Als Kind wurde ich am rechten Auge behandelt (Schiel-OP), seitdem habe ich kein Binokularsehen. Da ich nun Architektur studiere, frage ich mich ob ich ohne normales räumliches Sehen im Nachteil bin und ob dieser Sehfehler durch eine Prismenbrille ausgeglichen werden kann. Wo kann ich eine Überprüfung dafür durchführen lassen? Kann trotz der Schiel-Op eine Winkelfehlsichtigkeit vorhanden sein?
Ist es richtig das meine Wahrnehmung und mein Empfinden von Räumlichkeit anders ist? Ich stelle mir vor, dass ich sozusagen nicht einen vollen 3D-Effekt (Empfinden) habe, woraus ich ableite das ich "nicht richtig da bin", sondern nur aus 2D-Erfahrungen die Welt "zusammensetze". Ich denke darüber nach, weil ich Situationen theoretisch ganz anders bewerte und empfinde.
Da mein linkes Auge das Führungsauge ist, müssten doch dadurch z.B. auch bestimmte Hirnregionen ganz besonders angesprochen werden. Kann sich dadurch eine gewisse "Überlastung" oder eine bestimmte Charakterbildung einstellen?
Ist es sinnvoll nicht die optimale Korrektur für das linke Auge zu wählen, um das rechte Auge mehr zu fordern und das linke zu entlasten?
Vielen Dank für die Beantwortung.


Wenn Dir das Studium Spaß macht und Du Erfolg hast, dann hast Du entweder doch Stereosehen oder aber eine äußerst gut ausgeprägte Raumwahrnehmung.