OK, und besten Dank! Vorallem für die Info: "Innere Medizin!" (Auch da ist der erste Blick, leicht eine Fehldiagnose!)
Danke auch für die Aussage, das die MKH "bei Dir ins Leere läuft". Das macht mir Hoffnung, weitere Hilfe geben zu können.
Frage: Bist Du in der Lage, die Qualität Deines MKH-Anwenders einordnen zu können? - Denn Du äußerst Dich aus meiner Sicht nicht wie ein Laie. (Das ist unbedingt ein Lob!)
Wenn der MKH-Anwender gut bis sehr gut geschult ist, sollte er Dir mit ein paar kleinen Hilfen über die MKH echt helfen können.
Ist er das nicht(!), würde ich mich gerne mit Dir telefonisch unterhalten, damit Dir weiter geholfen werden kann. Leider kenne ich den Raum Basel nicht gut genug, aber bis nach Amerika musst Du jedenfalls nicht fliegen. (Kontakt über mail: mosch.pg@gmail.com)
Vielleicht so viel an dieser Stelle, Die MKH ist in Ihrer Methodik sehr präzise und gut. Jedoch hat sie eine schlimme Falle, wir nennen es, die EXO-Falle, und da treten viele Anwender unbewusst hinein und finden teilweise auch nicht mehr heraus. Das kannst Du in der Praxis als Klient erlebt haben. Sollte Dein Anwender nicht so versiert sein, kann er Dir auch oft nicht wirklich helfen, denn das Rüstzeug der MKH ist schon sehr komplex. Und man muss gelernt haben "das Instument MKH" zu spielen und zu beherrschen. Wer aber meint, ausschließlich nur über MKH jeden Fall "blind" optimal versorgen zu können, hat sein Handwerk nicht komplett gelernt.
Ich sage hier einmal so viel, sehr gewissenhafte refraktive (monokulare) Bestimmung ist eine Grundvoraussetzung, denn die Foveola soll ja bestens angesprochen werden und optimal reagieren. Nun bevor man zur binokularen Bestimmung (nach MKH) übergeht und beide Augen öffnet, muss der Cover-Test mit Prismenausgleich (quasi noch monokular) ausgeführt werden und zwar in der Nähe und in der Ferne. Ergeben sich beim Prismenausgleich über dem "Covern" in der Nähe "Exowerte", aber in der Ferne evtl. sogar Esowerte, lauert die Exo-Falle. Wer nun mit einer MKH-Messung in der Ferne beginnt, tappt hinein und verheddert sich katastrophal!
Hier muss mit der MKH-Messung in der Nähe auf 40 cm begonnen werden, das ist früher nie gelehrt und beschrieben worden, und heute noch nur wenigen Spezialisten bekannt. Wurden die Nahwerte (nun nach MKH) sauber ermittelt und notiert, (Kopfhaltung und Pupillenmittenzentrierung beachten und immer wieder nachgeführt, übrigens, ein Prismenkompensator ist zur Messung verboten), sondern korrigiert wird immer über Einzelprismengläser in der Messbrille(!), bis in Ferne und in der Nähe zielführendes Einfachsehen möglich ist. Sowohl in der Nähe, wie auch auf die Ferne muss dabei beständig auch auf Höhenabweichungen geachtet und korrigiert werden. Dies ist oft zusammen mit seitlichen Kopfzwangsneigungen, eine Mitursache auch für (unverträgliche) horizontale Prismenkorrektionen >ohne oder mit zu geringer Höhenkomponenten<. Die tiefere Ursache liegt aber in einer gewaltig überschießenden EXO-Kompensationsneigung, die oft einen Eso-Fehlwert bei der Fernmessung signalisiert und vorspiegelt. Dieser Esowert wird sogar oft kurzfristig angenommen, aber verschlimmbessert die tiefer liegenden Ursachen und Probleme auf Dauer nur. Leider schägt diese Exo-Falle gerade bei Strabismusfällen und nach Schiel-OPs gerne zu und führt dann zu Fehlkorrektionen und verursacht manches Leid. Übrigens, auch noch bei späteren falsch durchgeführten Folgekorrektionen! Hier muss auch der Klient hellwach sein und um seine Kernproblematik wissen. Wehe dem MKH-Anwender(?), der meint. ohne ein gutes Nahpolatestgerät (für MKH), solche Probanten versorgen zu können, evtl. gar nur abgespeckt mit einer Nahleseprobe.
Hier gibt es noch einiges mehr zu beachten, was jetzt aber zu weit führt. In seltenen Fällen, muss anfangs (oder dauerhaft) sogar mit unterschiedlichen Fern- und Nahsichtprismenbrillen korrigiert werden. Bei Alterssichtigkeiten ab ca. 37 Jahren ist natürlich auch ein Nahzusatz bei der Messung zu berücksichtigen. In allen diesen Fällen macht ein Visualtraining das Auffinden und Korrigieren der erforderlichen Werte leider nicht einfacher. Auch dieser Punkt beeinflusst gerne den idealen Lösungsweg. Der Probant kann sich super an alle Sehaufgaben adaptieren und auf unterschiedliche Sehanforderungen blitzschnell einstellen. Sehr zum Nachteil für eine mühevolle MKH-Brillenglasbestimmung. Auch hier bietet das "Covern" bei der Vormessung (mit Prismenausgleich) und beim Abschluss (mit stabilem oder erwartetem Blickstatus), eine abschließende Sicherheit! Einer falsch angezeigten Eso-Bild-Darstellung kann man nur dadurch entkommen.
Alles Gute!