Schönen guten Abend!
Ich habe mir eine neue (randlose) Brille anfertigen lassen mit den Werten R -3,25 -0,75 50° und L -3,25 -1,50 130°.
Bereits beim Abholen ist mir aufgefallen, dass das rechte Glas trotz der niedrigeren Stärke eine mindestens genauso hohe Randdicke aufweist wie das linke. Die dickste Stelle außen misst auf beiden Seiten etwa fünf Millimeter, obwohl (Kunststoff-)Gläser mit Index 1,67 verwendet wurden (Rodenstock asphärisch Solitaire Protect Plus). Der Glasdurchmesser liegt bei etwa 55 mm.
Zuhause beim Blick auf den Brillenpass ist mir aufgefallen, dass unter dem "Durchmesserzeichen" (Kreis mit schrägem Strich durch) beim linken Glas die Zahl 65 und beim rechten Glas die Zahl 70 steht. Das soll doch wohl bedeuten, dass der entsprechende Rohglasdurchmesser 65 mm bzw. 70 mm beträgt.
Bei allen meinen in den letzten Jahren zuvor getragenen Brillen (und das waren bestimmt mehr als zehn) war immer der Rohglasdurchmesser auf beiden Seiten der gleiche und - vielleicht deshalb - das rechte Glas am Außenrand sichtbar dünner als das linke.
Bei der jetzigen Brille ist übrigens der Pupillenabstand nicht mit so einem "aufsetzbaren Durchschauteil" gemessen worden, sondern durch eine Video-/Bildaufnahme vor einem Spiegel; vielleicht spielt das ja auch eine Rolle.
Meine Frage ist nun, ob die Verwendung der unterschiedlichen Durchmesser vielleicht auf einem Versehen beruht oder ob das eine fachgerechte Vorgehensweise darstellt. Da mich die Brille 800 Euro gekostet hat, hätte ich schon gern für diesen Preis eine optimale Anfertigung.
Für Antworten bedanke ich mich herzlich im Voraus.
Viele Grüße

