@annegret 2.
Vielleicht plaudern GB und Schack mal aus der Praxis wieviel Patienten sie tatsächlich schon geholfen haben, wo dies gekla ppt hat und wäre so schön wenn sich mal ein Patient meldet hier so im Forum, der heute Beschwerdefrei ist. Gibt es da einen und wo ist der?
Ich werde hier sicherlich keine Kundendaten veröffentlichen! Was denken Sie sich eigentlich?!
Kann man denn auch einen Mikrostrabismus wegtrainieren. Geht das?
Die Frage ist zuerst, ob der Mikrostrabismus Beschwerden bereitet. Falls nein, dann gibt es keinen Grund ein Training durchzuführen. Falls Beschwerden da sind, dann kann man mit entsprechender Vorsicht die visuellen Fähigkeiten trainieren, was dann zu einer allgemeinen Verbesserung der Beschwerden führen kann [1].
Ob dadurch der Mikrostrabismus weg geht, bleibt offen. Eine wichtige Voraussetzung für eine Heilung scheint ein bereits frühkindlich gut entwickeltes Binokularsehen [2]/[3] zu sein. Im Endeffekt zählt aber nicht die Diagnose, sondern die subjektive Beschwerdefreiheit des Kunden.
Was meinen Sie warum es jetzt schon eine klinik in Deutschland gibt, wo die Black IOL operiert wird, auch woanders ich weiß, besonders bei dem im ersten genannten Fall.
Ich weiss es nicht. Aber diese bewusste Verstümmelung des wichtigsten Sinnesorgans erscheint mir sehr befremdend und darf, nach meiner Ansicht, erst dann zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten restlos ausgeschöpft wurden.
Und nochwas es liegt nicht nur am Operateur, wenn das Gehirn so nicht will, dann will es nicht. Also machen Sie es bitte nicht an OPS fest.
Es liegt sogar ausschliesslich beim Operateur und seiner seriösen Vorbereitung! Es darf ja wohl nicht wahr sein, dass auf gut Glück an den Augen herumgeschnitten und massiv in ein sensibles System eingriffen wird und man dann erst im Nachhinein ganz erstaunt feststellt, dass die zwei Augen jetzt halt doch nicht so zusammenarbeiten wie gewünscht! Solch ein Vorgehen wäre absoluter Pfusch und völlig inakzeptabel!
Schielen auch zeitweises findet im Gehirn statt. Falsche Information usw. und Sie können die Synapsen verändern?
Selbstverständlich. Visualtraining beinhaltet nur zu einem kleinen Teil das von allen Seiten gern zitierte Muskeltraining. Der weit grössere Teil der ganzen Arbeit zielt auf die Veränderung der Sensorik und Steuerung.
kurzzeitig oder was, was ist mit dem Patient in einem halben Jahr oder zwei, bei Ihnen funktioniert es dann mal kurzzeitig in der Praxis, fragen Sie den Patienten auch wie es nach Verlassen ist.
Wenn die neu erworbenen Fähigkeiten für die betreffende Person von Vorteil sind, dann wird sie diese auch weiterhin nutzen und man wird auch noch Jahre nach dem Training ein leistungsfähiges System vorweisen können. Oder um es mit einfachen Worten zu sagen: ein erfolgreiches Training hält selbstverständlich länger als sechs Monate. Das dumme Geschwätz von wegen „es würde nicht lange halten“ kommt von Leuten, die immer noch von der veralteten Vorstellung des Muskeltrainings gefangen sind anstatt endlich zu begreifen, dass im Wesentlichen Sensorik und Steuerung trainiert und verändert werden.
Was ist dann? nee Patient hat irsinnig viel Geld bezahlt.
Preise sind immer relativ und es liegt nicht an mir zu beurteilen, wofür mündige Menschen ihr Geld ausgeben. Zudem ist es jederzeit erlaubt, ein Training in Frage zu stellen und sich für einen anderen Lösungsversuch zu entscheiden.
Und nochwas es gibt verdammt Viele mit Konfussion, Horrorfussionales, Verschwommensehen, zeitweise garnichts mehr Sehen, Gesichtsfeldverluste usw. Waren Sie schonmal in einer großen Klinik, denen meißtens auch nicht geholfen wird.
Haben Sie dazu aussagekräftigere Informationen? Vor allem würde mich brennend interessieren, ob diese Beschwerden durch Orthoptik, Visualtraining oder durch eine ungenügende Operationsvorbereitung herbeigeführt wurden.
Sie hängen sich alle an einen Strohhalm kommen dann bestimmt auch zu Ihnen und dann?
Und dann fragt man den Kunden nach seinen Wünschen und Hoffnungen, schaut nach seinen Möglichkeiten und macht ihm anschliessend Lösungvorschläge. Und manchmal kommt man zu der traurigen Erkenntnis, dass es leider nichts gibt, was man mit Training für ihn tun kann.
Im Endeffekt stellt sich aber immer die Frage: Welches Problem hat der Kunde und welche Lösungsmöglichkeiten gibt es. Und in der Regel sind es mindestens vier Möglichkeiten plus deren Kombinationen:
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Abwarten.
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Brille
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Training.
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Operation.
Der Kunde muss umfassend und möglichst objektiv informiert werden, damit ER sich dann aufgrund der Informationen für seinen Weg entscheiden kann.
oder melden Sie sich jetzt mit einen anderen Pseudonamen an.
Bitte vermeiden Sie in Zukunft solche unproduktive Äusserungen. Wenn es Ihnen nur um destruktive Provokation geht, dann suchen Sie sich bitte einen anderen Tummelplatz.
[1] Griffin JR, Borstig EJ (2010), Binocular Anomalies, ISBN 978-0-929780-16-0, S. 208f
[2] Keiner E, Spontaneous recovery in microstrabismus, Opthalmologica 1978; 177:280-283
[3] Cleary M, et al, Recovery in microtropia: implications for aetiology and neurophysiology, Br J Ophthalmol. 1998; 82:591