Bin leicht kurzsichtig und astigmatisch (soweit ich das weiß) und habe mir vor zwei Wochen nachdem ich die letzte Brille vier Jahre lang getragen hatte, vom Augenarzt eine neue anpassen lassen.
Überhaupt ein Gestell zu finden, das mir gefiel, war schon mal nicht einfach. Schließlich fand ich bei einer der kleineren Ketten eine passende Brille und eine scheinbar auch gute Optikerin. Wieso die unbedingt noch mal einen Sehtest machen wollte (meine Verordnung war drei Tage alt!) verstand ich nicht, meine Einwände, dass der Arzt sich viel Zeit genommen habe, wurde ignoriert.
Meine alte Brille, mit der ich gut zurecht kam (der Doc meinte auch, ich bräuchte nicht unbedingt eine neue Brille), hatte lt. Brillenpass die folgenden Werte:
rechts: Sphäre: +1,0, Zylinder -1,0, Achse 90
links: Sphäre: -1,0, Zylinder -0,25, Achse 90
Der Doc entschied sich neu für:
rechts: Sphäre: +1,5, Zylinder -1,5, Achse 103
links: Sphäre: -1,25, Zylinder -0,5, Achse 90
Dazu habe ich eine "Testbrille" bei ihm im Wartezimmer Probe getragen, mit der ich gut zurecht kam.
Die Optikerin maß:
rechts: Sphäre: +1,5, Zylinder -1,5, Achse 106
links: Sphäre: -1,25, Zylinder -0,75, Achse 80
Schließlich holte ich am nächsten Tag bei der Kollegin die Brille ab, meine Einwände, dass die Sicht irritierend sei, wurden sehr flapsig abgebügelt, der eine Brillensteg war überhaupt nicht angepasst...
Also ging ich - mit der noch ungetragenen Brille - am Samstag noch mal hin. Keine Silbe der Entschuldigung, stattdessen wurde (von der Azubine?) am Gestell rumgebogen und die Gläser wüstest verschmiert. Die Kollegin schmierte dann auch noch mal drüber; die Brille, die ich schließlich mitnahm, war nicht gerade sauber...
Heute habe ich die Brille endlich gereinigt und "in Betrieb genommen". Am Bildschirm fällt jetzt auf, dass dieser nicht mehr rechteckig ist, sondern massiv verzerrt (unten deutlich schmaler als oben, nicht spiegelsymmetrisch. Richtig wohl fühle ich mich mit der Brille auch nicht.
Nun meine Fragen an die "Profis":
a) soll/muss ich die abweichenden Werte durch die Messung der Optikerin ohne neue Überprüfung akzeptieren? Lt. anderen Forenbeiträgen scheint diese Vorgehensweise ja nicht ungewöhnlich.
b) Was bedeuten v.a. die - in meinen Laienaugen - massiv veränderten Achsenwerte? Sind diese vielleicht für die Verzerrungen verantwortlich? Ist es wahrscheinlich, dass sich das in wenigen Stunden/Tagen gibt? Ich hatte noch nie Probleme mit einer neuen Brille!
Vielen Dank für Eure Tipps!
