Schwindel, Gangunsicherheit, Kopfschmerz, Verspannungen - alles vom Auge?

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Hallo,

habe zufällig dieses Forum gefunden und versuche nun hier mein Glück.

Zu mir: Ich laufe nun seit über 5 Jahren von Arzt zu Arzt, um eine Diagnose für meine Schwindelbeschwerden zu bekommen.
Meist wird mir die HWS und überhaupt muskuläre Beschwerden genannt --> Habe Unmengen an Geld für Physiotherapie etc. ausgegeben. Ohne einen einzigen Tag beschwerdefrei gewesen zu sein.
HNOs meinen: Nein, vom Gleichgewichtsorgan kommt da nix, der nächste meint, es ist ein Gefäß-/Nervenkontakt, den der Neuroradiologe nicht gelten lässt.
Beim Neurologen ist der Schwindel sowieso psychisch bedingt (nehmen nun schon seit 12 Monaten SSRI - ohne Besserung).
Hausarzt ist damit sowieso überfordert ...

So, ich war nun vor ein paar Tagen beim Augenarzt; Während ich gewartet habe, stand am Schirm der Krankenakte "Verdacht auf Strabismus" und "Verdacht auf Heterophorie"
In der Wartezeit habe ich gegoogt und für mich entschlosen, nein, ich schiele nicht Smile und das mit dem "latenten Schielen" hat mir eine schon mal vor Jahren gesagt, aber auch gesagt, dass hat fast jeder und nix mit meinen Beschwerden zu tun.

Der Doc fragt mich natürlich, ob alles mit der Brille etc. passt (ich trage meist jedoch Kontaktlinsen mit -6,25 und -5,25) und ob es Probleme gibt. Da ich bereits müde bin, meine Beschwerden, die sowieso keinen mehr interessieren, zu wiederholen, habe ich diese auch nicht erwähnt. Wobei ich das vor Jahren schon mal erwähnt habe und die o. a. Antwort (allerdings von einer anderen Ärztin) bekommen habe.

So, zu Hause angekommen, habe ich nun mal intensiver mit Heterophorie beschäftigt und ich finde mich doch einigermaßen in diesem Beschwerdekomplex wieder.

Mal im Kurzdurchlauf:

1) Schwindel, meist bei Bewegungsänderungen (aufstehen vom Stuhl, abruptes Stehenbleiben) - x-mal am Tag für ein paar Sekunden (schatze so umd die 50 bis 100mal)
2) Benommenheit/Druckgefühl im Kopf/Konzentrationsschwierigkeiten - benebelt sein
3) Horizont bewegt sich fallweise unnatürlich beim Gehen; beim Stehen oft ein "Schwankgefühl"
4) leichte Koordinationsschwierigkeiten im Raum (z. B. Wasserglas abstellen)
5) Stand/Gangunsicherheit - manchmal Gehen wie auf Wellen
6) Licht/Schatten-Wechsel macht mich manchmal wie "verrückt"; jedoch nicht immer
7) starke Sonneneinstrahlung macht fallweise starke Kopfschmerzen
Dirol chronische HWS-Beschwerden
9) beim Lesen manchmal das Gefühl, die Zeilen nicht richtig zu treffen
10) beim Betrachten von engen horizontalen Streifenmustern das Gefühl, als ob die Linien in sich "verschwimmen"
11) manchmal Augenflimmern (wie "Hitzeflimmern")
12) Oft Kopfschmerzen (meist Stirn, manchmal Schläfe, fallweise Hinterkopf - Übergang HWS/Schädel)

So, da ich nun einiges allgemeines über Winkelfehlsichtigkeit gelesen habe, nun meine Frage an Euch: Sollte ich in diese Richtung mal aktiv werden? Das einzige, was mich stutzig macht, ist, dass ich nicht wirklich Doppelbilder habe. Müsste ich die Frage nach Doppelbildern mit ja/nein beantworten, dann würde ich sagen: Nein.

Wo gehe ich mit diesen Fragen hin? Ich weiß nicht, ob ich bei meinem Augenarzt an der richtigen Adresse bin. Oder gleich zum Optiker?

Kann mir wer Adressen in Österreich nennen? Am besten im Umkreis von Wien.

Ich habe gestern mal versucht, eines meiner Augen abzudecken und dann schnell aufzudecken und das Ganze mit dem Handy zu filmen. Links konnte ich nichts entdecken, beim rechten Auge hatte ich jedoch das Gefühl, das zuckt 1 bis 2mal hin und her, bevor es seine richtige Lage findet.

Danke für Euren Input!

104 Answers

Moin, suche Dir einen Augenoptiker unter www.ivbs.org.de.  der Dich auf Winkelfehlsichtigkeit testen kann.

Danke für die Info.

Meine Frage ist halt: Passen meine Symptome/Beschwerden auf eine mögliche Winkelfehlsichtigkeit? Testen kann man bald etwas. Meine Erfahrung ist halt: Je mehr man untersucht,desto mehr findet man etwas. Das muss aber nicht unbedingt etwas mit den Beschwerden zu tun haben. Smile

Moin, die Symptome passen zur Winkelfehlsichtigkeit.

Hallo,

danke für die raschen Antworten.

Folgendes Update:
Ich hab mir heute beim Augenarzt einen Termin "erbettelt" und bin dann bei der Ortoptistin aufgeschlagen.

Hab ihr meine ganze Beschwerdeliste vorgelegt und ein bisschen was dazu erzählt.

Dann eben der Test mit Prismen etc. Lt. ihren Aussagen sind meine Werte minimal, aber vorhanden und möglicherweise eine Erklärung meiner Beschwerden. Als sie mir die Brille aufgesetzt hat, hatte ich ein gutes Gefühl damit. Bei einer höheren Stufe fühlte ich mich eher unwohl.

Am Rezept stand dann: Prismenbrille ^2 nasal rechts

Es ist so, dass ich seit über 20 Jahren Kontaktlinsen trage; aktuell rechts -6,25, links -5,25

Ich will eigentlich bei den Linsen bleiben, da ich Brillen nicht so wirklich mag (rutschen immer, ausserdem bei meiner Stärke auch schon ein wenig dicker).

Jetzt wäre mal ein Kompromiss über den Linsen eine Brille mit Prismen^2 zu nehmen.

Meine Fragen: Jetzt ist eine Prismenstärke von 2 nicht wirklich viel; kann das aus Eurer Erfahrung trotzdem zu meinen Beschwerden führen bzw. einen Teil dazu beitragen? Wie seht ihr das?

Dann war ich gleich beim Optiker; der meinte zusätzlich, dass auch meine bereits beginnende Altersweitsichtigkeit (bin 44; und bräuchte für die Nähe +1 links und rechts) und meinte, am einfachsten wäre es, mal andere Kontaktlinsen zu probieren. Ich habe nun -6,50/-5,50 mit +1/+1; Die Idee dahinter ist, dass aufgrund der Altersweitsichtigkeit das Auge eben ermüdet und dies meine Beschwerden verstärken kann.

Daneben haben wir noch eine billige Fassung ausgesucht; für den Fall, dass meine Beschwerden in einer Woche noch bestehen, dann probieren wir eben diese billige Fassung mit einer Prismenfolie. 

Er hat auch erwähnt, dass es durchaus vorkommen kann, sobald man sich an die Prismen gewöhnt hat, dass man dann ohne die Prismen nicht mehr kann. Und die daher dann quasi ewig nehmen muss.

Wie seht ihr das? 

Danke!

Moin, gerade geringe Winkelfehlsichtigkeiten machen oft starke Probleme, das würde also passen.

Das mit der Gewöhnung stimmt nicht.

Moin, gerade geringe Winkelfehlsichtigkeiten machen oft starke Probleme, das würde also passen.

Echt? Also die Orthoptistin hat das relativ neutral gesehen; so quasi, ja es ist etwas feststellbar, aber eben nur eine geringe Fehlstellung.

Der Optiker (jedoch selber noch etwas jung) meinte, meine Fehlstellung ist zwar messbar, aber auch sehr gering. Er selber hätte eine viel stärkere.

Ich habe leider im Netz nicht wirklich Erfahrungsberichte von Leuten mit einer kleinen Prismenzahl gefunden. Habt ihr da Links oder könnt ihr dazu was berichten?

Aja, eine Frage noch: Ist die Variante Prismenbrille (mit Fensterglas) über die Kontaktlinsen eine gängige Methode? Oder ist die auch mit Schwierigkeiten behaftet? Wie schon geschrieben, eine Brille für alles will ich nicht wirklich.

Danke!

Moin,

Aja, eine Frage noch: Ist die Variante Prismenbrille (mit Fensterglas) über die Kontaktlinsen eine gängige Methode? Oder ist die auch mit Schwierigkeiten behaftet? Wie schon geschrieben, eine Brille für alles will ich nicht wirklich.

Es ist keine gängie, aber mögliche Variante.

Übrigens mehr über WF findest Du bei   www.ivbs.org     

Danke! Wie gesagt, ich wäre noch dankbar über Berichte von Leuten mit geringen Winkelfehlsichtigkeiten.

Ganz logisch ist es mir ja nicht, dass eine geringe Fehlsichtigkeit große Probleme macht?

In der Regel gilt ja: Große Ursache --> große Wirkung, kleine Ursache --> kleine Wirkung.
Warum ist das hier anders?

Sorry, will nicht nerven, nur verstehen und für eventuell kommende Diskussionen mit Optiker, Augenarzt etc. gut vorbereitet sein Smile

Bei kleinen Winkeln kann man selber mit Muskelkraft ausgleichen. Das macht Probleme, Anstrengung usw.

Bei großen Winkeln geht das nicht, deswegen zwar entweder Doppelbilder oder ein Auge wird abgeschaltet, aber keine Schmerzen usw.

Ok, klingt auch für mich (als Kopfmensch) logisch Smile

Noch eine Frage: Mit geringen Mengen Alkohol habe ich das Gefühl, meine Beschwerden sind besser (Entspannung der Augenmuskeln?), allerdings wenns ein wenig zuviel war, dann ist der nächste Tag deutlich schlechter. Passt das ins "Bild"?

Noch was. www.ivbs.org und die MHK-Methode (nennt man die so?), ist das alles irgendwie das gleiche?

Ich bin zufällig hier drübergestolpert:

https://www.richtig-sehen.de/index.html

Ich habs nicht im Detail durchgelesen, aber irgendwie orte ich hier ein wenig Kritik an der MHK-Methode? Ist dies ein "Ausreisser" oder wie würdet ihr das beurteilen?

Nächste Frage: Die Prismenfolie klebt man ja "innen" auf das Brillenglas? Wäre es möglich, somit eine Folie innen auf die Sonnenbrille zu kleben; Habe aktuell eine verspiegelte Ray-Ban, die ich ziemlich "liebe" ... würde mir weh tun, diese nicht mehr tragen zu können - jaja, ich weiß, "first-world-problems" Smile
In ein Plastik-Glas kann man ja kein Prisma einschleifen, oder? Könnte man ein Prisma in ein (getöntes) Sonnenbrillenglas (also wirklich "Glas") einschleifen?

Danke!

Moin, das mit dem Alkohol passt.

Peschlow ist schon speziell, seine Methode ist nicht korrekt, aber er kommt klar damit.

Prismenfolien werden immer rückseitig angebracht, also geht das auch bei verspiegelten Gläsern.

Prismen können sowohl bei Mineralglas als auch bei Kunststoffgläsern gefertigt werden.

Zuerst mal VIELEN, VIELEN Dank für die raschen (und für allem für mich als Laien schlüssigen) Antworten.

Mir ist natürlich noch was eingefallen Smile

Die Orthoptistin hat ja dem Optiker aufgeschrieben, 2 Prismen auf dem rechten Glas. Ist es gleich, ob ich rechts 2 habe, oder diese 2 links habe oder 1 links und 1 rechts? Hatte den Eindruck, dass das bei der "Anprobe" der Prismen egal war.

Ich überlegen nämlich wenn das egal ist und man die Prismen beliebig aufteilen kann, dann würde ich wohl für die Testbrille (mit Folie) die Variante 1 und 1 wählen. Dann habe ich optisch mal 2 gleich aussehende Gläser und den Vorteil, sollte ich das Gefühl haben, dass 2 Prismen zuviel sind, dann kann ich eben auf 1 reduzieren.

Stimmt meine Überlegung oder ist das Blödsinn? Dass die eine Folie jetzt mehr kostet ist mir schon klar und nicht wirklich relevant.

Ich habe ausserdem das Gefühl, dass durch die neuen Kontaktlinsen (multifokal) meine Beschwerden einen Tick besser geworden sind. Könnte das eine Reduktion des Prismas verlangen?

Hat jeder Optiker eigentlich "nur" 1, 2, 3 Prismen und ein vielfaches davon oder haben eigentlich eh alle auch feinere Abstufungen?

Mein Problem ist, ich bin mir nicht sicher, ob der Kontaktlinsenoptiker meines Vertrauens (das ist er schon über 25 Jahre) auch bei den Prismen so der Experte ist. Ausserdem ist er ca. 1 Autostunde von mir entfernt, d. h. einfach so hinfahren und etwas besprechen ist, ist nicht so leicht möglich. Und am Telefon will ich das nicht klären; das wäre mir persönlich lieber.

Moin,

bei Folien wird grundsätzlich nur eine Seite verwendet (weil der Visus schlechter wird mit Folie). Die eigentliche Korrektion hat schon etwas mit der prismatischen Wirkung zu tun. Also heisst das, das Prisma muss neu bestimmt werden. Optiker, die häufig Prismenkorrektionen durchführen, haben auch 0,5 cm/m und 0,25 cm/m als Prisma, hoffe ich zumindest. Ich selber kann alle Stärken darstellen, denn häufig sind 0,25 cm/m  mehr oder weniger maßgeblich an der Verträglichkeit der Korrektion beteiligt.

Hallo rein-aut,

vermutlich probierst du inzwischen die Prismen aus und bist bald klüger. wink

Trotzdem hier noch eine kleine Idee bei der Ursachensuche: Hast du mal versucht, wie es sich auf deine Beschwerden auswirkt, wenn du testweise (zuhause ein paar Stunden z.B.) eine Augenklappe auf einem Auge trägst? WF ist ja ein Problem der "Koodination beider Augen". Das Abdecken eines Auges sollte die Beschwerden reduzieren. 

Augenklappen gibt es sehr günstig in der Apotheke.

Viel Erfolg!

Chris

Hallo,

danke für Eure Antworten. Habe gestern Abend meine Brille mit der Prismafolie erhalten. Sie ist ein wenig "komisch", da die Sicht nun schon ein wenig schlechter ist (dunkler auf der Seite mit der Folie). Dafür aber bei gutem Licht (also Sonne) habe ich das Gefühl, auf diesem Auge nun schärfer zu sehen.

Zu meinen Beschwerden:

Schwindel ist ja mein Hauptthema: Dieser "überfallsartige" Schwankschwindel scheint besser zu sein, dafür ist irgendwie ein anderer dazu gekommen. Schwer zu beschreiben, fühlt sich "weicher/sanfter" an und kommt mir ein wenig so vor, als wie wenn man eine neue Brille bekommt und sich darauf einstellen muss. Wobei ich zwar eine neue Brille habe, aber nur die Folie und keine Änderung der Korrektur.

Ist mein Empfinden plausibel?

Was sagt Eure Erfahrung, was ist ein realistischer Zeitraum, um beurteilen zu können, ob die Folie was bringt?

Die eigentliche Korrektion hat schon etwas mit der prismatischen Wirkung zu tun. Also heisst das, das Prisma muss neu bestimmt werden. Optiker, die häufig Prismenkorrektionen durchführen, haben auch 0,5 cm/m und 0,25 cm/m als Prisma, hoffe ich zumindest. Ich selber kann alle Stärken darstellen, denn häufig sind 0,25 cm/m  mehr oder weniger maßgeblich an der Verträglichkeit der Korrektion beteiligt.

Hmm, bin mir nicht sicher, ob ich das bei meinem aktuellen Optiker richtig bin Smile ... Die Folie gibts ja nur in 1/2/3 etc. Abständen. Da gibts eh keine Alternative.

Was ich nicht ganz verstehe: Wie werden die Prismen bestimmt? Gibt es da eine (halbwegs) exakte Untersuchung? Oder wird das nach subjektiver Verträglichkeit des Patienten beurteilt? Hab ein wenig den Eindruck, das funktioniert so ein wenig nach Pi * Daumen. Auf dem von Eberhard genannten Link gibt es eh einen Optiker, der nicht ganz aus der Welt ist für mich, ev. schlag ich dort mal auf.

Aja, was kostet eigentlich so ein Prisma in ein Glas einzuschleifen? Meine Wunschvariante wäre ja Brille mit Fensterglas und eben in einem Glas ein Prisma. Die Fenstergläser sind ja eh bei der Fassung dabei, d.h. da kommt dann "nur" der Aufpreis für das Prisma? Entspiegeln etc. kann man da auch? Oder nicht?

Ein wenig habe ich Kopfschmerzen, seit ich die Brille trage. Normal? Denke schon oder?

Trotzdem hier noch eine kleine Idee bei der Ursachensuche: Hast du mal versucht, wie es sich auf deine Beschwerden auswirkt, wenn du testweise (zuhause ein paar Stunden z.B.) eine Augenklappe auf einem Auge trägst? WF ist ja ein Problem der "Koodination beider Augen". Das Abdecken eines Auges sollte die Beschwerden reduzieren. 

Daran habe ich auch schon gedacht; Wollte mir schon eine Augenklappe von Amazon bestellen. Habe das aber so versucht, sobald ich einen Schwankschwindel hatte, einfach ein Auge zuzumachen. Das hat eine Zeit ganz gut funktioniert, nur hatte ich, je länger der Tag wurde, das Gefühl, das hilft jetzt überhaupt nichts mehr.

Na dann, ich teste meine Brille und berichte Smile

Danke für Euren Support.yes

Moin, Folien gibt es nur in geraden Werten. Brillengläser und die Messgläser im Prüfraum sind mit 0,25 er Schritten vorhanden. Je nach Korrektion sind bei der endgültigen Brille auch noch kleinere Zwischenwerte machbar.

Danke.

Nochmal meine Fragen (in kurz): Smile

Schwindel ist ja mein Hauptthema: Dieser "überfallsartige" Schwankschwindel scheint besser zu sein, dafür ist irgendwie ein anderer dazu gekommen. Schwer zu beschreiben, fühlt sich "weicher/sanfter" an und kommt mir ein wenig so vor, als wie wenn man eine neue Brille bekommt und sich darauf einstellen muss. Wobei ich zwar eine neue Brille habe, aber nur die Folie und keine Änderung der Korrektur.

Ist mein Empfinden plausibel?

Was sagt Eure Erfahrung, was ist ein realistischer Zeitraum, um beurteilen zu können, ob die Folie was bringt?

Aja, was kostet eigentlich so ein Prisma in ein Glas einzuschleifen? Meine Wunschvariante wäre ja Brille mit Fensterglas und eben in einem Glas ein Prisma. Die Fenstergläser sind ja eh bei der Fassung dabei, d.h. da kommt dann "nur" der Aufpreis für das Prisma? Entspiegeln etc. kann man da auch? Oder nicht?

Ein wenig habe ich Kopfschmerzen, seit ich die Brille trage. Normal? Denke schon oder? Jetzt, am 2. Tag des "Brillentragens" werden die Kopfschmerzen eigentlich immer mehr. Fast schon ein wenig unangenehm .... Hm, normaler Verlauf?

Kopfschmerzen sind oft ein sog. Entlastungsschmerz, dürfen aber nicht länger als höchstens 6 Tage anhalten.

Bei prismatischen Brillengläsern wird das Prisma immer auf beide Seiten verteilt, wegen Gewicht.

Preise bitte bei Deinem Optiker erfragen.

Schwindel ist nicht nur eine Sache der Augen, sondern viel öfter ein Problem des Innenohrs.

Schwindel ist nicht nur eine Sache der Augen, sondern viel öfter ein Problem des Innenohrs.

Bei mir zu 99,9% nicht; bin in diese Richtung x-mal abgeklärt. Mein Schwindel tritt meist bei Kopfbewegungen und Blickwechseln auf.

Was sagt Eure Erfahrung, was ist ein realistischer Zeitraum, um beurteilen zu können, ob die Folie was bringt?

Eigentlich sollte die Folie sofort Wirkung Zeigen. Spätestens nach 1 Woche solltest Du spüren, ob sich etwas verbessert hat. Allerdings reagiert jeder etwas anders.

Aktueller Zwischenstand:

1) Hatte ja von meinem Optiker Multifokallinsen erhalten. Damit leichte Besserung. Danach eben die (Fensterglas-)Brille mit der 2-Prismen-Folie.
Hatte die ersten Tage ziemliche Kopfschmerzen und immer das Gefühl, auf mittlere Distanz (ein paar Meter) ein anderes Schwindel-Gefühl entwickelt zu haben. Hat sich nach einer Woche auch nicht gebessert.
 

2) Bin dann zu meinen ursprünglichen Linsen (also nicht Multifokal und beide Seiten um 0,25 oder 0,50 schwächer als die Multifokal-Linsen) in Kombi mit der "Prismen-Brille". Ich denke schon, dass ich eine Besserung meines "ursprünglichen" Schwindels habe. Der "Schwindel", den ich in Pkt. 1 beschrieben habe, habe ich mit den "alten" Linsen + Brille nicht. Allerdings sehe ich eben in der Nähe nicht wirklich gut. Das war mit den Multifokallinsen schon besser.
In der Ferne sehe ich mit dieser Kombi ganz gut, habe auch das Gefühl, das "Unscharf-/Verschwommen-Sehen" ist dadurch deutlich besser. So gesehen bringen die Prismen schon was.
 

Grundsätzlich macht das mit der Prismenfolie aber nicht wirklich Spass ... ist halt alles dunkler, ein wenig milchiger und von "gutem" Sehen kann aufgrund dessen keine Rede sein.

Ich bin mir außerdem gar nicht sicher, ob meine angestrebte Kombi = Kontaktlinsen + Prismenbrille drüber erstrebenswert ist bzw. überhaupt Sinn macht.

Es kommen wohl zuviele Faktoren hinzu; (starke) Kurzsichtigkeit + beginnende Altersweitsichtigkeit + Winkelfehlsichtigkeit.

Auf alle Fälle bin ich in den nächsten Tagen bei einem Optiker, der auf www.ivbs.org gelistet ist.

So, melde mich zurück.

Hatte meinen Sehtest und ich muss sagen, ich war beeindruckt. Ist nicht mal so in 5 Minuten erledigt. War eine tolle Erfahrung.
Brille habe ich auch schon geordert; Ich verabschiede mich mal von meinen Kontaktlinsen, die Brille mit Prismen scheint die effektivste und auch effizienteste Variante zu sein ... hoffe ich halt Smile

Natürlich noch ein paar Fragen: Smile

1) Bei mir wurde eine horizontale und eine vertikale Abweichung festgestellt (Werte weiss ich jetzt nicht genau, aber beide so in der Gegend von 5 glaube ich): Lt. Optiker ist die vertikale Abweichung jene, die auf alle Fälle problematischer ist. Bemerke ich zumindest in der Weise, als ich meinen Kopf immer leicht nach rechts geneigt habe (und auch rechts meine "untherapierbaren" Nackenverspannungen sitzen).
Warum ist eigentlich eine vertikale Abweichung "böser"? Weil dann nicht nur die Augenmuskulatur betroffen ist, sondern auch andere Strukturen (Kopfschiefhaltung etc.)?
 

2) Ich habe einen ambitionieren manuellen Therapeuten, dem ich das Ganze auch so erzählt habe. Der ist sehr motiviert und hat sich natürlich auch so seine Gedanken gemacht: Die Frage ist ja auch ein wenig ein Henne/Ei-Problem oder? Sind die Augen nicht "richtig" ausgerichtet, weil der Kopf schief ist oder ist der Kopf schief, weil die Augen nicht richtig ausgerichtet sind? Dann kommt eigentlich die nächste Frage: Wenn die Augen(-muskulatur) bzw. deren Ansteuerung das primäre Problem sind (und der schiefe Kopf die Folge davon), gibt es Erklärungen, warum die Augenansteuerung nicht "richtig" funktioniert? Ist das ein neurologisches Thema oder gibt's dazu Erklärungsversuche?
 

3) Meine These ist ja die: Würde ich am Bau arbeiten und meine Blickfixation immer so im Bereich von ein paar Meter liegen würde, dann wäre wahrscheinlich eh alles paletti bzw. könnte ich das irgendwie kompensieren, damit das "Fass nicht überläuft". Da ich aber nun (inkl. Jugendjahre) schon 30 Jahre hinter Bildschirmen sitze (und damit der Fokus eher auf kurze, sich schnell ändernde Distanzen (Text etc.) fällt, kippt irgendwann das System. Ist das schlüssig für Euch?
 

4) Noch was: Solange ich denken kann, schlafe ich schlecht. Ich schlafe schnell ein, ich schlafe durch, ich schlafe lange. Dennoch bin ich in der Früh meist ziemlich gerädert. Ich kenne das nicht anders. Vielleicht war es als Kind besser ... keine Ahnung. Kann dies eine Folge der Winkelfehlsichtigkeit sein?
 

5) Gibt's Theorien, wie die "eigene" Winkelfehlsichtigkeit entstanden ist? Hab ich da eventuell dazu was beigetragen oder bin ich damit wahrscheinlich schon auf die Welt gekommen bzw. hat sich das im Wachstum einfach so herausgebildet und keiner hat es bemerkt?
 

Danke!

Moin

die Höhenfehler sind schlimmer, weil man diese selber kaum mit Muskelkraft ausgleichen kann. Deswegen die schiefe Kopfhaltung. Und was zuerst war, WF oder Schiefhals, ist heute nicht mehr zu erklären. Wie Du schon sagst, Henne oder Ei?

Es ist eher ein muskuläres als ein neurologisches Problem, wobei die Muskeln natürlich von Nerven innerviert werden, damit ist es also doch ein neurologisches Problem.

Zu 3), es ist vollkommen schlüssig.

Müdigkeit ist meist eine Folge schlecht oder gar nicht korrigierter WF.

Entstanden ist die WF in der Prägungsphase, also recht früh und ist in der Regel genetisch bedingt.

Ok, verstehe ... natürlich geht noch was in meinem Kopf um laugh

Das Henne/Ei-Problem ist ja wohl auch dadurch "gelöst", wenn es so ist, wie du schreibst, dass die WF in der Prägungsphase entsteht. Dies bedeutet jedoch, dass der "schiefe Kopf" ja die Folge der WF ist und nicht umgekehrt. Zumindest kann man dies wohl für die meisten Fälle so behaupten, oder?

Ich finde die Videos von Benjamin Walther auf YouTube dazu extrem genial ...

Da Physik (und räumliches Denkvermögen) nicht so sehr meine Stärke ist, mal noch folgende Frage:

Je näher ein Objekt ist, das fixiert werden muss, desto stärker muss der Kopf geneigt werden, um die WF auszugleichen, oder? So denk ich mir das zumindest, da die WF ja "mal da ist" und je näher das Objekt, desto größer muss die "Ausgleichsbewegung" sein und je weiter weg, desto geringer. Stimmt das so? Wenn ja, erklärt dies auch, warum ich auf kurze Distanzen bei raschen Blickänderungen Beschwerden habe, aber auf weite Distanzen (Autobahnfahren) eigentlich keine (ausser bei starkem Lichteinfall und/oder sich ändernden Lichtverhältnissen).

Bei der horizontalen Abweichung gilt eigentlich gleiches, hier leidet eben "nur" die Augenmuskulatur; erklärt wohl auch meine Stirnkopfschmerzen, die zu zwei Dritteln rechts auftauchen.

Obwohl ich jetzt 25 Jahre Kontaktlinsen getragen habe, kann ichs kaum erwarten, dass meine Brille fertig wird. Will schon testen, ob und was sich ändert ... ist zwar kein billiger Test, aber im Gegensatz dazu habe ich schon den Wert eines Mittelklassewagens an sonstigen, nicht erfolgreichen Therapien ausgegeben. Vom zeitlichen Aufwand und den Nerven, die dabei auf der Strecke blieben, mal ganz abgesehen. Verglichen damit, ist die Brille ein Geschenk ...

Moin, eigentlich ist bei weiter Entfernung ein Höhenfehler deutlich störender, ebenso horizontale Fehlstellungen.

Moin, eigentlich ist bei weiter Entfernung ein Höhenfehler deutlich störender, ebenso horizontale Fehlstellungen.

Hmm, ein wenig bringst du damit mein theoretisches Gebilde gerade zum Einstürzen ... surprise

Andererseits ist es schon so, dass ich bei Autofahrten (während des Fahrens) keine/kaum Probleme habe, jedoch nach dem Aussteigen schon teilweise massive. Da gabs schon Situationen, da musste ich mich danach mal 15 Minuten einlaufen, bis ich (gefühlt) wieder halbwegs gerade gehen konnte. Von sowieso latent vorhandenen Kopfschmerzen gar nicht erst zu sprechen.

Meine Theorie mit der kurzen Distanz wäre eigentlich der Erklärungsversuch gewesen, für folgende Situation: Vor dem PC sitzen und arbeiten etc. --> alles kein Problem. Nur wenn ich dann rasch aufstehe, mich zur Seite drehe und wohin gehe, dann spielt mein visuelles System nicht ganz mit und hat kurz Schwierigkeiten sich zu orientieren. Und das so an die 100x am Tag.

Soll heißen, rasche Blickänderungen auf kurze Distanzen sind oft problematisch und mit Schwindelgefühlen verbunden. Aber zu 99% verbunden mit Aufstehen, Gehen etc. Blickänderungen am am Schreibtisch/PC sind eigentlich problemlos, also ohne Schwindel, ich merke aber schon, dass eines meiner Augen immer einen Tick zu spät dran ist und nachkorrigieren muss. Löst nur keinen Schwindel aus, weil ich ja eh fest im Sessel sitze :-); Anders ist es im Gehen und Stehen. Da will der ganze Körper dann zum korrigieren beginnen und macht es eigentlich nur schlimmer ...

Moin, genau das ist es ja, beim Aufstehen sind die Augen nicht mehr in der Nähe fixiert, sondern schauen mehr oder weniger in die Ferne.

Hallo,

so, bin wieder zurück. Habe heute meine Prismenbrille in Empfang genommen. Das erste Aufsetzen war gaaaaaaaanz komisch. Hat sich aber nach einer Zeit eingependelt. Hab noch immer nicht 100%ig das Gefühl, dass es passt, aber deutlich besser als zu Beginn. Gehe aber eh davon aus, dass erstmal 2 bis 3 Wochen ins Land ziehen müssen, um eine Beurteilung abzugeben.

Ein paar Fragen hab ich dennoch Smile

1) Winkelfehlsichtigkeit ist Exo und Höhe, das verstehe ich noch. Auf meinem Mess-Protokoll steht:
Rechts: Prisma 3,31 335 Visus 1,24
Links: Prisma 4,71 143 Visus 1,24

Kannst Du mir das übersetzen?

2) Stereo-Sehen: Nach Korrektur vorhanden; interessanterweise erscheinen mir im Auto ein paar LCD-Anzeigen nun ein wenig in 3D; vielleicht ist das eh normal, für mich war das neu :-); oder ist das ein Teil der "Umstellung"? Habe auch ein wenig das Gefühl, das die Tastatur des PCs, das Handy ein wenig gebogen scheint. Das hat mir der Optiker aber eh so erklärt. Ist das mit dem 3D auch so?
 

3) Bez. Schärfe habe ich, speziell auf dem linke Auge (eigentlich mein besseres der beiden und ich glaube auch das "Führungsauge" das Gefühl, nicht "scharf" genug zu sehen. Hat das damit zu tun, dass sich dieses Auge nun ein wenig "zurücklehnen" kann und weniger Arbeit leisten muss? Ist das auch eine Umstellungssache?

Sorry für die Fragerei, aber ich bin halt neugierig Smile

War mit den Brillen schon ein wenig spazieren, hab mich dann auch in engere Räume gewagt (klingt blöd, ist aber so); habe schon das Gefühl, der Schwindel, der mich immer verfolgt hat, ist ein wenig anders und ich würde ihn der neuen "Sehsituation" zuordnen. Er kommt diesmal viel mehr von den Augen, als ich es jemals ohne Brille zuordnen hätte können.

Naja, mal abwarten, will nicht zu euphorisch sein, aber ich glaube, ich bin am richtigen Weg. laugh

Moin,

Aussenschiel gesamt 6,76 cm/m Höhe 4,24 Höhe Basis R unten oder links oben.

Ein 3D-Sehen ist normal, wird sich aber wieder legen durch Gewöhnung.

Richtig, das rechte Auge ist jetzt nicht mehr besser als das linke. Ist normal.

Enge Räume können immer gewisse Probleme machen, leider auch normal. Ich kannte das selber bei Läden mit hohem Warenaufbau rechts und links, vor meiner Schiel-OP.

Eberhard - Kompliment für deine Antworten! Thumbs up! yes

D.h. als Laie habe ich fast 7 Prismen horizontal und ca. 4 Prismen vertikal? Die 7 sind wohl eh nicht auffällig oder? Sind die 4 normal? Denke nicht oder?

Ad "Enge Räume": Hatte jetzt 5 Jahre das Phänomen, dass ich dachte, der ganze Supermarkt kommt mir entgegen (dementsprechend habe ich mich nicht wirklich mehr in diese reingewagt ...); Wenn ich dich richtig verstehe, dann gibt mir die Prismen-Brille eine reelle Chance, dass ich dieses Problem loswerde?

Moin,

bei Horizontalen Korrektionen ist fast immer auch die Höhe beteiligt, also sind die Werte nicht ungewöhnlich.

An die Supermarktgänge musst Du Dich einfach gewöhnen.

Hallo,

kurzes Update: Trage die Brille nun schon den 6ten Tag. Verträglichkeit der Brille ist besser geworden, mein Schwindel hat sich auch spürbar gebessert. allerdings keine lineare Entwicklung, sondern ein bisschen ein Auf- und Ab mit einer Tendenz zur Besserung.

In Supermärkte habe ich allerdings noch nicht getraut Smile

Fragen:

1) 3D-Sehen (meist bei Rot- bzw. Grüntönen auf dunklem Hintergrund) habe ich nach wie vor. Möglicherweise wurde das ein bisschen weniger intensiv; schwer zu beurteilen. Nach welcher Zeit sollte sich das legen?
 

2) Wenn ich gehen und direkt auf meine Füße schaue, dann ist der Boden nach wie vor ein wenig gewölbt; jedoch nicht soviel wie zu Beginn. Scheint sich also zu bessern. Gerade Linien scheinen sich nicht mehr so oft und nicht mehr so stark zu wölben. Ich kann endlich halbwegs normal Streifenmuster ansehen, ohne das Gefühl zu haben, die springen ständig auf und ab.
Alles normal?
 

3) Was mich total fasziniert hat: Vom Tag 1, an dem ich Brille oben hatte, hat sich meine Schlafqualität um enorm verbessert. Ich war morgens IMMER gerädert. Egal, ob ich 8, 10, 12 Stunden geschlafen hatte. Jeden Tag (leichte) Gliederschmerzen (eher "Gliederschwere"), schwere Augen und von der Früh weg ein "Erschöpfungsgefühl". Das ist alles zu 90% weg. Ich war 3 x im Schlaflabor, bei einigen Neurologen etc... nie was rausgekommen, außer "Stress abbauen" ... hahahaha ... Die Brille hats gerichtet.

4) Was mir bei der Brille auffällt: Rechts sehe ich in der Ferne gut, dafür in der Nähe aber nicht so gut. Dafür ist es links genau umgekehrt (also Ferne schlechter, dafür Nähe gut). Mag sein, dass ich zu hohe Ansprüche habe, aber ein wenig habe ich das Gefühl, dass die Brille beim beidäugigen  zu "unscharf" ist (vor allem in der Ferne). Beim Autofahren etc. überhaupt kein Problem, jedoch, wenn ich auf die Küchenuhr blicken will, dann ist die Distanz ein wenig zu groß (LCD-Uhr auf der Mikrowelle; Distanz ca. 7 Meter). Habe ich zu hohe Ansprüche oder gehört da noch was korrigiert? Habe das mit dem Optiker noch nicht besprochen, denke, ich muss dem ganzen Thema eventuell noch ein bisschen Zeit geben.

Danke!

Moin,

zu 1) meist nach einigen Monaten nicht mehr zu sehen. (Obwohl das doch schön ist Smile )

zu 2) normal

zu 3) sehr gut

zu4) Du trägst Kontaktlinsen für die Kurzsichtigkeit, richtig? diese Stärken prüfen lassen, denn etwas stimmt da nicht. 

Hallo,

kann nur als Langjährige Prismenträgerin antworten bzw meine Erfahrungen mitteilen, da Du ja gleich mit relativ hohen Prismen beginnst, sind die Symptome die Du jetzt hast völlig normal...

Eingewöhnung dauert mit Sicherheit etwas länger... auch das mit den Linien und Regalen gibt sich

ganz wichtig ist, dass Du die Brille ständig trägst , nur so kannst Du Dich daran gewöhnen ...man muss diese Art der  Korrektur auch akzeptieren und den Weg gehen, wenn‘s Dir damit besser geht..Anfangs konnte ich nicht glauben, dass die Schwierigkeiten mit der richtigen Brille beseitigt werden können ....

Laura 

Danke für Eure Antworten; also die Symptome, die ich jetzt habe sind, im Vergleich zu jenen ohne Brille, deutlich angenehmer ((in Österreich sagen wir: ein Lercherlschas devil).

Frage an Laura: Warum beginne ich gleich mit "relativ hohen" Prismen? Dachte immer, "hoch" sind Werte über 10 oder so ...

Ad 3D-Sehen: Ja, es ist schon ein wenig "schön"); Allerdings habe ich oft am Tag mit solchen Ansichten zu tun:

http://www.inktwo.com/blog/index.php/2017/11/06/hot-stockz-mod-down/

Und da ist's nicht immer schön Smile ... Aber ja, wenn es sich wieder gibt, dann null Problemo ...

Ich stell mir jetzt mal die Frage: Die 3D-Filme im Kino, die ich bisher gesehen habe, waren schon 3D ... zumindest ein bisschen was. Kann es sein, dass ich "nur" die stärkeren 3D-Effekte wahrgenommen habe und die kleinen "übersehen" habe?

Ad Kurzsichtigkeit: Nein, ich trage nun keine Kontaktlinsen mehr; ich habe mich eben für die Brille entschieden. Nach 25 Jahren Kontaktlinsentragen ist nun eben Schluß damit ... Ist in meinem Alter durchaus vertretbar Smile

Was gibt es jetzt für Möglichkeiten, wenn ich das Gefühl habe, die Stärke passt nicht (wie oben beschrieben)? Kann man das Glas nachbessern?

Ich trage die Brille jeden Tag (24/7), kann auch schon besser damit umgehen; habe noch immer das Gefühl, die Augen "laufen" hin und her, nachdem ich die Brille abgenommen habe. Dieses Gefühl ist aber schon um einiges angenehmer zu ertragen.

Ich finde dieses ganze Thema hochinteressant; Offen gesagt, glaube ich, dass die "Dunkelziffer" - also jener Leute, deren Beschwerden man mit diesen "Koordinationsstörungen (und nichts anderes sind es) erklären kann - extrem hoch ist. Wer denkt schon an die Augen, wenn man 2 bis 3 Mal im Monat Kopfschmerzen/Migräne hat?

Vielleicht bin ich zu naiv, aber eigentlich ist es logisch, wenn es zu einer "Überanstrengung" kommt, dann leiden andere Faktoren darunter. Wenn ich jahrzehntelang "schief" gehe, dann werde ich irgendwann eine neue Hüfte brauchen. Ich denke, diese Sichtweise ist anerkannt und akzeptiert. Dasselbe gilt aber, wenn meine Augen-/Gesichtsmuskulatur ständigt Höchstleistungen erbringen muss ... irgendwann gibt diese auf und Probleme in diesem Bereich tauchen auf. Aus meiner Sicht wird dies aber meistens "belächelt" und mit psychischen Beschwerden erklärt ... Eigentlich ein Graus, wenn man darüber nachdenkt.

Moin, da Du wahrscheinlich in ca. 6 Monaten eine neue Messung machen lassen wirst, reicht es aus, dann auch die Stärken der Myopiekorrektur zu verbessern. 

Also von einem Kontrolltermin wurde mir (noch) nichts gesagt. Ev. kommt das dann eh automatisch. Werde ich aber mal nachfragen; sollte da bez. Prismen keine Änderung rauskommen, bei der Myopie aber schon, sind dann zwingend neue Gläser nötig oder kann man die bestehenden "feinjustieren"? Gefühlt dreht es sich wohl um eine Korrektur von -0,25 bis -0,50 zusätzlich.
 

Eine Frage zu Deiner Schiel-OP: War das ein "richtiges" Schielen oder auch ein latentes? Wird diese OP wirklich nur dann gemacht, wenn nix mehr geht oder auch bei grenzwertigen Fällen? Hat die OP ein hohes Risiko?

Moin,

also ändern kann man an Deinen Gläsern nichts mehr, nur neu fertigen bei Bedarf.

Ich hatte ein latentes Schielen, mit Werten, die bei Brillengläsern schon starke Einschränkungen machten.

Eine OP wird dann gemacht, wenn 1. die Prismen recht hoch sind ( über 20 cm /m ) und 2. innerhalb 6 Monaten keine Steigerung der Prismenwerte vorlag. Beim richtigen Operateur gibt es kein Risiko.

Hallo,

wie wahrscheinlich ist es, dass sich die Prismenwerte verändern? Ist dies nicht auch ein wenig von der Tagesverfassung abängig?

Anders gefragt: Wie wahrscheinlich ist es, regelmäßig neue Gläser zu benötigen? Oder sind dies, diese 2 bis 3% (oder in dieser Größenordnung)?Weiß man eigentlich, warum es Leute gibt, bei denen sich die Prismenwerte ständig ändern? Meist kommt es zu einer Verschlechterung oder gibt es auch Verbesserungen?

Danke!

Moin,

die Prismen werden sich ändern, sind keine Tagesverfassung. 2 bis 4 % haben irgendwann so hohe Prismenwerte, dass Sie operiert werden müssen.

Ich habe auch Kunden gehabt, die weniger Prisma brauchten als vorher.

Update:

Habe die Brille nun ziemlich genau 3 Wochen. Mir kommt vor, dass die Verträglichkeit in Woche 1 und 2 deutlich besser war als jetzt. 
Habe ein wenig das Gefühl, mit dem Fixieren bei Bewegungen ein Problem zu haben. Und bin deswegen ein wenig unsicher auf den Beinen unterwegs.

Dazu kommt, dass das "unnatürliche 3D-Sehen" sich gerade folgendermaßen darstellt: Bei starken Kontrasten (klassisch: Das Ampelmännchen in rot auf schwarzem Hintergrund) erscheint das "rote" ein wenig hervorgehoben. Drehe ich den Kopf nun ein wenig nach links, weicht das "rote" ein wenig nach rechts aus. Also genau gegengleich.

Was mich eben ein wenig stutzig macht, ist, dass ich in den ersten beiden Wochen (zumindest gefühlt) ein besseres Gefühl mit der Brille hatte, als jetzt. Das sich meine Prismenwerte schon verändert haben, halte ich doch für ein wenig unwahrscheinlich, oder doch möglich?

Oder ist das eh alles normal? Manchmal besser, manchmal schlechter? Ein Auf- und Ab?

Danke!

Moin, alles ist noch im Normbereich, vor allem die Farbwahrnehmung.

Wieder mal ein Update:

Habe die Prismenbrille nun 6 Wochen und ein paar Tage.  Habe immer ein wenig das Gefühl ein bisschen zu schwanken. Habe mich seit längerem Baumärkte, Geschäfte, Einkaufszentren vorgewagt. 

 Je größer das Geschäft und je weiter alles voneinander getrennt ist, desto angenehmer. 

 Je kleiner das Geschäft, desto mehr muss ich auf mein Gleichgewicht achten. 

 Anschließend war ich in einem sehr großen Einkaufszentrum, viele Geschäfte, viele Leute, viele Eindrücke. Nach einer Zeit hatte ich, ich bezeichne es als Reizüberflutung, einen ziemlich unangenehmen Zustand, musste dann dort raus, habe die ganzen Eindrücke über das Auge nicht mehr vernünftig verarbeiten können.

Hatte permanent das Gefühl einen Schwankschwindel zu haben, den Boden nicht gut zu spüren, zu stark nach vorne oder hinten zu schwanken. 

Hat diese Beschwerden vor der Brille natürlich auch.

Sind sechs Wochen zu früh, um das ganze beurteilen zu können? Oder kann es sein, dass ich meine Prismenwerte bereits verändert haben?

Wenn 6 Wochen zu wenig sind, was ist ein Erfahrungswert, der realistisch erscheint?

Oder hat die Reizüberflutung vielleicht gar nichts mit meiner Heterophorie zu tun? Oder ist das typisch dafür?

Moin,

diese Reizüberflutung in engen Gängen ist recht häufig zu spüren. Es kann zwar sein, dass die Stärken sich schon verändert haben, aber vor Ablauf von 3 Monaten sollte nicht neu gemessen werden.

Diese Reizüberflutung bessert sich irgendwann? Was hilft? Sich oft diesen Reizen aussetzen? Oder ist das einfach zuviel und braucht seine Zeit? Wie lange?

Am stärksten hats mich in einer Umkleidekabine, in der links und rechts Spiegel angebracht sind (man sich also „unendlich“ oft sieht) ausgeknockt. Typisch dafür?

Nur war der restliche Tag dann auch gelaufen. Ich war dann quasi für jeden Reiz zu empfindlich. 

Moin, wenn die Prismen richtig sind, bessert sich alles innerhalb 6 bis 8 Wochen. Ist noch ein Restfehler da, musst Du erstmal damit leben.

Mal wieder eine Frage:

Ich habe ja vertikale und horizontale Prismen in meinen Gläsern. Wie werden diese Prismen eigentlich verteilt? Kann man beide Prismen (also vertikal und horizontal) in ein Glas einschleifen oder macht man mit einem Glas den horizontalen und mit dem anderen Glas den vertikalen Ausgleich? Ich habe den Eindruck, bei mir ist der horizontale Ausgleich im linken Glas und der vertikale Ausgleich im rechten Glas. Bei mir ist das rechte Glas unten fast doppelt so dick als das linke.

Geht das technisch nicht anders?

Wenn ich das linke Auge für ein paar Sekunden schließe und dann wieder öffne, dann habe ich für ein paar Sekunden Doppelbilder (und die sind, glaube ich, vertikal versetzt) bis sie wieder synchron sind.

Wenn ich dsa rechte Auge für ein paar Sekunden schließe und dann wieder öffne, sind die Doppelbilder für einen Bruchteil einer Sekunde kurz da bzw. fast nicht wahrnehmbar. Oder es ist enfach nur die Linse, die eben eine Zeit braucht um scharf zu stellen?

Meine Schwindelbeschwerden speziell bei Richtungsänderungen, Fokus von nah auf fern etc. haben sich eher wieder verschlechtert. Hmmm, in den ersten 4 Wochen gings mit der Brille besser.

Meine Schlafqualität ist nach wie vor besser, als ohne der Prismenbrille, aber auch da habe ich den Eindruck, die Schlafqualität war in den ersten Wochen besser.

Bin ich ein komplizierter Fall? angel

Moin,

verteilen kann man alle Prismenwerte auf beide Gläser. Bei Höhenprismen wird dann das eine Glas unten dicker, das andere oben. In der Regel wird schon beim Messen darauf geachtet, dass beide Seiten ähnliche Prismenwerte bekommen. Das ist die beste Variante, wenn man sich dann daran hält.

Bei Dir scheint schon noch etwas an Prismenstärke nötig zu sein. Die Höhenprismen sind sicher zu schwach. Aber  neu messen sollte man erst nach ca. 3 Monaten.

Also wenn ich meine Gläser anschaue, dann ist links und rechts das Glas oben gleich dick/dünn. Nur das rechte unten fast doppelt so dick. Beide werden aber nach innen dicker.

Vermute somit, dass die horizontalen Prismen auf beide Gläser aufgeteilt wurde und die vertikalen nur auf einem Glas.

Kann aus deiner Erfahrung ein nicht (oder nicht ausreichend) korrigiertes Höhenprisma eine Art "Liftschwindel" auslösen? Also nicht so, als ob man für ein paar Sekunden nach oben/unten fährt, sondern ein wenig zu tief "nach unten steigt" oder das Gefühl hat, es hebt einen ganz kurz was hoch. Dieses Schwindelgefühl ist eher kürzer (von der zeitlichen Dauer) als ein klassischer Liftschwindel. Komisch zu beschreiben ... laugh

Aja, neu messen: 3 Monate nach der ersten Messung oder 3 Monate nach der Tragezeit der Prismenbrille? Wobei, wenn ich alle 3 Monate neue Gläser brauche ... Hallelujah ... surprise

Moin,

mit der Vermutung hast Du recht. Ein fehlendes Höhenprisma kann das bewirken. Das liegt daran, dass die Augen Höhenbewegungen nicht gleichmäßig durchführen, solange ein Höhenfehler vorliegt. Ein Auge schaut schon hin, das andere rutscht nach.

Wenn ich mich richtig eingelsen habe, dann ist ja das Höhenprisma das wirklich herausfordernde für das Hirn. ?

Warum habe ich die Beschwerden (Schwindelgefühl) zu 90% beim Gehen, Stehen, Bewegungsänderungen, aber kaum bis fast gar nicht beim Sitzen?

Ich schaue dich relativ viel in den PC, und habe auch oft Blickwechsel, aber dabei eigentlich keine bis kaum Beschwerden. 

Nur sobald ich aufstehe, beginnen sie nach ein paar Sekunden. Weil dann die „3. Dimension“ dazu kommt bzw. weil das „Gesamtsystem“ dann komplett überlastet ist und die Kompensation nicht mehr wirklich funktioniert?

Ein paarmal hatte ich nach dem Stehenbleiben mit dem Auto das Gefühl, dass ich mich noch immer weiterbewege. Das war gruselig. 

Die Hand ging sofort zur Handbremse, nur die war schon angezogen. ?

Update:

Diesen Samstag wurde eine erneute Messung gemacht (die letzte war vor 2,5 Monaten).

Die nichtzufriedenstellende Sicht (links in der Ferne zu unscharf und rechts in der Nähe zu unscharf) dürfte ein Mess/Testfehler bei der ersten Messung gewesen sein, das wird mit neuen Gläsern korrigiert.

Zu den Prismen: Bei dieser Messung kamen raus:
 

horizontal 9 - das letzte Mal waren es 7
vertikal 8 - das letzte Mal waren es 4

Bestätigt auch ein wenig mein subjektives Empfinden, dass ich das Gefühl habe, mein Auge will ein wenig nach oben bzw. diesen komischen "Liftschwindel" ...

Weiteres Prodzedere: In 14 Tagen kommt nochmal eine Messung, wenn sich die o. a. Werte bestätigen, dann neue Gläser, wenn sich die Werte nicht bestätigen, dann mal abwarten ...

Speziell das vertikale Prisma mit einer Verdoppelung überrascht mich schon ein wenig. Kann das in so kurzer Zeit sein? Ich habe schon ein wenig mit den Augen "gearbeitet" ... "Dehnungsübungen", Blickübungen, Bearbeiten des Bindegewebes rund ums Auge. Kann das einen Einfluß haben?

Moin,

die Höhe ist immer recht schnell erreicht, ebenso wie die Horizontale bei Innenschielen. Die Höhe zeigt ja meine "Diagnose" bzw. Vermutung an. Wink

Verstehe ich dich richtig, dass mein „Verlauf“ normal ist und der Sprung von 4 auf 8 in der Höhe zu erwarten war? 

Und dass die Chance groß ist, dass da nichts mehr dazu kommt?

Und dass das deine Vermutung war? 

Sorry, aber ich verstehe deine Antwort nicht so ganz  ?   

Moin, 

die Höhe verändert sich recht schnell, ob es sich nicht mehr ändert, glaube ich nicht. Meine Vermutung nach Deinen Beschreibungen der Symtome war es.

Wenn ich dich richtig verstehe, kann es durchaus sein, in 6 oder 12 Monaten wieder eine andere Höhe zu haben?

Es kann aber auch wieder weniger werden?

Ist aus deiner Erfahrung die Änderung von 4 auf 8 in der Höhe für den Kunden leichter zu verkraften als die Änderung von 0 auf 4? Ich hatte in den ersten Tagen mit der Brille schon ein wenig zu kämpfen ... cool

Moin,

weniger wird es wohl nicht mehr, ausser es wurde falsch gemessen.

Egal von welchem Wert aus eine Änderung nötig ist, die anfänglichen Probleme sind immer da, vor allem wenn keine sog. Einrastsitzung mit der endgültigen Korrektion gemacht wird.

Update:

So, die 2. Messung wurde durchgeführt. Alle Werte haben sich bestätigt. In 10 Tagen sollte ich meine neuen Gläser bekommen.

Bin nun bei 9 horizontal und 8 vertikal. Ist das viel? Schon ein wenig "versetzt", oder? Oder eh der Normalbefund bei WF mit Beschwerden?

Was ich noch bemerkt habe: Wenn ich abends im Bett liege und ohne Brille auf das Handy schaue, dann habe ich ein Auge zugekniffen. Geht ja nicht anders, sonst würde ich gar nichts sehen. Da ist es mir jetzt schon ein paarmal passiert, dass ich den Eindruck hatte, mein (offenes) Auge "setzt" aus ... Wobei ich eher glaube, das Auge "rutscht" kurz weg und "zentriert" sich dann wieder. Kann das sein? Quasi, das Auge meint: "Der Tag war lang, ich bin jetzt müde und mache eine Millisekunde Pause."
Lieg ich das richtig? Wobei das wahrscheinlich öfter am Tag vorkommt, es sich für mich aber in Schwindelgefühl ausdrückt. Beim "einäugigen" Lesen fällts eben total auf, weil dann das ganze Bild verschwindet (das andere Auge ist ja zu).

Frage zur Schiel-OP: Ich wills mal im Hinterkopf behalten und eigentlich wäre mir die Sache auch nicht unsympathisch. Wäre dann zumindest (dauerhaft?) gelöst. Wie kann ich mir das vorstellen? Wird da wirklich millimeter-genau hingearbeitet? Es werden ja Muskeln verkürzt/verlängert. Passiert das Pi * Daumen oder wie wird das gemessen, ob das Auge dann in der richtigen Position ist? Tue mir bei dem Gedanken ein wenig schwer, da ja die MKH nicht unbedingt im ärztlichen Bereich anerkannt ist, oder? Oder geht der Operateur her und richtet beide Augen einfach gerade aus und das wird dann schon irgendwie passen? Vor allem wie soll das gehen, wenn man in der Vollnarkose dahinschlummert und damit die Muskulatur sowieso entspannt ist?

To be honest: Ich versteh das nicht ... smiley

Moin,

bei der Winkelfehlsichtigkeit ist es normal, dass man auch ohne Prismen sehen kann, aber mit Anstrengung. Bei manifestem Schielen ist das nicht möglich.

Zur OP: Die MKH ist bei einigen Ärzten anerkannt, leider sind es nicht mehr. Diese Ärzte operieren auch erst, wenn feststeht, dass entweder nichts mehr an Prismen dazu kommt, oder ein Wert vorliegt (um 30 cm/m) , der operabel ist. Was dann operiert werden muss, ist exakt festgelegt,  also wieviel mm ein Muskel verkürzt und der Gegenspieler verlagert werden muss. Das hat also nichts mit irgendwie passen zu tun. Smile

Update:

Habe meine neuen Gläser (horizontal 9 Prismen und vertikal 8 Prismen) nun seit 14 Tagen. Trage sie durchgehend. Hab mich eigentlich relativ schnell an die neuen Gläser gewöhnt. Die ersten paar Stunden waren mühsam, aber danach sind sie mir nicht wirklich aufgefallen. Das eine Glas ist mit 7mm nun relativ dick, aber gut ... freut mich nicht wirklich, aber damit muss ich wohl nun mal leben.

Eine Besserung meiner Beschwerden (Schwindel ...) konnte ich leider noch nicht wirklich feststellen.

Auch die Schlafqualität, die sich für 3 bis 4 Wochen nach der ersten Prismenbrille schlagartig verändert hat, ist wieder gleich schlecht geblieben.

Dazu kommen latente Kopfschmerzen, schwere, müde Augen, leichter Kopfdruck etc ...

Das einzige, was sich ein wenig gebessert hat, ist das unnatürliche 3D-Sehen; das wurde weniger.

Der Rest ist eigentlich geblieben.

Irgendwelche Ideen außer Geduld?

Die einzige Idee: Es stimmt mit den gemessenen Prismen etwas nicht. In 4 Wochen nachprüfen lassen.

Hallo , rein-aut ,

Deine  Brillenwerte werden nicht stimmen ... man kann die 6 Muskel-Paare mit unterschiedlichen Vektoren ins Gleichgewicht bringen...die Kunst ist es aber ... , es in der Energie-ärmsten Version zu schaffen... das scheint bei dir nicht gelungen zu sein .

MKH Messungen sind deshalb nur ein Teil des Ganzen! smiley

Danke für Eure Nachrichten.

Meine Werte wurden 2x im Abstand von 2 Wochen kontrolliert. Wobei ich nach wie vor den Eindruck habe, in der Nähe passt es rechts noch immer nicht (also bez. "Schärfe"). Beidäugig geht es halbwegs, aber wirklich angenehm ist es nicht.
Was ich noch nicht wirklich verstehe:

1) Die Messungen (also bez. der Prismen) beziehen sich zu 90% auf die Ferne (Distanz 4 bis 5 Meter im Raum würde ich schätzen). Auf die Nähe bezieht sich nur ein kleiner Kasten mit einem grün/roten Kreuz (wenn ich das richtig im Kopf habe); sonst gab es keine Tests für die Nähe. Ist das eh "normal" oder sollte es da mehr geben?

2) Da sich meine Beschwerden hauptsächlich im Nahbereich abspielen; Also meist beim Wechsel von Fern- auf Nahsicht, frage ich mich, ob sich nicht auch ein Mikrostrabismus versteckt haben könnte. Hätte man das mit der MKH herausfinden/sehen können? Subjektiv würde ich meinen "Problembereich" in einer Entfernung von 1 bis 2 Meter definieren.

3) Was ich so eigenartig finde: Bin ich draussen, bicke ich in die Ferne, habe ich keine bis kaum Probleme. Nur wehe, ich bin in Räumen bzw. muss ich auf kurze Distanzen Blickwechsel durchführen, dann beginnt der ganze Mist. Ist das typisch für die Winkelfehlsichtigkeit?

4) Ich war mit der neuen Brile nun in einem Geschäft. Draussen alles gut, drinnen hatten die im Kassenbereich einen Teppich liegen, der als Grundfarbe gelb hatte mit schwarzen Punkten drauf (ca. 5 cm Durchmesser). Der Teppich war für mich sehr unruhig, ein wenig kam mir vor, als ob die Punkte "getanzt" hätten bzw. keine scharfen Konturen hatten. Das war halt alles sehr unruhig. Meine Begleitpersonen meinten, sie haben kein Problem beim Betrachten dieses Teppichs.

5) Der Beitrag von Seestern: Was ich bei dem Ganzen auch nicht verstehe, warum wird auf der einen Seite das Prisma bestimmt und auf der anderen Seite ist es eigentlich fast egal, wie man die Prismen verteilt? Also 4 da, 5 da oder 2 da und 7 da ... Damit nimmt man ja Einfluß auf die Stellung der Augen und damit indirekt Einfluß auf die Beanspruchung der Augenmuskulatur. Wenn es "egal" ist, wie ich die Prismen verteile, dann ist es ja möglich, ein bestehendes Problem noch zu verstärken, oder nicht? Oder wird im Rahmen der MKH versucht, die entspannteste Stellung der Augen zu finden? Nur wie soll das gelingen im Rahmen einen 60minütigen Tests? 

Es bleibt mühsam ... indecision

Ich hatte dir eine Mail geschickt... , hast du die nicht erhalten?

Dort werden alle Fragen beantwortet!

zum Ausschluss von Mikrostrabismus gibt es Testbilder 

Hallo,

@Seestern: Ja, ich habe Deine Nachricht erhalten. Werde Dir diesbez. seperat antworten ...

Was mir heute noch "aufgefallen" ist ...

Ich habe diesen Test gemacht:

https://cdn.visilab.ch/media/wysiwyg/PDF/sehtest2015_binokularsehen.pdf?...

Einige Male mit Brille und einige Male ohne Brille ... herausgekommen sind die Ergebnisse, die ich als Datei dann hier anhänge ... 

Ich weiß natürlich nicht, in wie weit dieser Test eine Aussagekraft besitzt. Als Laie würde ich mal sagen, dass mir MIT der Brille das Höhenprisma reinpfuscht; Andererseits ist ohne Brille offenbar nur ein horizontales Prisma angezeigt oder?

Offen gesagt: Ich check das nicht ... 

Noch was: Bilde mir ein irgendwo gelesen zu haben, die MKH testet auf eine Distanz von 6 Meter. Ist das so zu verstehen, dass nur auf eine normierte Distanz getestet wird? Gefühlt meine ich, dass meine Hauptbeschwerden in einer Distanz von 50cm bis 2 Meter liegen. Testet die MKH nicht in diesem Bereich?

Eine "interessante" Beobachtung: Ohne Prismenbrille haben geringe Mengen Alkohol meine Beschwerden deutlich verbessert; Ist halt keine Lösung dafür ... devil

Mit der neuen Prismenbrille führen geringe Mengen Alkokohl relativ rasch zu Doppelbildern. Und die vergehen auch nicht so einfach.

Kann das bedeuten, dass meine gemessenen Werte falsch sind? Daneben besteht ja immer noch die Möglichkeit, dass die Gläser einfach andere Werte haben, als sie eigentlich sollten ... Das wäre dann der Supergau in der Fehlersuche ... 

Anhang

IMG_7513.jpg

Moin, ob der Test geeignet ist, wage ich zu bezweifeln.

Bei der vollständigen MKH wird auch in der Nähe geprüft.

Das mit Prismenbrille und Alkohol Doppelbilder auftreten, zeigt an, dass noch deutlich mehr Prisma sein muss, oder die vorhandene Prismenbrille zu stark ist.

Das mit Prismenbrille und Alkohol Doppelbilder auftreten, zeigt an, dass noch deutlich mehr Prisma sein muss, oder die vorhandene Prismenbrille zu stark ist.

Fein, Alkohol als Test für zu Hause ... devil

Gibt es so Leute, die extrem schnell auf die Prismen reagieren?? Ich mein, meine aktuellen Gläser wurden 2 x im Abstand von 14 Tagen gemessen. Mit jeweils den gleichen Ergebnissen. Dann trage ich die Brille 2 Wochen und dann verändern sich meine Werte wieder? Gibt es solche Fälle überhaupt? Ich weiß schon, ein Messfehler ist wahrscheinlicher, aber könnte das wirklich auch an mir liegen? Andererseits warum Messfehler, wenn 2 x im Abstand von 14 Tagen gemessen wurde und das gleiche rauskam.

Ich habe Seesterns Thread kurz überflogen .. sie hat ja gefühlte 20 Paar Gläser gebraucht um ans Ziel zu gelangen ...  Das kann ja nicht der normale Weg sein, oder?

Dass der o. a. Test wohl nicht geeignet ist, verstehe ich schon. Aber ein erster Anhaltspunkt; was mich schon ein wenig überrascht, dass ich eben mit der Prismenbrille diesen Höhenunterschied habe und ohne Prismenbrille nur den horizontalen Unterschied. Die Höhe des Fisches lässt sich mit der Neigung des Kopfes nach links/rechts beeinflussen ... Das bedeutet ja, dass ich den Kopf mit Prismenbrille noch stärker nach rechts neige als ich es ohnehin schon tue. 

Werde sicherheitshalber heute Abend den Alko-Test nochmal wiederholen ... cool

Moin,

ich kannte die Symtome selber, bevor ich selber operiert wurde. 

Und es ist recht normal, dass die Brillengläser häufig getauscht werden.

Aber was ist jetzt wahrscheinlicher?

Reagiere ich innerhalb von 14 Tagen auf Prismenänderungen oder wurde 2x falsch gemessen. Heute vertrage ich die Prismenbrille überhaupt nicht. Stand heute bei uns in der Firma vor so einer "Lochwand" ... Konnte da gar nicht hinschauen, bin dabei komplett verrückt geworden. Das ganze Muster springt hin- und her.

Gibt es so Leute, die extrem schnell auf die Prismen reagieren?? Ich mein, meine aktuellen Gläser wurden 2 x im Abstand von 14 Tagen gemessen. Mit jeweils den gleichen Ergebnissen. Dann trage ich die Brille 2 Wochen und dann verändern sich meine Werte wieder? Gibt es solche Fälle überhaupt? Ich weiß schon, ein Messfehler ist wahrscheinlicher, aber könnte das wirklich auch an mir liegen? Andererseits warum Messfehler, wenn 2 x im Abstand von 14 Tagen gemessen wurde und das gleiche rauskam.

Das kann ja nicht Ziel der "Therapie" sein, im Monatsrhythmus die Gläser zu tauschen ... 

Noch eine Frage: Trage die Prismen nun schon einige Monate. Was passiert, wenn ich wieder meine normalen Kontaktlinsen nehme. Kann ich quasi wieder den "Resetknopf" drücken oder funktioniert das nicht wirklich? Oder dauert die "Abgewöhnung" wieder Monate?

Moin,

es gibt viele Leute, die so auf Prismen reagieren und schnelle Steigerungen erleben. Es geht ja letztendlich darum, beschwerdefrei zu sein. Eigentlich waren es bisher immer diejenigen, die nach einiger Zeit operiert werden.

Ohne Prismen kommst Du wieder auf Anfang. Welchen Grund gab es, mit Prismen zu beginnen?

Ich würde mich eher gestern als morgen operieren lassen, wenn der Spuk damit in Ende hätte. smiley

Natürlich geht es darum beschwerdefrei zu werden. Nur alle paar Wochen 800 Euro für neue Gläser einzuwerfen, macht halt wenig Spaß. 

Mit den ersten Gläsern hatte ich auch ein Aha-Erlebnis. Die zweiten und aktuellem Gläser sind ein Griff ins Klo, habe mit denen auf einmal Beschwerden, die ich vorher nicht kannte. Ich hatte noch nie Doppelbilder (auch nicht ohne Brille)... jetzt nach 2/3 Gläser Wein. 

Laufe nun auch ohne Alkohol den ganzen Tag wie besoffen rum. Stolpere, weil ich die Höhe falsch einschätze, stoße mit Gläsern an, weil ich den letzten Zentimeter falsch einschätze. Lesen geht zur Zeit nur so, dass ich nachher keine Ahnung habe, was ich gelesen habe ... muss mich zu sehr konzentrieren, nicht die Zeile zu verlieren. Habe 24/7 Kopfschmerzen, auf einmal Augenbrennen (kannt ich bis dato nicht wirklich).

In Summe keine angenehme Situation. 

Warum ich mit Prismen begonnen habe, steht ausführlich auf der ersten Seite dieses Threads beschrieben.

Naja, werde wohl wieder beim Optiker aufschlagen ...

So, habe gestern Abend den Alko-Test gemacht ... laugh

Hat ein bisschen länger gedauert als erwartet, aber es haben sich dann Doppelbilder trotz Prismenbrille eingestellt. 

Gut, das bestätigt, Prismen zu gering oder zuviel ... 

Dann habe ich als Vergleich meine alte Brille (war quasi die Reservebrille zu meinen Kontaktlinsen und die Brille ist mittlerweile 6 Jahre alt). So, mit der alten Brille (ohne Prismen!) hatte ich keine Doppelbilder ... Ganz scharf war das alles dann aufgrund des Alkohols nicht mehr, aber keine so eindeutigen Doppelbilder wie mit der Prismenbrille.

Kann man daraus was ableiten? Oder beweist das nur, dass die Prismenbrille falsch ist oder sagt das auch aus, ob die Prismen zuviel oder zuwenig sind? Natürlich das erste, was mir eingefallen ist, dass die Prismen zuviel sind. Aber ob man das daraus schlußfolgern kann?

Übrigens, anbei 2 Fotos (1 x ein paar Meter Entfernung und 1 x von Nahe um das Muster zu erkennen) von so einer Lochwand. Wenn ich die anschaue, dann "tanzt" alles vor mir ... Normal oder eher nicht?

Anhang

Dok1.pdf

Update:

Heute gemessen ... Nun 11 Prismen horizontal und 11 Prismen vertikal.

Vor 4 Wochen wurden 9 Prismen horizontal und 8 Prismen vertikal gemessen ... Geht's nun in dem Tempo weiter? Wann ist Schluß?

Auf der einen Seite bin ich froh, wenn meine Beschwerden mit den Meßergebnissen korrelieren, andererseits stell ich mir schon die Frage, wenn ich alle 6 bis 8 Wochen neue Werte habe, wo führt das hin? Auf den OP-Tisch? 

Ebnen die Prismen-Gläser somit meinen Weg in den OP-Saal? Wär mir ja grundsätzlich egal, nur frag ich mich schon, ob es nicht einen direkteren Weg gegeben hätte ... 

To be continued ... cool

Moin, leider gibt es keinen direkteren Weg zur OP, solange Du optimal operiert werden willst. Es gibt Kliniken, die vor einer OP nur messen, und dann das operieren. Wie es weitergeht in solchen Fällen, kannst Du Dir ja gut vorstellen.

Update:

Heute wieder gemessen ... 11 Prismen horizontal und 10 Prismen vertikal ... d.h. 1 Prisma vertikal weniger als vor 10 Tagen. Optiker meinte: "Könnte sein, dass wir damit bei den vertikalen Prismen am Zenith angelangt sind" ...

Seht Ihr das ebenso? 

Habe neue Gläser geordert ... was bleibt mir sonst übrig?  ... Hoffe, das Ende der Fahnenstange nun schon zu sehen ... 

Moin, das kann sein, dass vertikal das Ende erreicht ist. Aber, sollte sich das horizontale Prisma ändern, wird sich auch das vertikale ändern. Nur in welche Richtung kann man es nicht vorhersagen.

Weniger darf es schon werden ... will nicht in Richtung Aschenbecher-Gläser gehen ... coolwink

Update:

Mit meinen neuen Gläsern dauert es noch ein wenig ... dürfte was schiefgelaufen sein.

Dafür gibt's was anderes ...

Bin wieder beim Augenarzt aufgeschlagen; übliche Sachen: Gesichtsfeld, Augendruck etc.

Bin dann zur Orthoptistin weitergereicht worden. Die hatte natürlich mit der Prismenbrille keine richtige Freude.
Muss halt dazu sagen, dass mein Vertrauen zu dem Arzt und seiner Orthoptistin ein "wenig eingetrübt" ist ... immerhin hat sie mir vor 6 Jahren erklärt, dass meine Heterophorie nix mit meinen Beschwerden zu tun hat ... Naja, mittlerweile steht zumindest eine Exophorie als Diagnose fest.

Also folgendes:

Optiker (MKH) sagt: 11 Prismen horizontal und 10 Prismen vertikal

Orthoptistin sagt: 8 Prismen horizontal und 1 Prisma vertikal

Gut, da gibt's offenbar Differenzen ... laugh

Frage 1:

Was ich mir nicht erklären kann, es ist ja dasselbe Augenpaar ... Wie kann es sein, dass es in der Medizin 2 Messverfahren gibt, die so unterschiedliche Ergebnisse zu Tage bringen? Ich mein, ich hab "nur" Wirtschaft studiert und finde diese Disziplin schon so grauenhaft unpräzise (und in Wahrheit vom Ansatz her total falsch - die Mathematiker sollten das Feld verlassen, dann wär's realistischer Smile ...), aber die Medizin steht dem nichts nach ... 

Die leichte Kopfschiefhaltung nach rechts (ca. 10 Grad) ist ihr gleich aufgefallen.

Dann hat sie erwähnt, dass ich eine Exophorie und eine Fusionsschwäche habe. Am Befund wird die Fusionsbreite
mit -14^ (!!) bis + 8^ angegeben.

Frage 2:

Ist eine Exophorie immer/meist mit einer Fusionsschwäche verbunden oder hast das eine mit dem anderen nicht unbedingt was zu tun? Hab leider vergessen, sie zu fragen. 

Sie meinte auch, für die Fusionsschwäche gibt's Übungen und nach 5 Einheiten sollte man durchaus schon eine Veränderung spüren können.

Dann: Wie beurteilt ihr die Fusionsbreite mit den o. a. Werten? Vor allem, warum hat sie die beiden (!!) gemacht? Wurde mir leider nicht erklärt und ich habe es erst zu Hause so auf dem Befund gelesen.

Wie immer, danke für die Antworten im Voraus! Smile

Moin,

es gibt unterschiedliche Messverfahren, die leider auch unterschiedliche Ergebnisse bringen. Ich würde Deinem Optiker zutrauen, die richtige Korrektion gefunden zu haben, er hat wahrscheinlich die MKH angewendet (Mess-ind Korrektionsmethode nach Haase). Die Kopfschiefhaltung zeigt ebenfalls eine recht starke Höhenabweichung. Die meisten Orthoptistinnen wenden Orth-Optische Methoden an, die weniger Höhenfehler messen lassen.

Die Fusionsbreite ist o.k., sie muss dann gemessen werden, wenn der Messende glaubt,dass die Phorie da Probleme macht.

Sorry, werde aus deiner Antwort nicht ganz schlau laugh

1) Ja, Optiker hat MKH angewandt, de Orthoptistin eben nicht.

2) Was meinst du mit Fusionsbreite ist ok? Meine Werte sind "normal"? Die Orthoptistin hat gemeint, die sind nicht normal.

3) Aja, ist nun eine Exophorie immer mit einer Fusionsschwäche verbunden? Oder muss das nicht sein?

4) Noch eine Frage: Was hälst du von "Syntonics"? Klingt für mich ein wenig "esoterisch" ... 
 

Zu 1) Deswegen verschiedene Ergebnisse

Zu 2und3) Für eine Exo sieht die Fusionsbreite normal aus. Nicht immer. 

Zu 4) Von Syntonics halte ich nichts.

Update:

War heute wieder beim Augenarzt.

Jetzt wurde offenbar doch ein wenig genauer geschaut und ich möge bitte bei einem Neuropthalmologen vorstellig werden.

Auf der Überweisung/am Befund steht (Untersuchungen wurden OHNE Prismenbrille gemacht):

1) dekompensierte Exophorie
2) DB-Prüfung mit Rotglas: im gesamten Blickfeld gekreuzte DB und +VD: größter DB-Abstand beim Blick nach rechts oben --> V.a. skew deviation
3) Bag: N+F pos.
4) Motilität: Nystagmus bei Seitblick mit rotatorischer Komponente

Kannst mir das bitte übersetzen? angel
 

Die anderen Dinge am Befund verstehe ich (Kopfzwangshaltung etc.).

Die Orthoptistin meinte, aus Ihrer Sicht liegt eher ein neurologisches Problem zugrunde als ein muskuläres. Daher ab zum Neuroopthalmologen ... Termin habe ich in 2 Wochen.

Der Ärztemarathon geht weiter ...  cool

Moin,

zu 1) Exophorie, die Di nicht mehr selber ausgleichen kannst ohne Prismen

zu2 ) Doppelbild -Prüfung (mit Rotglas) gekreuzte Doppelbilder und Höhenfehler, größter Doppelbildabstand bei Blick nach rechts oben

zu 3) Bagolini-Test Ferne und Nähe positiv (erkannt)

Zu 4) bei Seitblick ruckartige Blickbewegungen, zitternde Blickbewegungen= Nystagmus, mit Rotation der Augen.

Danke!

Zu 4) bei Seitblick ruckartige Blickbewegungen, zitternde Blickbewegungen= Nystagmus, mit Rotation der Augen.

Ist diese Rotation normal bzw. kommt oft vor?

Die Aussage "eher was Neurologisches" macht es spannend ... Dir noch was bekannt außer MS, Tumor, Läsion ?? Viel mehr findet man beim Googeln nicht ... cool

Ich fürchte mich nicht wirklich vor einer Diagnose ... wäre froh, endlich mal eine zu haben. Was immer da drinnen steht. Wahrscheinlich wird's was "idiopathisches ..." ... Klingt immer gut (für den Laien). laughlaughlaugh

Wobei ich noch weiß, bevor der ganze Mist begonnen hat, habe ich mir mal den Kopf angestoßen. Nicht wirklich fest, aber deutlich spürbar ... 

Moin,

eine Verrollung der Augen kommt nicht oft vor, habe ich aber schon recht häufig sehen können. Meist ist dies eine Sache der schrägen Augenmuskeln, die entweder nicht richtig arbeiten oder falsche Nervenimpulse bekommen. Neuroophtalmologie ist hier gefragt. Mal sehen, ob ich dort etwas finde.

Neuroophtalmologie ist hier gefragt. Mal sehen, ob ich dort etwas finde.

Was gefunden? smiley

Hallo rein-aut!

Bitte mach' mal ein Update!

Viele Grüße!

Hallo, sorry für's länger nicht melden.

Hier mal ein Update:

Neuroopthalmologe: LInks besteht eine Verrollung, die hat sich aber als grenzwertig bzw. nur leicht ausserhalb der Norm dargestellt. 

Orthoptistin schlägt bei meiner Prismenbrille gleich die Hände zusammen. Testet vieles durch; findet wenig; Höhenprisma schließt sie sowieso komplett aus. Horizontales Prisma scheint da zu sein; Versuch mit alter Brille (ohne Prisma) und einer Prismenfolie mit 4 Prismen. Dazu Fusionsübungen in der Nähe und in der Ferne (Prismenleiste).
Termine gingen über ein paar Wochen so. Prismenfolien wurden sukzessive reduziert;

Bin aktuell mit 0 Prismen und einer ganz normalen Brille unterwegs. 

Beschwerden haben sich aus meiner Sicht ein wenig reduziert; Kopfschmerzen hatte ich schon länger nicht mehr. Schwindel bei Blickbewegungen ist nach wie vor da, allerdings habe ich seit ca. 10 Tagen eine neue Brille mit stärkeren Werte. Nehme an, ein wenig "leide" ich noch an den stärkeren Gläsern und der damti verbundenen Umstellung.

Meine Doppelbilder nach Alkohol hatte ich ausschließlich mit den Prismenbrillen. Seitdem ich die Prismen drastisch reduziert habe, habe ich keine Doppelbilder mehr.

Meine Kopfschiefhaltung hat sich nach dem Absetzen der Prismen deutlich verbessert.

Meine Meinung zu den Prismen: Speziell die vertikalen sehe ich ziemlich kritisch... Jede noch so kleine Kopfschiefhaltung beinflusst diese offenbar enorm. Da mir die Prismenfolien jetzt auch nicht die totale Beschwerdefreiheit gebracht haben, glaube ich nun auch nicht wirklich mehr, dass ich diese auch brauche. Speziell die aufgetretenen Doppelbilder nach Alkohol waren mir wirklich unerklärlich und, zumindest für mich, ein Indiz, dass mit den Prismenbrillen etwas nicht stimmen kann. 

Was mir wirklich gut getan hat, war das Training mit der Prismenleiste. Ich habe mir nun selber eine gekauft und versuche einfach 1 bis 2x die Woche ein wenig damit zu üben. Man merkt wirklich, wie angenehmer das Sehen dann nachher ist.

Mehr kann ich nicht dazu berichten ... Ich versuch halt mal, mich mit meinen Beschwerden anzufreunden. Vielleicht hilft das ja ...

Was die Verrollung des linken Auges angeht, bin ich schon noch ein wenig skeptisch; Als nächster Schritt wird noch in Richtung Borreliose abgeklärt; Aber ich denke, da wird auch nicht allzu viel rauskommen.

Wenn wer Ideen hat, dann bitte her damit Smile

Moin,

vergesse, was die Orthoptistin gesagt hat. Eine Verrollung der Augen hängt immer mit horizontalen und vertikalen Schielstellungen zusammen. Es besteht meist auch eine Gangunsicherheit.  Also der Höhenfehler muss zwingend mit korrigiert werden.

Eine Verrollung der Augen hängt immer mit horizontalen und vertikalen Schielstellungen zusammen. 

Was bedeutet das? Entweder weiß man in der Medizin, wie diese Dinge zu erklären sind oder nicht? Wobei es ja auch Normvarianten gibt (wie überall). Offenbar ist mein "Verrollungswinkel" gerade (wie vieles bei mir) grenzwertig. 

Ehrlich, ich kenn mich nicht mehr aus. Irgendwie erzählt jeder was anderes ... Meine Erfahrung war nur, dass ich mit Prismen nach Alkohol immer Doppelbilder hatte. Ohne Prismen hatte und habe ich nie welche. Und jetzt bei den Weihnachtsfeiertagen ist genug Alkohol geflossen und ich hatte ausreichend Zeit zum Testen ... angel

Ich weiß ja, dass die Medizin ein sehr "interpretierfähiges" Feld darstellt, nur das Ganze ist auch nicht schlüssig. Die Meinungen liegen offenbar diametral auseinander ... kanns ja auch nicht sein, oder?

Einer sagt ja, einer sagt nein ... Operation gelungen, Patient tot ... wink

Gibt's dafür einen Beleg? Also für die Verrollung und deren Zusammenhänge.

Warum verrollt das Auge eigentlich?

Es bleibt schwierig ... 

Moin,

1.

 Alkohol verhindert eine exakte Augenmuskeleinstellung

2. Verrollungen entstehen nur bei Kombination von Höhen- und Seitenfehlern

Alkohol verhindert eine exakte Augenmuskeleinstellung

Das glaube ich schon, nur das erklärt nicht, warum ich OHNE Prismen KEINE Doppelbilder habe und MIT Prismen sehr wohl Doppelbilder.

2. Verrollungen entstehen nur bei Kombination von Höhen- und Seitenfehlern 

Das erscheint mir schon logisch, nur muss/sollte es dafür ja eine Ursache geben. Welche wären das denn? Idiopathisch lasse ich nicht gelten. wink 

Wenn bei Alkoholgenuss ohne Prismen keine Doppelbilder entstehen, wohl aber mit Prismenbrille, dann stimmt die Prismenbrille nicht oder nicht mehr. Das gilt dann auch für die Verrollung.

Wenn bei Alkoholgenuss ohne Prismen keine Doppelbilder entstehen, wohl aber mit Prismenbrille, dann stimmt die Prismenbrille nicht oder nicht mehr.

So sehe ich das auch ... Wie gesagt, ich weiß ja gar nicht, ob ich überhaupt eine komplette MKH-Diagnostik durchlaufen habe. Schwerpunkt war immer diese "Kreuz", das man solange korrigiert, bis es passt. Dann dazu noch ein wenig 3D-Sehen. Keine Ahnung, ob sonst auch noch was getestet werden müsste.

Das gilt dann auch für die Verrollung.

 Verrollung habe ich auch OHNE Prismen. Die Frage ist halt jetzt, welche Ursache? Eine Idee?

Ja, wie schon gesagt: unvollständige Korrektion. Zur MKH gehören: Kreuz, Zeiger, Doppelzeiger, Hakentest, Stereodreieck, Valenztest, differenzierte Stereoteste, und Nahteste. Ohne alles durchzugehen hat man irgendeine Korrektion, aber niemals eine MKH-Korrektion. 

Am Kreuz kann man nur motorische Fehler messen. An allen anderen Testen ist die Sensorik dran.

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