Hallo,
Ich habe hier vor einem Jahr schon einmal rein geschrieben .
Kurz noch mal zu mir :
Ich schiele seid meinem 3. Lebensjahr mit dem linken Auge nach außen , dabei ist es so das ein konstanter Winkel nah wie Fern von 2 Grad besteht , möchte ich etwas länger fixieren rutscht das Linke Auge nach außen ca 10 Grad. In der Ferne häufiger als in der Nähe.
Als Kind hatte ich eine Brille . Dann 15 Jahre überhaupt nichts .
Nun habe ich mir vor ca 1,5 Jahren Kontaktlinsen anpassen lassen , welche ich aber nur sehr unregelmäßig getragen habe .
Links +1,5 dpt und 1,25 hornhautverkrümmung visus laut optiker 80%
Rechts -1dpt visus 100%
Nun habe ich vor 3 Wochen angefangen sie regelmäßig zu tragen , dabei ist mir aufgefallen , das mein Auge in der Nähe überhaupt nicht mehr wegrutscht , in der Ferne weiterhin , ich merke dann wenn ich zb ein straßenschild lesen möchte , das es unscharf ist dann rutscht das auge weg und es wird schärfer . Dann habe ich mal probiert nur die linke Linse einzusetzen, hier rutscht das Auge überhaupt nicht mehr weg , allerdings sehe ich unscharf und beide Augen spannen total und fühlen sich steif an wenn ich etwas fixieren möchte vorallem Schriften. Ist das Problem das meine Augen nicht Fusionieren können ?
Ich würde mich sehr über Antworten freuen .
Dieser Text vom 29.08.2023 stammt vom neuen Beitrag unter "Augen versuchen zu Fusionieren ?"
Ergänzt um:
Noch dazu , teilweise spannen und versteifen sie dann so sehr , das das Rechte Auge leicht ( vielleicht 1-2 grad) nach oben schielt .
Celo
Ich denke, es macht Sinn, den kompletten Vorgang vor Augen zu haben. Evtl. kann man das neue Thema löschen.
Nun, was lässt sich hierzu sagen?
Mich würde interessieren, ob der Empfehlung von Eberhard Luckas von "Celo" Gehör geschenkt wurde? Momentan muss ich davon ausgehen, dass dies nicht der Fall war.
Fakt ist es, dass ein Strabismus, mittels einer Okklusionsbehandlung therapiert wurde, ohne den rechtsseitigen Astigmatismus und das Sehungleichgewicht (das wahrscheinlich schon immer bestand) zu beachten. Denn die Brillenkorrektion kam deutlich später erst im Schulalter zum Einsatz. All dies kann zu unterschiedlichen Ausprägungen in dem gestörten visuellen beidäugigen Sehen beigetragen haben. Je nach Anreiz, Fixation, sicher auch Lichtverhältnissen unterschiedliche Fixationsstadien. - Aber was und wie, soll und will man da operieren? Das ist ein Glücksspiel sondergleichen, mit der echten Gefahr aufkommender bleibender Doppelbilder. (Meine Meinung!)
Nun wurden mit 26 Jahren Kontaktlinsen angeschafft und sporadisch getragen. Wieder neue unsaubere optische Verhältnisse. Wurde der Astigmatissmus mit korrigiert, eine offene Frage von mir, Wenn nicht, ist dies wohl schon der Grund für die geringere visuelle Leistungsqualität des linken Auges.
Sorgen macht mir die Beschreibung von dem Sehen in der Ferne z.B. Straßenschilder, bahnt sich hier eine Doppelbildproblematik an?
Da das rechte Auge Führungsauge war und ist, sollte sowohl die Kopfneigung, wie auch das Fluchtschielen in der Höhe, übrigens ja auch mal auf den Bildern nach unten links ein Anzeichen für einen Bildlagefehler auch in der Höhe sein, was in solchen Fällen sehr häufig anzutreffen ist. Ich frage mich, warum sucht man immer sofort und unbedingt das "Skapell". Ich hätte unter den gegebenen Voraussetzungen davor eine Riesenangst, zumal zumindest eine Uni-Klinik dies klar ausgedrückt hat, das Ergebnis ist zu ungewiss !!
Man kann das Sehungleichgewicht bewusst nutzen, um den Sehstress zu verringern und das einäugige Sehen über das rechte Auge zu fokussieren und links keine Korrektion zu tragen. Evtl. ist das weniger anstrengend und belastend.
Will man beidäugiges Binokularsehen in verbesserer Funktion, braucht es Spezialisten, die dies lebenslang bestehende Dilemma, versuchen Schritt für Schritt aufzuarbeiten. Ich weiss nicht, ob sich ein Praktiker (Augenoptiker/Optometrist/Ophtalmologe) dazu in der Lage sieht und ob der/die Klient/in einen anfangs ganz sicher sehr aufwändigen Weg aus einem solchen Labyrint visueller Verarbeitungs-Unsauberkeiten wirklich gemeinsam angehen will, um der möglichen Gefahr permanenter Doppelbilder zu entgehen und die bestehenden Unstimmigkeiten mittels Korrektion anzugehen und evtl. auch notwendige schiel-chirurgische Eingriffe ausführen zu lassen. Rein kosmetische OPs scheiden hier aus meiner Sicht total aus. (Manchmal bringen diese uns in die durchaus unliebsame Situation, unser Wissen und Können in der Beseitigung von entstandenen Doppelbildern nach Schiel-OPs einzubringen. Da ist längst nicht alles zu beheben! (-ungleiche Bildgrössen - unterschiedliche Bildtiefen - kaum oder keine Verrastung der Bildobjekte, nur ein paar Beispiele, wenn das Zusammensehen beider Augen lebenslang gestört war/ist.)
Auf einem solchen Weg sollte man sich der aufgesuchten Ansprechpartner und Ihrer jeweiligen Kompetenz sehr bewusst sein/ machen, und sollte andererseits aber auch akzeptieren, wenn sie letztlich eine Versorgung diesbezüglich von sich aus ablehnen. Jeder Ansprechpartner hat hier teils unterschiedliche, aber durchaus gravierende Unwägbarkeiten, mit zu verantworten. Der Arzt muss die Qualität der Anfertigung der Sehhilfe(n) und den Umgang mit derselben beim Patienten als Schwachstelle schlucken. Der Augenoptiker/ Optometrist muss neben dem zweiten Punkt auch für medizinische Belange auf die Cooperation mit einem versierten Facharzt bauen. Hier braucht es jedenfalls zwei in der Sache kompetente Partner, die sich nicht immer ergeben. Leider ..., ja, und eben auch der Klient/ Patient/ Kunde muss dies voll mittragen wollen, bei aller heutigen Meinungsvielfalt, was auch eine echte gelebte Herausforderung darstellt.