zum einem beim  Berufsverband IVBS und auch als anerkanter Fachberater für Funktionaloptometrie bei der WVAO.  Somit hat er in beiden Richtungen wohl tiefere Kenntnisse.

Zu deinem dritten oder  vierten Ansatz  sag ich mal ja. Literatur dazu ist findest du bei Freude am Durchblick von Ursula Büchler, oder Roberto Kaplan.

Gruß

 

 

 

 

Anne Petra

Bild des Benutzers Johanna1
Verbunden: 11. Juni 2013 - 2:21

Kaplan?

 

Sorry?

 

http://www.zeitzuleben.de/1673-roberto-kaplan-bewusstes-sehen/

 

Das ist doch jetzt nicht ehrlich gemeint?  Ich fall um!!!!

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Verbunden: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Johanna,

ja, diese Buecher gehoeren m. M. nach eher zur Esotherik als in dieses Forum.

 

Gruss Burkhard