Hallo an alle,
meine Tochter (28) ist ganz verzweifelt. Vielleicht weiß einer von euch, ob bzw. welche Möglichkeiten sie noch hat:
Im Alter von 6 Jahren wurde meine Tochter am rechten Auge operiert, weil das Auge nach innen schielte. Zunächst nur eine sog. „Faden-Operation“. Leider war der zunächst sichtbare Erfolg nur von kurzer Dauer, das Auge schielte bald wieder nach innen. Die Augenärzte rieten dazu, das Auge nochmals zu operieren, diesmal kürzten sie die Sehne. Sie bekamen einen scheinbaren Parallelstand hin, aber das Bild des operierten Auges wurde trotzdem nicht vom Gehirn angenommen bzw. verarbeitet.
Mit dem Erwachsenwerden trat dann ein Schielen nach außen am rechten Auge auf. Wieder riet man ihr zur OP, räumte aber ein, dass es nur eine kosmetische Korrektur sei und machte sie darauf aufmerksam, dass danach keine weiteren OPs an diesem Auge mehr möglich seien.
Das kosmetische Ergebnis war einigermaßen zufriedenstellend, schielen trat nur bei Müdigkeit auf. Einige Jahre nach der OP hatten sich beide Augen um ca. 2 Dioptrien verschlechtert, die Brille wurde angepasst und das Schielen –jetzt wieder nach innen- kam zurück.
Meine Tochter ist so deprimiert darüber, dass sie die alten Gläser wieder in die Brille einsetzen ließ, denn wenn das Führungsauge nur schlecht sehen kann, bleibt das „Schielauge“ einigermaßen auf Position (obwohl dessen Bild nicht angenommen wird???) Die zu schwachen Brillengläser können natürlich nicht die Lösung sein, aber weder AA noch Orthoptisten geben ihr irgendeine Hoffnung oder einen Rat, wie man das Auge auf Position halten kann.

