Hallo an Alle,
ich möchte mich heute mit meinem Augenproblem an Euch wenden. Bei mir geht es um eine Unverträglichkeit meiner Augen mit Computermonitoren. Da ich bei meiner bisherigen Suche nach ähnlichen Symptomen im Netz nicht weitergekommen bin, möchte ich mich heute an die Fachleute hier im Forum wenden. Vielleicht nützt diese Anfrage ja auch anderen Problemkindern. Ich kann einfach nicht glauben, dass meine Beschwerden so einzigartig in der heutigen computerzentrierten Welt sind.
Hauptsymptome sind in der Reihenfolge des Auftretens:
- stetig steigerndes Übelkeitgefühl
- Augenschmerzen (Muskelkater?)
- Druckgefühl im Stirnbereich (Konzentrationsschwäche, aussetzendes Kurzzeitgedächtniss)
- Später auch Tränen der Augen.
Meine Computer Nutzungszeit liegt derzeit werktags, über den Tag verteilt, bei maximal 4 - 5 Stunden, oft weniger. Der Morgen danach beginnt je nach Nutzungsdauer recht verkatert (Muskelkater) und mit verstärkterm Tränenfluß. Im Schnitt dauert es 2 - 3 Tage bis die letzten Beschwerden abgeklungen sind.
Symptome hier je nach Stand der Woche und vorheriger Beanspruchung:
- Augenmüdigkeit
- Neigung dazu ins Leere zu starren
- Teilweise Probleme das Gesehene auch wahrzunehmen.
- Augenschmerzen (bewegen der Augen ist teils sehr unangenehm)
- Konzentrationsprobleme
- erhöhter Tränenfluß
Auch Kopfschmerzen spielen irgendwie eine Rolle, da es aber mehrere Auslöser gibt und ich ein gut entwickeltes Schmerzgedächtnis besitze ist es schwer hier klare Abgrenzungen vorzunehmen.
Ich bin mittlerweile 45 Jahre alt und besitze / arbeite seit meinem 17. Lebensjahr mit irgendeiner Form von Computer. Beginnend mit S/W Fernseher (C 64) über diverse Röhrenmonitore zu LCD Displays.
Die Probleme existieren seit ich was mit den ollen Daddelkisten zu tun habe. Früher bin ich davon ausgegangen, dass es mit dem Zeilensprung der Röhrenmonitore zusammenhängt. Ein Röhrenmonitor unter 70 Hz Wiederholfrequenz sorgt heute bei mir innerhalb von 10 Minuten für eine extreme Übelkeit. Nach dem Wechsel auf LCD Displays erstmal kurze Zeit Ruhe, bis die Probleme wieder auftauchten, gleicher Effekt übrigens nach meiner ersten Brille. Nach der Diagnose auf ADS vor 6 Jahren, keimte wieder einmal Hoffnung auf, dass es sich um Konzentrationsprobleme handeln könnte, welche sich mit etwas Methylphenidat einrenken ließen, ebenfalls ohne Erfolg. Seit 4 Jahren jetzt auch Diagnose auf Winkelfehlsichtigkeit und Prismenbrille, seit 2 Jahren 2 Prismenbrillen (Fernbrille und Computer/Nahbrille) mit verschiedenen Prismenzahlen. Auch hier nur mäßige Besserung der Symptome.
Und jetzt der Punkt, der alle in die Ratlosigkeit treibt, die ich bisher darauf angesprochen habe. Ich habe keinerlei Probleme stundenlang am Stück zu lesen (Buch nicht Digital). Letzten Monat habe ich drei Tage wegen Erkältung im Bett verbracht und locker 10+ Stunden am Tag gelesen. Ergebnis, eine leichte Ermüdung der Augen. Was die Winkelfehlsichtigkeit als reine Ursache wohl etwas unwahrscheinlicher macht.
Ich bin sehr gespannt, ob es jemanden gibt der mit der geschilderten Symptomatik etwas anfangen kann.
Liebe Grüße,
Rauti

