Hallo ihr Lieben,
ich führe gerade ein "Experiment" durch und habe dazu einige Fragen:
Bei mir war es ja zum Schluss so, dass ich mit meiner letztendlichen Prismenkorrektion von 7,89 pdpt Basis außen und 3,3 pdpt Basis unten links/oben rechts zu einem subjektiv stabilen Endwert gekommen bin.
Allerdings ermüden meine Augen nun generell schnell und kleinste Abweichungen der Werte führen zu entsprechenden Muskelverspannungen und Kopfschmerzen. Deshalb habe ich mir vor Kurzem bei einem Optometristen in Duisburg eine Alternativmeinung eingeholt, da ich mit ihm vor einigen Jahren bereits gute Erfahrungen gemacht habe.
Dieser ist nun überzeugt, dass die Seitenkorrektion stimmt, ich aber "sensorisch" lediglich eine Höhenkorrektion von 0,5 bräuchte. Dieser Befund deckt sich zumindest mit meinem Eindruck, dass z.B. ein rotes Kontrolllämpchen im Dunkeln nach einem kurzen Schließen der Augen direkt nach dem Öffnen kurz als Doppelbild übereinander versetzt erscheint und dann sofort zur Deckung kommt. Ich dachte mir schon lange, dass das seltsam ist, wenn die bisherige Korrektion meine Augen ins "muskuläre Gleichgewicht" bringen sollte.
Auf Basis dieses befunds habe ich mir eine Brille anfertigen lassen und trage sie nun seit gestern morgen.
Wie erwartet zieht es ordentlich rechts oben und links unten - es sind ja schließlich ca. 3 pdpt weniger als bisher. Nun aber meine Fragen:
1) Am Anfang meiner "Prismenkarriere" waren alle meine Seitenkorrektionen bis 27 pdpt Basis außen (Überkorrektionen, vermutlich auf Grund von ARK) mit 0,5 Prsimen Höhe kombiniert. Die Höhe war nie das Problem - ich lebte ja auch über 30 Jahre ohne Prismenkorrektion. Dann sehe ich das doch richtig, dass sich das Sehsystem auf den niedrigeren Höhenwert wieder einstellen sollte, oder?
2) Wie lange kann es dauern, bis sich meine Augen auf diese neue Höhensituation eingestellt haben? Heute, gegen Ende des 2. Tages muss ich immer noch aufkommende Kopfschmerzen mit ASS unterdrücken - meine Augen neigen ja eh zum Verspannen bei Fehlkorrektionen und reagieren mit starken Kopfschmerzen.
3) Noch eine Interessensfrage: Ich habe gehört von einem Experiment gehört, bei dem Personen durchgehend eine Brille tragen, die das Bild auf den Kopf stellt. Dann soll das Gehirn das Bild nach ca. 14 Tagen der neuen Situation anpasst haben und das Bild trotz verkehrtem Bild wieder richtig herum wahrnehmen. Wie kann ich mir das denn vorstellen??? Ich denke ja mal nicht, dass sich das Bild Grad für Grad richtig herum dreht.
Wacht die Person eines Morgens auf, und das Bild hat sich gedreht? Der Zusammenhang ist der, dass ich mir sage, dass das Gehirn dann auch die läppischen 3 Höhenprismen zurrückkorrigieren sollte - vor allem, wenn ich die früher immer hatte. Wie wird dieser Prozess vonstatten gehen? Schritt für Schritt etwas weniger Verspannungen? Oder ist das so eine Art "schleichender Prozess"?
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass trotz der Verspannungsgefühle tatsächlich das Bild wieder i-wie "lebendiger" und intensiver wirkt. Vllt hat ja die Überkorrektion, dich ich zugegebenermaßen selbst Schritt für Schritt aufgebaut habe, mich tatsächlich an den Rand des Panumbereichs (?) gebracht...
LG
Chris


