Hallo Regsy,
es wurde schon Viel Wichtiges und für Dich Informatives gepostet. Ich kann nur noch ergänzend beitragen:
1. Getropft ist die Weitsichtigkeit höher durch die Akkommodationslähmung. Es ist aber richtig und wichtig, diese objektive Refraktion durchzuführen, da Kinder wahre Akkommodationswunder sind und eine Weitsichtigkeit bis in hohe Dioptrienzahlen "wegakkommodieren" können.
2. Wenn er hin und wieder nach außen schielt, ist es in Ordnung. Da in der Zwischenzeit Parallelstand der Augen herrscht, kann er Stereosehen entwickeln. Wichtig ist, gleiche Sehstärke auf beiden Augen zu erhalten. Insofern solltest Du Dir den Bericht aushändigen lassen. Dort stehen die Werte ungetropft, dann getropft und das auch pro Auge. Auch zum Schielwinkel steht eventuell etwas darin
3. Die Hornhautverkrümmung ist recht hoch und sollte per Brille korrigiert werden.
4. Ein Problem: Er ist weitsichtig (wie die meisten kleinen Kinder) UND schielt hin und wieder nach außen. Eine Brille mit Plusgläsern (gegen die Weitsichtigkeit) bewirkt, dass die Augen "mehr nach außen gehen". Viele Kinder schielen nach innen und da hilft die Plusbrille ungemein und wird in der Regel superschnell akzeptiert.
5. Beobachte die Häufigkeit und Dauer des Auftretens von Außenschielern. Du kannst, wenn er schon mitmacht, mit ihm eine kleine Übung machen: Halte ihm sein Lieblingsobjekt in Armabstand vor das Gesicht, so dass er es gerade anschaut. Dann führe dieses Objekt langsam näher ans Gesicht heran, so dass er es immer weiter anschaut. Sobald er es nicht mehr fixiert, aufhören. Wenn er unlustig ist, nicht machen....Es ist eine Übung zur Vergenz (also Augen nach innen zur Nase hinbringen)
Zur Beruhigung: Intermittierende Außenschieler (also die, die manchmal nach außen schielen) behalten meist ihren guten Visus auf beiden Augen und entwickeln hervorragendes Stereosehen. Woher ich das weiß? - Bin Mutter von Zwillingen, Extremfrühchen. Ein Kind schielte von Geburt an nach innen, das andere fing irgendwann an, intermittierend nach außen zu schielen. Kind 1 (Innenschieler) bekam mit 6 Monaten seine erste Brille und das eine Auge wurde nach einem Rhythmus abgeklebt, um die Sehkraft zu erhalten. Kind 2 (Außenschieler intermittierend) bekam erst mit ca 1,5 Jahren seine erste Brille, schlidderte immer an der Augen-Op vorbei (die braucht es erst bei manifestem Außenschielen), hatte horrend große Schielwinkel, die mehrmals täglich wechselten und lehnte in der Pubertät dann jegliche weitere Brille ab. Ist heute 19, hat Visus von nahezu 200 Prozent und kann die Augen kaum noch nach außen stellen. Kind 1 wurde vor 6 Jahren schieloperiert, hat kein Stereosehen, ist aber glücklich und zufrieden... 
Die neurologische Abklärung bei Eurem Sohn ist hoffentlich erfolgt, da er ja Frühchen ist (Hirnblutungen etc....) Ansonsten lasst sie bitte nachholen.
LG
Kerstin