Hallo,
ich habe vor 1,5 Jahren zum 6. Mal auf demselben Auge eine Hornhaut transplantiert bekommen. Leider ist meine eigene Hornhaut sehr dünn und das Transplantat hat einen hohen regulären Astigmatismus (8 dpt) und ist außerdem irregulär verzogen. Mein unkorrigierter Visus ist nicht der Rede wert, eigentlich sehe ich fast nichts. Mit einer Brille bin ich so auf 10% Visus gekommen, auch nicht wirklich alltagstauglich.
Nun hat mein Kontaktlinsenstudio aber ganze Arbeit geleistet und ich habe eine rücktorische Kontaktlinse bekommen, mit der ich einen sehr guten Visus (zwischen 80-100%, je nach Tagesform) erreiche. Ich war richtig erschrocken, wie scharf mit der Linse alles ist und was für kleine Details ich sehe. Die Linse sitzt auch gut und ich kann sie den ganzen Tag tragen. Mein einziges Problem ist, dass ich trotz der scharfen Sicht immer so einen leichten Nebel sehe (so als wäre alles wie in Wasserdampf) und mein Kontrastsehen sehr schlecht ist (wenn es dunkel oder sehr hell ist, sehe ich fast nichts, am besten ist es, wenn das, was ich ansehe, indirekt gut beleuchtet ist).
Kann mir irgendwer sagen, woran das liegt und ob man noch was dran machen kann? Mein Kontaktlinsenanpasser meint, das ganze käme von meiner sehr verzogenen Hornhaut und das Nebelsehen würde bleiben. Mein Augenarzt dagegen meint, ich bräuchte eine noch besser angepasste quadrantenspezifische Linse, dann wäre das Sehen auch nicht so verwaschen und kontrastreicher?
Friederike
