hallo in die Runde,
ich würde gern mal zu meiner Problematik kompetente Meinungen hören.
48J alt, vermutlich seit späterer Kindheit Strabismus, Okklusionsbehandlung nicht erfolgreich.
Seitdem kein Stereosehen (fiel anläßlich Führerschein auf), alle Augenarztbesuche endeten mit "Amblyopie infolge Strabismus, da kann man nichts machen".
Sehschärfe mit bisheriger Brille rechts (myop -2,25) 1,0 und links ("amblyop", -0,75 ) 0,3 Visus..
Vor einem Jahr nun konnte ich plötzlich entgegen meinen sonstigen Fähigkeiten morgens die Waage scharf sehen.
Jüngst las ich Susan Barry und war fasziniert. Und nun möchte ich das linke Auge aktivieren.
Besuch bei einem MKH-Anwender ergab:
"Strabismus convergens OS, pseudo-Amblyopie infolge starker zentraler Hemmung des linken Auges
Skiaskopie: R -2,25 0,5 90° L 0,0
Subj. Refr. : R - 2,0 -0,75 70° V=1,0 L plan V= 0,3p
Empfohlen wird folgende Korrektur:
R -2,25 -0,75 70° 3,0cm/m 180° + 0,75cm/m oben
L -0,25 3,0cm/m 0° + 0,75cm/m unten
Add 2,0 bds"
Meine Fragen:
Macht das Sinn?
Würde man nicht besser die waagerechte Prismen-Korrektur weglassen und dafür Training machen?
Die subjektive Refraktion wurde mit den Prismen durchgeführt, aber auch damit wird links nur ein Visus von 0,3 erreicht. Wozu also all der Aufwand?
Was passiert genau bei der Prismen-Korrektur auch für das rechte Auge? Wird nicht dort der Lichtstrahl von der Fovea abgelenkt? Kann sich seine Sehschärfe dabei nicht verschlechtern? Kann es beginnen zu schielen?
Heftiges Augentraining resultierte in den vergangenen Tagen in Doppelbildern.
Wer hat Kommentare und/oder Ratschläge für mich?
Dank im Voraus.
