Hallo ihr Lieben,
einige von euch haben vielleicht meine Kontaktlinsengeschichte hier im Forum schon mitverfolgt.
Das Wichtigste: Ich habe gerade meinen 2. Anpassversuch harter Kontaktlinsen hinter mir, der soweit auch ganz gut verlief (Linsen waren vom Tragecomfort her gut und die Sicht an sich auch), abgesehen davon dass ich immer starke Randreflexe hatte, auch bei gutem Licht.
Mein Anpassversuch startete im April, bei dem ich meine neue Optikerin über meine problematische Kontaktlinsenvergangenheit aufklärte und sie mir versprach, dass wenn es nicht klappen sollte, ich nur die 70 Euro Anpassgebühr bezahlen brauche.
Als ich gestern wieder einen Termin bei ihr hatte (die letzten 3 Wochen war ich in England, hatte das aber auch vorher abgesprochen. Da meine Optikerin urplötzlich nicht mehr für mich zu erreichen war, immer mit anderen Angestellten.) und sie sich meine Linsen ansah, bei denen sich mich das letze Mal noch ermutigt hatte, sie schön weiterhin zu tragen, damit sich meine Augen an die Randflexe gewöhnen, meinte sie auf einmal nebenbei dass wir ja jetzt eh nichts mehr zu ändern bräuchten, da die Abgabefrist der Linsen ja schon eh längst abgelaufen sei (Seit dem 11.8. wie sie mir gestern sagte). Ich starrte sie an und glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. Außerdem hätte sie die eine Linse, da ich von der anderen ja "so begeistert gewesen wäre", direkt ohne Rückgaberecht bestellt. Ich konnte sie nur fassungslos anstarren. Ich hatte ihr jedes Mal von den Randreflexen erzählt. Sie hatte mir nie etwas von einer Rückgabefrist erzählt, mir nie ein Datum genannt und mich nie gefragt, ob ich die Linsen denn nun wirklich behalten (und somit auch bezahlen) wolle oder nicht. Und dann die eine Linse ohne Rückgaberecht zu bestellen, wo wir abgesprochen haben, dass wir es statt mit einer sphärischen mal mit einer torischen PROBIEREN wollten, ist mir ebenfalls völlig schleierhaft.
Nachdem ich meine Stimme wiedergefunden hatte, machte ich ihr klar, dass ich von nichts dergleichen wusste und dass ich ihr immer gesagt habe, dass ich mit den Linsen noch nicht zufrieden bin und noch andere Sachen probieren möchte. Sie hat mich gar nicht ausreden lassen und meinte, sie hätte sich bei unserem letzten Termin deutlich ausgedrückt, dass ich die Linsen nun behalten müsse und das könne ihre Kollegin ebenfalls bestätigen. Für mich war das ein ganz klarer Einschüchterungsversuch. Dennoch habe ich versucht, dagegenzuhalten, denn ich weiß, dass sie mir nichts der gleichen gesagt hat, sonst hätte ich die Linsen nicht wieder mit nach Hause genommen, in der Hoffnung, dass sich VIELLEICHT noch etwas bessert, sondern direkt wieder zurückschicken lassen. 550 Euro sind nämlich gerade für eine Studentin ganz schön viel Geld.
Danach meinte sie noch gönnerhaft, sie werde mit ihren Eltern, die das Geschäft leiten, reden und versuchen, "mir ein wenig finanziell entgegenzukommen". Meine Mutter, die mich zu dem Termin begleitet hat, fragte daraufhin, was wäre, wenn ich nicht mit ihrem "finanziellen Vorschlag" einverstanden wäre. Darauf die Antwort: "Ihre Tochter kann froh sein, dass wir ihr überhaupt entgegenkommen, normalerweise müsste sie den vollen Preis bezahlen."
Danach wurden wir aus dem Laden "verabschiedet".
Ich kann es echt nicht fassen. Meine Optikerin hat mich nie über irgendwelche Rückgabefristen bezüglich Kontaktlinsen aufgeklärt und mir nie eine Deadline genannt bzw mich vor die Wahl gestellt, ob ich die Linsen nun wirklich final kaufen möchte oder nicht. Sie wusste ganz genau, dass ich mit den Linsen noch nicht zufrieden war. Und dass sie die letzte Woche, in der es noch möglich gewesen wäre, die Linsen zurückzugeben, plötzlich nicht mehr telefonisch erreichbar war, finde ich auch noch sehr komisch. Noch schlimmer als das viele Geld finde ich aber den persönlichen Vertrauensbruch. Ich bin wirklich enttäuscht und fühle mich über's Ohr gehauen. Und damit möchte ich sie nicht durchkommen lassen.
Ich habe mir nun folgendes überlegt:
Sollten wir die rechte Linse wirklich nicht mehr umtauschen können (diese habe ich erst seit 5 Wochen) da sie diese ohne Rückgaberecht bestellt hat, wird sie für diese aufkommen müssen, nicht ich, denn das hat sie in keinster Weise mit mir abgesprochen. (Preis wäre 235 Euro). Die restlichen 300 Euro könnten wir uns meinetwegen 50:50 aufteilen, sodass jeder von uns 150 Euro bezahlen würde. Darüber hinaus habe ich ja bereits die 70 Euro Anpassgebühr entrichtet, von meiner Seite aus wären das also 220 Euro, was ich mehr als fair finde für Linsen, mit denen ich rein gar nichts anfangen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Optikerin sehr wütend wird, wenn ich ihr das sage, aber ich werde hart bleiben. Wenn sie sich damit nicht einverstanden erklären kann, dann werden wir das gerichtlich klären müssen. Ich bin wirklich gespannt, wie sie darauf reagieren wird. Ich sehe es nicht ein, mich von ihr einschüchtern zu lassen und dass sie ihre Fehler nun auf mir abwälzt. Denn sie hat eindeutig Fehler gemacht und ich möchte, dass sie das zugibt und für ihre Fehler einsteht.
Was haltet ihr von dem ganzen Fall und wie würdet ihr reagieren? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen, im Moment bin ich sehr geschockt und traurig. Vielen Dank!




Also ich kann beweisen, dass ich das Päckchen selber geschickt hab, da ich da ja auch unterschreiben musste, damit ich diesen Schein zurückbekomme. (Das war ja ein Einschreiben mit Rückschein). Mir wurde auch gesagt, ich könnte einen Widerspruch per Mail oder Fax senden.