Hallo zusammen,
seit ca. einem Jahr sehe ich beim Lesen von Nummernschildern im Dunkeln die Ziffern zu einem viertel übereinanderstehen. Auch das Lesen von Untertiteln fällt mir immer schwerer. Ich war deshalb beim Augenarzt und auch in der Klinik, leider ohne eindeutige Erklärung. Weittropfen der Pupille habe ich allerdings aufgrund benötigter Fahrtüchtigkeit ausgelassen. Es wurde empfohlen dies nachzuholen, was ich aber bisher nicht gemacht habe.
Diagnose:
R/L geringes Sicca-Syndrom
R/L Astigmatismus
Visus
SFR/L: s.c. 1.0 ZR
Orthoptischer Befund:
Bagolini: Ferne/Nähe positiv
Lang I: positiv
Covertest: Ferne/Nähe ca. Othop horie
Prismencovertest: Ferne eins. 0 pdpt, alt. Rechts +4 pdpt / I+-0, links +4 pdpt
Nähe eins. Und alt. +-0 pdpt
Motilität: frei, R/L dezentes Hebungsdefizit
Konvergenz: intakt bis Nasenspitze
Subjektiver Abgleich:
RA: plan -0,5 A 30° = 1,3 p
LA: plan -0,5 A 160° = 1,3 p
Optischer Koheränztomographie:
R/L regelrecht
Hornhauttopographie:
RA: Astigmatismus -0,75 16°
LA: Astigmatismus 0,75 A 166°
Augenvorderabschnitt:
R/L: Lider regelrecht, mäßige Siccafalten, Hornhaut klar, instabiler Tränenfilm, i.o.reizfrei, klare brechende Medien
Augenhintergrund:
R/L Papille vital, Makula o.p.B.
---------
Ich muss zugeben, dass ich bei den Tests keine Doppelbilder wahrgenommen habe. Diese machen sich für gewöhnlich eher abends bemerkbar und ausschließlich bei Lichtquellen. Solche Tests gab es weder in der Praxis noch in der Klinik. Ich machte die Ärzte darauf aufmerksam, dass ich lediglich auf Lichtquellen reagiere, doch diese konnten sich keinen Reim darauf bilden. Sie gaben dem allgemeinen Phänomen aber zumindest einen Namen: Monokulare Doppelbilder. Sie meinten, ich könne meine leichte Sehschwäche mit einer Brille korrigieren lassen, manchen Personen würden sehr sensibel auf Sehstörungen reagieren. Es könne aber auch mit der trockenen Luft im Winter zusammenhängen und ich sollte zunächst Augentropfen versuchen.
Ich habe das Thema zunächst nicht weiterverfolgt und hoffte, dass mich die Einschränkung so schnell wieder verlässt wie sie gekommen ist. Leider war dies nicht der Fall und ich merke, wie sich der Zustand verschlechtert. Auch Augentropfen haben keine Auswirkung auf die Doppelbilder gehabt.
Google lieferte mir dann noch die Bezeichnung für die Lichtempfindlichkeit: Ghosting
Außerdem habe ich von einem Test gelesen: Im Selbstversuch ist es mir so mit von oben vorgehaltenem Finger gelungen, die Doppelbilder (in diesem Fall Untertitel) zu verhindern. Somit bestätigt sich die Theorie der Ärzte von der Hornhautverkrümmung.
Ich würde nun doch gerne versuchen, ob ich mit einer Sehhilfe das Problem in den Griff bekomme.
Da ich die Werte aus dem Befund nicht deuten kann, würde ich gerne hier erfahren was sie Bedeuten und ob es erfahrungsgemäß Sinn macht (Erfolgsaussicht?), sich damit eine Brille anfertigen zu lassen. Ich habe von vielen mit ähnlicher Problematik gelesen, dass weder Kontaktlinsen noch Brille gegen die Doppelbilder geholfen haben.
