Hallo!
Ich war jetzt nochmal beim Augenarzt und es wurde eine dekompensierte Exophorie von 12dpt Prismen festgestellt. Der Optiker will aber weniger dpt in die Brille machen, damit die Gläser nicht zu dick werden. Dabei sind doch 12 gar nicht so viel - ich las hier von 30 dpt und mehr...
Aber was mich wunderte: mit der Testbrille konnte ich trotz eingebauter Prismen beim Kreuztest den waagerechten Strich nicht in der Mitte halten. Am Anfang schon - da fiel es mir leichter, das Kreuz stabil zu halten - aber nach 10 Sekunden ungefähr, versuchten meine Augen wieder, auseinander zu driften.
Es schien mir so, als ob die Augen sich an eine bestimmte Anspannung gewöhnt haben und dann trotz Korrektur unwillkürlich wieder in den üblichen Spannungszustand wandern. Und dabei fühlt es sich so an, als ob die Augenmuskeln den gewohnten Muskeltonus wiederhaben wollen.
Aber das ist ja kontraproduktiv und zeigt sich dann daran, dass die Prismenwerte immer höher wandern, wenn man in das System eingreift. Woher kommt eigentlich die Erklärung mit dem "Akkomodationskrampf"? Sie wirkt auf mich manchmal wie eine Verlegenheitsthese.
Wieso gehen die Werte bei vielen Leuten in astronomische Höhen und machen eine OP unumgänglich? Und dann sind einige davon selbst nach 2 OPs nur eine gewisse Zeit beschwerdefrei und dann geht es wieder los?
Wird der Komplex "verstecktes Schielen" überhaupt richtig verstanden oder könnte da nicht eine ganz andere Verarbeitungsstörung dahinter stecken? Oder bloß eine dumme Angewohnheit? Ich kenne noch den Spruch als Kind: "Schiel blos nicht mit den Augen - die könnten sonst so stehen bleiben!"
Ist es am Ende vielleicht sogar psychosomatisch? In dem Sinne, dass man bestimmte Aspekte seines Lebens nicht sehen kann / will / soll?
Ich stehe jetzt auch vor der Wahl, mir eine Prismenbrille anfertigen zu lassen, aber auf die Neverending Story mit Aschenbechergläsern, OPs und am Ende doch keiner richtig guten Lösung, habe ich einfach keinen Bock!
Eure Meinung würde mich interessieren!
MfG.

