Hallo Ihr Lieben,
ich bin gerade so unglücklich. 
Ich hatte seit ca. 2 Jahren immer wieder das Gefühl, dass ich, vor allem beim Autofahren, Doppelbilder sehe bzw. meine Augen keinen Punkt fixieren konnten und immer abgeschweift sind. Vor allem, wenn ich in den Rückspiegel schaute, war es ganz extrem. Ich habe gefühlt, dass ein Auge nicht in den Spiegel schauen wollte bzw. weggerutscht ist.
Ich bin dann beim Augenarzt gewesen, der mir sagte, das käme von meiner PC-Arbeit und den daraus resultierenden trockenen Augen und verschrieb mir Tropfen. Er sagte auch, meine Augen seien völlig gesund und ich benötige keine Sehhilfe.
Irgendwie gingen diese Doppelbilder trotzdem nicht weg, waren jetzt aber auch nicht so schlimm, dass es mich extrem in meinem Sehen beeinträchtigt hätte. Ich habe der Meinung EINES Augenarztes vertraut, was mein Fehler war. Ich hatte zu dem Zeitpunkt des ersten Arzttermins nur leichte Einschränkungen und bin davon ausgegangen, dass ich einfach nur übermüdet von der PC-Arbeit wäre.
In der letzten Zeit (seit ca. 6 Monaten) wurde es dann doch zunehmend schlimmer mit meinen Augen. Die Bilder in der Ferne verrutschten stärker und ich konnte, trotz scharfer Bilder, die meine Augen einzeln zustande bringen, zusammen keinen festen Punkt fixieren.
Der erste Optiker, zu dem ich dann ging, um einfach einmal meine Sehstärke prüfen zu lassen, verschrieb mit dann eine Brille mit +0,25 Dioptren, ich dachte, diese Brille würde meine Beschwerden lindern und wäre die Lösung! Ich habe gedacht, dass diese 0,25 Dioptren die Ursache für die Doppelbilder gewesen sind.
Leider wieder keine Besserung in Sicht, ich war langsam am Verzweifeln. So etwas wie Winkelfehlsichtigkeit kannte ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht.
Ich habe dann noch einmal einen Termin beim Augenarzt gemacht. Dieser hat dann spezielle Tests mit mir gemacht. Ich musste z. B. auf eine Taschenlampe schauen, die er hin- und her bewegt hat und er hat mir jeweils ein Auge zugehalten. Außerdem musste ich erklären, wann ich ein Bild von einem Kreuz in einem Kreis sehe. Er teilte mir dann mit, dass ich definitiv an einer Winkelfehlsichtigkeit leide und verschrieb mir eine Prismenfolie mit 8 (!) Prismen auf dem rechten Auge.
Ich war dann gestern mein Optiker, um die Brille mit der Folie abzuholen.
Was soll ich sagen? Jetzt mal unabhängig davon, dass ich als 27-Jährige mit einer gerippelten Folie (senkrechte Streifen) auf dem Brillenglas aussehe, wie ein Idiot, ist mir auch ganz komisch. Die Doppelbilder in der Ferne sind Gott sei Dank weg, ich kann wieder gut weit sehen, aber es kommt mir vor, als würde sich die Straße und alles um mich herum bewegen. Außerdem ist mein räumliches Sehen total durcheinander, ich sehe zum Beispiel Lichter "ausschweifend" und kann nahe Gegenstände von der Entfernung nicht richtig einschätzen.
Ein bisschen, wie ein 3D-Effekt, alles kommt auf mich zu. Beim Nahsehen hatte ich nie Probleme, jetzt flimmert alles, auch die Tastatur vor mir. Es macht mich fertig, mir vorzustellen, ewig mit sowas rumzulaufen. Eine richtige Prismenbrille kommt nicht in Frage, da die Gläser immens dick werden würden, sagte mir der Optiker.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr euch jemals an eure Prismenbrillen oder Folien gewöhnt? Gibt es außer einer OP noch eine andere Möglichkeit? Habe ich vielleicht zu viele Prismen drin und sehe deshalb alles so komisch oder werden sich meine Augen tatsächlich daran gewöhnen?
Ich bin so unglücklich über die Situation und würde die Brille am Liebsten wegwerfen, aber man soll sie ja tragen, um sich daran zu gewöhnen.
Danke für eure Erfahrungen!
Nadine

= 3 D - Sehen mit ungewohnt natürlichen, kräftigeren Farben und einer Klarheit beim Sehen Die ich So gar-nicht mehr kannte.