Guten Tag,
bei mir (weibl, 45) wurde inzwischen die 1. Gleitsichtbrille fällig u. ich bin nicht wirklich glücklich damit.
Zunächst meine Werte:
R: -1,5 -2,25 180° 1,25 PD 32,5
L: -2,0 -0,75 180° 1,25 PD 32,5
Rodenenstock Prog. YoungLife Free L (Randlose Brille)
Die Werte für die Fernsicht entsprechen meiner bisherigen Einstärkenbrille (iScription-Gläser), die ich seit 2 Jahren habe, mit Ausnahme der Pupillendiszanz, die bisher mit 31,5 angegeben war.
Vor knapp 3 Wochen habe ich meine Gleitsichtbrille bestellt u. mich nach Beratung durch meinen ortsansässigen Optiker (keine Kette u. seit Jahren meine Anlaufstelle) unter Berücksichtigung der noch geringen Alterssichtigkeit u. Preis-/Leistungsverhältnis für die YoungLife Free v. Rodenstock entschieden (andere Hersteller wurden mir nicht vorgestellt, bzw. es wurde gesagt, dass man nur mit Rodenstock arbeitet). Die relevanten Daten wurden mit Videoanalyse ermittelt, allerdings hat hier der Chef erst nach der Aufnahme den Sitz der Brille korrigiert.
Als ich die Brille zum ersten Mal abgeholt hatte, stellten sich nach kurzer Tragezeit heftige Kopfschmerzen ein u. ich ließ die Brille noch am gleichen Tag kontrollieren. Dabei wurde festgestellt, dass man beim rechten Auge eine geringere Korrektur versucht hatte (obwohl ich meine bisherigen Werte vorgelegt hatte) u. ein erneutes Nachmessen ergab die o.g. Werte. Also wurde ein neues rechtes Glas bestellt.
Einige Tage später konnte ich die Brille wieder abholen. Bei der Anprobe fiel auf, dass sie ziemlich schief saß, was die Mitarbeiterin versuchte zu beheben. Ganz gelang das nicht, ohne das Glas nochmal abschrauben zu müssen. Ich sollte das dann erstmal so probieren. Das tat ich dann auch am folgenden Wochenende.
Abgesehen vom schrägen Sitz musste ich zum scharfen Sehen in der Ferne den Kopf senken, was ziemlich unangenehm war. Montags habe ich erneut beim Optiker vorgesprochen u. auf das "Kopfsenken" hingewiesen und das die Lesefähigkeit des linken Auges schlechter als beim rechten wäre. Bei der Kontrolle stellte der Optiker fest, dass wohl irgendwas nicht richtig eingeschliffen sei (er nannte Werte von 21,4 sei richtig, 19 wären es oder so ähnlich). Nachdem beide Gläser auch mit unterschiedlichem Abstand vom Nasensteg angebracht waren, wurden nun noch einmal 2 neue Gläser bestellt.
Vorher wurde ich erneut mittels Videoanalyse vermessen - diesmal aber mit zuvor gerichteter Brillenfassung. Hierbei wurde meine Kopfhaltung beim "Geradeausschauen" nach unten korrigiert.
Seit 3 Tagen trage ich die 3. Version. Die Brille sitzt gerade auf der Nase, das Lesen im Nahbereich und am PC ist im Grunde ganz ok, aber bei der Fernsicht habe ich meine Probleme. Ich habe immer noch das Gefühl, ich müsste den Kopf senken, um scharf zu sehen bzw. die Brille von den Augen wegzuschieben, damit ich auch seitlich scharf in der Ferne sehe (beim Autofahren wichtig - auch für den Seitenspiegelblick). Innerhalb eines Raumes ist das Problem nicht ganz so gravierend - da sitzt man meist und guckt mit den Augen schräg nach oben durch die Brille. Im Freien oder großen Räumen/beim Einkaufen schwimmt alles irgendwie - so als müssten meine Augen erst den Durchsichtspunkt finden. Außerdem ermüden meine Augen viel schneller, ich habe leichte Kopfschmerzen u. das Gefühl, als würde ich die Augen immer leicht zusammenkneifen. Zur Entlastung schaue ich durch den oberen Glasrand u. "reiße" die Augen auf, das hilft kurzzeitig.
Mir ist zwar aufgefallen, dass ich scheinbar beim normalen Geradeausgucken den Kopf ganz leicht nach hinten neige (u. dann mit der Gleitsichtbrille unscharf sehe), aber hätte man das beim Ausmessen nicht berücksichtigen müssen? Dann müsste man doch bei geradem Kopf eher weniger Probleme mit dem Nahbereich haben. Es ist ja schon schwer sich in normaler Haltung im Laden vor diese Kamera aufzustellen, aber wenn meine natürliche Kopfhalten von den Mitarbeitern korrigiert wird, kann das doch sicherlich nicht Sinn der Sache sein. Den für mich gefühlt leicht gesenkten Kopf empfinde ich einfach als unnatürlich.
Beim Lesen habe ich das Gefühl, dass ich beim linken Auge das Glas ganz leicht nach links drücken müsste um ganz scharf zu sehen.
Ich finde Gleitsicht an sich prima (das Lesen fällt ja deutlich leichter als bisher) aber eine optimale Fernsicht ist mir um einiges wichtiger (insbesondere beim Autofahren u. im Freien).
Habe ich die falschen Gläser gewählt, wurden die Gläser wieder nicht richtig eingeschliffen oder ist das einfach nur Gewöhnungssache?
Obwohl ich ja selbst nichts für die bisher falschen Gläser kann, ist mir das doch gegenüber meinem Optiker unangenehm. Aber so richtig viel Vertrauen habe ich z.Zt. nicht: wie oft kann denn noch korrigiert werden? Ich befürchte dass man mich dann in die teuren Impressions-Gläser drängt, was nochmal 300 EUR zusätlich kosten würde.
Wer hat einen Rat für mich, bzw. auf was kann/muss ich den Optiker bzw. seine Mitarbeiter evt. zur Problembehebung ansprechen?
Vielen Dank u. sorry für die lange Ausführung.

