Hallo, Ihr lieben Fachleute, meine Tante stieß mich vorgestern auf die WF, die ihrem Enkel so manches Problem und mit der Prismenbrille so manche Erleichterung einbrachte.
Nun meine Frage: mein 10jähriger Sohn fällt seit jeher durch enorme Ungeschicklichkeit und Schwierigkeiten in Fein- und Grobmotorik auf.
Nachdem er im Alter von 5 Jahren erstmals von einer Ergotherapeutin dazu überredet werden konnte etwas zu malen, fing er stark an zu schielen, obwohl nur wenige Wochen vorher bei der augenärztlichen Routinekontrolle nichts besonderes aufgefallen war.
Nach Tumorausschluß im MRT bekam er eine Weitsichtbrille, mit der auch das Schielen aufhörte. Nimmt er die Brille ab, beginnt er in der Regel nach ein paar Minuten zu schielen.
Was sich nicht geändert hat, ist seine starke Lichtempfindlichkeit und mein Eindruck, dass ihn das Sehen anstrengt. Immer hat er die Hände an den Augen und auf den Brillengläsern, er ist schnell ermüdbar, impulsiv und irgendwie immer unzufrieden.
Natürlich ist er auch auf ADHS getestet worden, mit dem Ergebnis, er sei ein Grenzfall, hat auf das Medikinet nicht angesprochen und nimmt es daher auch nicht.
Die motorischen Probleme sind nach wie vor ein großes Thema, an Schleifebinden oder Mit-Messer-und-Gabel-Essen kaum zu denken.
Könnte hier eine WF vorliegen? also latentes Schielen trotz sichtbaren Schielens? so eine Art dekompensierte Heterophorie?
Vielen Dank für das geduldige Lesen, ich freu mich auf Antwort.
Herzliche Grüße, Birgit




