An Marion: Meine Kurzsichtigkeit hat schon ziemlich früh begonnen, so mit knapp 6 Jahren. Leider schreitet sie auch jetzt mit 23 Jahren weiter fort. Darf ich fragen, wann die Werte bei dir stabil waren? Und was sind diesbezüglich sonst die Erfahrungswerte?
Herzlichen Dank und viele Grüße
Robert
Hallo Robert,
bei mir ging es auch mit knapp 6 Jahren los, mit 12 oder 13 Jahren war ich bei R -5,0 sph -0,5 cyl, L -6,0. Danach stiegen die Werte nur noch langsam an, mit 23 Jahren hatte ich R -6,0 sph -1,5 cyl und links -6,75 sph -1,5 cyl. Jetzt mit 53 bin ich bei R -7,75 sph -2,25 cyl und L -8,50 sph -1,75 cyl. - man kann also grob sagen, 1 dpt. Steigerung pro Lebensjahrzehnt in den letzten 40 Jahren, betrachtet man nur die letzten 30 Jahre, sogar deutlich unter 1 dpt. pro Jahrzehnt.
Wie stark sind denn die Steigerungen bei dir? Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass bei einer OP die Progression einfach so aufhören würde, die Randunschärfe ist doch mit Sicherheit nicht der einzige für die Progression entscheidende Faktor.
Hast du dich denn schon bezüglich einer OP beraten lassen? Operieren die heute tatsächllich schon, bevor die Werte stabil sind?
@ Eberhard:
Und da kann man tatsächlich nur mit diesen Linsen oder einer OP was machen? Ich meine mal irgendetwas über spezielle Brillengläser gelesen zu haben, die diesen Nachteilen entgegenwirken sollten - gibt es die nicht?
@ Eberhard und Robert:
Es macht mir Bauchschmerzen, dass in diesem Thread die These "Das Tragen einer Brille fördert die Myopieprogression" einfach so in den Raum gestellt wird. Ich stelle mir eine Mutter eines kurzsichtigen Kindes vor, die keine Ahnung von irgendwelchen Fehlsichtigkeiten hat, weil in Familie und Verwandtschaft niemand eine Brille braucht, ähnlich der Mutter mit dem Schielkind im anderen Thread. Von allen Seiten bekommt sie gesagt: "Lass dein Kind bloß keine Brille tragen, ich hab irgendwo gelesen dass das die Augen noch schlechter macht!" Und die Mutter hält sich an diesen Rat, weil sie es nicht besser weiß und weil sie keine Vorstellung davon hat, wie es ist, in der Schule zu sitzen und an der Tafel rein gar nichts erkennen zu können. Ich habe mich jahrelang durchgemogelt, nicht aus diesem Grund, sondern weil ich mich geschämt habe und meine normalsichtigen Eltern keine Ahnung hatten, wie dringend ich eine Brille gebraucht hätte. Mein Wunsch ist, dass heutzutage kein Kind mehr solche Erfahrungen machen muss!
Viele Grüße
Marion