Hallo liebe Optometrie-online User,
Lange habe ich in diesem Forum schon mitgelesen und wollte nun mein Problem selbst einmal schildern.
Ich bin derzeit 24 Jahre alt und habe seit einiger Zeit verstärkt Probleme mit meinen Augen.
Bei meinem letzten Besuch beim Augenarzt wurde ein latentes Schielen festgestellt, allerdings sagte die Dame von der Sehschule, dass dies bei Korrektur meiner Sehschwäche (derzeit trage ich auf beiden Augen +3,25 Diopt.) dieses vernachlässigbar klein wäre.
Beim Arbeiten stelle ich jedoch vermehrt Probleme fest. Ich fühle mich häufig total ausgelaugt und habe Kopfschmerzen und leichten Schwindel.
Ich habe durch eigene Tests gemerkt, dass mein rechtes Auge das dominante ist. Wenn ich mein linkes Auge mit der Hand verdecke und dann wieder frei mache, dann merke ich wie das linke Bild wieder recht schnell zu dem rechten wandert und mit diesem verschmilzt. Trage ich meine Kontaktlinsen habe ich eigentlich keine Doppelbilder, ich kann sie wenn ich will jedoch teilweise herbeiführen (linkes Auge schließen und langsam wieder öffnen, oder meine Augen versuchen komplett zu entspannen z.B.). Nehme ich abends meine Linsen raus, dann strengt es mich sehr an die Bilder zu fusionieren und meistens scheitere ich daran nach einiger Zeit, weil die Augen wohl zu erschöpft sind (morgens schaffe ich es noch). Ich kann nicht genau sagen wie groß der Winkel wohl ist, gemessen in Prismen oder so, aber wenn ich den Fernseher aus 3m Entfernung ohne Linsen ansehe, habe ich bei kompletter Entspannung der Augen, zwei Fernsehen nebeneinander stehen, also noch nicht mal überlappend.
Ich würde nun gerne wissen, wie ich am besten vorgehe.
Die Dame von der Sehschule meinte, dass ich theoretisch bei Problemen zuerst einmal probieren könnte, meine Pluswerte zu erhöhen, weiil das eine Art prismatischen Effekt hätte. Ich hatte zum Spaß auch schon mal eine +1 Diopt. Brille auf während ich Linsne trug und sah damit zum Teil besser hatte ich das Gefühl. Was sagt ihr also zu der Maßnahme?
Mir graut der Gedanke daran, eine Brille mit diesen wahnsinnig dicken Gläsern zu tragen, wäre aber bereit sowas für einige Zeit zu tun, allerdings mit dem Wunsch mich dann einer Schieloperation zu unterziehen. Wie sind hierbei die Erfolgsaussichten bei einem evtl relativ kleinen Schielwinkel wie die Dame der Sehschule ja meinte, nach der OP keine prismatische Korrektur mehr zu benötigen? Ich habe zudem auch Angst vor dem häufig gelesenen Wort des Prismenaufbaus. WIe lässt sich sowas unterbinden? Wieso ist eigentlich der Schielwinkel weniger stark, wenn ich meine Sehschwäche ausgeglichen habe mit Kontaktlinsen? Oder ist dann einfach nur "mehr Kraft" für die Kompensation des Schielwinkels verfügbar?
Ich bin für jegliche Antworten, Hinweise und Empfehlungen dankbar.
Vielen lieben Dank.
Abus

