Hallo Forum,
ich habe mich soeben hier angemeldet, weil ich Euren Rat brauche und ja jeder Fall irgendwie ein Einzelfall ist. Sollte jemand von "meinem" Optiker hier mitlesen - hallo!
Schon vor einiger Zeit wurde von meiner bisherigen Optikerin festgestellt, dass ich winkelfehlsichtig bin - bei einem Test mit zwei Zahlenreihen zu je sechs Ziffern war die untere Zeile um drei Ziffern nach rechts verschoben (also Zahl 1 unter Zahl 4). Sie meinte allerdings, so lange ich keine Probleme wie Kopfschmerzen habe, würde sie da nichts unternehmen. Allerdings ist es bei mir immer sehr schwierig, die Achslage meiner Hornhautverkrümmung beim Sehtest genau zu bestimmen.
Nun war ich bei einem anderen Optiker, der Funktionaloptometrist ist - eigentlich ging es mir nur um die genaue Achslage, weil ich das Gefühl habe, momentan immer mal wieder schlechter zu sehen. Ein recht langwieriger Sehtest ergab, dass ich neben den üblichen Baustellen (kurzsichtig plus Hornhautverkrümmung) innen noch ganze 6 Prismendioptrien habe.
Meine Werte habe ich zwar nicht schriftlich, ich kann mich aber so in etwa erinnern:
R Sph -1,75 Cyl -1,5 Achse 147° Prisma 6,25
L Sph -1,25 Cyl -2,0 Achse 17°
Der Funktionaloptometrist sagt, ich komme um eine Prismenbrille nicht herum, u. a. da ich ein entsprechendes Sehtraining mit drei kleinen Kindern (1, 3 und 5 Jahre) momentan nicht machen kann. Nun habe ich aber etliche Fragen, die ich hier gern stellen würde, um mir die Entscheidung für oder gegen Prismenbrille zu erleichtern.
Eine Freundin von mir hat mich vor einer solchen Brille gewarnt, da sie selbst eine solche Behandlung hinter sich hat und aber innerhalb kürzester Zeit operiert werden musste, weil es sich immer weiter verschlechtert hat. Allerdings lag bei ihr das Prisma außen und nicht innen wie bei mir. Natürlich habe ich aber Sorge, dass das bei mir womöglich ebenfalls passiert. Hier im Forum habe ich glaube ich gelesen, dass jemand gemeint hat: "Probier es einfach aus, schaden kann es ja nicht." Doch genau davor habe ich Angst.
Kann ich außerdem, sollte ich merken, dass ich mit der Prismenbrille nicht zurecht komme, diese einfach wieder ablegen und zu meiner normalen Brille zurückkehren? Oder geht das dann nicht mehr?
Darüber hinaus wüsste ich gern, ob die Prismenbrille dazu führen kann, dass ich tatsächlich sichtbar (nach außen?) schiele...?
Wie sieht es aus mit Tätigkeiten, die ich ohne Brille durchführe, z. B. duschen oder schwimmen? Kann ich, wenn die Augen sich an die Prismen gewöhnt haben, überhaupt noch ohne Brille sehen, ohne gleich Doppelbilder zu haben?
Bestimmt hab ich jetzt die Hälfte dessen vergessen, was ich fragen wollte... Einiges hab ich auch schon mit dem Funktionaloptometristen besprochen, möchte aber gern von Euch wissen, was Ihr von meinem Fall haltet. Wozu würdet Ihr mir raten? Soll ich es mit der Prismenbrille versuchen oder nicht? Und wenn ja, soll ich gleich die 6 Dioptrien auf einen Schlag angehen oder würdet Ihr eher eine "Zwischenbrille" mit nur so 3-4 Dioptrien wählen?
Oder mache ich mich selbst kaputt und sollte es einfach so lassen, wie es ist, weil ich ja keine größeren Probleme bemerke? Ich habe lediglich öfter den Eindruck, unscharf zu sehen, außerdem dauert es bei mir lange, bis ich von der Nähe aus in die Ferne fokussieren kann. Und - ich weiß nicht, ob das normal ist - in der Dämmerung kann ich Punkte nur schwer anvisieren, da flattert mir immer das Bild.
Danke fürs Lesen, ich bin gespannt auf Eure Antworten,
Chili



Ok, alles klar!