Unsere 2,5 jährige Tochter schielt auch (nach Sturz)

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Guten Tag,

beim googeln bin ich auf dieses Forum gestoßen und fühle mich schon fast "erschlagen" durch die ganzen Fachbegriffe und bemerke, wie viel "Grundwissen" uns in der Thematik doch noch fehlt. 

Eine kurze Zusammenfassung:

Im Juni 2011 fiel unsere Tochter die 3 Treppenstufen der Haustüre hinab, hinein in den Hof, mit dem Kopf links aufgeschlagen, große Beule - Notaufnahme. Dort wurde nichts weiter festgestellt. Sie verhielt sich nach dem Sturz auch weiter unauffällig. Wir sollten sie 3 Tage beobachten - uns als Eltern, ist nichts "anders" vorgekommen.

Ende Juli 2011 fängt sie an, das linke Auge ständig zuzukneifen. Wir denken zuerst, sie macht das aus "Spass", nach 2 -3 Tagen ist uns jedoch klar, sie macht das definitiv nicht nur einfach so, sondern vermehrt, wenn sie etwas fixieren möchte. Das Herumtelefonieren nach Augenärzten ging los um einen Termin zu bekommen. Uns wurden Termine für den Januar 2012 angeboten in den umliegenden Augenkliniken. Durch google wurde ich auf eine Frankfurter Augenarztpraxis aufmerksam, die wohl vorwiegend Kinder behandelt. Dort hatten wir einen Termin bekommen Ende August. Anfang August jedoch kam dann das Schielen hinzu. Erst Zusammenkneifen der Augen, dann fällt auf, dass das linke Auge auf einmal vemehrt nach innen wegdrifftet.

Beim Augenpraxistermin hatten wir nur einen Termin in der Sehschule. Die Orthoptistin stellt Strabismus convergens links fest sowie Weitsichtigkeit. Einen Termin bei der Ärztin dort können wir erst 3 Wochen (!) später haben.

Das Schielen wurde immer schlimmer.

Termin bei der Ärztin ergibt, unsere Tochter benötigt eine Brille wegen Weitsichtigkeit. Diese wurde verordnet mit +3 beidseits. Wir sollen abkleben, jeweils für 1 Stunde am Tag.

Angesprochen auf den Sturz werde ich die "Türe schon hinausgeschoben" mit den Worten "keine große Sache, schnell erledigt, kein Problem das Alles". Das Auge hätte vorher schon geschielt und durch den Sturz sei das bloß verstärkt worden.

Unsere Tochter akzeptiert die Brille prima, sie trägt sie einwandfrei. Auch das Abkleben stellt keine Probleme dar, sie macht das ganz toll mit.

Im Januar haben wir Kontrolle in der Sehschule. Die Orthoptistin handelt uns in 10 Minuten ab (so hat es sich jedenfalls angefühlt), wir sollen in 3 Monaten wiederkommen. Ich bestehe auf einen Termin in der Sehschule mit anschließendem Arzttermin, da mir aufgefallen war, das unsere Tochter TROTZ konsequentem Tragen der Brille noch immer - mit - Brille schielt. Zwar nicht so schlimm wie ohne, aber trotzdem.

Der Kontrolltermin war nun diese Woche. Die Orthoptistin war nicht da (die Praxis hat sich vertan mit unserem Termin in der Uhrzeit - wir fahren dorthin allerdings über 1 Stunde) Eiine Arzthelferin hat die "Vertretung" übernommen, was die ganzen Kleinkindertests angeht, was nicht sehr positiv verlief.

Das Ergebnis der Kontrolle bei der Frau Dr. lautet, wir sollen nun 2 - 3 Stunden abkleben, es hätte sich nichts verändert oder gebessert und unsere Tochter hat eine neue Brille verschrieben bekommen, bzw. ein neues Glas für das schielende Auge mit +4,25.

Brillenglas ist bestellt, wir wissen also bis jetzt noch nicht, ob sich das Schielen nun damit bessert.

Da wir uns aber irgendwie ziemlich alleingelassen fühlen und nicht so richtig auf uns, als besorgte Eltern, und unsere vielen Fragen/Sorgen eingegangen wird und ich immer und immer wieder lese, dass bei solch kleinen Kindern keine Zeit verliert werden dürfte, haben wir uns jetzt mit Nachdruck um einen Termin für eine 2. Meinung in der Augenklinik Gießen geholt. Wir wollten gerne nach Heidelberg, aber da gibt es erst wieder Termine im Januar 2013....

Nachdem ich mich hier durch die verschiedenen Beiträge "gewühlt" habe, werde ich zunächst mal die ganzen Befunde einfordern bei der Frau Dr.

Unsere Angst ist, dass das Schiielen durch den Sturz verursacht wurde und das so gar keine Beachtung findet - irgendwie. Unsere Tochter hatte vorher keinerlei Anzeichen vom Schielen (wir haben Foto-Berge gewälzt...) oder machte nie den Anschein, nicht gut sehen zu können.

Sie war schon immer motorisch und feinmotorisch sehr weit voraus, nur das Sprechen ist später bei ihr.

Wir sind also irgendwie auf der Suche, nach dem für uns passenden Arzt bzw. Anlaufstelle, was hier nur gar nicht einfach ist, weil sämtliche Augenpraxen/-kliniken total überlaufen sind. Moralisch kann ich das nicht nachvollziehen, einem Kind, das gerade sein Sehen entwickelt, erst 8 Monate später einen Termin anzubieten....

Vielen Dank für's Zulesen Smile

107 Answers

Hallo Liamis,

wie ist die Sehschärfe auf jedem Auge?

Du hast eine PN (persönliche Nachricht). Bitte nachschauen.

LG

Helene

Hallo Helene,

ich kenne nur die mitgeteilten Dioptrinzahlen der Brille. Nebenbei hatte die Frau Dr. erwähnt (beim ersten Termin mit Tropfen), unsere Tochter hätte links +5,5 und rechts +3. Brille wurde "korrigiert" verschrieben mit 3+ beidseits.Dazu leichte Hornhautverkrümmung auf beiden Augen, die allerdings nicht korrigiert werden müsste.

Die Orthoptistin war sich nichtmal sicher, ob unsere Tochter einen "stabilen Schielwinkel" hat. Ich muss dazu sagen, wir hatten dort jetzt insgeamt 3 Termine, 2 verschiedene Orthoptistinnen und 1 Mal die "Vertreterin".

Nächste Woche besorge ich mir die genauen Befunde!

Hallo Liamis,

als erstes möchte ich Dir sagen, dass Du Dir keine Vorwürfe zu machen brauchst. Du hast alle getan, was man in einer solchen Situation tun muss. Ich verstehe Deine berechtigte Empörung und Entrüstung mit dem Umgang der kindlichen Sehentwicklung nur allzu gut. Uns erging es ähnlich. Mit Moral oder Ethik hat das auch nichts mehr zu tun.

Nun ist es aber wichtig, die richtige Therapie einzuschlagen und in kompetente Hände zu geraten. Ich gehe davon aus, dass Helene Dir die richtigen Tipps geben kann.

Wenn Dir die Befunde vorliegen und Du sie posten möchtest, kann Dir hier im Forum bestimmt weitergeholfen werden.

Persönlich vermute ich, dass Deine Tochter ein normosensorisches Spätschielen hat, der Sturz ist ein klassischer Auslöser dafür. Oder einen dekompensierten Mikrostrabismus. Die Aussage "Das Auge hätte vorher schon geschielt und durch den Sturz sei das bloß verstärkt worden" deutet darauf hin. Aber wie gesagt, die Befunde sind hier von Nöten.

Ansonsten kann ich Dir nur anraten, Dich in das Thema Strabismus einzulesen. Man steht sonst einfach zu oft im Regen und wird leider abgekanzelt, obwohl man als besorgte Eltern einfach nur verstehen möchte und ein Recht darauf hat.

Sehr wichtig ist die richtige Brillenkorrektur. Deswegen ist wichtig, wie die Refraktionsfehler (Bei Deiner Tochter die Weitsichtigkeit) ermittelt wurden. Kannst Du Dich noch erinnern, welche Grösse der Schielwinkel hat? Den Visus (Sehschärfe ) hat Helene bereits angesprochen (einzeln für linkes und rechtes Auge).

Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute und ganz viel Stärke

LG Kugelblitz

Oh, ein neuer Beitrag von Dir.

Also, hast Du einen Brillenpass? Da stehen die Werte ja auch drin. Leichte Hornhautverkrümmung, die nicht korrigiert werden muss????? Gerade das schielende Auge nicht auszukorrigieren und 2,5 dpt unter dem gemessenen Wert zu bleiben??? Noch dazu ein Unterschied von 2,5 dpt zwischen rechtem und linkem Auge.

Es gibt 3 Möglichkeiten:

1. die Orthoptistin/AÄ hat keine Ahnung
2. die Orthoptistin/AÄ hat gar keine Ahnung
3. die Orthoptistin/AÄ hat überhaupt gar keine Ahnung

Ich will Dich nicht verschrecken, ich ärgere mich nur gerade ziemlich.

Aber wie gesagt, jetzt ist es an der Zeit, in die richtigen Hände zu geraten.

LG Kugelblitz

Hallo Kugelblitz,

ich wundere mich hier auch gerade total, bin etwas schockiert, obwohl ich dachte, mich kann nichts mehr in der Hinsicht wirklich überraschen.

Warten wir die Befunde von Liamis ab, dann wissen wir mehr. PN hat sie ja von mir schon  ;-)

LG

Helene

Die Anisometropie von 2,5 Dioptrien muss dringend über eine Brille reduziert werden. Ich denke, da besteht Einigkeit.

Bei einem so großen Unterschied der Brechkraft des linken und des rechten Auges hat das Kind keine Chance, mit beiden Augen gleichzeitig eine scharfe Abbildung zu sehen. Für gutes beidäugiges (Stereo-)Sehen ist das ungeeignet und Schielen wird förmlich provoziert.

Ebenfalls muss aber berücksichtigt werden, dass eine sofortige vollständige Korrektion der gesamten Anisometropie zu einer erheblichen Belastung durch Aniseikonie (Größenunterschied zwischen den Abbildungen des linken und des rechten Auges) führt. Hier muss für die erste Brille ein verträglicher Kompromiss gefunden werden. Mit dem nun neu bestellten +4.25 dpt. Brillenglas für das linke Auge ist schon mal ein Schritt in die prinzipiell richtige Richtung eingeschlagen worden. Es ist aber nur ein Schritt in diese Richtung, am Ziel ist man damit sicher noch nicht. Aber immerhin ...

Viele Grüße,

Nitram

Hallo Nitram,

Kinder können Aniseikonien sehr gut vertragen, im Vergleich zu Erwachsenen, für sie stellt es keine Probleme da, die unterschiedlich großen Bildeindrücke zu verarbeiten! Alles schon an meiner Tochter erlebt!!! 

Im Gegenteil, eine unterkorrigierte Weitsichtigkeit auf dem Schielauge war eine Belastung für meine Tocher! Natürlich kann die Brille schrittweise angepasst werden, da hast Du recht.

Warten wir die Befunde ab, wir wissen die genauen getropften Werte nicht.

LG

Helene

Guten Morgen...

also ganz ehrlich bin ich ziemlich "platt", schockiert und unglaublich traurig und Verzweiflung macht sich breit..... Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier herumprobiert wird/wurde, fahrlässig gehandelt und diese ganze Wischi-Waschi-Behandlung (so muss ich es nennen) alles nur verschlimmert, statt bessert.

@Kugelblitz: Genau über dieses Schielen nach dem Sturz hatte ich gelesen und die Ärztin darauf angesprochen. Wieso hat sie denn dann bloß in dieser Richtung nichts unternommen? Sad

Die getropften Werte waren 3+ und +5,5. Unsere Tochter wollte in diese Maschine nicht reinschauen, so musste ich sie festhalten und die Frau Dr. hat unter Zwang mit so einer Linse direkt am Auge gemessen. Die Hornhautverkrümmung war bei 0,5 und 0,75, soweit ich mich erinnern kann. Jedenfalls nicht "Korrekturbedürftig", da sich dies noch verwachsen würde - so wurde uns das genannt. 

Wir haben die letzten 3 monate mit höchster Konsequenz abgeklebt. Oft sind wir über die 1 Stunde Abklebezeit auch hinaus, da wir dies in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten machen. Unsere Tochter ist da die "coole Piratin" Wink

Heute früh hatten wir schon 2 Stunden Abklebezeit. Uns fällt auf, dass nach dem Abkleben das Schielen immer ganz schlimm ist, ist das normal?? Weil das Auge überanstrengt ist?

Ich danke Euch schon jetzt sehr für Eure ganzen Hinweise, Meinungen und Ideen. Ihr helft uns sehr!!!

mir fallen noch so ein Bemerkungen der Orthoptistin ein, beim ersten Termin:

"sowas hat sie ja schon lange nicht mehr gesehen, ein so ausgeprägtes, massives Schielen"

"das hat Seltenheit"

"das wird sie die nächsten Jahre begleiten, seien sie sich sicher...es kann auch sein, dass vor der Schule operiert werden muss"

Hilft fachlich jetzt vllt. nicht weiter, aber ich schreib's einfach mal dazu....

ja, das ist genau das Bild, was ich von unserer ersten Orthoptistin damals noch vor mir habe... genau das gleiche Vorgehen und die gleichen Worte

das ist alles sehr schlimm und traurig....

aber konzentrieren wir uns doch auf das Wesentliche...

1)jetzt soll das Kind erstmal diese Brille mit dem neuen verstärkten Brillenglas tragen...

2)abkleben weiter wie bisher, wir wissen die aktuelle Sehschärfe nicht, also nicht den Abkleberhytmus eingenständig ändern!

3)kein Herumexperimentieren, bis Ihr zum richtigen Spezialisten kommt, und das ist ja bald.. 

dort achten, dass:

-eine erneute Refraktionsmessung unter Cycloplegie (Tropfen) passiert, Hornhautverkrümmung muss unbedingt in die Brille rein, Weitsichtigkeit voll auskorrigiert werden (0,5 Dioptrie unter dem gemessenen Wert), Dein Kind wird erstmal die +4,25 und +3 bis dahin in der Brille tragen, das ist gut zum Eingewöhnen an den höheren Wert, der eventuell in die Brille später kommt.

-Sehschärfeprüfung für die Ferne und die Nähe gemacht wird

-Fixationsprüfung (sehr wichtig, frag unbedingt nach) durchgeführt ist

-Ausgleich des Schielwinkels mit Prismenfolie und Diskussion, ob bald eine Schieloperation stattfinden soll

LG

Helene

danke Dir Helene.

Den Abkleberhytmus ändern wir nicht selbständig, die Anweisung lautet momentan 2 -3 Stunden täglich.

Das neue Brillenglas kommt nächste Woche, Telefonate werde ich am Dienstag sofort führen Wink

So, ich hab meine Unterlagen durchgekramt....

Daten vom ersten Augenarzt, bei dem wir waren, habe ich komplett. Die dort verordnete Brille hat die Augen meiner Tochter total überfordert, bzw. es war alles schlimmer als vorher, deswegen waren wir nach dort in Frankfurt.

Die beim ersten Augenarzt gemessenen Werte unter Cyclo (?) waren:

links +2,75

rechts +1,5

Hornhautverkrümmung 1,25 links, 0,75 rechts

die Achsenwerte habe ich nicht mehr

Diagnose: Hyperopie, Astigmatismus, Strabismus convergenz sinister intermittens (?)

Test: Kinderbilder

Amblyopie: LA

Stereosehen: nein

Strabismus: convergens

In Frankfurt dann wie geschrieben die Messung unter Tropfen +5,5 und +3, minimale Hornhautverkrümmung - nicht korrekturbedürftig.

Nach Tragen der ersten Brille wurde das Schielen furchtbar schlimm. Nach Tragen der "Frankfurter-Brille" besser.

Näheres kommende Woche.

Frohe Ostern allerseits jedenfalls Smile

Hallo Liamis,

wie gesagt, die Refraktionswerte sind so unterschiedlich, dass man die Messung unbedingt in GUTEN Händen wiederholen muss. Und alles andere oben Gesagte.

LG

Helene

Hallo Liamis,

auf die Bedeutung der richtigen Brille wurde ja schon intensiv eingegangen.

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass eine Abgrenzung der Schielformen voneinander wichtig ist. Also insbesondere das normosensorische Spätschielen, den dekompensierten Mikrostrabismus und die akkommodativen Formen.

Und es muss natürlich jede organische Veränderung als Ursache für das Schielen ausgeschlossen werden.

Als Tipp für die Okklusionszeit: beschäftige Deine Tochter während der Abklebezeit  mit Naharbeit wie Lesen, Malen, Basteln, Kneten, Ausschneiden, Suchbilder. Das würde ich auch im Kindergarten ansprechen.  Auch Fernsehen ist in diesem Fall gut.

LG Kugelblitz

Ich hätte da noch eine Frage zum räumlichen Sehen...

wir bemerken an unserer Tochter keinerlei Einschränkung. Sie ist sehr geschickt in feinmotorischen Dingen sowie in der Grobmotorik. Sie spring bspw. von der Couch einen Meter weit in den Raum hinein, ohne Angst.

Sie steigt Treppen ohne festhalten, auch hinab geht das problemlos.

Wenn sie bobbycar oder Laufrad fährt, geht das ohne Probleme zwischen zwei sehr eng aneinanderstehenden Autos hindurch - auch mit recht hoher Geschwindigkeit.

Sie puzzelt für ihr Leben gerne, 100 Teile Puzzle sind trotz ihres Alters kein Problem. Sie ist da wirklich sehr geschickt.

Sie verunfallt recht selten, stolpert nicht auffällig oder rennt gegen Möbel o.ä.

Woran kann man feststellen, ob sie stereosieht bzw. das räumliche Sehen noch besitzt? "Nur" über den Lang-Test oder auch über irgendwelche konkreten Tätigkeiten zu Hause? Können wir also persönlich, das irgendwie rausfinden?

Liebe Kugelblitz,

unsere Tochter ist morgens die erste in der Kita. Da dies ein sehr kleiner Kindergarten ist (nur 15 Kinder) und darauf 4 Erzieherinnen, wird auf unsere tochter in der Abklebezeit besonders eingegangen. Sie schauen Bücher mit ihr, malen oder puzzeln.

Wenn wir zu Hause abkleben am Wochenende ist oft der kleine Bruder dazwischen und sie behält so ihre nötige Ruhe nicht zum Sitzen....da wäre TV vllt. wirklich mal eine Alternative?! Danke für den Tip!

Ich hoffe sehr, wir bekommen zeitnah einen Termin in einer Praxis, in der wir uns gut aufgehoben fühlen. Wie schon geschrieben, Dienstag werde ich Telefonate führen....

Vielen Dank auch an Dich!!!! Smile

Hallo Liamis,

noch ein Tipp. Lass den kleinen Bruder vorsichtshalber gleich mit untersuchen. Es können auch Babies bereits untersucht werden. Und iIch meine natürlich nicht stundenlanges vor der Glotze hängen, falls ihr es für sinnvoll haltet.

Ansonsten wünsche ich Dir frohe Ostertage und trotz allem zur Ruhe zu kommen und ein wenig Entspannung zu finden (sofern das bei 2 Kindern möglich ist Wink )

LG Kugelblitz

Liebe Kugelblitz,

hier gibt es keine ruhe mehr Wink die beiden sind gerade mal 15 monate auseinander, hier ist den ganzen Tag Action Biggrin

Er wurde im Januar untersucht, Diagnose lautete "Weitsichtigkeit und leichte Hornhautverkrümmung, Wiedervorstellung in einem Jahr". Hornhautverkrümmung nicht therapiebedürftig.

Bislang schaut unsere Tochter 10 Minuten abends vor dem Schlafen gehen mal TV...sonst ist das bei uns ein Tabu...aber wenn's hlifreich ist?! Ich habe keine moralischen Bedenken, sie mal eine halbe Stunde Mondbär schauen zu lassen.

dir und Deiner Familie ebenfalls schöne Ostern!!!

Hallo Liamis,

ich würde den Bruder auch ein zweites Mal noch untersuchen lassen, wenn Ihr in kompetenten Händen seid. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Halbe Stunde "Fernsehtherapie"ist bei uns auch Maximum. Die visuelle Beanspruchung soll beim Fernsehschauen recht hoch sein. Gut für die Visussteigerung. Der Zweck heiligt dann die Mittel...

Die von Dir beschriebene gute Motorik und Feinmotorik, Bewegungsfreude, Spass an Geschwindigkeit etc. kenne ich nur zu gut und auch, dass man keine Auffälligkeit entdeckt im Vergleich zu anderen Kindern. Trotzdem hat mein Sohn kein räumliches Sehen. Schielende Kinder lernen, sich anders im Raum zu orientieren.

Es gibt den Treffversuch nach Lang, den man zu Hause durchführen kann. Du hälst eine Bleistift mit stumpfen Ende nach oben auf Augenhöhe Deiner Tochter fest, Deine Tochter versucht mit einem Bleistift (Stumpfes Ende nach unten) Deinen Bleistift zu treffen. Wichtig ist, dass dies absolut senkrecht und langsam geschieht. Abstand des Bleistifts zu Deiner Tochter 40 cm.

Z.B. bei normosensorischem Spätschielen ist der Treffversuch i.d.R. schlecht.

LG Kugelblitz

Nochmal im Nachgang: Egal, wie der Treffversuch ausfällt, letztendlich kann nur ein guter Augenarzt/Orthoptistin die Diagnose stellen.

Hallo Kugelblitz,

diesen Treff-Test haben wir heute ein paar Mal versucht. Auf Augenhöhe, mit Abstand und nach Anleitung, die wir im Netz gefunden haben. Unsere Tochter hat problemlos mehrere Male ganz bedächtig und zielsicher den Bleistift getroffen, sie hatte dabei natürlich ihre Brille auf.

Sollte man das nochmal wiederholen, ohne Brille?

Wir sind sehr gespannt, wie sich das alles weiter entwickeln wird unter neuer ärztlicher Aufsicht und Kontrolle....

Liebe Grüße!

Hallo Liamis,

Deine Tochter benutzt in dem Moment ein Auge (weil sie schielt) und seit dem letzten Jahr hat sie gelernt, einäugig zu schauen, deswegen fällt der Test falsch positiv aus. Ohne Brille vergrößert sich der Schielwinkel (akkomodative Komponente des Schielens), also bringt es auch nichts, ohne Brille zu testen.

LG

Helene

Guten Morgen Helene,

danke, ich hatte mir sowas Ähnliches schon gedacht. Wenn man ihr ein Auge zuhält, trifft sie jedoch nicht. Egal, diese ganzen Selbstversuche bringen ja nichts.

Die letzten Tage ist uns aufgefallen, dass sie nun auch mit dem rechten Auge oft mal schielt.

Verstärkt gestern auf Blitzlichtfotos. Irgendwas läuft da wohl mächtig quer.

Frohe Ostern allerseits Smile

dass sie mit dem anderen Auge öfters schielt, ist gut, sie alterniert, d. h. ihre Sehschärfe auf dem schwächeren Auge (falls es wirklich eine Sehschwäche war) ist dann nicht schlecht, wenn sie versucht, damit zu fixieren.

Ich weiss, es ist schwer nachzuvollziehen, aber vertrau mir einfach;-)

Frohe Ostern!

LG

Helene

Hallo Liamis,

wenn die Werte der Hornhautverkrümmung so stimmen, wie Du sie gepostet hast, wäre es sträflicher Leichtsinn, diese nicht zu korrigieren!!!!! Die Brille muss sauber angepasst werden: das nötige Plus, unter Berücksichtigung des Schielauges (mehr Plus hilft bei Innenschielen), dann Zylinder und Achse. Wenn das alles sauber auskorrigiert wurde, können ggf. noch Prismen dazu kommen. Abkelbezeiten sind einzuhalten und müssen regelmäßig kontrolliert und ggf. geändert werden. Augenärztliche Kontrolle im 2-Wochen-Rhythmus wäre hier Pflicht. 

Lasst Euch die kompletten Befunde der bisherigen Augenärzte geben (als Patient hat man ein Recht darauf). Dann sucht Euch ggf. noch einen versierten Augenoptikermeister, der auch schon kleine Kinder refraktioniert und der die MKH-Methode beherrscht. Im Optimalfall kooperiert dieser mit dem behandelnden AA - das Kind muss in ärztlicher Betreuung bleiben, weil es schielt. Schielen gilt als Krankheit. Aber ein versierter Augenoptikermeister kann die vom Arzt verordneten Werte überprüfen und ggf. anpassen....habe ich bei meinen Kindern immer machen lassen. Die Werte vom AA kamen nie so in die Brille, weil Zylinder und Achse entweder falsch gemessen waren oder nicht verordnet wurden....

Viele Grüße

Kerstin

Wenn man sowieso schon eine Brille angefertigt, dann wäre es aus meiner Sicht unverständlich, auf die Astigmatismus-Korrektion zu verzichten.

Das gilt auch für kleine Werte, die ansonsten - für sich alleine genommen - nicht unbedingt "korrektionsbedürftig" wären. Selbst 0,25 dpt. Astigmatismus rechtfertigen es, dass man sich die Mühe macht, den Winkel halbwegs ordentlich zu bestimmen und entsprechend einzuarbeiten. Mir ist kein Grund bekannt, weshalb man das nicht tun sollte.

Anders sähe das aus, wenn man nur für den Astigmatismus allein eine Brille tragen sollte. Da liegt dann der sinnvolle Mindestwert sicher deutlich höher, ab welchem eine Korrektionsbrille angemessen wäre.

Viele Grüße,

Nitram

Hallo Nitram,

so sehe ich das auch. Bei mir wird  - auf meinem Wunsch hin - ein kleiner Zylinder von 0,25 korrigiert, bei ebenfalls sehr geringen sphärischen Werten - und das bringt mir 0.4 mehr an Visus. Die Othoptistinnen beim Augenarzt behaupten trotzdem, meine Brille sei Geldscheniderei des Optikers und ich würde keine Sehhilfe benötigen...tsts....

LG

Kerstin

Hallo,

herzlichen Dank für die vielen Hinweise!

Vor allem in Bezug auf die nichtkorrigierte Hornhautverkrümmung. Wie bereits geschrieben - das Argument der Ärztin lautete dazu, dass sich dies noch verwachsen würde und somit eine Korrektion nicht notwendig sei.

Nitram: Ab welchen Werten sollte bei einem Kleinkind ein Astigmatismus mit Brille korrigiert werden? Ich frage in Bezug auf meinen Sohn. Beim Zusammensuchen der vielen Informationen bezüglich meiner Tochter, habe ich gelesen, dass auch vermehrtes Augentränen ein Hinweis sein könnte für eine Fehlsichtigkeit. Dies ist bei meinem Sohn der Fall.  Generell werde ich ihn von anderer Seit auf jeden Fall nochmal untersuchen lassen.

Eine Frage zu den unterschiedlichen Schielformen hätte ich noch:

Wenn meine Tochter bis zum Schielbeginn ein räumliches Sehen hatte und durch Brille Parallelstand der Augen erreicht wurde, besteht denn dann die Möglichkeit, dass sie das räumliche Sehen (noch) nicht verloren hat?

Bei Mikrostrabismus entwickelt sich generell kein räumliches Sehen?

Sollte es sich tatsächlich um normosensorisches Spätschielen handeln, lässt sich dieses auch durch Brille so gut korrigieren, dass Parallelstand der Augen erreicht wird über einen längeren Zeitraum? Wenn nicht zeitnahe operiert wurde bzw. nicht erkannt wurde vom Augenarzt, wie verhält sich das für die Zukunft? Das schielende Auge wird immer schwachsichtiger und wird immer schielen?

vielen herzlichen dank an die Forenteilnehmer! Wir bringen für uns (endlich) Licht ins Dunkel...quasi...

Hallo Liamis,

Bei Mikrostrabismus kann sich ein teilräumliches Sehen entwickelt haben.

Hierbei und auch beim Spätschielen kann das Binokularsehen sich wieder berappeln, aber mit schneller richtiger Therapie!

Es kann auch sein, dass durch die Vollkorrektion mit Brille ein Parallelstand erreicht wird und dann braucht man nicht operieren, bzw. es kann sich ein kleiner Schielwinkel einstellen, der mit Prismen korrigiert werden könnte.

Bei Nichtbehandlung oder falscher Behandlung (falsche Brille, falsche Abklebezeiten) kann das eintreten, was Du geschrieben hast, weiteres Schielen und Amblyopie.

LG

Helene

... Ab welchen Werten sollte bei einem Kleinkind ein Astigmatismus mit Brille korrigiert werden?

Antwort: Dann, wenn die betreffende Brille mehr Vorteile als Nachteile verursacht. 

Aber wie kommt man nun von dieser wenig hilfreichen Aussage zu einem greifbaren Wert wie z.B. “ab 1,0 Dioptrien Zylinder”?

Das primäre Ziel einer solchen Brille ist Erhöhung des Visus (Sehschärfe). Dazu muss aber die dioptrische Wirkung zunächst mal stark genug sein, um im praktischen Einsatz überhaupt erst einmal die rein optischen Nachteile zu überwinden. Die dann verbleibende Verbesserung des Visus muss den Nachteil ausgleichen, dass im täglichen Umgang auf die Brille Rücksicht genommen werden muss.

Die rein optischen Nachteile werden insbesondere verursacht durch normale Verschmutzungen auf der Glasoberfläche sowie eventuell Spiegelungen und Lichtreflexe durch nicht-entspiegelte Gläser oder Kratzer.

Wirklich saubere Brillengläser sind bei Kleinkindern aber nicht unbedingt die Regel.

Diese Erklärung mündet nun leider nicht nicht in einer einfachen, allgemein anerkannten Dioptrien-Zahl. Dafür sind die Kriterien zu individuell.

Die Entscheidungsgrenzen, ab welchem Wert die Vorteile überwiegen sollten, liegen Fall- und Arztabhängig meist irgendwo bei etwa 1,0 dpt. bis 1,5 dpt. Astigmatismus, wenn keine weiteren Gründe (z.B. Bedarf an sphärischer Korrektion) für eine Brille vorliegen.

Viele Grüße,

Nitram

Vielen Dank Nitram. Meinen Sohn werde ich auf jeden Fall an anderer Stelle nochmal untersuchen lassen. Sicher ist sicher. Wir achten vermehrt darauf, ob er evtl. auch schielt. (noch) ist uns aber nichts aufgefallen. Lediglich das Augentränen fällt auf, dies hatte meine Tochter bspw. nicht.

+

Unser aktueller Stand:

- Donnerstagabend bekommen wir die Befunde, die Frau Dr. ist vorher nicht da

- haben eine Überweisung zur Augenklinik, inklusive Termin im Mai

- am 29.04. sind wir bei einem Optiker, der MKH Messungen durchführt. Ich bin gespannt, wie das so abläuft bei einem 2,5jährigen Kind und wie der Termin generell verläuft.

- wir versuchen (verzweifelt) eine Augenarztpraxis zu finden, die Kinder behandelt. Heute habe ich 8 Praxen angerufen. Da wir allerdings "lediglich" Kasse versichert sind, bekommen wir keinen Termin - das ist zum verrückt werden....

Hallo Liamis,

wenn Du damals eine Überweisung vom Kinderarzt zum Augenarzt bekommen hast, bekommt auch Euer Kinderarzt die Befunde.  Aber auch, wenn Du beim Augenarzt Euren behandelden Kinderarzt angegeben hast.

LG Kugelblitz

Liebe Kugelblitz,

den Gedanken hatte ich auch, aber meine Kinderärztin hat nichts vorliegen. Ihr wurde nichts geschickt

LG!

Hallo Liamis,

das ist ja weniger schön. Dann bleibt wirklich nur bis morgen warten. Habt Ihr jetzt schon das neue Brillenglas?

LG Kugelblitz

Hallo Kugelblitz,

leider haben wir das neue Brillenglas noch nicht. Wir hoffen auf morgen...das wäre schon sehr gut, wenn die neue Brille morgen da ist, da wir die Kleine über's Wochenende gut beobachten könnten, wie sie sich mit der neuen Brille verhält.

Mein Mann holt heute die Befunde bei der Frau Dr. ab. Ich bin echt gespannt....

Wir haben jetzt noch einen Termin in der Neurologie in 2 Wochen zum EEG. Uns hatte zum damaligen Zeitpunkt NIEMAND darüber aufgeklärt, dass, wenn ein Kind plötzlich anfängt zu schielen, eine neurologische Abklärung erfolgen soll. Die erste Orthoptistin hat gesagt (o-ton): "Mit dem Sturz hat das Schielen nichts zu tun, der Augenmuskel ist nicht betroffen".

Ist das denn dann so?????

Wir sind so verwirrt und verängstigt im Moment, dass unsere Tochter etwas "im Kopf" haben könnte, was bislang noch nicht entdeckt wurde.

Nach dem Sturz hatte unsere Tochter keinerlei Anzeichen einer Gehirnerschütterung. Wir machen uns indirekt Vorwürfe, eventuell etwas Wichtiges verpasst zu haben. In der Kindernotambulanz hatte man uns nach Hause geschickt mit dem HInweis, sie die nächsten 3 Tage gut zu beobachten wegen Schläfrigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Mehr nicht.

Wenn wir jetzt so "zurückresümieren", ist das Zusammenkeifen der Augen etwa 2 Wochen nach dem Sturz aufgetaucht.

Das Schielen war nur ab und zu. Es wurd erst permanent (ohne Brille) nachdem sie beim Augenarzt die Tropfen bekommen hatte.

So, das war jetzt ganz schön viel Text mit 'ner Menge Emotion...nichts fachliches. Sorry Wink

*

Die Befunde werde ich dann heute Abend abschreiben und hier in den Thread stellen.

Viele Grüße

Hallo Liamis,

ich kann Dir keine Antworten auf Deine Fragen geben, was die Orthoptistin wohl gemeint haben könnte. Vielleicht, dass sie ein Lähmungsschielen ausschließt. Aber das sind nur Vermutungen, die nicht weiterhelfen.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass man immer wieder ins Grübeln gerät, etwas falsch gemacht zu haben oder etwas zu übersehen etc..

Aber was soll man wie in Eurem Fall noch machen außer sofort zum Notarzt zu gehen??? Man ist schon besorgt genug, muss sein Kind trösten, versuchen, die eigene Angst im Zaum zu halten...Da kann man nicht noch schnell googeln oder nachlesen, was zu tun ist. Ich muss mich dann doch auf die Aussage des Arztes verlassen können.

Hoffentlich geben die Befunde Auskunft darüber, was bisher untersucht wurde. Dies wäre ja auch wichtig für die anstehenden neurologischen Untersuchungen.

LG Kugelblitz

So, für mich heisst es wieder morgen telefonieren....die Arztpraxis hat meinem Mann lediglich einen "Kurzbericht" in die Hand gedrückt. Ich könnte ausflippen. Was ist an "gesamte Befunde und Verlauf" so schwer zu verstehen????? Mehr hat er nicht bekommen, da die "Frau Dr." nicht da war.

Kurzbericht für die Uniklinik lautet die Überschrift....vom 3.4. (da war der letzte Termin dort)

Also:

Diagnose:

Mikrostrabismus mit latenter Komponente LA, Amblyopie LA, Hyperopie R/L

Befund:

VISUS: RA Lea nicht möglich (kein Wunder, wenn man sich keine Zeit nimmt...meine Tochter kennt alle Symbole bestens!)

Stereopsis: (kein Eintrag)

 CT TIN Esokopie LA

F SPCT +4, APCT +7, N APCT 12,5°

Motilität: Add- und Abudktion frei

Konvergenz: auslösbar

Skiaskopie LA: +4,25 (Trockenskia)

Fundus RA/LA ohne Befund

*

Übesetzung bitte....ich verstehe nur die Hälfte, vor allem das:

F SPCT +4, APCT +7, N APCT 12,5°

Mist, jetzt wissen wir noch immer nicht mehr, über die Hyperopie und die getropften genauen Werte!!!!!

Ich werde die morgen auffordern, alles meiner Kinderärztin zu faxen

Hallo Liamis,

für mich klingt das nach einem dekomensiertem Mikrostrabismus mit momentan nicht auskorrigierten akkomodativen und latenten Schielanteilen.

LG

Helene

Hallo Liamis,

"Übesetzung bitte....ich verstehe nur die Hälfte, vor allem das:

F SPCT +4, APCT +7, N APCT 12,5°"

Also gut, ich versuche es, Angaben ohne Gewähr, denn ich bin kein Augenarzt, nur halbwegs gutinformierter Laie

F=Ferne    N=Nähe

SPCT: simultaner Prismen Cover-Test: bestimmt den kleinsten (manifesten) Schielwinkel

APCT: alternierender Prismen Cover-Test: bestimmt den grössten Schielwinkel (manifeste und latente Anteile)

Motilität ist die Augenbeweglichkeit: a) Adduktion und b  ) Abduktion sind Bewegungsarten des Auges    a) Bewegung des Auges zur Nase    b  ) Bewegung des Auges zur Schläfe

Fundus: Augenhintergrund

Dass nichts weiter rausgegeben wird, liegt daran, dass der Augenarzt unterschreiben muss. Die Uni-Klinik schreibt aber auch einen Bericht an den überweisenden Arzt. Vielleicht schickt die Uni-Klinik Dir was, war bei uns jedenfalls so.

LG und alles Gute Kugelblitz

So, ich hab da jetzt angerufen....kurz vor'm explodieren bin ich. Die machen einen Aufstand, weil ich die Befunde haben möchte!

Immerhin habe ich rausgefunden, dass die ersten getropften Werte für das Auge BEIDSEITIG bei +3,5 lagen.

Die Frau Dr. Proff. will mich zurückrufen....die Sprechstundenhilfe war mit meinen Fragen total überfordert.

Hallo Liamis,

die ersten getropften Werte für das Auge BEIDSEITIG bei +3,5

von wann getropft?

Ende September 2011, 2 Monate nach dem Sturz!

Fassen wir mal zusammen:

Das Kind ist im Juli 2011 gestürzt,

hatte Doppelbilder, ein Auge zugekniffen und dann nach dem Tropfen im Sept. 2011 ist das Schielen hinzugekommen?

Getropfte Werte waren +3,5 beiderseits, das Kind hatte eine Brille mit Werten +3 getragen, ohne Korrektur des Astigmatismus.

Sorry, für mich sieht das nach Spätschielen und Strabismus Acutus aus, welcher sofort mit vollständiger Brillenkorrektion und Prismenaugleich behandelt werden muss.

Leider wissen wir nichts über die damalige Sehschärfe, denn das würde das Bild vervollständigen..

LG

Helene

Den Weg habe ich Dir schon per PN aufgezeigt, was Du jetzt machen musst

Fassen wir mal zusammen:

Das Kind ist im Juli 2011 gestürzt,

hatte Doppelbilder, ein Auge zugekniffen und dann nach dem Tropfen im Sept. 2011 ist das Schielen hinzugekommen?

Getropfte Werte waren +3,5 beiderseits, das Kind hatte eine Brille mit Werten +3 getragen, ohne Korrektur des Astigmatismus.

Sorry, für mich sieht das nach Spätschielen und Strabismus Acutus aus, welcher sofort mit vollständiger Brillenkorrektion und Prismenaugleich behandelt werden muss.

Leider wissen wir nichts über die damalige Sehschärfe, denn das würde das Bild vervollständigen..

LG

Helene

Den Weg habe ich Dir schon per PN aufgezeigt, was Du jetzt machen musst

ganz genau so, richtig zusammengefasst.

Liebe Liamis,

ich brauche hier gar nicht so viel schreiben, die Spezialisten (Kugelblitz/Schuele) haben alles Wesentliche schon geschrieben (Ich bin total überflüssig geworden, stelle ich gerade fest.).

Beim Sturz auf den Kopf mit anschließendem Schielen, (das Blinzeln deutet auf damalige Doppelbilder hin) muss immer eine neurologische Abklärung erfolgen. Das nur eine Orthoptistin sich das Kind ansieht ohne sofortige augenärztliche Vorstellung ist sträflich und gehört verboten. Dazu noch eine Sprechstundenhilfe dafür abstellen, ich kann es gar nicht fassen. Die Korrektion der Brille ist auch falsch. Das linke Brillenglas gehört höher auskorrigiert und der gemessene Astigmatismus muss bei Strabismus immer mitverordnet werden. Ohne Fixationsprüfung eine Occlusionstherapie ansetzen...wo gibt es denn sowas?  In der Nähe ist der Schielwinkel größer als in der Ferne. Wenn das so stimmt mit den Werten sollte auf jeden Fall eine Bifokalbrille verordnet werden. Besteht denn unter Winkelausgleich ein Binokularsehen?  Warum wurde der Schielwinkel damals nicht sofort mit Prismenfolie ausgeglichen? Ich kenne den damaligen Befund nicht. 

Ich will ja niemanden schlecht machen, aber die Frankfurter wissen wohl nicht was sie (an)tun.  Soviel vermurkst in meinen Augen. 

Suchen  sie sich schnell, im Interesse ihres Kindes, einen kompetenteren Therapeuten. Sprechstundenhilfen die Arbeit von Ärzten machen lassen, ich glaube es ja kaum! 

LG

A.M.

Liebe A.M.,

das Ganze hat mich so an die Situation meiner Tochter erinnert (1 zu 1 die Vorangehensweise der Ärzte ), dass ich mich nicht halten konnte hier ausführlich zu antworten. Das tut einem so weh, das alles nochmal mitzuerleben.... aber was sag ich denn, Sie erleben es jeden Tag...

Viele liebe Grüsse

Helene

Liebe Helene,

leider erlebe ich so etwas häufiger. Warum man die Behandlung kleiner Patienten so lasch nimmt? Ich verstehe es selber nicht. Da bekommt man eine Menge Wut in den Bauch. Die Eltern wissen häufig nichts über Sehprobleme bei Kindern. Woher auch?  Sie vertrauen den Therapeuten. Sind diese gut und geschult, klappt es mit der Behandlung. Wenn aber nicht? Und die Kleinen können gar nicht sagen was ihnen fehlt. Gutes medizinisches Personal ist Gold wert.

Ich finde es toll, wie Sie sich hier engagieren. 

LG

A.M.

Danke liebe A.M.,  vielen Dank auch an Kugelblitz und viele Grüße!!

Hallo Liamis,

zurück zu den Befunden: bis Du da weitergekommen? Ich setze bei Euch auch die erforderliche Hartnäckigkeit voraus. Sonst kriegt man nix. Im Gegenteil, man wird oft in die Position der Rechtfertigung gedrängt, was man mit den Befunden wohl wolle...ABER, Du hast ein Recht drauf.

Es kann auch sein, dass man Dir Kopierkosten in Rechnung stellt. Das ist wohl auch legitim. Also, am Ball bleiben und nicht ärgern, nur wundern.

LG und viel Erfolg Kugelblitz

Liebe Agnes Maria, liebe Helene, liebe Kugelblitz,

ich danke Euch allen für Eure Ansichten und Klarstellung der ganzen Sache. In mir wird's immer stiller Sad

@AgnesMaria: Tja, die Frankfuter wissen wohl wirklich nicht, was sie tun Sad Dabei dachten wir, wir sind an eine wirklich renomierte Augenarztpraxis gelangt, schließlich ist die leitende Frau Proff. Dr.....laut eigenen Angaben sehr engagiert, was die Sehkrafterhaltung bei Kindern angeht. Vielen Dank auch zu Ihnen, für Ihre Einschätzung. Und richtig, uns als besorgten Eltern obliegt das Vetrauen in die jeweils beahndelnden Personen. Dies haben wir nun definitiv verloren, schlussendlich aber schon bei der letzten Untersuchung.

@Kugelblitz: Richtig, man muss sich rechtfertigen. Das Beste heute war "wenn sie doch einen Termin in der Uniklinik haben kann der beandelnde Arzt hier doch anrufen und das alles mit der Frau Dr. besprechen, da brauchen Sie doch die Befunde nicht"

Sei's drum.

Wir haben nun per Fax einen weiteren "Kurzbericht" erhalten mit folgendem Inhalt:

Kurzbericht 30.08.2011 (da hatten wir den Termin in der Sehschule)

Diagnose: Strabismus convergens LA, Amblyopie LA,  Hyperopie

VISUS: noch nicht möglich

Stereopsis: Lang, keine Angaben

Cover: kurz Paralellstand, dann Esotropie LA 15°

Motilität: Ab und Adduktion frei

20.09.2011 Skiaskopie RA 3,5 sph LA 3,5 sph

Fundus: RA o.B., LA o.B.

Das war's. Mehr Inhalt gibt es nicht.

*

Klar wird nun, dass noch nicht ein einziges Mal der Visus meiner Tochter bestimmt wurde. Beim Sehschulentermin im Januar hat sich die Orthoptistin ebenfalls keine Zeit genommen, sie war alleine in der Praxis und war ständig am hin- und herrennen, weil auch andere Patienten kamen.

AgnesMaria:

Ob mit Prismen ein binokulares Sehen existiert, wissen wir nicht. Es wurde nicht getestet.

Wie wird denn so eine Fixationsprüfung gemacht?

Wir sind schon auf der Suche nach einer passenden Augenarztpraxis für uns. Leider gestaltet sich das ungemein schwer.

Liebe Liamis,

lass bitte den Kopf nicht hängen. Positiv ist auch, DASS Deine Tochter erst 2,5 Jahre alt ist. Es ist noch vieles möglich bei optimaler Therapie.

Einen Sehtest zur Visuskontrolle kannst Du auch bei einem Optiker durchführen lassen. Wie sieht das der Optiker, der Eure Brille anfertigt? Es gibt allerdings nicht allzu viele, die sich an kleine Kinder heranwagen bzw. die entsprechenden kindgerechten Sehtafeln besitzen. Da muss man wohl wieder zum Telefonbuch greifen...

LG Kugelblitz

Liebe Kugelblitz,

terminlich nun bestens abgedeckt, sind wir nun recht zuversichtlich. Nur die neurologische Untersuchung macht uns noch Bauchschmerzen....aber gut.

Nächste Woche wissen wir mehr!!!! Die Maus hat einen Ärztemarathon vor sich...

Danke jedenfalls für Deine lieben Worte!

Hallo Liamis,

ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute und viel Erfolg.

LG Kugelblitz

Hallo,

ich wollte mal kurz berichten Smile

Unsere Tochter trägt nun das neue Brillenglas, mit mehr oder weniger "Erfolg". 

Die ersten beiden Tage hat sie extreeeeem "mehr" geschielt, Auge zugekniffen und es war ein hin- und herrollen der Augen zu beobachten. Sie war weinerlich, schnell müde und hat sich ständig das Auge gerieben. Zudem hatten  wir auch das Gefühl, sie kann sich nicht entscheiden, mit welchem Auge sie nun schauen soll.

Nach diesen 2 Tagen geht es stetig besser. Sie schaut (gefühlt) zeitweise mit 2 fixierenden Augen geradeaus. Sie schielt jedoch auch vermehrt mit ihrem rechten Auge, gerade im Nahbereich. Das linke (sonst schielende Auge) schaut sich einen Gegenstand genau an, da fällt das rechte Auge weg - das linke noch immer geradeaus.

Diese Woche finden weitere Untersuchungen statt, auf deren Ergebnis wir sehr gespannt sind.

Wir üben fleissig LEA und unsere Tochter macht richtig toll mit. Sie sieht es als Spass & Spiel. Wir hoffen, das klappt in der Sehschule dann genauso gut Wink

Viele Grüße

Liamis

Hallo Liamis,

für mich hört es sich an, als hätte sie am ersten Tag Doppelbilder gehabt. Und nicht richtig gewusst, was sie damit anfangen soll.

Das kann sehr anstrengend sein, wir hatten auch Phasen, wo meine Kleine  Doppelbilder hatte.

Aus Deiner Beschreibung hört es sich so an, als könnte sie jetzt in Ferne es gut kompensieren, aber in der Nähe ist noch ein größeres Schielen da. Das deckt sich mit den unterschiedlichen Schielwinkel in Ferne und Nähe aus dem "Befund". 

Dass sie vermehrt mit dem stärkeren Auge schielt, ist insofern gut, dass das neue stärkere Brillenglas ihr linkes Auge mehr unterstützt und es ein Schritt in die richtige Richtung war mit dem stärkeren Brillenglas.

Und ich bin auch wahnsinnig gespannt auf die Untersuchungen.

Liebe Grüße

Helene

So, Anfang letzter Woche hatten wir einen kleinen Ärztemarathon mit unserer Tochter.

Aufatmen: Neurologisch ist alles in bester Ordnung, es gibt keine Auffälligkeiten.

In einer neuen Sehschule wurde eine Fixationsprüfung durchgeführt, die beidseits foveale Fixation zeigt. Binokularsehen und Stereosehen vorhanden!!!!!

Die Okklussionstherapie wurde umgehend gestoppt. Von 2 Stunden Abklebezeit auf NULL!

Unsere Tochter benötigt eine neue Brille mit Korrektion des auf jeden Fall vorhandenen (!) Astigmatismus und der Hyperopie. Dies wird das Schielen soweit kompensieren können, dass wohl nichts Weiteres notwendig sein wird. Es besteht beidseits eine altersgerechte Sehschärfe und schwachsichtig ist auch keines der Augen.

Seit dem Stoppen der Abklebezeit verändert sich unser Kind von Tag zu Tag. Das Schielen ist für uns Eltern überhaupt nicht mehr sichtbar, ausser unsere Tochter trägt ihre Brille für einen Moment  nicht.

In ihr ist die Lebenslust zurückgekehrt...das ist unglaublich. Sie wirkt nicht mehr übermäßíg übermüdet, lacht & singt fast den ganzen Tag und strahlt die pure Lebensfreude aus. Auch heute, nach dem Kindergarten, ist sie nicht total k.o. und hat mich nicht schon extrem schielend begrüßt...

Ich frage mich ernsthaft, wie sehr wir unser Kind in den letzten Monaten mit der Okklussion gequält haben müssen. Sie muss furchtbar verwirrt gewesen sein, da sie ja sehr wohl in der Lage ist beidäugig zu schauen, dies wohl auch ständig wollte, es jedoch durch das Abkleben massivst zu Störungen kam.

Wir fassen es gar nicht und können kaum begreifen, wieviel besser es ihr zu gehen scheint und sind zutiefst dankbar und sehr gespannt, auf die kommenden Wochen! Dass ein "solch kleiner Schritt", wie das Stoppen der Okklussion solche Auswirkungen hat, hätten wir nicht für möglich gehalten. In den letzten Monaten haben wir ja konsequent das tägliche Abkleben durchgeführt, zuletzt wurde auch schon die Zeit erhöht!

es gibt in Berlin einen Optiker Peschlow,der viele Erfahrungen hat mit Kindern und man kann sich auf seiner Seite belesen..richtig sehen.de..

Hallo Dörte,

danke für den Link, allerdings verstehe ich den Hinweis in Bezug auf unser Kind nicht?!

LG, Liamis

Hallo Liamis,

ich weiß nicht, ob der Hinweis im vorigen Post versteckte Werbung sein soll, aber ich weiß ganz sicher: Vorsicht, wenn jemand Herrn Peschlow mit seiner Internetseite und seinen Versprechen so dringend anpreist!

Der Mann hat eine völlig andere Philosophie, was WF und/oder Prismenausgleich angeht. Er versucht alles über den Ausgleich und die Einarbeitung von Höhenprismen zu regeln. Das kann mal funktionieren, wenn bisher bei der Brillenbestimmung eine vorhandene Höhenabweichung, die zu Problemen führte, übersehen oder ignoriert wurde, kann genausogut aber gegen den Baum gehen, wenn durch lange Messung eine nicht vorhandene Höhenabweichung erst "gefunden" und korrigiert wird. In der Regel ist es nicht allein Höhe, sondern ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Soviel aus eigener leidvoller Erfahrung.

Kinder mit solchen Problemen wie deines haben mit dieser Philosophie nichts zu tun und dort keinen besseren Ansprechpartner als in jedem anderen Optiker.

Nanna

danke Nanna!

Liamis, ich freue mich so unbeschreiblich für Euch! Ich könnte jetzt soviel dazu schreiben, aber ich lass es, die Ergebnisse und wie der kleinen es jetzt geht, sprechen für sich!

Viele liebe Grüße

Helene

Hat Herr Peschlow nicht bei einem Forumsteilnehmer hier gesagt, bei ihm verstärken sich die Prismen nicht? Worauf ich ungefähr gemeint habe, ob er unter die Hellseher gegangen ist.  

Diese Aussage von ihm, falls sie so stimmen sollte, wäre absolut unseriös.

Klar kann man am Stereovalenztest, falls die MKH insgesamt nicht sauber gelaufen ist, Höhenabweichungen hineininterpretieren. Es kommt sehr viel auch auf die exakte Fragestellung an. Die Erwartungshaltung des Probanden spielt ebenso einen nicht zu unterschätzenden Faktor. Die Psyche hat immensen Einfluß auf die Verarbeitung von visuellen Seheindrücken. Deswegen schätze ich ja die ophthalmologische Abklärung vor dieser Testung. Ebenso die Verwendung von Glas ohne prismatische Wirkung als Gegenprobe. Wenn man das alles beherzigt kann man eigentlich gar nicht in die falsche Richtung gehen.

LG

A.M.

Hallo Liamis,

schön, so Positives zu hören von Euch und Eurer Kleinen! Gräme Dich aber nicht wegen der Abklebezeiten und die damit verbundenen Anstrengungen. Vielleicht haben genau diese Abklebezeiten bewirkt, dass die Sehkraft auf beiden Augen gleichmäßig erhalten geblieben ist. Jetzt, ohne Abklebezeiten, sollte der Visus auch engmaschig kontrolliert werden, um frühzeitig zu erkennen, ob sich da was in negativer Richtung tut, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Drück Euch die Daumen!

LG

Kerstin

Hallo Liamis,

ich drück Deiner kleinen Maus ganz ganz fest die Daumen. Dass sie bei dem Ärztemarothon auch tatsächlich immer in den besten Händen bleibt. Ich bin richtig zuversichtlich.... ;)))

Lass uns auf dem laufenden bleiben...

Liebe Grüsse

Neba

@Kerstin Harms:Danke für's Daumen drücken! Wir denken, es wird weiter positiv bleiben!

@Neba: Danke auch Dir!!!!

*

Wir waren heute in der Uni-Klinik Heidelberg. Unsere Tochter hat alle Untersuchungen sowas von super mitgemacht!

Zusammenfassend die Befunde:

Prismen Cover Test

Ferne 7° 12 Prismen

Nähe 14° 25 Prismen

Schielwinkel wurde in alle Richtungen geprüft, überall konstant - also gleiche Werte

Unter Nahzusatz von +3 hat sich der Schielwinkel um die Hälfte reduziert, also auf 7° 12 Prismen, Ferne Parallelstand

Sehschärfetest LEA mit Einzelzeichen

LA 0,6 - 0,8

RA 0,8 - 1,0

keine Fixationsprüfung, trotz Nachfrage

Orthoptistin sagt, stärkere Brille nötig, da akkom. Anteil da, was der Nahzusatz zeigt, wenn durch stärkere Brille kein Parallelstand erreicht wird, sollte eine Prismenfolie verordnet werden

Dann wurde ein Prismentest durchgeführt mit 10 Grad Basis außen (18 Prismen) (wieso? es wurden doch nur 12 gemessen?)

Restschielwinkel unter Prismen 8° Nähe, 2° Ferne

Stereosehen wurde als nicht prüfbar erklärt, weil kein Parallelstand unter Prismen erreicht wurde. Wurde also überhaupt nicht getestet, trotz Nachfrage. o-ton: "da sieht man nichts mit 2° Restschielwinkel"

Es bestünde immer eine Rechtsfixation.

Sodann wurde sie getropft. Die Refraktion ergab beidseits Astigmatismus -0,5, 0 Grad

LA +4,5 RA +3,5

bisherige Brille: LA 4,25, RA +3,0

Auf Nachfrage: Astigmatismus müsste nicht in die Brille rein

Skiaskopie nach eigenen Angaben dort nicht "zuverlässig", da die Ärzte, die die Refraktion bei Kindern durchführen, nicht im Haus waren. Unsere Tochter wurde von Assistenzärzten untersucht, die von sich selbst sagten, dass sie das sie eine Brillenverordnung nicht sicher verantworten können.

Therapieempfehlung

1 Std. abkleben am Tag

Prismenfolie tragen mit 20 pdbt Basis außen, vor das rechte Auge (wieso so viel?)

Wiedervorstellung in 6 - 8 Wochen, schauen ob Prismenfolie tragen etwas bewirkt in Bezug auf das Stereosehen, oder es nur kosmetisch einen Ausgleich schafft - Operation stünde im Raum

*

Dies, zur allgemeinen Information Smile

LG, Liamis

Liebe Liamis,

irgendwie kann hier was nicht stimmen.  Wenn Sie einen Parallelstand mit Brille bei ihrer Tochter sehen kann so ein Winkel, wie gemessen,  nicht vorhanden sein. Ich denke eher hier wurde ein alternierenden Cover-Test gemacht. Bei einem akkommodativen Strabismus wie bei ihrer Tochter wird der Wert eines alternierenden Cover-Tests immer einen Schielwinkel offenbaren, der aber unter Fusion nicht vorhanden ist. Sonst hätte sich ihre Tochter nach Absetzen der Occlusionsbehandlung nicht so entwickelt wie Sie schilderten.

Ein Schielwinkel von 2 Grad verhindert doch kein Stereosehen. Klar muss man sowas immer mitprüfen. Was für eine dumme Aussage.

Ein Astigmatismus sollte immer mitkorrigiert werden. Auch ein Zylinder von 0,50 dpt. kann eine Auswirkung von bis zu 20% auf das Sehen haben. Statt 1,0 wird dann 1,2 gesehen.

Wenn man wieder eine Occlusionsbehandlung ansetzt gehört auf jeden Fall die Prüfung der Fixation dazu. Wie kann man so was nicht machen ?  Auf keinen Fall eine Pflasterocclusion durchführen sondern eher an eine Atropin-Kur oder an eine Bangerter-Folie denken. Erinnern Sie sich an die Situation die unter der Occlusion bestand und wie sich die Sehsituation nach Occlusionsabsetzung entwickelt hat.  Eine Vollocclusion ist da kontraproduktiv und macht mehr kaputt als das sie etwas positives bewirkt.

Wenn, was ich bezweifle, eine Addition von 3,00 sph in der Ferne einen Parallelstand auslöst ist die Brille viel zu schwach. Die Skiaskopiewerte stimmen da ebenfalls nicht. Die Orthoptistin meinte ja auch, die Brille müßte höher auskorrigiert werden.

Wenn ein Schielwinkel von 12 cm/m gemessen wurden, dann sollte die Folie auch nur diesen Wert haben. Entweder stimmt die Höhe der verordneten Prismen nicht oder der Schielwinkel wurde falsch gemessen.  Wenn eine Prismenfolie getragen wird kann tatsächlich eine Schiel-OP ins Haus stehen. Nur um zu sehen ob hier ein Binokularsehen unter Prismen vorhanden ist, würde ich die Folie nicht tragen. Denn die Anwort hätte man schon, wenn man das vor Ort richtig untersucht hätte. Hat man aber nicht. Was für ein Faux pax.

Ganz ehrlich: hier hat die Uni Heidelberg ziemlich viel Unsinn gebaut.

Kopfschüttelnd

A.M.

Liebe AgnesMaria,

ich DANKE für Ihren Beitrag. Wir haben heute längst entschieden, dass unsere Tochter NICHT (!!!) wieder dem Abkleben unterzogen wird. Ebenfalls haben wir das Rezept für die Prismenfolie zerrissen.

Wir werden uns nun in Geduld üben für einen weiteren, irgenwann anstehenden Tropftermin bei einem anderen Augenarzt. Mensch! Wir hatten heute sooo sehr auf eine passende Brille gehofft!

Es ist unübersehbar, dass unsere Tochter immer öfter Parallelstand hat - sogar OHNE Brille zeitweise, wenn wir ihr das Gesicht waschen oder sie gebadet wird. Es ist fakt, dass die jetzige Brille nicht stimmt. Ich bin doch selbst nicht blind und kenne mein Kind, weiss es einzuschätzen - davon wollte die O. heute aber nicht so wirklich was hören. Unser Kind tobt, springt, rennt, fährt Laufraud mit "Karacho" und ist viel aufgeweckter! Die Sprachentwicklung, die bislang extrem (!) gehapert hat, explodiert regelrecht, seitdem wir nicht mehr abkleben. Dies alles können doch keine falschen Eindrücke sein, einer Mutter, die ihr Kind genau beobachtet. Der Kindergarten hatte sich in der Vergangenheit auch gewundert, warum unsere Tochter kein räumliches Sehen hat, schließlich schneidet sie sehr gut aus...da wären viele Beispiele anzuführen.

Sie sagte auch, eine foveolare Fixation würde keinen Mikrostrabismus ausschließen?! Das kann ich nicht verstehen. In Fachbüchern steht doch das Gegenteilige.

Das mit den Prismen hat mich sehr verwirrt. Die unterschiedlichen Werte missfallen mir ebenfalls, weil sich das für mich (auch als Laien) einfach nicht logisch anhört.

ich muss dazu sagen, dass meine Tochter heute recht müde war, weshalb sie vermehrt geschielt hat. Wir sind zur Klinik sehr lange gefahren und mussten ungewohnt früh aufstehen.

Vielleicht hat das die Befunde beeinflusst?!?! ist das möglich?

Zum Verhalten meiner Tochter nach Absetzen der Occlussion sagte sie einfach "dafür hätte sie keine Erklärung". Das habe sie noch nicht gehört.

Liebe Liamis,

ein Mikrostrabismus ist ein Schielwinkel unter 5 Grad. Ein Mikrostrabismus ala Lang ist ein einseitiges Schielen mit einer anomalen retinalen Korrespondenz.  Häufig besteht auch eine Amblyopie mit exzentrischer Fixation. Aber das ist eben nicht immer der Fall. Bei einem einseitigen Schielen kann trotzdem eine foveale Fixation beidseits bestehen. Bei Ihrer Tochter besteht aber keine Mikrotropie.

Selbstverständlich kann eine Ermüdung Auswirkung auf die Augenstellung haben.

Wer sich nicht mit dem Mechanismus von Verarbeitung von visuellen Eindrücken und Verhalten und psychischer und sozialer Entwicklung auskennt ist hier irgendwie fehl am Platze.  

LG

A.M.

Na super toll.... :(((

Und wir haben auf die UniKlinik viel Hoffnung gesetzt. Das ist so enttäuschend immer wieder mitzubekommen, dass manche Leute Ihren Job nur als  Mittel zum Zweck ausüben. Geld verdienen kann man auch anderweitig, ohne durch Fehldiagnose was kleine Sonnenscheine für immer vermurksen kann.

Warum werde ich das Gefühl nicht los, das "Schielkinder" als harmlos eingestuft werden, wie jemand der durch ein Unfall oder anderweitig sein Sehen verlieren. Ich weiss es gibt viel schlimmere Situationen bei vielen anderen Menschen, wofür ich auch dankbar bin, das wir vom Schicksal nicht ganz so schlimm betroffen sind. 

Ich weiss, wir als LAIEN wissen es nicht besser als die Fachleute, aber ich weiss auch dass wir ELTERN das BESTE für unser Kind wollen.

Deshalb finde ich es so fatal, dass wir für das BESTE nach einem Ärztemarothon immer noch so weit sind wie vorher....

:((((

War zwar nichts fachliches dabei und vor allem nicht was Euch weiter hilft, aber ich musste kurz abkotzen!!!

Ich wünsche Euch alles alles GUTE weiterhin...

Gruss

Neba

Bei mir tauchen dazu Fragen auf....Eine Mikrotropie ist ausgeschlossen bei foevolarer Fixation?

Und ja, es war dieser von Ihnen genannte alternierende Prismen-Cover-Test.

Anormale retinale Korrespondenz muss ich erstmal googeln. Dies sieht man jedenfalls bei einer Fixationsprüfung, ja? Diese ist IMMER gegeben, wenn Mikrostrab vorliegt?

Himmel, für mich als Laien ist dieses Thema derart komplex, aber ich finde mich langsam rein.

Vergleiche ich die Befunde, hat die Dame gestern den gleichen Schielwinkel gemessen, wie die Frankfurter?!

Hier einmal zur Verdeutlichung 2 Bilder!

 Das erste Bild: 3 Tage nach Absetzen der Occlusion

und einmal vor Absetzen der Occlussion mit Brille! Deutliches Schielen des linken Auges zu erkennen...

Liebe Neba,

eine gute Behandlung steigt und fällt mit den Leuten die das diagnostizieren und therapieren. Wenn man Pech hat, wie jetzt Liamis, dann würde hier etwas grottenfalsches gemacht werden und das sich entwickelnde Binokularsehen wird bei der kleinen Tochter gestört und es muss operiert werden. Davon ab das die Folienwerte sowieso nicht stimmen.  Aber man kann eben auch Glück haben an jemanden zu geraten der weiß was er tut. In einer Uni gibt es ja nicht nur eine Orthoptistin. Da wieseln mehrere rum. Heidelberg ist Ausbildungseinrichtung für Orthoptistinen. Hoffen wir mal das _diese_ Orthoptistin keine Lehrorthoptistin war. Mir schwahnt schlimmes.  

Auch Assistenzärzte müssen erst mal lernen. Das ist eben an einer Uni so.  Nur fehlt mir hier der begleitende Oberarzt, der einschreiten kann und muss wenn alles schief läuft.

Bezeichnend ist jedenfalls da man hier versucht mit Prismenausgleich Binokularsehen schaffen zu wollen. Hier scheint man ja zu lernen!!! Das erstaunt mich schon. Auch wenn die Herangehensweise falsch ist. Aber es gibt wenigstens einen klitzekleinen Fortschritt in der Denkstruktur dieser Dame. Nur darf man das nicht überbewerten. Die  _Teil_-Diagnostik war in meinen Augen nur schlecht gelaufen. Schlechte Diagnostik, falsche Therapie. Ich möchte mir nicht ausmalen was dabei rauskommen würde wenn Liamis ungefragt alles das gemacht hätte, was in Heidelberg so gesagt wurde. Brrrrr.....

Wenn man sich ausmalt wieviele Kinder dort untersucht werden und das die Eltern nicht in einem Forum nachfragen und die Therapie nicht in Frage stellen, ...oh, mir wird ganz schlecht.

Vielleicht haben Sie aber mit ihrem Sohn mehr Glück. und geraten an jemanden der besser ist. Versuchen kann man es mal.

Schon die Reaktion der Dame auf die Info von Liamis im Bezug auf das Wesen der kleinen Tochter auf die Occlusionsbehandlung und auf die Reaktion nach dem Absetzen läßt wirklich tief blicken. Die hat noch nie was von visueller Wahrnehmung und Verarbeitung und visuellen Defiziten  und ihren Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern gehört. Einfach Blamabel. Hier empfehle ich _dringend_ den Besuch von Vorlesungen und Seminaren in Psychologie und psychologischer Entwicklung bei Kindern. An einer Uni arbeitet sie ja schon. Das dürfe also kein Problem sein. Ich fürchte aber, so was stößt auf völliges Desinteresse.

Und so was behandelt Kinder!

LG

A.M.

Liebe AgnesMaria,

ihre Worte hierzu machen mich ganz traurig, ehrlich....

eine Lehrorthoptistin war das jedenfalls nicht, die untersucht hat...

Haben Sie dievon mir eingestellten Bilder gesehen?

Liebe Liamis,

ja, die Bilder sagen wirklich sehr viel aus. Nach Absetzen der Occlusion herrscht kosmetischer Parallelstand. Bei Occlusionsbehandlung ein Strabismus convergens sinister. Ein Zeichen dafür das hier, wenn man eine Amblyopietherapie erwägt, Rücksicht auf die Augenstellung und die sicher vorhandene Fusion nehmen muss. Pflasterocclusion bei fovealer Fixation und dem geprüften Visus und der Augenstellung ist verkehrt. Das muss man klar so sagen.

Bei einer Mikrotropie kann beidseits foveale Fixation vorhanden sein.  Bei einer Mikrotropie nach Lang besteht anomale retinale Korrespondenz.  Es kann aber auch bei einer Mikrotropie normale Korrespondenz herrschen. Ist alles nicht so einfach zu verstehen. An der Fixationsprüfung kann man keine Korrespondenz festmachen.

Sollten gestern die Werte von Frankfurt rausgekommen sein hoffe ich mal die hatten die Befunde von dort nicht vorliegen.

LG

A.M.

Vielen Dank für die Erklärung. Zu den Bildern ist zu sagen, dass das 2. Bild eher die Regel war, umso erstaunter sind wir ja, wie sich das für uns sichtbar entwickelt und verändert hat.

Doch, die hatten gestern die Befunde vorliegen. Darüber hab ich mir auch schon meine ganz eigenen Gedanken gemacht. Haben Sie dazu auch welche? Wink Gerne per PN.

Meine Tochter scheint durch das Tropfen noch recht verwirrt zu sein. Sie schielt heute hin und her, hin und her...mal rechts, mal links.

Liebe AgnesMaria,

ihre Worte hierzu machen mich ganz traurig, ehrlich....

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Liebe Liamis,

was glauben Sie wie mir das geht?

Wenn man so was kommentieren muss, ob nun bei Ihnen Frankfurt oder Heidelberg, bei anderen andere Befunde, dann fühlt man sich nicht gut. Ständig schlechte Arbeit zu verbessern. Das macht keinen Spaß. Man könnte sich die Haare raufen. Das schlimmste ist, das es hier um die weitere Entwicklung bei Kindern geht. Es geht doch nicht nur darum das ein Kind schielt, sondern wie man die optimalsten Voraussetzungen dafür schafft, dass dieses Handycap so wenig Auswirkungen hat, wie irgend möglich.  Darüber sollte man sich Gedanken machen. Das bedeutet, das man individuell an die entsprechende Situation rangeht. Nicht nur Visus, Visus, Visus sehen, sondern alles in einer Einheit. Ich weiß, ich bin immer noch der Rufer in der Wüste....

Ich weiß aber auch das es einige sehr wenige Augenarztpraxen gibt die im Stillen hervorragende Arbeit machen.

LG

A.M.

P.s. Ich verrate jetzt nicht öffentlich wie ich das Abschreiben von Werten finde...Hüstel, hüstel...  

"Nicht nur Visus, Visus, Visus sehen, sondern alles in einer Einheit. Ich weiß, ich bin immer noch der Rufer in der Wüste...."

Genau so denke ich, warum können nicht die Fachleute über den Tellerrand schauen? Ich weiss, unsere Kinder sind nur Patienten von vielen, aber müssen sie uns dies so stark durch schlechte Arbeit bemerkbar machen? Wie sehr wünsche ich mir wenn,,,,,

Wie oft haben wir Eltern so ein schlechtes Gewissen, "hätten wir bloß..." Aber ich verdonner jeden der sich als Spezialist ausgibt, nicht nur mit der Pferdebrille auf kleine Kinder los zu gehen...

Das Assistenzärzte lernen müssen ist klar, es gibt sicherlich auch einige die das mit einem richtigen Feuerblut machen, allerdings wie AgnesMaria sagt, dann sollte ein leitender ARZT Pflicht sein....

Auch wenn ich diese schlechte Erfahrung hier lese, werden wir dennoch unser Glück versuchen, in der Hoffnung in die Hände zu gerraten die auch über den Tellerrand schauen können.

Liamis ich glaube wir als betroffene Eltern machen uns derzeit so schlau, dass wir bald nicht mehr zu den Laien gehören...

Liebe Grüsse

Neba

Neba, ich denke auch, ihr solltet es auf jeden Fall versuchen! Jedenfalls werd ich feste an Euch denken und die Daumen drücken!

+

Ich muss mich übrigens korrigieren - der Fernschielwinkel ist gleich mit dem aus Frankfurt: 7 Grad. Frankfurt hat einen Nahschielwinkel gemessen von 12,5°, Heidelberg gestern 14°.

14° Schielwinkel laut Aussage dort 25 Prismen. Ferne 7° sIind 12 Prismen, getestet wurde dann mit 18 Prismen. Seltsam!

Mittleweile hab ich den Entschluss gefasst, dort am Montag mal telefonisch "einfach so" nachzuhaken um mir von der O. erklären zu lassen, warum und weshalb sie uns enie 20er Prismenfolie aufgeschrieben hat. Das mir dies aufgrund der ganzen Messungen nicht klar ist. Das mag ich einfach nur mal hören. Vllt. korrigiert sich sich ja selbst schon? Wünschenswert wäre es.

Zudem könnte ich mir einfach nur "in den Hintern treten", dass ich nicht auf die verschiedenen binokularen Tests bestanden habe....grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

Ich weiß aber auch das es einige sehr wenige Augenarztpraxen gibt die im Stillen hervorragende Arbeit machen.

LG

Sie werden sicherlich wissen, wie verdammt schwer es ist, jemanden zu finden?! Es ist die pure Katastrophe....da fühlt man sich selbst wie ein "Rufer in der Wüste" und wird nicht gehört, wenn man nach Hilfe für sein Kind "bettelt"......

Liebe Liamis,

ich weiß. Es ist nicht einfach.  Doch meistens helfen sich die Betroffenen untereinander weiter. Gute Adressen werden hochgehandelt unter der Hand. Das hat verschiedene Ursachen. Erstens geht man dort meist auch unkonventionelle Wege und sieht den Patienten im Mittelpunkt und nicht nur die Augenproblematik. Das kostet Zeit und Wissen, sehr viel Wissen und wer hat das schon. Zweitens sind sie deshalb sowieso schon total überlaufen. Das merkt man an den Terminen. Die liegen häufig monatelang auseinander. Drittens wird so was von den Kassen nicht honoriert. Finanziell ist so was das Grab was man sich schaufelt. Mit 11 bis 14 Euro pro Patient pro Quartal ist keine gute Medizin zu machen. Das muss anderweitig gegenbilanziert werden. Als Kassenarzt haben sie nur die Möglichkeit das mit IGel-Leistungen zu tun. Sie können noch so hochmotiviert sein, die Gesetze setzen ihnen Grenzen. Deswegen bleiben diese Praxen im Untergrund und hoffen das man nicht mit ihnen wirbt.

Das ist natürlich für sie schlecht. Aber sie müssen auch die andere Seite verstehen.  Entweder ich helfe einigen wenigen und das über alle Maßen hinaus oder ich mache mittelmäßige Medizin wie jeder andere.

LG

A.M.  

Ich verstehe das sehr gut, denke ich... 

Bislang war es auch so, dass wir in den verschiedenen Praxen in denen wir anfangs waren, den ersten Sehschulentermin generell selbst zahlen mussten. Auch für meinen Sohn, als er im Rahmen einer "Vorsorge" angeschaut wurde.

Jedenfalls hab ich kein Problem damit, im äußersten Falle selbstt zu zahlen und auch dafür habe ich Veständnis, dass Praxen für Privatpatienten oder Selbstzahler Termine freihalten - was bleibt schon anderes übrig?!

Meine Tochter ist nunmal "Kassenpatient", wenn dies dem im Wege stehen sollte, dass ihr adäquat geholfen werden kann, ist mir nichts zu teuer und kein Weg zu weit.

Natürlich sind Praxen, die andere Wege gehen, sicherlich überlaufen. Umso glücklicher kann man sich schätzen, wenn man einen "Platz" dort findet.

Nimmt man Heidelberg, ist ein Termin unter 6 Monaten Wartezeit überhaupt nicht zu bekommen....

für heute versuch ich mal schluss zu machen und ein wenig Ruhe zu finden...diese Gedanken um Mikrostrabismus, akkomodativer Strabismus, Fixationsprüfungen, Binokulartests, Prismenwerte...usw., usw. - machen mich heute schier verrückt. Das Schlimmste ist aber diese Ignoranz und das Fehlverrhaltens Heidelberg. Wir - mein Mann und ich, sind einfach sehr enttäuscht.

Liebe Grüße

Liamis

Liebe Neba,

soll ich Ihnen mal sagen was "Fachleute" so von sich geben?

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Augenlicht 3/11

Die Expertin warnte ausdrücklich vor einigen Therapien, die auf nicht bewiesene Hypothesen beruhen und dem Kind sogar schaden könnten. Dazu gehört die Annahme, die Legasthenie sei Folge einer sogenanntgen Winkelfehlsichtigkeit. bei der die Bilder in beiden Augen auf leicht versetzte Orte der Netzhaut projiziert werden. Vertreter diese wissenschaftlich nicht fundierten Theorie empfehlen die Verordnung von Prismengläsern. "Leider ist diese Behandlung nicht nur unwirksam im Hinblick auf die Lese-Rechtschreib-Schwäche", erläutert Trauzettel-Klosinski. "Sie kann bei eingen Kindern auch zum Schielen führen und eine Operation notwendig machen."   

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Da liest man so was und kann nur noch den Kopf schütteln. Hier werden Eier und Birnen miteinander verglichen. Selbstverständlich kann man mit keiner Sehhilfe eine Legasthenie heilen. Das hat auch die IVBV nie behauptet. Aber Dr. Pestalozzi wurde so was immer wieder in den Mund gelegt und selbst viele Jahre nach seinem Tod wird das immer noch angeführt. Warum wohl? Man kann denen, die so was weiter behaupten, viel unterstellen, aber nicht, das sie im Sinne der Kinder agieren, die davon betroffen sind.  Visuelle Wahrnehmungsstörungen können selbstverständlich zu Lese-Rechtschreib-Schwächen führen. Wenn diese behoben werden, auch mit Prismenbrillen, wenn diese notwendig sein sollten, ist die Grundlage für eine weiterführende hilfreiche Legasthenietherapie gelegt.  Phorien, wenn diese auskorrigiert werden, führen niemals zum Schielen. Die normale Korrespondenz bleibt ja erhalten.  Und klar, wenn die Phorie sehr hoch ist, muss man operieren. Hier wird nur unbegründet Angst geschürrt .

So was kann man auf den Seiten des BOD lesen. Die Orthoptistinnen nehmen so was für bare Münze und selbst die Augenärzte glauben diesen Koryphäen.

Bei der Schielbehandlung ist es nicht anders. Ob bei ihnen und ihrem Sohn, der ohne Prismenausgleich operiert wurde mit einer OP-Indikation die zumindest zweifelhaft ist. Dem nach der OP die Doppelbilder nicht beseitigt wurden, wo der Nahschielwinkel obsolet ist.  

Oder Liamis, wo die Anisometropie nicht auskorrigiert wurde und die Untersuchungen lax liefen und die Vollocclusion zur Dekompensation des Schielens führte und wieder angesetzt werden soll und Pi mal Daumen eine Prismenfolie ordiniert wird um zu sehen. ob Binokularsehen besteht was man schon so bei den Untersuchungen hätte feststellen  können.

Oder Alf, wo der Sohn auch ohne Prismenvorbereitung, operiert werden soll, obwohl mit Prismenausgleich als Voruntersuchung Doppelbilder auftraten.

Oder O-Leander, wo der Sohn operiert wurde ohne das man die hochgradige Amblyopie behob.

Oder Helene Schuele bei der die Tochter vor und nach der OP das Binokularsehen, was jetzt doch nachweisbar ist, nicht ausgeglichen wurde damit es sich weiter entwickelt, oder, oder..... 

Ich habe hier in den letzten Jahren soviel Dummheit, Desinteresse, Arroganz erlebt von Seiten der Behandler, das geht auf keine Kuhhaut.

Über den Tellerrand schauen? Was verlangen Sie da?  

Helfen können Sie sich, wenn Sie sich informieren und über das "Krankheitsbild" ihres Kindes lernen. Gut informierte Eltern können bei der Therapie ihrer Kinder mitreden.  

LG

A.M.

Sad

Ich les mich dumm und dämlich...

Ich hab auch das Gefühl einiges zusammen puzzlen zu können, aber es gibt so viel Hintergrundwissen, das einfach nicht da ist.

:.(

Liebe Neba,

das kommt alles. Wenn Sie mal nicht weiter wissen, dann stellen Sie ruhig ihre Fragen. Die Moderatoren, Mitleser und -schreiber und ich werden versuchen diese zu beantworten. Sie sind nicht allein.

LG

A.M. 

Hallo Liamis,

nachdem ich mich durch die zahlreichen Beiträge gefressen habe, möchte ich Dir nochmals Mut und Kraft wünschen und lass den Kopf nicht hängen.

Es sieht doch insgesamt vielsprechend aus, auch wenn Ihr in Heidelberg wohl leider nicht auf die Fachleute gestossen seid. Immer ärgerlich, wenn man die lange Anfahrt schon in Kauf genommen hat, um optimale Beratung zu erhalten. Aber Deine Tochter ist gut drauf und hat Spass am Leben. Das ist das Wichtigste.

Man hat aber immer das Problem bei der 2., 3. x. Meinung. Man weiss als Patient nie richtig, welche nun die "Richtigste" ist. Man kann sich nur einlesen und auf sein Bauchgefühl hoffen, welchem Arzt man nun das meiste Vertrauen bzgl. Diagnose, Therapie etc. entgegenbringt. Ich weiss, ganz ganz schwierige Entscheidung, besonders, wenn man sie für sein Kind treffen muss. Das kann uns Eltern aber nicht abgenommen werden. Aber unsere Kinder haben wenigstens Eltern, die sich kümmern, die wissen und verstehen wollen, die hinterfragen, etc. Denen es egal ist, wenn manche Ärzte genervt die Augen verdrehen, weil wieder ein "Dr. Google" vor ihnen steht. Aber es kostet Kraft.

Weiterhin alles Gute und herzlichen Glückwunsch zum Muttertag Smile

LG Kugelblitz

Hallo zusammen,

liebe Neba, ich verstehe Dich wirklich einfach gut. Nun warte mal den Termin in Heidelberg ab. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass ihr dort an die passenden Behandler kommt! Ansonsten klang das bei Eurem Augenarzt doch jetzt ganz vernünftig, nicht? Was geschehen ist kann man leider nicht mehr rückgängig machen Sad

Liebe Kugelblitz, Du hast so Recht, mit dem was Du schreibst! Das liebe Bauchgefühl...im Prinzip ist's mir egal, was uns Heidelberg da erzählt hat, wir sind dorthin gefahren alleine mit der Hoffnung, schnellstmöglich eine passende Brille zu bekommen. Dies geschah nicht, aber die Zeit wird das richten! Klar, meine Tochter hat Spass am Leben, was die Hauptsache ist und die momentanen Entwicklungssprünge, die sie hinlegt, sprechen sehr, sehr, sehr dafür, dass die von Heidelberg ausgesprochene Therapieempfehlung wohl nicht die Richtige ist. Leider klagt meine Tochter öfter über Kopfschmerzen, was wir mit der Brille in Verbindung bringen, reibt sich oft die Augen, "mag" die Brille nicht mehr so sehr...von daher wird es Zeit für eine passende Korrektion! Wie geht es denn Euch? Danke für die Wünsche zum Muttertag! Die schicke ich postwenden zurück Smile

+

Die Augen meiner Tochter scheinen sich heute noch ein Stück mehr nach dem Tropfen entspannt zu haben.

So für uns schaute es heute ganz gut aus. Wir haben heute Foto's gemacht.

Helene, AgnesMaria - "nur" kosmetischer Parallelstand oder sehr geringer Restschielwinkel? In ihrem Verhalten wurde sie heute zumindest wieder in den Dingen die sie tat mutiger und sicherer.

Liebe Grüße

Liamis

Liamis,

leider sehe ich da noch einen Restschielwinkel auf dem Foto. Siehe, die weissen Pünktchen, die Hornhautreflexbildchen, sind nicht zur Mitte hin (Mitte Nase) symmetrisch. 

Aber das war doch schon immer so in den letzten Wochen, wobei auch zwischendurch Parallelstandphasen bestehen, das weiss ich sicher, Du weisst woher.

LG

Helene

Liebe Liamis,

ich sehe den Schielwinkel auch. Es mag Dich vielleicht ein wenig trösten. Wir haben unzählige Bilder von unserem Sprössling, die genauso aussehen. Kosmetisch gesehen, erkennt man es nicht. Man muss genau hinsehen, aber es sind bei meinem Sohn in der Ferne immer noch rd. 5 Grad. Vielleicht hat auch er zwischendurch Parallelstandsphasen, ich weiss es nicht.

Ich hoffe einfach darauf, dass das Bestmögliche für ihn erreicht werden kann. Damit halte ich mich über Wasser. Persönlich habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass er jemals perfektes Stereosehen erreichen kann. Wichtig ist für mich nur, dass er so wenig Beinträchtigungen wie möglich hat, besonders im Hinblick auf den späteren Schuleintritt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist mein Wunsch und meine Hoffnung, dass der Weg für einen guten Start in diesen Lebensabschnitt geebnet ist. Auch Dank der richtigen medizinschen Betreuung.

Ansonsten erfreue ich mich täglich an seinen neuen Ideen und Taten (gelegentliche Trotzanfälle ausgeschlossen).

LG Kugelblitz

Danke Helene! In mir tauchen ständig Fragen auf - inwieweit beeinträchtig solch ein Schielwinkel, ich kann das ja nicht "in Grad" sehen das beidäugige Sehen? Kann trotzdem eine Fusion bestehen, also dass sie mit beiden Augen gleichzeitig sieht? Ist das kindliche Hirn bei einem solchen, verbleibenden Winkel dazu in der Lage, das "hereinkommende Bild" zu verschmelzen? Oder beeinträchtigt das soweit, dass sie noch immer abschaltet?

Liebe Kugelblitz, ich mag es, wie Du schreibst! Smile Du bringst es ganz klar auf den Punkt, genau dies wünsche ich mir für meine Tochter auch. Das tut sicherlich jedes Elternpaar, dass dem Kind nicht die Möglichkeiten verwehrt bleiben, die "möglich" sind. Wir sagen uns auch ständig, dass unser Mädchen ja einfach noch sehr jung ist. Es ist noch soooovieles erreichbar, bei richtiger Therapie. Wir sind guter Hoffnung.

Liamis,

also nochmal: das Kind hat zwischendurch Parallelstandphasen, wo es auch Stereosehen hat! Hierbei besteht auch Fusion, natürlich. Der Restschielwinkel auf dem Bild ist die Folge davon, dass die Kleine zwischendurch wegen einer unterkorrigierten Brille es nicht immer schafft, Parallelstand zu halten und dann rutscht sie ab. Wenn sie müde ist, z.B. oder unter Stress steht.

Deswegen hab ich auch gesagt, und nicht nur ich Wink  , dass das Kind jetzt Ruhe braucht und keine Aufregung mehr. 

Dann hat sie mehr Kraftreserven, um das alles für eine Weile noch kompensieren zu können. Geben wir ihr diese Weile und es ist alles in Butter, wenn die Brille irgendwann stimmt. 

Liebe Grüße

Helene

Hallo Liamis,

ich lese schon länger in diesem Tread mit (auch wenn ich fachlich keine Hilfe bin), aber jetzt wo ich das Bild sehe, kannst Du (oder jemand anderes)  ungefähr sagen, wie viel Restgrad das sind?

Ich empfinde es nämlich kosmetisch als sehr unauffällig, relativ geringfügig. Vielleicht sieht  ein Nichtbetroffener im Gegensatz zu mir die minimale Abweichung auch nur nach genauerem Betrachten, ich meine, das müssten dann max. 5, eher unter 5 Grad sein?

Auf jeden Fall wünsche Ich Dir und deiner Tochter einen weiteren positiven Behandlungsverlauf!

Und an die Allgemeinheit:

Wann spricht man heutzutage von einer erfolgreichen Op? Alles, was kosmetisch in den unauffälligen Bereich fällt  ist oder  letztendlich sogar Parallelstand der Augen?

Hallo Jill, ich weiss leider nicht, wieviel Restgrad das sind. Vielleicht 6 oder 7? Aber ehrlich - ich weiss das einfach nicht.

Kosmetisch finde ich das auch sehr, sehr unauffällig. Lediglich am weißen Innenrand des Auges würde ich es "noch" erkennen.

Danke Dir für die guten Wünsche!

Liebe Liamis,

ich würde den Schielwinkel bei Ihrer Tochter auf dem Foto auf 3 bis 5 Grad schätzen.  Da der Visus rechts und links fast gleich ist, foveale Fixation besteht und Stereosehen, ist auch Fusion in diesem Winkel da. Das Gehirn verschmilzt also beide Bilder zu einem. Man muss abwarten wie es aussieht wenn die Brille endlich stimmt. Es kann nur besser werden.  Helene hat mit ihren Anmerkungen vollkommen recht. Ich kann da nur staunen. Sie ist schon ein richtiger Profi geworden.

@ Jill,

es kommt darauf an, wie der Ausgangsbefund vor einer OP ist. Besteht ständige Altenans ist ein kosmetischer Parallelstand schon ein toller Erfolg. Wenn jedoch funktionell (Fusion-Stereosehen) eine Verbesserung durch die OP erreicht werden soll dann  ist das der erstrebte Endpunkt.

LG

A.M.

Ein kurzer Zwischenbericht Smile

Unserer Tochter geht es psychisch bestens. Sie spielt auf einmal Fußball (spielen ist gut...sie hetzt mit dem Ball vor sich herschießend durch Garten und Hof) und hat klare Ansätze, einen Ball zu fangen. Generell mag sie auf einmal Ball spielen sehr. Wir konnten sie lange dafür nicht begeistern.

Was mir ein ganz wenig Bauchweh macht ist die Sehschärfe des linken Auges. Wir haben unserer Tochter LEA ja als "Spiel" vermittelt in der letzten Zeit, sie mag das auch immer mal wieder gerne "spielen". Gestern dann haben wir "gespielt" und das linke Auge sah deutlich schlechter als das rechte.Da ich mich damit aber verrückt mache, werd ich das wohl bis zum nächsten Augenarzttermin wieder sein lassen Wink Zudem hat das Abkleben des rechten Auges - auch wenn es wirklich nur für einen Moment war - zum kurzzeitigen kosmetisch auffälligen Schielen geführt, was wir sonst wirklich ÜBERHAUPT nicht mehr sehen. Smile

Liebe Liamis,

wenn das Ballspielen jetzt Spaß macht kann es daran liegen das Binokularsehen vorliegt.  Der Visus scheint ein Problem zu werden. Wann haben Sie ihren nächsten Termin bei Ihrem Augenarzt? Eventuell einen schnellen Termin ausmachen. Bei ihrer Tochter kommt zur Amblyopiebehandlung nur Atropin oder eine Bangerter-Folie in Frage. Das wäre meine Herangehensweise bei diesem Befund. Nur nicht gleich in Panik verfallen. Ihre Tochter ist noch so klein. Da kann sich noch viel  ändern und verbessern.

LG

A.M.

Danke AgnesMaira für die Eisnchätzung, aber ich glaube ich kann Entwarnung geben *juhu

Wir haben heute nochmal LEA geprüft.

Monokular links (das Schielauge) hat sie deutlich mehr geschafft (ganze 2 Reihen sogar - Tagesform?) - dazu noch, monokular rechts nahezu DEN SELBEN WERT! Lediglich 3 weitere Zeichen der weiteren Reihe hat sie rechts mehr gesehen...

Binokular ebenfalls gleich. Das ist doch mal ein deutlich gutes Zeichen, nicht?

Ich bin jedenfalls erleichtert und mein  Dank geht an Schuele für ihre aufbauenden PN's Wink

das ist ja schön....

guck mal PN Smile

Helene

Monokular links (das Schielauge) hat sie deutlich mehr geschafft (ganze 2 Reihen sogar - Tagesform?) - dazu noch, monokular rechts nahezu DEN SELBEN WERT! Lediglich 3 weitere Zeichen der weiteren Reihe hat sie rechts mehr gesehen...

 

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Liebe Liamis,

das klingt doch gut. Also Entwarnung. Wenn die endgültige Brille endlich stimmt kann es nur noch besser werden.

LG

A.M.

Wir haben heute einen schriftlichen Bericht aus Heidelberg bekommen mit der Diagnose:

Dekompensierter Mikrostrabismus mit akkomodativem Konvergenzexzess nach Zykloplegie Herbst 2011, R/L Hyperopie

Unter Binokularsehen steht: "noch nicht verwerbar" (Anmerkung von mir: die haben doch gar nix geprüft!)

Wegen strenger Rechtsführung und schlechterer Sehschärfe des linken Auges (Visus 0,63 LEA) halten wir eine Okklusionstherapie für unumgänglich und verodneten eine Okklusion von 1h/Tag, dies muss ggf. wieder erhöht werden.

Außerdem verodneten wir bei anamnestisch spätem Schielbeginn noch eine Prismenfolie von 20 cm/m Basis außen hinter das rechte Brillenglas (Führungsauge, zusätzliche Amblyopietherapie). Allerdings zeigte sich nach dem Prismentrageversuch ein kleiner Restschielwinkel von 2°, weshalb wir einen dekompensierten Mikrostrabismus vermuten. Eine gelegentliche Operation ist angeraten.

*

Zusammenfassend: Die prüfen mit falschem Prismenglas und "schwupps" wird diagnostiziert, dass unsere Tochter einen Mikrostrab hat.

Dieser Dschungel mit diesem ganzen hin und her macht mich noch ganz irre!

Wir haben gerade letzte Woche wieder LEA zu Hause geprüft und unsere Tochter schafft binokular, als auch monokular, die gleichen Werte. Da passt das RA 1,0 und LA 0,63 von Heidelberg in keinster Weise dazu.

Wir waren heute bei der U7a - die Standard-Vorsorgeuntersuchung zum 3. Lebensjahr.

Dort wurde der "Lang-Test" geprüft...sie hat mit fester Deutlichkeit die Katze gesehen und auch den Stern - geradeaus mit dem Finger raufgetippt Biggrin

Ist das nicht fantastisch? Smile

Liebe Liamis,

das ist es. Nicht daran denken, dass die AA-Praxis davor und die Uni Vollocclusion ansetzten und das darunter zu einem großen dekompensierten Schielwinkel kam. Da würde sie jetzt nicht 3-D sehen können.  

LG

A.M.

Liebe AgnesMaria,

wissen Sie, was noch fantastischer ist? Unsere Tochter bekommt diese Woche endlich, endlich ihre neue Brille. Wir können das kaum noch erwarten Smile

Sie ist auf dem Schielauge um sage und schreibe 2 Dioptrien unterkorrigiert bislang. Tragen wird sie nun erstmal +5, da auch auf dem rechten Auge eine Veränderung eingetreten ist. Rundum wird auch die Hornhautverkrümmung nun mitversorgt.

Sie wurde letzte Woche vermessen und hat die Untersuchungen absolut super mitgemacht. Ganz ruhig hat sie sich die Augen vermessen lassen. Ich muss dazu sagen, dass es aber auch ganz, ganz sicher an den Behandlern liegt, dass sie so toll mitgemacht hat, da mit sehr viel Ruhe und großer Empathie auf das Kind eingegangen wird.

Im Rahmen der Untersuchungen kam heraus, dass sie mittlerweile bei 300 Winkelsekunden Stereosehen angekommen ist!!!!! Noch immer absolut zentrale Fixation und alles ist soweit bestens.

Wir sind soooo gespannt, wie sie die neue Brille annimmt! Dienstag ist es soweit, da können wir sie (wenn alles gut klappt) abholen Smile

Und noch eine kleine Info: Ich habe ein Entschuldigungsschreiben der Klinik Heidelberg erhalten Wink Es wurde festgehalten, dass an dem Tag, als wir dort waren, kein "aussreichendes Fachpersonal" vor Ort war, welches die Refraktion hätten durchführen können....

LG, Liamis

Liebe Liamis,

dann bin ich gespannt wie sich das weiter entwickelt. Zentrale Fixation ist doch schon mal sehr gut und 300 Winkelsekunden Stereo-Sehen. Alle Achtung. Wenn ihre Tochter so unterkorrigiert war, muss sie sich sicher erst an die neue Brille gewöhnen. Hoffen wir mal das dass schnell geht.

Gute Therapeuten, die so auf die Kinder eingehen, kann man mit der Lupe suchen. Sie haben scheinbar Glück.  Die machen alles richtig. Neue Brille, Astigmatismus korrigiert, keine Vollocclusion. Was will man mehr. Wie haben Binokularsehen! Falls das linke Auge mal etwas schlechter sieht, ist das kein Beinbruch. Auch dafür gibt es Mittel und Wege.

LG

A.M.

Die Uni Heidelberg entschuldigt sich? Nur für die nicht korrekte Skia? Oder auch für den Befund der nicht Hnad noch Fuß hatte? Das ist ja ein Novum!

Das ist ein Erfolg, der es Wert ist gelesen und verstanden zu werden. Da können und wollen wir gerne gratulieren.

Eure Tochter wird Ihren Weg gehen, und in der kurzen bisherigen Lebenszeit habt Ihr für euer Kind das erreicht, was mit Geld niemals zu bezahlen ist. Solch ein SEHEN und Begreifen, schafft die Voraussetzungen für Lernen schlechthin.

Da kann man wirklich dankbar sein und sich von Herzen freuen.

Hallo Liamis,

Glückwunsch, dass es alles so gut klappt. Du weisst, wie sehr ich mich für Euch freue.

Ich hoffe, dass unsere und Eure Erfolge andere betroffene Eltern dazu motivieren, richtig gute Therapeuten für ihre Kinder zu suchen, denn das ist  nicht einfach. 

LLG

Helene

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