Guten Tag,
beim googeln bin ich auf dieses Forum gestoßen und fühle mich schon fast "erschlagen" durch die ganzen Fachbegriffe und bemerke, wie viel "Grundwissen" uns in der Thematik doch noch fehlt.
Eine kurze Zusammenfassung:
Im Juni 2011 fiel unsere Tochter die 3 Treppenstufen der Haustüre hinab, hinein in den Hof, mit dem Kopf links aufgeschlagen, große Beule - Notaufnahme. Dort wurde nichts weiter festgestellt. Sie verhielt sich nach dem Sturz auch weiter unauffällig. Wir sollten sie 3 Tage beobachten - uns als Eltern, ist nichts "anders" vorgekommen.
Ende Juli 2011 fängt sie an, das linke Auge ständig zuzukneifen. Wir denken zuerst, sie macht das aus "Spass", nach 2 -3 Tagen ist uns jedoch klar, sie macht das definitiv nicht nur einfach so, sondern vermehrt, wenn sie etwas fixieren möchte. Das Herumtelefonieren nach Augenärzten ging los um einen Termin zu bekommen. Uns wurden Termine für den Januar 2012 angeboten in den umliegenden Augenkliniken. Durch google wurde ich auf eine Frankfurter Augenarztpraxis aufmerksam, die wohl vorwiegend Kinder behandelt. Dort hatten wir einen Termin bekommen Ende August. Anfang August jedoch kam dann das Schielen hinzu. Erst Zusammenkneifen der Augen, dann fällt auf, dass das linke Auge auf einmal vemehrt nach innen wegdrifftet.
Beim Augenpraxistermin hatten wir nur einen Termin in der Sehschule. Die Orthoptistin stellt Strabismus convergens links fest sowie Weitsichtigkeit. Einen Termin bei der Ärztin dort können wir erst 3 Wochen (!) später haben.
Das Schielen wurde immer schlimmer.
Termin bei der Ärztin ergibt, unsere Tochter benötigt eine Brille wegen Weitsichtigkeit. Diese wurde verordnet mit +3 beidseits. Wir sollen abkleben, jeweils für 1 Stunde am Tag.
Angesprochen auf den Sturz werde ich die "Türe schon hinausgeschoben" mit den Worten "keine große Sache, schnell erledigt, kein Problem das Alles". Das Auge hätte vorher schon geschielt und durch den Sturz sei das bloß verstärkt worden.
Unsere Tochter akzeptiert die Brille prima, sie trägt sie einwandfrei. Auch das Abkleben stellt keine Probleme dar, sie macht das ganz toll mit.
Im Januar haben wir Kontrolle in der Sehschule. Die Orthoptistin handelt uns in 10 Minuten ab (so hat es sich jedenfalls angefühlt), wir sollen in 3 Monaten wiederkommen. Ich bestehe auf einen Termin in der Sehschule mit anschließendem Arzttermin, da mir aufgefallen war, das unsere Tochter TROTZ konsequentem Tragen der Brille noch immer - mit - Brille schielt. Zwar nicht so schlimm wie ohne, aber trotzdem.
Der Kontrolltermin war nun diese Woche. Die Orthoptistin war nicht da (die Praxis hat sich vertan mit unserem Termin in der Uhrzeit - wir fahren dorthin allerdings über 1 Stunde) Eiine Arzthelferin hat die "Vertretung" übernommen, was die ganzen Kleinkindertests angeht, was nicht sehr positiv verlief.
Das Ergebnis der Kontrolle bei der Frau Dr. lautet, wir sollen nun 2 - 3 Stunden abkleben, es hätte sich nichts verändert oder gebessert und unsere Tochter hat eine neue Brille verschrieben bekommen, bzw. ein neues Glas für das schielende Auge mit +4,25.
Brillenglas ist bestellt, wir wissen also bis jetzt noch nicht, ob sich das Schielen nun damit bessert.
Da wir uns aber irgendwie ziemlich alleingelassen fühlen und nicht so richtig auf uns, als besorgte Eltern, und unsere vielen Fragen/Sorgen eingegangen wird und ich immer und immer wieder lese, dass bei solch kleinen Kindern keine Zeit verliert werden dürfte, haben wir uns jetzt mit Nachdruck um einen Termin für eine 2. Meinung in der Augenklinik Gießen geholt. Wir wollten gerne nach Heidelberg, aber da gibt es erst wieder Termine im Januar 2013....
Nachdem ich mich hier durch die verschiedenen Beiträge "gewühlt" habe, werde ich zunächst mal die ganzen Befunde einfordern bei der Frau Dr.
Unsere Angst ist, dass das Schiielen durch den Sturz verursacht wurde und das so gar keine Beachtung findet - irgendwie. Unsere Tochter hatte vorher keinerlei Anzeichen vom Schielen (wir haben Foto-Berge gewälzt...) oder machte nie den Anschein, nicht gut sehen zu können.
Sie war schon immer motorisch und feinmotorisch sehr weit voraus, nur das Sprechen ist später bei ihr.
Wir sind also irgendwie auf der Suche, nach dem für uns passenden Arzt bzw. Anlaufstelle, was hier nur gar nicht einfach ist, weil sämtliche Augenpraxen/-kliniken total überlaufen sind. Moralisch kann ich das nicht nachvollziehen, einem Kind, das gerade sein Sehen entwickelt, erst 8 Monate später einen Termin anzubieten....
Vielen Dank für's Zulesen 




