Hallo zusammen,
ich lese jetzt hier seit einger Zeit mit, stoße auch auf viele ähnliche Fälle, allerdings kann ich unseren Fall noch immer nicht wirklich einschätzen.
Also, mein Sohn ist mittlerweile 5 Jahre alt.
Letzten Sommer wurde bei einer Kindergartenuntersuchung festgestellt, dass er möglicherweise nicht gut sieht. Allerdings war man sich nciht sicher, ob er einfach bei den tests nicht mitgemacht hat oder wirklich nichts gesehen hat. Daraufhin haben wir erst beim KiA einen Sehtest gemacht und sind danach zum AA bzw. in eine Sehschule gegangen, da auch die KÄ unsicher war (s.o.)
Dieser erste AA-termin war im November 2013.
Dabei wurde folgendes festgestellt:
Mikrostrabismus links, Amblyopie rechts (???)
Visus re 0,5, li 0,7 EH
Binokularf. reduziert
Motilität ohne Befund
er wurde getropft, Ergebnisse habe ich leider nicht, steht nur objektive Refraktionsbestimmung heute erfolgt
Therapie: LA halbtägig abkleben
Haben wir auch gemacht. Nach ca. 1-2 Wochen abkleben schielte er extrem mit dem rechten Auge nachdem das Pflaster abkam. Nach Rücksprache mit der Orthoptistin käme dies vor und wir sollten weiter abkleben. (das Risiko bestünde bei der Okklusion, dass ein strabismus dekompensiert) Ende Dezember sah er Doppelbilder und fing an, immer ein Auge zu schließen, wenn er etwas genau erkennen wollte.
Am 10.1 waren wir zum Kontrolltermin.
Visus jetzt: re 1.0 li 1.0 EH
Therapie Brille tragen, Okkl. ab bis WV
Er wurde getropft, daraufhin Brillenrezept beidseitig +1 dpt.
(genaue Werte vom Rezept habe ich nicht mehr, waren aber keine Winkel etc. drin)
Anfangs schielte er mit Brille fast nicht, mittlerweile schielt er auch mit, allerdings deutlich weniger als ohne. Brille hat er vom ersten Tag an konsequent getragen.
Dann Kontolle im April
strabismus convergens dexter bis alternans, Hyperopie
Visus re 0,9 li 1.0
also wieder abkleben für 2 h / Tag
Binocularfunktion nicht vorhanden (er konnte auch vorher kein 3D Kino sehen, hat die Brille immer abgenommen, aber wir dachten, die Brille hätte ihn nur gestört...allerdings hat er ja Ende letzten Jahres DB gesehen)
Gleichzeitig sollen wir zur Beratung wegen Schiel-Op in die Uniklinik Köln. Praxis hat direkt Termin vereinbart.
Dort waren wir jetzt. Er soll rechts operiert werden, evtl noch gleichzeitig ein leichtes Höhenschielen beidseitig mit. Dies soll jedoch erst bei der nächsten Untersuchung festgelegt werden.
Es wurden viele Untersuchungen gemacht und wir haben uns eigentlich auch gut aufgehoben gefühlt.
Diagnose lt. Brief für den AA vor Ort:
V.a. dekompensierte Mikrotropie, Hyperopie
Covertest F/N stark bevorzugte L-Führung, zeitw. auch Alternanz
APCT. F +35 ^ N +40 ^ (pdpt)
SWSO RA 5°, LA 5-7° (was besagt das?)
Visus F: RA 1,0 pp, LA 1,0 "E"; N: RA 0,63, LA 0,63 "C2,6"
Mittlerweile schielt er oft abwechselnd, je nachdem mit welchen Auge er etwas fixiert.
Um den Visus zu erhalten sollen wir weiter 2 h / Tag das LA abkleben bis OP. (lt. unserer Orthoptistin vor Ort)
Was mich sehr wundert, es wurde nie eine Prismenbrille verordnet und dies soll auch bis zur OP nicht geschehen soweit ich verstanden habe. Den Mikrostrabismus hat die Orthoptistin direkt bei der ersten Untersuchung gesehen, uns war es vorher nicht aufgefallen. Das ganze mit der OP ging für meine Begriffe auch recht schnell, in Anbetracht der Schule sicherlich auch nicht falsch.
Grundsätzlich vertrauen wir den behandelnden Ärzten, allerdings bin ich durch meine Recherchen etwas verunsichert worden.
Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.
Gruß jcmnz

