Hallo. Ich wollte mich hier mal erkundigen, da ich wirklich im Moment nicht mehr weiter weiß… Unser Sohn 2 Jahre hat etwa zwei Tage vor Weihnachten letzten Jahres angefangen, plötzlich mit dem rechten Auge nach innen zu schielen, sobald er etwas anfixiert. Das ganze beim ersten Mal zwölf Tage lang, dann hatte er wieder eine Phase, in der er 25 Tage nicht geschielt hatte, dann kam es wieder für fünf Tage, war wieder für fünf Tage weg, kam dann wieder für 14 Tage, war dann wieder weg für zwölf Tage und ist jetzt seit zehn Tagen wieder zurück.
Beim ersten auftreten haben wir leider keinen sofortigen Termin beim Augenarzt bekommen und sind noch am selben Tag zu einem Optiker der optix plus anbietet gefahren. Dort wurde ohne Tropfen gemessen, und es kam ein Wert von 0,75 und 1,25 raus.
Wir haben dann circa eine Woche später einen Augenarzttermin bekommen. Dort wurde er zweimal getropft mit Cyclo und es kam Werte von 1,25 und 1,75 heraus. Sein Visus ist bei 100 %. das Schielen war nach der Gabe der Tropfen extrem zu sehen. Am nächsten Tag war es plötzlich wieder verschwunden. Wir haben dann vier Wochen später einen Termin bei der Sehschule bekommen. Dort konnte er auf der Karte nach dem langen Test auf die Bilder zeigen und auch eines benennen, die anderen hat er aber nur gezeigt.
Die Ärztin war etwas ratlos und meinte, das schielen sei ja in die Ferne und auch in die Nähe. Eine Brille sah sie nicht für notwendig an.
der Bericht dazu lautet:
Diagnose: V.a. zirkadiane Esotropie od, geringe Hyperopie
Visus: Fsc R 0,6 und L 0,8 (LEA)
Vordere Augenabschnitte:OD/OS: reizfrei, HH glatt, klar, i.o. relizfrei, Lens klar, Pupillen isokor, LR intakt
Hintere Augenabschnitte:Mydriasis bds Cyclo
Stellung/Orthoptik:CT F ztw. ca. Orthophorie, ztw. Esotropie rechts N Esotropie rechts, Rechtsfixation aufgenommen nicht gehalten, Konvergenz intakt,
Lang II Objekte unsicher gezeigt, Motilität frei auch mit +3,0 sph bds. in der Nähe Esotropie rechts
wir haben uns dann letzte Woche eine zweite Meinung eingeholt, bei einem weiteren Augenarzt und einer sehschule. Auch dort wurde keine Brille in Betracht gezogen. Der Bericht dazu lautet
Befunde:
Visus: Ferne 1,0/ 1,0 s.c. (LEA-Test)
Refraktion: Plusoptix: (RA +1.00/ -0,25 A 43°, LA + 1,00/ -0,25 A165°).
Übersichtsskia: Seitengleiche leichte Hyperopie. Klare brechende Medien.
vordere Augenabschnitte: BA reizfrei, Hornhaut/ Vorderkammer/ Linsen o.B.
Augenhintergrund: Papillen vital/rs,C/D, Gefäße, Zentrum o.B. Maculae oB.
Augenstellung / Motilität: Cover: F/N, HHR Eso rechts ca. 15 Grad., Konverg.: normal,
Motilität: beids. frei, Nähe Langtest: pos., Titmustest s.c. und mit Brille: Fliege negativ,
objekt.Winkel: Krimsky 30cm/m B.a rechts. Unter plus 3pdt leichte Winkelverkleinerung
Zusammenfassung und Beurteilung:
Es zeigt sich anamnestisch immer wieder ein deutliches Innenschielen a m
rechten Auge. Dieses ist in der heutigen Untersuchung überwiegend bei Fokusierung
sichtbar. Aktuell besteht keine Amblyopie bei seitengleichem Visus. Unter +3pdt
Vorhalter ist eine kleine Winkelverkleinerung sichtbar.
nun waren wir in der Uniklinik, dort wurde uns zu einer OP geraten. Sie haben dort Test Weise 10 Minuten eine Brille mit Prismen foli aufgesetzt, ein Schildwinkel war aber immer noch zu sehen. Die Uniklinik hat nicht getropft und meinte der Visus liegt bei 100 %. Wir sind jetzt sehr unsicher, ob eine OP tatsächlich der richtige Weg ist.