Hallo allerseits,
seit etwas fünf Tagen klagt ein Bekannter (70 Jahre) über Doppelbilder - das rechte Auge sieht etwas tiefer wie das linke Auge. Der Augenarzt hat den Verdacht auf Trochlearisparese geäußert und einen vertikalen Versatz von 4° diagnostiziert. Ein Besuch beim Neurologen und ein MRT brachten keinenpathologischen Befund - ein Tumor, Schlaganfall oder eine großflächige Entzündung meint man somit ausgeschlossen zu haben. Er hat schon seit längerem eine chronische Augeninfektion gehabt, die Augen sind oft gerötet und leicht geschwollen, der Tränenkanal wurde durchgestochen, trotzdem scheint es immer noch ein Entzündungsherd dort zu geben. Außerdem trinkt der Bekannte täglich drei Flaschen bier und ist Diabetiker Typ 2B soweit ich weiß, also zuckerkrank mit Übergewicht und im Bauch in der Höhe des Kreuzbeins eine Auffälligkeit im CT, die nicht weiter abgeklärt werden konnte.
Wie sollen wir weiter verfahren? Der Radiologe meinte eine Entzündung lässt sich nicht immer mit einem MRT sehen - ich habe gelesen evtl. sollte eine Lumbalpunktion und eine Blutprobe genommen werden, um Entzündungen auszuschließen. Ist das ratsam und wie hoch stehen die Chancen, dass hier etwas gefunden wird, wenn es eine Entzündung sein sollte? Was gibt es noch für mögliche Ursachen der Doppelbilder und zu welchem Spezialist empfiehlt es sich zu gehen (Großraum München).
Zuletzt die Frage, da mein Vater seitdem weder Autofahren noch normal lesen kann - wie hoch sind die Chancen, dass sich sein Zustand wieder bessert?
Ich hoffe Ihr könnt uns helfen die richtige Untersuchung und Behandlung zu finden, wenn etwas unklar ist bitte fragt nach.
Danke für Eure Hilfe!
Thomas