Hallo,
Ich bin 30 Jahre alt und habe vor einer Woche meine erste Prismenbrille abgeholt. Ich habe vorher noch nie von Winkelfehlsichtigkeit gehört und bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Als erstes Mal meine Daten aus dem Brillenpass:
Rechts
Sph -0,25 Zyl -0,25 Ach 168 Pris 3,00 Bas 180
Links
Sph + 0,25 Zyl - 0,5 Ach 91 Pris 3,00 Bas 0
Ich war zu einem Routinesehtest bei einem Optiker, da ich vor Jahren mal eine Brille hatte. Der Optiker machte wohl einen erweiterten Sehtest und hat diesen Polatest mit mir gemacht und ich konnte dort halt kein Kreuz erkennen. Er erklärte mir, dass eine Winkelfehlsichtigkeit vorliegt, diese aber nicht korrigiert werden muss, sofern keine Beschwerden vorliegen. Er erklärte mir dann, was es für Beschwerdebilder gibt und ich fand mich dort wieder. Ich habe mich dann im Internet ein wenig in die Thematik eingelesen.
Ich habe seit dem ich ca. 10 Jahre alt bin immer wieder starke Kopfschmerzen und Migräne. Autofahren im dunkeln ist überhaupt nicht meins, ich bin Lichtempfindlich, Rücken und Nackenprobleme, und auch kann ich mich nicht wirklich gut konzentrieren.
Jedenfalls habe ich mir dann noch einen Termin bei einem anderen Optiker geholt, dieser ist auch in diesem Verband drin, und hat mich noch mal ausführlich auf den Kopf gestellt und die Winkelfehlsichtigkeit bestätigt. Ihr war es ein Rätsel, dass das bei meinem Beschwerdebild nicht eher aufgefallen ist.
Ich habe nun also vor einer Woche dort sie Brille abgeholt. Ich habe mich erst mal für etwas günstigere Gläser entschieden, da sie sagte, dass ich vermutlich in Kürze neue Gläser benötige, da man bei der ersten Messung nicht die vollständige Winkelfehlsichtigkeit messen kann. Sie will mich in 3 Monaten wiedersehen, dann in halbjährlichen Abständen.
An die Prismen habe ich mich sehr gut gewöhnt. Die ersten Tage waren schon recht bunt, so wie in einem 3 D Film
Draußen ist es gar kein Problem, aber drinnen im Haus stört mich die Brille manchmal. Ich habe immer das Gefühl, dass auf dem linken Auge eine Art Schatten ist. Schwer zu beschreiben. Und nein, es ist kein Fleck auf der Brille
Ich habe jetzt mal ein bisschen herumexperimentiert und konnte folgendes feststellen:
Wenn ich nur mit dem linken Auge durch die Brille schaue und den Kopf nach rechts und links wandern lasse, dann verzieht sich das Bild leicht. Das habe ich nicht mit dem rechten Auge, wenn ich das linke schließe.
Und ich habe das Gefühl, dass ich auf dem linken Auge ohne Brille besser sehe! Nur minimal, aber irgendwie besser.
Gehört das noch zum Eingewöhnung der Prismengläser? Oder ist dort etwas schief gelaufen. Mein Gefühl sagt mir, dass da was nicht korrekt ist.
Gruß Poldi
