Guten Tag und herzliche Grüße an Alle,
ich bin männlich, 63 Jahre alt und habe im November am rechten Auge eine großflächige Ablösung einschließlich einiger großer Risse der Netzhaut erlitten. Das unerfreuliche Ergebnis der Operation war ein weitgehender Verlust der Sehfähigkeit in der unteren Hälfte des Sehfeldes, eine vertikale, horizontale und Torsionsdiplopie mit einer deutlichen Verzerrung des verbleibenden Sehfeldes und einigen blinden Flecken. Dazu existieren seit Langem Glaukome an beiden Augen. Mittllerweile habe ich eine Prismenfolie mit 4 Dioprieen bekommen. Für die Fernsicht hat sie mir ein Augenarzt horizontal eingepasst. Für meine Computerbrille habe ich selbst lange herumprobiert, um eine möglichst leichte Fusion der Bilder zu erzielen. Das Ergebnis steht ziemlich genau im rechten Winkel zur Fernsichtbrille. Die am meisten störende Verkippung des Sehfeldes (mit Hilfe der Wasserwaage schätze ich sie auf 12 Grad) korrigiert die Folie natürlich gar nicht.
Insgesamt ist das Sehen noch immer eine beträchtliche Anstrengung. Ich sitze berufsbedingt vielleicht 8 Stunden pro Tag am Computer und sollte dazu noch einiges an Büchern lesen. Wenn ich in meiner gegenwärtigen Verfassung weiter arbeite, befürchte ich, dass ich die noch verbleibende Sehfähigkeit beschädige. Bevor ich meinen Beruf aufgebe, möchte ich natürlich alle Möglichkeiten ausschöpfen. Ich lebe in einem Land in Ostasien, in dem das Augenoptikerhandwerk, vorsichtig ausgedrückt, noch nicht besonders entwickelt ist. Deshalb meine Frage: Läßt sich mit einer guten Brille eine Torsionsdiplopie korrigieren? Wie muss sie ausgemessen weren (Haploskop?). Wäre es denkbar, dass ich sie von hier aus bestellen könnte oder ist eine Reise nach Deutschland erforderlich? (Was ich nur sehr ungern machen würde, da angeblich in meinem jetzigen Stadium bei Flugreisen noch ein erhöhtes Risiko einer Wiederablösung der Retina besteht.)
Für eine freundliche Antwort bedanke ich mich im Vorraus.
