Akkomodationsspasmus, Therapie? oder doch ein HWS-Syndrom?

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Liebes Forum,

ich habe eine starke Kurzsichtigkeit (letzte Optikermessung L -8,0; R - 7,25). Im Alter von 10 Jahren begann es mit - 0,5 dpt. Die Augen werden immer noch alle 2-3 Jahre etwas schlechter. Zuletzt bekam ich meine neue Brille im Herbst 2009. Allerdings trage ich seit 20 Jahren fast nur Kontaktlinsen - ohne Probleme.

Seit über 2 Monaten leide ich (w, 34) an plötzlich aufgetretenen Augenschmerzen und Doppelbildern. Zu Beginn nur abends, aber recht schnell war es so, dass die Symptome schon nach dem Aufwachen anfingen. Morgens fühlen sich meine Augen wie ausgeleiert an. Die Doppelbilder (horizontal, nur bei beidäugigem Sehen), habe ich den ganzen Tag - im schwankenden Ausmaß. Dazu kommen ab und zu Nackenschmerzen (ohne erkennbaren Zusammenhang mit Körperhaltung) sowie Ohrensausen / Tinnitus.

Befund 2 Augenärzte:
kein organischer Befund - ich sollte das evtl. neurologisch abklären lassen

Befund 2 Orthoptistinen:

  • leichte Esophorie diagnostiziert (nicht kompensiertes verstecktes Innenschielen, das wusste ich schon) , aber keine Prismen oder Klebefolie empfohlen, da zu kleiner Schielwinkel
  • Augenmessung per Tröpfchen-Methode ergab keine verlässlichen Werte, da die Augen trotz 4-facher Dosis immer selbst scharfstellten,
  • es wurde mir eine abgeschwächte Brille empfohlen (L -7,0; R - 6,5), da durch eine mögliche Überkorrektur ("künstlich weitsichtig gemacht") die Esophorie verstärkt würde
  • Ich sollte auf keinen Fall Prismengläser tragen, da das Schielen sonst manifestiert werde

Durch die schächere Brille ( 70 % ) sind meine Beschwerden geringfügig besser geworden. Meine alte Brille (50 Wacko bringt noch ein wenig mehr Erleichterung, sie kann ich aber nur am PC tragen, weil ich sonst zu schlecht mit ihr sehe. Aber Doppelbilder habe ich mit ihr ebenfalls.

Befund Wf-Spezialist (Meister):
keine Prismen erforderlich, da Schielwinkel zu klein

Befund Neurologe:

  • jippieh, laut MRT kein Tumor, keine multiple Sklerose (nächste Woche wird Hirndurchblutung gemessen)
  • evtl. sollte ich über Psychotherapie nachdenken

Befund Orthopäde:

  • Symptome können durch HWS-Syndrom entstehen
  • Blockade am oberen Halswirbel (Atlas) gelöst (vor 8 Tagen), Physiotherapie verschrieben bekommen, Atlastherapie nach Arlen empfohlen (500,- EUR)

Nach der Deblockierung sind tatsächlich die Ohrengeräusche erheblich besser geworden! Ich denke über die Atlastherapie nach, da die Doppelbilder mit Funktionsstörungen im Gerhin aufgrund HWS-Syndrom zusammenhängen können (Triggerpunk.

Befund Physiotherapeutin:

  • Ursache für die Symptome könnte ein Schädel-Hirn-Trauma aufgrund eines Hinterkopfsturzes vor rund 10 Jahren sein, das sich erst jetzt aufgrund Alter, Stress etc. bemerkbar macht
  • Psychotherapie sollte ich erst mal nicht machen, es sei doch eher ein organisches Problem
  • sie führt Cranio-Sacral-Therapie durch (gestern 1. Sitzung von 6) - bisher natürlich noch ohne Wirkung

eigene Internetrecherchen

Die Symptome deuten bei mir auf einen Akkommodationsspasmus hin: Die Augenmuskeln verkrampfen aufgrund ständiger Naheinstellung, ausgelöst durch eine Überkorrektion der Kurzsichtigkeit i.V.m. Stress und ständiger PC-Arbeit. Resultat ist die Verstärkung eines vorhandenen Innenschielens, Asthenopie sowie eine subjektiv wahrnehmbare "Pseudomyopie", die wiederum zu höheren Messwerten beim Optiker führt. 
Das würde meine alljährlichen neuen Brillenwerte und das recht plötzliche Auftreten der Symptome erklären! (Mit-Ursache könnte sein, dass ich meine Kontaktlinsen eigentlich nie proffessionell anpassen, sondern immer nur aus den Brillenwerten ableiten ließ.)

Der Akkommodationskrampf kann wohl nur ein paar Tage, aber auch über Jahre anhalten. Er kann nur mittels Tröpfchen-Messung (wegen Entspannung der Muskeln) erkannt werden. Dafür benötigt man aber wohl die starken Tropfen.

Ich habe in der nächsten Woche wieder einen Termin bei der Orthoptistin. Ich möchte das Thema "Akkommodationskrampf" und eine geeignete Therapie mit ihr besprechen. Allein die Empfehlung einer schwachen Brille ist doch keine Lösung, denn dies bringt nur eine ganz marginale Verbesserung der Asthenopie  - bei schlechter Sehschärfe. Ich will ja noch was sehen können. Wie kann dieser Akkomodationskrampf mit Pseudomyopie therapiert / rückgängig gemacht werden? Welche Methoden gibt es? Welche Erfolgsausschten? Man könnte natürlich auch einfach sagen "Mach die Augen zu, dann hören die Beschwerden auf" Wink

Ich bitte ganz herzlichst um Rat, Erfahrungen, Therapiemöglichkeiten.

Vielen Dank im Voraus,

Miri

158 Answers

Hallo Miri,

schau dich doch mal nach einem Optiker besser noch Optometristen um der eine 21 Punkte Messung machen kann ( wird auch OEP Messung genannt).  Nach so einer Messung erhältst du Informationen über deine Dioptrien für Weit und Nah, Deine Vergens Weit und Nah (wie gut sich die Augen nach innen und ausen drehen können) und vorallendingen Deine Akkomodation. Also ob du zuviel oder zuwenig hast. Ewnn da was nicht stimmt kann man viel durch Vision Therapy erreichen so was wie Physiotherapei für die Augen.

Gruß Edelweiss

P.S wartst du schon bei einem Osteopaten?

Hallo Miri,

ich kenn mich mit all den Sachen nicht aus. Aber ich meine mich zu erinnern, daß hier in diesem Forum mal jemand mit einem Akkomodationsproblem einen überraschenden Erfolg mit dem homöopathischen Mittel CINA hatte. Das müßte sich über die Suchfunktion finden lassen.

Gruß Synnie-do

Wow, ja, habe den Bericht gelesen - klingt wie meine eigenen Beschwerden und das Mittel wie ein Wundermittel Smile

Danke für den Tipp. Jetzt habe ich aber schon eine Therapie mit meiner Orthjoptistin vereinbart: 4 Tage lang Atropin tropfen zum Auflösen des Spasmus und währenddessen die "echten" Kurzsichtigeitswerte (also ohne Akkommodationskrampf und der daraus resultierenden "Pseudomyopie") messen. Anschließend langsam an die neue, schwächere Brille gewöhnen. Ich bin sehr gespannt. Und ansonsten gibt es ja noch das von dir genannte Mittel... Wink

Hallo,

ich bin ja nur ein einfacher Optiker der MKH. Aber so einige Fragen kommen mir beim Lesen des Berichtes.

Da vor "Prismen" gewarnt wird, wurde trotz eindeutiger Befunde nie prismatisch sauber korrigiert. Warum der Optiker nichts gefunden hat, bleibt schleierhaft, da alle Ärzte, Orthoptisten einen Winkel zwischen der Stellung der Augen ausmachen und der Probant über Doppelbilder klagt. Da muss was nicht sauber gemessen worden sein.

Als MKH-Anwender macht man in ähnlichen Fällen die Beobachtung, das eine verkrampfte Augenstellung auch zu einem Spasmus in der Akkomodation führte, der sich manchmal schon während der Augenglasbestimmung (ab 45 min. aufwärts) anfängt zu lösen. Nicht selten aber auch erst bei Folgemessungen und Versorgungen sich auflöst.

Es ist mittlerweile längst eine zwar immer noch bestrittene, aber hinreichend bestätigte Tatsache, das Prismen nicht schaden können! Sollte ein Wert im Winkelfehler zwischen beiden Augen wirklich manifest werden, zeigt dies nur die wahnsinnig hohe Anspannung, die vorher geherrscht haben muss, nicht mehr und nicht weniger!

Allerdings bleibt jeder hier selbst seines Glückes(?) Schmied. Jedenfalls alles Gute!

Hallo Mrii,

mit dem Lösen der Atlas Blockaden bist auf einem entscheidenden und wichtigen Weg - da bleib bitte dran und lasse Dir Übungen näherbringen, die die HWS-Muskulatur stärken. Lass Dich bitte komplett untersuchen in Sachen Beinlängendifferenz, Beckenschiefstand und sonstiger Wirbelsäulenfehlstellungen. Und dann: Rückenschule! Und die Übungen zur Stärkung der Muskulatur lebenslang. Sind nur ein paar Minuten am Tag und tun gut.....ich mache diese Minuten inzwischen gerne, weil meine Lebensqualität dadurch enorm gestiegen ist, ich leistungsfähiger und ausgeglichender bin. Wie schön ist es ohne HWS-Beschwerden!

Deine Augen: Da Du ein leichtes Innenschielen (Mikrostrabismus?) hast, ist es klar, dass Du mit den abgeschwächten Minusgläsern besser zurecht kommst, denn je mehr Minus im Glas, umso mehr Konvergenz bei den Augen. Wenn es ein Akkommodationsspasmus ist, dann ist die Atropintherapie angezeigt, um diesen zu lösen. Also bist Du da auch auf dem richtigen Weg. Aber es muss abgeklärt werden, ob nur eine Esophorie oder eine Esotropie vorliegt. Es kann auch sein, dass sich auf den Mikroschieler eine phorische Komponente draufgepackt hat, daher die asthenopischen Beschwerden - diese sollte mit Prismen korrigiert werden. Der Mikroschielwinkel sollte in Ruhe gelassen werden, denn kann und sollte man nicht korrigieren. Übrigens kann ein Sturz auf den Kopf genau diese Probleme auslösen. Auch da bist Du mit Deiner Vermutung auf dem richtigen Weg. Durch die Gehirnerschütterung dekompensiert dann zuweilen ein Schielen bzw. eine phorische Komponente.

Ich drücke Dir die Daumen!

Viele Grüße

Kerstin

Hallo Mirii,

ich möchte dir die sehr ähnlichen Probleme meiner Tochter in Kurzfassung schildern: Im September letzten Jahres Sturz auf den Kopf, seitdem schwankende Doppelbilder und starke Akkomodationsstörungen. Wir haben einen Diagnose-Marathon hinter uns. Mittlerweile befindet sich Tami in sehr guter ärztlicher Betreuung in der Augenklinik der Uniklinik Tübingen, wofür wir regelmäßig durch ganz Deutschland fahren - das ist es uns aber wert. So ganz langsam werden die Beschwerden besser; meine Tochter kann wieder bedingt lesen und Fahrrad fahren, sie schaft es - wenn es ihr körperlich gut geht - für kurze Zeit die Doppelbilder zusammenzubringen und scharf zu stellen.

An Pillchen und Kügelchen haben wir alles durch, Wirkung gleich null. Prismen funktionieren ohnehin gar nicht, da die Doppelbilder sich ja ständig verändern. Für die Nahsicht trägt Tami eine ganz normale Brille mit 2 dpt, einfach um zu vergrößern. Neurologisch ist sie auch komplett auf den Kopf gestellt worden, gottseidank nichts. Eine Zeit lang ging es ihr psychisch sehr schlecht, sie hatte überall Zuckungen, nahm stark ab, war weinerlich und hatte einen mit AB zu behandelnden Infekt nach dem anderen (jetzt auch grad wieder). Das veranlaßte die hilflosen Neurologen auch dazu, dringend eine Psychotherapie anzuordnen. Haben wir aber nicht gemacht. 

Einer der ersten Ratschläge des ebenfalls behandelnden Arztes an der UKE Hamburg war: "Dies ist eine der häufigsten nicht diagnostizierten Folgen nach einem Schädel-Hirn-Trauma. Man kann NICHTS machen, gar nichts. In 90 % der Fälle geht es wieder weg nach 1 bis 3 Jahren."

Wir waren anfangs geschockt. Das konnte doch nicht sein, rein gar nichts? Osteopathie haben wir auch gemacht, sind weiter rumgereist und und und. Aber er scheint recht zu haben. Die Bildgebung in MRT und CT sind mit dem heutigen Stand der Technik noch nicht so ausgereift, dass man irgendwas erkennen kann. Es ist bei unserer Tochter kein Muskel gedehnt laut Bild, kein Nerv kaputt, nichts - aber da ist vermutlich doch irgendwas. Und das findet man nicht und daher wird gesucht und gesucht. Auch orthopädisch hat man was bei ihr gefunden, eine Blockade. Wir haben die Therapie mittlerweile wieder abgebrochen.

Gute Besserung und liebe Grüße von Kico

Hallo Kerstin,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Meinst du. dass die Doppelbilder möglicher Weise mit den Atlas Blockaden zusammenhängen können oder sind dies zwei voneinander unabhängige Probleme, die man jeweils einzeln angehen sollte? (Mein Sturz auf den Hinterkopf ist übrigens über zehn Jahre her.)

Was meine Atropin-Therapie angeht: Gestern wurden die Augen nach 4 Tagen Atropin-Tropfen ausgemessen: L-6,5 R-6,5 (mit Maschine). Anschließend kam bei der subjektiven Feinabstimmung mit Sehtafeln heraus: L-7,75  R-6,5 (= 1,0 müsste wohl heißen Visus =1, oder?)

Im letzten Herbst bekam ich vom Optiker die Werte L-8,25  R-7,0 mit jew. Visus 1,0 verpasst - das war, kurz bevor die Doppelbilder eintraten. Meine runtergerechnete aktuelle Brille vom März beträgt L-7,25  R-6,5 mit jew. Visus 0,7.

Insofern scheint es, als wäre die Atropin-Therapie erfolglos gewesen. Die nun von der Augenärztin bestimmten Werte entsprechen in etwa denen der aktuellen Brille. Diese verursacht aber Augenschmerzen und stärkere DB als meine 5 Jahre alte Brille (L-6,75 R-5,5). Dabei ist es mir unerklärlich, wieso ich mit 34 jahren immer noch schlechtere Augenwerte bekomme...Es scheint kein Spasmus vorhanden gewesen zu sein. Und wenn doch (immerhin habe ich auf dm linken Auge -1,25 dpt Differenz zwischen maschinellem Messwert und subjektiv bestimmten Wert) dann hat er sich trotzt 4 Ampullen Atropin nicht gelöst.

Leider konnte die Augenärztin mir keine Auskünfte dazu geben. SIe meinte, dass ein Spasmus i.d.R. nur auf einem Auge vorliege und dann die DB nur auf einem Auge auftreten würden (komische Aussage). SIe versteht nicht, dass ich mit meiner aktuellen Brille Augenschmerzen und Doppelbilder habe, die mit der schwächeren Brille besser werden,

Was bedeutet, "dass sich auf den Mikroschieler eine phorische Komponente draufgepackt hat"? und dass man den Mikroschielwinkel in Ruhe lassen sollte? Prismen scheine jedenfalls keine Lösung zu sein, da sowohl von 2 Orthoptistinnen und einem MKH-Optiker ein nur sehr kleiner Schielwinkel festgestellt wurde, den man laut allen Dreien nicht mit Prismen korrigieren sollte, um ein manisfetses Schielen zu vermeiden. Also doch ein HWS-Sydrom? Die ortophtistischen Befunde lauteten übrigens: "schwankender convergenter Winkel mit zeitweise DB" bzw. "dekompensierte Esophorie".

Da die bisherigen Orthoptistinnen und Augenärzte mit ihrem Latein am Ende sind (Zitat), weiß ich gar nicht mehr weiter. Ich trage jetzt immer die alte Brille,  nur beim Autofahren unter Schmerzen die aktuelle. Ich habe mittlerweile sämtliche Hobbys und soziales Leben komplett abgestellt, da es schon schmerzt, jemandem nah in die Augen zu schauen. kein Kino, kein Lesen, kein Sport. und TV nur mit einem abgedeckten Auge. Ich fühle mich wie behindert und habe keine Lebensfreude mehr Sad Kontaktlinsen tragen ist erst recht schwierig, weil ich nicht die richtigen Werte finde und mir immer schwindelig wird. Habe sämtliche Gößen zwischen 5,0 und 7,5 zu Testzwecken auf Lager... (auch die Stärken, die ich die letzten 5 Jahre problemlos getragen habe, vertrage ich plötzlich nicht mehr)

Jetzt war ich die ganze Woche wegen der Atropin-Therapie krankgeschrieben - ohne Erfolg. Mein Chef hoffte, dass ich ab Montag wieder voill einsatzfähig bin, aber mit diesen Sehproblemen wird es die Hölle werden. Und keine Lösung in Sicht.

Ich überlege nun, für 500,- EUR diese Atlas-Therapie nach Arlen zu machen, wie vom Orthopäden empfohlen. ABer er meinte auch, dass die Erfolgsaussichten nicht vorhersehbar sind.

Hat denn noch jemand eine Idee oder eine Tipp für mich? Es muss doch in Berlin jemanden geben, der sich mit diesen Problemen auskennt...

Danke im Voraus

Miri

Wenn die Ursache ein HWS-Syndrom ist wie insb. Verspannungen / Durchblutungsstörungen am Atlas, dann würde es sich bei den Doppelbildern doch um ein "Lähmungsschielen" handeln, oder?
Würde dies ein Augenarzt sofort von einem Begleitschielen oder einem lateten Schielen unterscheiden können?

Angeblich sieht man, dass mein rechtes Auge leicht nach innen gerichtet ist...

Der Orthopäde möchte wie gesagt eine (teure) Atlastherapie durchführen, die AUgenärzte schicken mich lieber in die AUgenklinik (Strabologie).

Ich weiß nicht, genau, ob ich nun eine demompensierte Esophorie oder Esotropie oder Mikrostrabismus oder ein Lähmungsschielen habe. Worin würden denn die Therapie-Unterschiede bestehen?

Viele Grüße
Miri

Hallo Miri,

also mir scheint am einleuchtendsten, was Herr Mosch weiter oben schrieb. (Also mit Prismen ein anstrengungsärmeres Sehen zu ermöglichen).

Und die homöopathische Variante ziehst Du nicht mehr in Betracht? Euro 7,50 für ein paar Kügelchen, ist das nicht den Versuch wert?

Grüße

Synnie-do

doch, das cina d6 nehme ich schon seit einigen Tagen - bisher ohne jede Wirkung,

Und Prismen haben mir weder die Orthoptistinnen noch der Optikermeister (Messung nach MKH) empfohlen. Ich habe sogar Prismengläser probeweise aufgesetzt. Da hatte ich das Gefühl, durch einen Schleier zu gucken... Der Optiker meinte, ich bräuchte keine Prismen.

Vielleicht habe ich ja eine Art Schielen, die nicht mit Prismen ausgeglichen werden kann und nicht so einfach messbar ist.Jedenfalls merke ich gerade wieder am PC, dass mir die AUgen sehr weh tun (stechender Schmerz hinter den AUgen. Und wenn ich Kontaktlinsen trage, dann fühlt es sich an wie ein Druck . Das angenehmste ist wie gesagt die alte viel zu schwache Brille, mit der ich aber auch die besagten DB habe.

habe mir gerade einen Termin für eine Atlas-Aufnahme geben lassen. (Bei Selbstzahler bezügl. Atlas-Threapie bekommt man sogar von heute auf morgen einen Termin beim  Radiologen!!! Da arbeiten die Fachärzte wirklich mal "Hand in Hand" Lol

Aber vielleicht hat Herr Mosch (vielen Dank auch) ja recht und der Optiker wollte mir etwas Gutes tun, indem er mir keine Prismen verschrieb. Immerhin habe ich ihm vorher gesagt, dass ich hobbymäßig Showtanz  und Sport mache und das mit Brille nicht ginge und daher nicht auf Kontaktlinsen verzichten möchte. Abgesehen von den potthässlichen und sauteuren dicken Gläsern, die ich jetzt schon benötige. Ich komme mir mit Brille wie behindert vor durch das eingeschränkte Sichtfeld und vielen EInschränkungen im Alltag. Ich sehne mich schon lange nach einer Laser-OP, die ich nur noch nicht machen ließ, weil meine Werte sich immer noch verchlechtern. DIe Lebensqualität, die ich seit vor 20 Jahreb mit meinene ersten KL gewonnen habe (mit das beste, was mir passiert ist!), nun wieder herzugeben, das kann ich mir einfach nicht vorstellen! Das ist für mich so wie verurteilt zu werden, ein Leben lang eine Krücke mit sich rumzutragen.

Sorry, wenn ich evtl. etwas übertreiben mag. Ja, man sollte froh sein, dass es Sehhilfen überhaupt gibt. Aber ich empfinde nun  mal so. Ich hasse Brillen und fühle mich momentan wie "amputiert". Lieber würde ich eine OP machen als ein Leben lang so eine doofe Prismenbrille auf der Nase tragen zu müssen, die wahrscheinlich immer dicker und dicker und dicker wird...und dann sieht man das schielen auch immer stärker

(mit 34 hat man doch schon genug ungeliebte ertse Alterserscheinungen)

jetzt kommt so eine psychische Komponente dazu, die bei der Debatte m.E. bisher noch gar nicht richtig gewürdigt wurde, oder?

oje, termin in der uniklinik (strabologie) ist erst am 28.6.2010.

weiß gar nicht, wie ich das so lange aushalten soll.

aber ich denke, bevor ich einen zweiten prismen-versuch starte, sollte erst einmal die art und ursache des schielens untersucht und dann die geeignete therapieform gewählt werden. Schielen hat laut meiner augenärztin einen Krankheitswert - im gegensatz zur Heterophorie, die nur eine Abweichung von der Idealform ist. wo auch immer der eigentliche unterschied besteht...

Laut wikipedia ist übrigens eine dekompensierte heterophobie eine form des latenten strabismus, weil sie einen manifesten schielwinkel aufweist. aus diesen schnittmengen rührt wohl diese standespolitische debatte zwischen optikern und augenärzten. aber letztendlich konnten mir 4 augenärztinnen und 3 optiker bisher nicht weiterhelfen! immer nur der verweis auf eine mögliche zu starke fernbrille und gute ratschläge (ich solle nicht mehr am pc arbeiten und augentropfen gegen trockene augen nehmen).

vielleicht kann man ja in der augenklinik tatsächlich die ursache finden und behandeln. dass der schielwinkel bei seitlichen blick nach rechts deutlich stärker ist, sei wohl ein anzeichen für ein lähmungsschielen, welches wiederum viele ursachen haben kann...

auch, wenn ich mehr mit mir selbst rede als in einem austausch mit euch, tut es mir gut, hier ein wenig zu schreiben Wink

würde mich aber trotzdem über "euren senf" freuen! Smile

Miri

 Die Bildgebung in MRT und CT sind mit dem heutigen Stand der Technik noch nicht so ausgereift, dass man irgendwas erkennen kann. .

Gute Besserung und liebe Grüße von Kico

Hier hilft nur PET was herauszufinden. Doppelbilder nach Sturz auf dem Hinterkopf ist nichts seltenes. Und da nichts mit "Prismen" gefunden worde heißt nicht , dass da etwas nicht sein könnte. Ich selber kenne keine Uni- Augenklinik in Deutschland die z. Zt. etwas in dieser Richtung wirklich voll auf dem Kasten hat. Auch nicht Tübingen, wobei Tübingen in einfachen Sachen sehr wohl gute Diagnostik betreibt.  Nur bei Problemen mit dem Binokularsehen haben sie es m.E. nicht so gut drauf.  

Ich interpretiere hier nur ihr" Resümee" von ihrer Tochter.

Akkomodationstörungen sind z.B. bei Sympathicus- und Pararsympathicusläsionen obligat. Doppelbilder bei Störungen im Muskelgleichgewicht oder Verarbeitung der nervalen Strukturen der Hirnnerven, der Hirnnervenimpulse  oder im synaptischen Spalt. Eine Augenmuskellähmung, auch teilweise, würde die Beschwerden nicht erklären.

Ein gemesser Schielwinkel ist ein manifestes Schielen. Eine dekompensierte Esophorie muss selbstverständlich entsprechend angegangen werden.  Nämlich mit Prismen oder Prismenfolien. Eine Akkommodationstörumg resultiert auch aus einer dekompernsierten nicht korrigierten Phorie. Wer das leugnet ist m.E. ein Dummschwätzer. Akkommodationstörungen treten viel häufiger binokular, sehr, sehr selten monokular auf.

Weder dein Augenarzt, noch dein Optiker oder deine Orthoptistinnen wissen, was hier zu tun ist. Das ist recht traurig und, wenn man sich das genauer betrachtet, beschämend für alle beteiligtend Berufsrichtungen.

Hallo Mirii,

ich kann Agnes Maria nur beipflichten, es ist leider so, dass Du keine optimale Versorgung erhalten hast in letzter Zeit. Schreibe uns mal, wo Du wohnst, dann können wir vielleicht helfen.

Gruß

Eberhard

Ich wohne in Berlin. Ja, für einen Tipp bezüglich eines Spezialisten für "schwierige Schielfälle" in dieser Stadt wäre ich dankbar! Smile

Hallo Mirii,

Name schicke ich Dir per PN...

Viele Grüße

Kerstin

hallo Miri,

gerade fand ich das im Netz unter Symptomen einer chronischen Quecksilbervergiftung auch Akkomodationslähmung, Augenschmerzen und Doppelbildwahrnehmung. Vielleicht ist das noch eine Spur für Dich. Falls das auf Dich paßt, kannst Du im Forum www.symptome.ch jede Menge Infos und gute Ratschläge bekommen.

Gruß Synnie-do

Ja, auf dieses Thema bin ich auch gestoßen bei meier Suche. Jedoch sind meine Symptome eher untypisch dafür.

Natürlich muss ich alles im Hinterkopf haben und ausschließen wie auch MS, Myasthenie, Schilddrüse, Rheuma usw. usw..

Zentrale Nervenerkrankungen und damit einhergehende Symptome (Doppelbilder sind nur ein ganz kleiner Teil davon) können ja sooooo viele Ursachen haben - je länger man sucht, umso mehr findet man und umso verrückter macht man sich. Heute hatte ich sogar schon das Gefühl, dass meine Arme schmerzen und das Lenkrad nicht mehr halten wollten, nachdem ich gestern den Hinweis auf eine mögliche Myasthenie bekommen habe.

Vielleicht muss ich einfach mal zum Allgemeinarzt gehen für einen Bluttest oder Rundum-Check.

Danke dir!

Hallo Miri,

Show-Tanz und Sport bei der vorhandenen Kurzsichtigkeit erachte ich für eine Kontra-Indikation!

Zumal Nackenwirbel und nicht nur diese mit inzwischen 35 Jahren Ihre Lasten zu tragen hatten.

Mich wundert da nichts.

Der Sport ist zudem ein Ausgleich, der das Auffinden der Störungen im Binokularsehen eine zeitlang blockieren kann (es gilt hier, eine abribischere Technik einzusetzen, um hinter die Störung per MKH zu gelangen).

Empfehlung betreff der Sportarten: Umsteigen auf reine Ausdauersportarten (z.B. walking!)

Korrektion der Binokularstörungen über die gut vertragenen KL mittels Brille, diese kann ja zur Eingewöhnung evtl. erstmal nur sporadisch getragen werden (solange bis sie die Phobie gegen eine Brille -von innen her- selbst widerlegt).

Dazu muss in Berlin ein echter Könner in Sachen WF ran. Diesen sollte es in der Stadt, in der die Wiege der MKH stand, auch geben. Kerstin hat ja ihre Hilfe schon signalisiert.

Alles Gute!

Huch, Herr Mosch - Ich glaube, Sie spaßen mit mir Wink

Sie meinen ernsthaft, dass Kurzsichtige mit 34 J. keinen Sport machen oder auf Walken umsteigen sollten??? Ich bin doch noch keine 80 und habe mein Leben noch vor mir!!! (Wenn ich nun kaputte Beine hätte, aber ich bin doch nur kurzsichtig...) Und Sie wollen wirklich sagen, dass es somit nicht wunderlich sei, Sehstörungen zu bekommen?  (Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht eher ironisch gemeint ist...)

Auch, dass Sport hinsichtlich der Diagnose mittels MKH störend sein kann, wenn ich das richtig verstanden habe, ist für mich nur schwer glaubhaft zu machen. Jedenfalls mache ich seit 3 Monaten sowieso kein Sport mehr, weil ich aufgrund der Augenschmerzen und Doppelbilder sämtliche Aktivitäten neben der Arbeit abgeschaltet habe.

Ihren vorletzten Satz bezüglich KL und Brille habe ich leider sachlich nicht verstanden. Ich vertrage zur Zeit weder KL noch Brille. Sporadisch kann ich allerhöchstens KL tragen (für 1-2 Stunden oder so). Die Brille mit Visus 0,5 ist gerade so im Alltag auszuhalten. Von einer Brillenphobie kann keine Rede sein. Es ist eher eine (begründete) Ablehnung als eine "krankhafte Angst".

Ich danke für Ihre Ratschläge, Herr Mosch, die bestimmt nett gemeint sind - aber irgendwie fühle ich mich jetzt schrecklich Sad

Egal - auch Ihnen alles Gute! Smile

Hallo Miiri,

bei hoher Kurzsichtigkeit kann jede höhere Anstrengung zu einer Netzhautablösung führen, deshalb hat Herr Mosch sicher den Sport angesprochen.

Kontaktlinsen wurden früher doch gut vertragen, was ist an den Linsen jetzt anders? Wenn es am beidäugigen Sehen liegt, ist es, wie Herr Mosch schreibt, sinnvoll, über die KL bei Bedarf eine Brille mit der Schielkorrektion zu tragen. Dann kann die Verträglichkeit steigen.

Gruß

Eberhard

ach so ist das "über die KL" gemeint! Verstehe. Danke für die Aufklärung!

Das klingt einleuchtend. Ich kann die Linsen momentan auch nur deshalb nicht vertragen, weil die asthenopischen Beschwerden damit sehr viel stärker sind als mit Brille und weil ich auch keine Ahnung habe, welche KL-Werte ich tragen sollte.  Aufgrund der noch fehlenden Diagnose kann mir da im Moment leider auch kein  KL-Spezialist weiterhelfen. Und da ich ja bereits vom MKH-Optiker und 2 Orthoptistinnen die Aussage bekommen habe, dass Prismen bei mir keinen Sinn machen würden (sogar testweise kurz ausprobiert!), muss ich jetzt erst einmal darauf hoffen, dass die Augenklinik (Termin am 28.6.) mir vielleicht irgendwie weiterhelfen kann...

Es muss doch nicht immer sein, dass Prismen das Allheilmittel darstellen, oder? Vielleicht sollte man ja zuerst die Ursache des Problems herausfinden, bevor man sich mit der Endlösung Prismenbrille abfindet, auch wenn es die einfachste Lösung ist. Wenn es sich z.B. um einen Akkommodationsspasmus handelt, dann macht es doch keinen Sinn, nur Prismen drüberzu packen - Oder sehe ich das falsch?

Ich hoffe jedenfalls immer noch darauf, dass es eine Lösung meines Problems gibt und nicht nur eine Bekämpfung der Symptome auf Lebenszeit..

Ich werde jedenfalls über den weiteren Velauf berichten...

Viele Grüße

Smile

Miri

Hallo Eberhard,

Danke für Deinen Einsatz!

Hallo Miri,

Eberhard hat Dir schon berichtet, so meinte ich dass!

Zusätzlich gibt es bei Aerobic etc. statt einer Entlastung der Schulter / Nacken-Partie evtl. zusätzliche Belastungen, die auf das Sehen rückstrahlen können (gerade im BinokularSehen). Denn Störungen im Bereich der oberen Halswirbel und im Sehen wirken aufeinander ein.

Alles Gute!

Es muss doch nicht immer sein, dass Prismen das Allheilmittel darstellen, oder? Vielleicht sollte man ja zuerst die Ursache des Problems herausfinden, bevor man sich mit der Endlösung Prismenbrille abfindet, auch wenn es die einfachste Lösung ist.

Hallo Miri,

ich finde den von Dir formulierten Satz geradezu "Ehrlich, köstlich und trotzdem widersinnig in sich".

Von Allteilmittel redet hier keiner, sondern von binokularen Sehstörungen bis hin zu Doppelbildern im Sehen über beide Augen. Neben OP´s die ohne gute Vorbereitung (Prismenausgleich lässt grüssen) auch verschlimmbessern können, gibt es als probate Methode zum Bilderschieben zueinander und aufeinander nur die Prismen.

Übrigens, ein Prisma ist ein optisches Bauteil variabel in Grösse, Stärke und Basislage. Bauen kann ich mit "Bauteilen" z.B. durchaus ein Schloss, aber auch eine Bauruine. Konstruktion und Methodik bleibt hier u.a. zum Ergebnis wesentlich!

Die Ursache der Probleme kann angeborenen sein. Es kann ein organisches Leiden, eine Nervenkrankheit oder eine Muskelschwäche sein (gestatten, oft ist es wirklich eine Bauruine im Sehen), Besserung im Sehen schafft nur eine optimal angemessene Korrektion jedes Bildlagefehlers. Diese kann sich dann im Ergebnis als langzeitstabil erweisen. Sie kann sich schwankend, ansteigend oder sogar in der Wirkung reduzierend ausgestalten. Durchaus hierbei auch abhängig von der zugrunde liegenden Ursache. Aber symptomatisch muss eine sauber angemessene Versorgung längerfristig immer zu einer Beschwerdeminderung führen, sonst war etwas unkorrekt.

Die "einfachste Lösung" jedoch ist es ganz sicher nicht! - Dies zeigt der bislang erlebte Leidensweg hier wieder mal nur allzu deutlich. Nichts für ungut!

Hallo Mirii,

eine Prismenbrille ist nicht unbedingt eine Krücke zur Bekämpfung von Symptomen. In den meisten Fällen setzt sie sogar an der Hauptursache an und beseitigt dadurch das Problem und mit diesem viele andere Symptome (wie z. B. Kopfschmerzen, schlechte Auge-Hand-Koordination, Schwindel, Lese-Rechtschreibschwäche, Tolpatschigkeit). Die Hauptursache ist bei einer Phorie ein Muskelungleichgewicht - wir werden nunmal nicht perfekt geboren und haben keine zwei identischen Körperhälften. Oft ist ja auch ein Bein etwas länger - und dann braucht man eben eine orthopädische Einlage. Und wenn man das Längenungleichgewicht nicht ausgleicht, hat man eben später Probleme mit der Hüfte, den Knien, LWS, BWS und HWS....

Und was nützt mir die Antwort auf meine Frage nach dem "Warum" und nach den Ursachen? Was ist, das ist, man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Wenn mein Frühchen bei der Geburt Sauerstoffmangel hatte und dadurch leichte cerebrale Schäden davongetragen hat, dann kann ich es auch nicht wieder zurück in meinen Bauch schieben und noch mal richtig zur Welt bringen. Es ist dann halt so und das Kind braucht Therapien.

Ich habe gelernt, dass mir die Frage nach dem Warum bzw, der Ursache nur hilft zu verstehen und zu akzeptieren, dass etwas so ist wie es ist. Aber ansonsten schaue ich nach vorne und arbeite am "status quo" weiter. Wink

LG

Kerstin

Es ist ja noch sooooo lange hin bis zum 28.6. - mein Termin in der Augenklinik.

Mittlerweile trage ich nur noch meine alte Brille, mit der die Augenschmerzen geringer sind.  Allerdings muss ich nach der PC-Arbeit ca. 30 min Pause machen, um das Doppeltsehen im Geradeausblick wieder zu aktivieren und mir dem Auto nach Hause fahren zu können (hierauf bin ich angewiesen, d kein ÖPNV-Anschluss!). Wie gesagt, die Doppelbilder sind insbesondere beim Blick nach rechts immer da und nur bei Müdigkeit, nach Anstrengung oder am Morgen auch beim Geradeaus-Blick.

Sportliche Aktivitäten habe ich komplett abgestellt, weil mich Brille und Doppelbilder zu sehr belasten. Autofahren bei Dunkelheit geht auch nicht, d.h. keine Abendplanung mehr. Sad Und jetzt ist mir auch noch der Bügel and der Brille abgebrochen! Abgesehen davon, dass es sich sowieso um ein unschönes Modell handelt, ist es jetzt auch noch mit Klebeband geklebt. Ich bin Single und es ist nicht daran zu denken, jemanden kennenzulernen, so wie ich aussehe und wie ich mich fühle Sad

Kurzum - ich sehne mich nach dem 28.6. und habe Angst, dass ich wieder nur mit guten Ratschlägen abgespeist werde. Daher möchte ich nicht ganz unvorbereitet in den Termin gehen.

Ich hatte ja auf eigenen Wunsch und in Absprache mit der Orthoptistin 4 Tage Atropin getropft und dann meine Werte messen lassen mit dem Ergebnis: -6,5 auf beiden Augen. Dennoch hat die an diesem Tag anwesende Ärztin in den Überweisungsschein an die Augenklinik für das linke Auge wieder den subjektiv ermittelten Wert -7,75 aufgeschrieben und konnte mir nicht sagen, wofür die Atropin-Messung überhaupt gut war ("Ich bin mit meinem Latein am Ende, Sie sollten in die Augenklinik, Strabismus ist eine Krankheit"). Und dafür 1 Woche Krankschreibung!?!

Natürlich bin ich auf der Suche nach der Ursache dafür, dass ich von einem Tag auf den anderen doppelt sehe und Augenschmerzen habe? Ist es überhaupt eine Phorie? Diese Diagnose ist eine sicherlich naheliegende Vermutung, sie entbehrt aber einer ausreichenden ärztlichen Diagnostik.

Was kann dieser Messunterschied zwischen -6,5 und -7,75 auf dem einen Auge bedeuten?
Was kann es bedeuten, dass der Schielwinkel nicht konstant ist? Ist das normal bei der sog. Winkelfehlsichtigkeit?
Spricht es für einen besonderes großen Schielwinkel, wenn ich manchmal aus ca. 3 m Entfernung den Fernseher (68 cm Diagonale) 2 Mal nebeneinander sehe (und nicht nur versetzt)?
Was, wenn man nun in der Augenklinik wieder nur die schwachen Tropfen verwenden, mit denen meine Nahakommodation nicht ausgeschaltet wird? Immerhin habe ich keine Ergebnisse meiner "Atropin-Therapie" erhalten.

Zu guter letzt interessiert es mich auch, wie groß meine Chancen auf eine OP sind. Ich kann mir nicht vorstellen, für immer derartige Sehprobleme zu haben und wünsche mir, eines Tages wieder Kontaktlinsen tragen zu können.

Sicherlich muss ich solche Fragen mit der Klinik absprechen, aber ich bin so neugierig...

Ich erwarte ja nicht wirklich Antworten auf alle Fragen, einige sind vielleicht auch etwas rhethorisch. Aber die erste Frage (Differenz der Messwerte) beschäftigt mich sehr!

Viele Grüße

Miri

 Aufgrund der noch fehlenden Diagnose kann mir da im Moment leider auch kein  KL-Spezialist weiterhelfen. Und da ich ja bereits vom MKH-Optiker und 2 Orthoptistinnen die Aussage bekommen habe, dass Prismen bei mir keinen Sinn machen würden (sogar testweise kurz ausprobiert!), muss ich jetzt erst einmal darauf hoffen, dass die Augenklinik (Termin am 28.6.) mir vielleicht irgendwie weiterhelfen kann...

Oh, oh, ...

da scheinen ja absolute Spezialisten am Werke zu sein....:-(

Habe ich richtig gelesen, dass auch beim Fernsehen Doppelbilder auftreten? Dann ist kein Akkommodationsspasmus die Ursache der Doppelbilder.

Schielen hat laut meiner augenärztin einen Krankheitswert - im gegensatz zur Heterophorie, die nur eine Abweichung von der Idealform ist. wo auch immer der eigentliche unterschied besteht...

Miri

Eine Heterophorie ist auch ein Strabismus, aber eben ein latenter und wenn der Probleme macht dann ist diese Art von Schielen eben auch patophor.

Ich drücke Ihnen die Daumen für den 28.06. Hoffentlich geraten Sie in der Augenklinik nicht an einen Assistenzarzt der damit nichts anfangen kann oder an einen Orthoptistin die nicht weiß was sie machen muss. Die anderen zwei davor schienen ja nicht sehr kompetent zu sein. 

Noch was zu den refaktiven Werten: man misst nicht objektiv mit einem Refraktor die Brillenwerte aus. Keiner weiß ob Sie wirklich geradeaus gesehen haben und ob der Abstand stimmt. Sprechstundenhilfen achten auf so was nicht. (Sehe ich hier bei meiner Arbeit. Hauptsache erledigt. Die Hintergründe der Messung ergibt sich für sie nicht.) Danach war eine subjektive Refraktion dran und hier kam es eben zu R -6,50 dpt und L - 7,25 dpt. Deswegen steht das eben auf dem Überweisungsschein.

LG

A.M.

@AgnesMaria

Warum ist eine Akkommodationsspasmus als Ursache auszuschließen, nur weil ich beim Fernsehen auch Doppelbilder habe? Wie unterscheiden sich denn Doppelbilder, für die ein A.spasmus die Ursache ist? Laut einer Orthoptistin, die über dieses Thema eine Abhandlung geschrieben hat, spricht allein die Tatsache, dass die Beschwerden mit der schwächeren, alten Brille besser werden, für einen A.spasmus.
 

Was die refraktiven Werte angeht - welchen Sinn macht die Messung überhaupt, wenn man hinterher noch einmal subjektiv misst, schlicht davon ausgehend, dass die Messung per Refraktometer sowieso nicht korrekt war? Man hat bei mir viele Male per Refraktometer gemessen. Erst nach 1 Woche Atropin waren die "Tröpfchen-Werte" stabil. Ich habe gelesen, dass hierbei die "reale" Kurzsichtigkeit ausgemessen werden kann, um eine Pseudomyopie abzugrenzen. Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, was es bedeutet, dass man per Refraktometer -6,5 und subjektiv -7,25 gemessen wurden, wobei der subjektiv gemessene Wert noch im letzten Herbst  noch bei -8,25 lag! Das könnte doch wirklich auf eine Pseudomyopie i.V. mit einem Akkommodationsspasmus hindeuten?

@AgnesMaria

Warum ist eine Akkommodationsspasmus als Ursache auszuschließen, nur weil ich beim Fernsehen auch Doppelbilder habe? Wie unterscheiden sich denn Doppelbilder, für die ein A.spasmus die Ursache ist? Laut einer Orthoptistin, die über dieses Thema eine Abhandlung geschrieben hat, spricht allein die Tatsache, dass die Beschwerden mit der schwächeren, alten Brille besser werden, für einen A.spasmus.
 

Einen Akkommodationsspasmus hat man nicht in der Ferne also 5 m sprich unendlich und mehr sondern im Nahbereich , wenn man also auf eien Gegenstand, ein Bild akkommodiert.  Das macht man nicht daran fest, weil die alte Brille angenehmer zu tragen war. Das hier entspricht mehr einem dekompensierten latenten oder manifesten Strabismus. Dafür sprechen ja auch die Doppelbilder in der Ferne. Und weil eine Orthoptistin mal eine Abhandlung geschrieben hat, heißt das nicht im Umkehrschluß das sie alles weiß. Hier versagt sie gerade kläglich.

Eine objektive Refraktomie in Zyckloplegie mißt man mit einem Skiaskop aus. Da sieht man schön ob noch nachgezogen, heißt akkommodiert, wird. Mit weitgetropften Augen kann man nur grob eine subjektive Refraktion machen. Richtigerweise sollte man bei Ihnen nach einer Woche Atropin 14 Tage bis 3 Wochen damit warten.  

 LG A.M.

P.s. Ein Akkommodationsspasmus allein macht in der Ferne keine Doppelbilder, weil da nun einmal nicht akkommodiert wird  und woher sollen die Doppelbilder kommen wenn die Augen orthophor stehen? Hat ihre "Orthoptistin" mal darüber nachgedacht?  

Herzlichen Dank! Ich hatte mich mangels näherer Untersuchungen und fehlender Diagnosen fast schon am Thema "Akkommodationsspasmus" festgebissen. Jetzt glaube ich auch nicht mehr daran...

Trotzdem freue ich mich, dass nach Dauertragen der alten, zu schwachen Brille für nunmehr rund 2 Monate mein Visus von 0,5 auf 0,8 (manchmal sogar mehr) angestiegen ist (ich habe mir dazu selbst Visustafeln ausgedruckt und merke deutlich, dass ich nicht mehr die Unsicherheiten z.B. beim Autofahren habe wie noch am Anfang). Ich denke, dass -8,25 dpt in der brille auf jeden Fall zu hoch gegriffen war - auch wenn das nicht die (Haupt)Ursache für die Doppelbilder sein mag.

Atlastherapie nach Arlen 500€????????

Ich bin ja ein Freund von Atlastherapie, fahre allerdings jetzt  mit Sohni nach Köln und mache nicht mehr Arlen sondern Gutmann.

Ich habe für Arlen incl. Befunderhebung 100€ bezahlt. Gutmann in Köln kostet beim Ersttermin ca. 150€ dann kommen noch 2-3 Folgetermine a 50 dazu. Das ist ebenfalls weit entfernt von 500€.

Ich glaube kaum, dass ein 10-jähriges Kind nur 1/5 kostet...

Lass Dich nicht über den Tisch ziehen! 500€ ist unverschämt! Falls Du Altlastherapie machst, mach sie woanders, dann bleibt noch viel Geld für ne anständige Brille übrig!

naja, es sind 10 Behandlungen zu je 50,- EUR geplant. das entspricht den offiziellen Kostenlisten. Allerdings habe ich jetzt schon 5 x hinter mir und merke REIN GAR NIX. Ich werde das wohl einfach abbrechen...

... und das Geld in Triggerpunkttherapie investieren - nachdem ich mittlerweile die übelsten Verspannungen habe und mir ständig die Arme und Hände einschlafen Wink

Köstlich! - Aber Recht hat A.M.

@ Paul-Gerhard Mosch

Selbstverfreilich habe ich recht. Nur Mirii hilft das hier leider nicht weiter.

@ Mirii

So aus der Ferne mit Doppelbildern in der Ferne tippe ich auf eine dekompensierte Esophorie oder Esotropie. Und das geht man zuerst mit Prismen an. Aber davon wurde Ihnen von ihren "Super-"Orthoptistinnen abgeraten. Es wäre das Mittel der therapeutische Wahl. Nur die bösen, bösen Prismen machen ja das Auge faul, ist dann die Erwiderungen dieser Koryphäen. Was natürlich nicht stimmt. Ein wenig Ahnung des physiologischen  Sehens und der visuellen Sinneswahrnehmung und  -Verarbeitung würde da selbstverständlich weiterhelfen.  Die beiden Damen die bis jetzt ihr Statement bei Ihnen dazu abgaben finde ich persönlich als etwas naive, schlichte, einfache Menschen deren Wissen doch recht überschaubar bleibt.

Ob ich nun von Winkelfehlsichtigkeit als optometrischer Begriff oder dekompensierte Phorie oder -tropie spreche, so was kann selbstverständlich auch zu Nacken-Halsproblemen führen.

Warten wir einfach den 28.06.2010 ab und dann sehen wir weiter.   

LG

A.M.   

Herzlichen Dank! Ich hatte mich mangels näherer Untersuchungen und fehlender Diagnosen fast schon am Thema "Akkommodationsspasmus" festgebissen. Jetzt glaube ich auch nicht mehr daran...

Wie gesagt, ich tippe auf dekompensierte Esophorie, wenn physiologisch und organisch alles in Ordnung ist. Das ist natürlich keine richtige Diagnose, sondern eine Vermutung, denn ich habe Ihre Augen ja nicht vor mir. Wink

Wenn man Visustafeln zum Sebstprüfen der Sehschärfe nimmt kommt immer der Effekt des Wiedererkennens, der Formerkennung mit rein. Das kann natürlich die Sehschärfe besser erscheinen lassen als sie wirklich ist. Eine überkorrigierte Myopie kann selbstverständlich Sehprobleme vor allem in der Nähe auslösen, aber Doppelbilder entstehen dadurch nicht.

Ob ein Akkommodationsspasmus vorliegt kann man ganz einfach mit der Donders-Methode rausfinden  Wichtig ist dabei der Pupillarabstand und die Messung von Konvergenz und Akkommodation. Als Beispiel: Befindet sich das Objekt in 1 Meter so muss man mit bester getragener Korrektion 1 Dioptrie akkommodieren und 1 Meterwinkel Konvergenz aufbringen um das Objekt scharf zu sehen. In 50 Zentimeter sind es dann 2 Dioptrien und 2 Meterwinkel bei 33 Zentimetern 3 Dioptrien und drei Meterwinkel. Das Verhältniss von Akkommodation und Konvergenz wird in ein Schema eingetragen und man sieht sofort woran man ist. Das Zusammenwirken von Akkommodation und Konvergenz ergibt die Konvergenz- oder Donderslinie.Man muss natürlich die relative Akkommodationsbreite und relative Konvergenzbreite beachten. Den Meterwinkel muss man dann Prismendiotrien oder Gradeinheiten umrechnen. usw. usf.   

LG

A.M.

bin froh, dass es das forum gibt ! Smile

Liebe Forumsmitglieder,

heute hatte ich endlich den langersehnten Termin in der Augenklinik (Charité Berlin, Sehschule). Es hat sich leider meine Sorge bestätigt, dass ich wohl kein "Standard"-Schiel-Patient bin.

Es wurde zunächst die dekompensierte Esphorie bestätigt. Ein Akkommodationsspasmus sei unwahrscheinlich.
Der Schielwinkel sei recht klein, was mich sehr wundert, weil ich teilweise wirklich extreme Doppelbilder habe.

Beim Geraudeausblick wären es wohl 5 Prismen, beim seitlichen Blick aber 10 Prismen.
Aufgrund dieser Abweichnung sei laut Orthoptistin ein Lähmungsschielen nicht auszuschließen.
Außerdem sei meine Augenbeweglichkeit etwas eingeschränkt, was aber mit der recht hohen Myopie zusammenhängen könnte. Hinzu kommt die ungeklärte Ursache für meine nachts einschlafenden Arme und Hände.

Die Orthoptistin und der Oberarzt der Abteilung waren der Meinung, dass man zuerst nach den Ursachen forschen müsse, bevor man eine endgültige Lösung findet. Außerdem könne das Schielen ja evtl. wieder weggehen, denn es besteht  ja erst seit 4,5 Monaten und vorher konnte ich das latente Schielen doch auch kompensieren...
Die Frage der "Ursache" ist hier von mir ja bereits einmal gestellt worden, aber eher auf Verständnislosigkeit gestoßen. Ich würde natürlich alles darum geben, wenn es sich um eine bloße "Winkelfehlsichtigkeit" ohne schlimme Ursachen handeln würde! Aber nun soll ich eine Hirnwasseruntersuchung machen lassen. MS ist wohl trotz MRT und Hirn-SPECT noch nicht vom Tisch.

Witziger Weise wurde schon wieder eine neue Brillenstärke gemessen: LA -7,25 und RA -6,0 mit Visus 1,2!
In meiner letzten Fassung vom März wurden  LA -7,25 und RA -6,5 mit nur 70 % Sehleistung eingearbeitet.
Im letzten Herbst waren es LA -8,25 und RA -7,0 mit Visus 1.0 bzw. 0,9.
Aktuell trage ich allerdings eine Fassung, mit der ich im Herbst weniger als 50% Sehleistung hatte; nun wurde damit 80 % gemessen! Es hat sich offenbar auch bestätigt, dass sich meine Sehleistung verbessert hat.

Ich bekam für 45 min zum Testen ein Prismenglas (5) für das schielende Auge. Die Doppelbilder waren damit zwar im Geradeausblick besser (nicht weg), aber ich fühlte ein sehr unangenehmes Ziehen hiter den Augen, das mir quasi durch Mark und Bein ging. So als ob irgendwelche Wellen durch den Kopf fließen. Sehr unangenehm. Als ich nach 45 min die Brille wieder abnahm, fühlte es sich wie eine Erlösung an. Dabei sollte es doch eigentlich genau andersherum sein, oder?

Man hat mir gesagt, dass es evtl. Wochen dauern könnte, bis man sich an die Prismen gewöhnt. Nicht jeder reagiert wohl sofort positiv darauf. In 4 Wochen ist Nachkontrolle. Wenn der Schielwinklel stabil bleibt und ich die Sache vertrage, dann könne ich mir eine Prismenbrille anfertigen lassen.

Eigentlich wollte man mich zu einer Nachkontrolle wieder zu der bisherigen Orthoptistin schicken, aber ich bestand darauf, wieder in der Augenklinik einen Termin zu bekommen.

Jetzt bin ich etwas platt. Nicht nur, weil ich wieder auf Ursachenforschung gehen muss und MS wieder ins Spiel gekommen ist, sondern auch, weil ich die Prismenbrille als fürchterlich empfand und mit ihr nicht einmal doppelbildfrei war. So niederschmetternd hätte ich mir das Ergebnis nicht vorgestellt. Dabei sagte ein Arzt, dass diese Orthoptistin die Beste auf ihrem Gebiet sei und niemand anderes mich noch besser behandeln könnte.

Jetzt würde mich wirklich gaaaanz doll die meinung der Experten im Forum interessieren. langsam schwimmen mir die felle davon und ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll. Am 3.8. habe ich noch einen Termin bei einem empfohlenen Augenarzt... Kann man denn noch etwas anderes mit mir machen?

Bitte um Rat. Vielen Dank schon mal!

Miri

Hallo Miri,

hast Du früher schonmal von den einschlafenden Armen und Händen geschrieben? Habe ich vielleicht übersehen.

Schielen oder Winkelfehlsichtigkeiten oder irgendwelche Phorien können auch von Problemen mit der Halswirbelsäule herrühren, ebenso das Einschlafen der oberen Extremitäten. Vielleicht hilft Dir ein guter Chiropraktiker oder Orthopäde.

Das ist nach meiner Erfahrung das erste, das vor jeder anderen Maßnahme jetzt geprüft werden muss.

Gruß

Eberhard

@Eberhard

Danke für die Antwort!

Ich glaube, ich habe es zuletzt kurz erwähnt, dass ich unter diesen "Begleitsymptomen" leide. Ich bin in orthopädischer Behandlung, da ich auf das HWS-Syndrom (im weitesten Sinne) als mögliche Ursache für Sehprobleme gestoßen bin. Der Orthopäde hatte daraufhin eine (private) Atlastherapie nach Arlen in petto. Ich habe bereits 5 von 10 Sitzungen hinter mir, aber ohne jede Wirkung. Es wurde auch kein MRT der HWS gemacht, da für "seine" Therapie ein Röntgenbild des Atlas aussreicht. Dies zeigte eine leichte Rotation, aber nichts unübliches. "Kann Probleme machen, muss aber nicht." Heute wurde mir in der Augenklinik gesagt, dass Doppelbilder auf keinen Fall aufgrund von HWS-Problemen auftreten können - allenfalls Schwindel o.ä.

Die Atlastherapie werde ich jetzt abbrechen. Für die einschlafenden Arme hat der Orthopäde auch eine Therapie angeboten: Trigger-Stoßwellentheraoie (Kosten 1.250,- EUR). Ich habe aber kein Vertrauen mehr in diesen Azrt, da er immer sehr schnell urteilt und teure Privatleistungen anbietet, ohne gründlich zu untersuchen und ganzheitlich zu überlegen (für meine laienhafte Auffassung).

Ich glaube, dass die einschlafenden Arme, Tinnitus, Ohrengeräusche, Knacken im Nacken usw. eine Folge meiner allgemeinen Anspannung und meines Bewegungsmangels aufgrund des Schielens / Winkelfehlsichtigkeit sein könnten, denn sie traten zeitlich ca. 3 -4 Wochen später auf. Dann könnten ja evtl. auch Massagen helfen, oder? Mein Orthopäde hat mich zwar schon ein paar mal "mobilisiert", aber das hat gar nichts bewirkt.

Was könnte denn ein Chiropraktiker noch ausprobieren?

Dummer Weise sind Doppelbilder und einschlafende Extremitäten auch die beiden typischen Frühsymptome bei MS Sad
(Jetzt gerade schläft mir heute zum vierten Mal mein rechter Fuß ein - das hatte ich früher nie...)

Gruß

Miri

Hallo Miri,

bei meiner Frau hat erst ein Chiropraktiker durch Einrenken der Wirbel eine starke Erleichterung von einschlafenden Armen und Händen erreicht. Auch starke Rückenschmerzen wurden deutlich weniger nach jeder Sitzung. Orthopäden haben nichts bewirkt, auch Schmerztherapien sogar Stationäre waren erfolglos.

Deswegen schrieb ich :guter Chiropraktiker und Orthopäde, dabei meinte ich natürlich auch guter Orthopäde. Beruflich arbeite ich mit einem Orthopäden zusammen, der die Zusammenhänge von Augenfehlstellungen und Wirbelfehlstellungen erkannt hat und sogar mit Kieferorthopäden zusammenarbeitet, also sind wir ein Dreiergestirn: Orthopäde-Kieferorthopäde-Augenopitker.

Gruß

Eberhard

Mein Orthopäde, auch Chirotherapeut, hat mir schon mehrmals alle möglichen Blockaden der WS gelöst. Ich habe aber keine Veränderung danach bemerkt. Außerdem hatte ich Cranio Sacral Therapie - ohne jeden Effekt. Auch mein Zahnarzt ist "im Boot", aber auch ohne Erkenntnisse.  Yantramatte, Nackenkissen, Magnesiumtabletten, homöopathisches Zeug, Gymnastik, Wärmekissen haben allesamt nichts gebracht. Die Arme schlafen nachts immer ein, es sei denn, ich lege sie geradegestreckt hin. Aber tagsüber habe ich immer Schmerzen untersdchiedlichen Ausmaßes in den Armen.

Mein größtes Problem ist irgendwie, dass sich niemand für eine Lösung zu interessieren scheint. Wenn man mir nicht standardmäßig helfen, werde ich entweder an Kollegen verwiesen oder (Orthopäde) nutzt die Chance, um teure Privatleistungen zu verkaufen. Meine Hausärztin empfiehlt mit Psychotherapie und Yoga. 

Selbst heute in der Charité war es so, dass die Orthoptistin sagte, es täte ihr leid, dass sie keine zufriedenstellende Lösung anbieten kann. Ich solle Abwarten, was andere Untersuchungen ergeben (welche auch immer) und ob die Prismen nach einiger Zeit Tragen akzeptiert werden (die aber auch nicht DB-frei machen) und alles "beobachten", da sich das Schielen ja vielleicht wieder spontan zurückbilden könne. (Wunder?) O.K. Sie ist die Fachfrau, dachte ich. Da war ich zunächst noch guter Dinge, dass ich in guten Händen sei...  Aber dann wollte sie aber nicht einmal einen Nachsorgetermin vereinbaren, weil ich die Prismen ja auch woanders kontrollieren lassen könne! Was soll das denn? Wieder woanders hin und bei Null anfangen? Das hatte ich schön zu Genüge! Gerade, wenn man den Verdacht hat, dass es ein Lähmungsschielen sein kann - dann sollte man mich doch nicht wieder zu dem Arzt zurückschicken, der nicht einmal den Unterschied erkennt und mir nur eine Lesebrille und Augentropfen verschreibt und dann sagt, er sei mit dem Latein am Ende, und mich hilflos an die Augenklinik verweist. Oder ist das normal??? Ich möchte nicht ungerecht sein, aber ich fühle mich einfach hin- und hergeschoben und im Endeffekt alleingelassen...

Liebe Miri,

 Wenn subjektives Empfinden der Doppelbilder und Ergebnis der Diagnostik nicht stimmen, muss man den Fehler immer beim Befunderhebenden suchen, nicht bei sich selbst.

Die beste Orthoptistin der gesamten Republik hat leider auch "geschlamt", wenn ich das mal frei aus dem Herzen betiteln darf.

Dass das kein Akommodationsspasmus ist, ist doch sogar mir aus der Ferne klar. Die Esophorie ist dekompensiert und wenn mal so nach dem Covertest ein Prisma an die Brille klebt oder steckt ist das eben auch verwerflich. Ein Prisma ist nur dann verträglich wenn es das richtige ist. Das war es hier aber nicht.

Eine Augenmuskellähmung kann es auch nicht sein. Wenn es eine wäre, dann hätten der Diplopie-Test mit Rotglas, das Hessgitter und der Synoptometerbefund ohne große Mühe das auch bewiesen. Oder wurde das gar nicht erst gemacht? Klingt mir fast danach.

Eine MS macht keine Parasthäsien in den Armen nach dem Schlafen.  Wenn MS, dann in allen Gliedmaßen während eines Schubes und nicht nur nachts. Und der liebe Oberarzt und die beste Orthoptistin sind nämlich mit ihrem Latein am Ende. Denn wer schickt seine Patienten weg zu jemand anderem und hilft ihnen nicht? Klingelts?  Die Doppelbilder verschwinden nur oder werden weniger, wenn die Ursache neurologisch ist. Das muss man natürlich immer erst abklären.   

Unterschiedliche Sehschärfenleistungen können vorkommen wenn die Vorassetzungen zur Sehschärfenmessung nicht nach DIN genormt sind und sind auch vom Tageszeitlichem (Stress, Müdigkeit, etc...) abhängig.   

Frei nach hm, hm, hm...außer Spesen nichts gewesen. Ich kenne einen Kollegen, der zum Einholen einer 2.Meinung die Eltern kleiner Patienten an die Charitè verweist. Er ist sich so sicher das die alle wiederkommen. Ich persönlich frage mich nicht "Warum?" nach diesem Bericht. 

Den Termin am 3.8. würde ich wahrnehmen.

M.f.G. A.M.

 (die aber auch nicht DB-frei machen) und alles "beobachten", da sich das Schielen ja vielleicht wieder spontan zurückbilden könne. (Wunder?) O.K. Sie ist die Fachfrau, dachte ich. Da war ich zunächst noch guter Dinge, dass ich in guten Händen sei...  Aber dann wollte sie aber nicht einmal einen Nachsorgetermin vereinbaren, weil ich die Prismen ja auch woanders kontrollieren lassen könne! Was soll das denn? Wieder woanders hin und bei Null anfangen?

Dazu bedarf es keines weiteren Kommentares. Das spricht für sich selbst.

A.M.

Vielen Dank für die Infos, das macht mir Mut. Ich habe mal gegoogelt, um zu ermitteln,ob diese drei besagten Untersuchungen gemacht worden sind: Rotglastest: nein (nur ein Test mit Taschenlampe - ich sollte sagen, ab welchem Moment aus einem Leuchtpunkt zwei werden). Hess-Gitter: Wenn das der TEst mit dem Leuchtstab ist, wo ich Leuchtpunkte "einfangen" sollte, dann wurde er gemacht.  Synoptometer: Ich bin so gut wuie sicher, dass dieser Test nicht gemacht wurde. Aber dafür gab es einen Test mit der Tangententafel...

Jedenfalls kam die Aussage, dass ein Lähmungsschielen nicht ausgeschlossen ist, gleich am Anfang der Untersuchungen nach dem Prüfen der Augenbeweglichkeit zur Seite. Am Ende der Untersuchungen gab sie mir das Prismenrezept und meinte, dass man momentan nichts anderes tun könne. Leider weiß ich nicht, was die Untersuchungen im Detail erbracht haben, außer dass Sichtfeld und Sehnerv o.k. sind. Es ging alles viel zu schnell, um sorgfältig sortierte Fragen stellen zu können - auch wenn die Dame sehr freundlich und aufgeschlossen war. Ich werde in 2 - 3 Wochen einen Brief von ihr bekommen, sagte sie.

Auch wenn mein Schielwinkel seitlich die meiste Zeit deutlich größer ist als geradeaus - bei starker Müdigkeit oder direkt nach dem Aufstehen sehe ich beim Geradeausblick fast gleich starke Abstände zwischen den Bildern wie seitlich. Wie gesagt sehe ich meinen 68 cm Diagonale-Fernseher beim "Loslassen der Augen" in 3 m Abstand zwei Mal nebeneinader! Ich dachte ja, dass ich bestimmt 30 Prismen bräuchte, aber jetzt sollen es nur 5-10 sein mit dem Zusatz der Orthoptistin "Ich glaube Ihnen ja, dass Sie ab und zu etwas doppelt sehen" (als ob es nur ganz minimal sein könne...).

Den vereinbarten Augenarzt-Termin werde ich auf jeden Fall wahrnehmen!

Die fraglichen typischen MS-Symptome -  darüber darf ich mir einfach keine Gedanken mehr machen. Erst einmal die Lumbalpunktion machen und dann kann man vielleicht mehr sagen...

Miri

Der Neurologe tippt weder auf Karpaltunnel- noch auf Ulnaris-Sndrom (Engpässe in Armnerven), weil ja auch die Füße betroffen sind. Ich soll ein MRT von der Halswirbelsäule machen lassen, um eine Hirnmarkseinengung auszuschließen. Ich weiß aber nicht, ob das mit den Doppelbildern zusammenhägen kann. Außerdem wird eine Lumbalpunktion gemacht. MS sei (nur) zu 99 % aufgrund Kopf  MRT und Hirn-SPECT ausgeschlossen.

Bin gespannt auf die Prismenfolie, die ich bestellt habe!

1. Tag mit Prismenfolie

Beim Optiker wurde mir eine Prismenfolie mit 5 Pr. aufgeklebt. Das Primsenglas, das ich am Montag in der Augenklinik trug, hatte eine gewisse Wirkung gebracht - aber diese Rillenfolie bringt kaum etwas. Wenn ich die Verbesserung der Doppelbilder in Prozent beschreiben sollte, dann würde ich aus dem Bauch heraus sagen 5 % besser, 95 % "Rest-DB". Vielleicht habe ich den Wert "5" ja einfach nur ganz falsch verstanden, haha Smile Die Optikerin meinte, dass es eine Weile dauert, bis die Spannung in den Augen nachlässt und man eine Wirkung merkt...

Als ich eben die Brille putzen wollte, hielt ich plötzlich dieses mit Verlaub sehr zugeschnittene Gummiding in der Hand. Jetzt habe ich versucht, mit Spülmittel die Fingerabdrücke und Fussel von dem Teil zu beseitigen, aber es wird nur immer schmutziger. Nun sehe ich nur noch durch einen grauen Schleier und die Luftbläschen zwischen Gummi und Brillenglas bekomme ich auch nicht ganz weg. Doofer Schmutzfänger irgendwie.

Was mich nun zusätzlich bzu allem beängstigt: Die Optikerin sagte, dass man bei meiner hohen Kurzsichtigkeit die Prismen nicht in eine Brille einarbeiten lassen könne, da man bei Prismenbrillen nicht das hochbrechende Kunststoff verwenden kann und ich ansonsten einen mind. 3 cm dicken Brillenrand hätte! Sie hat es mir aufgemalt und ich war kurz vor dem Zusammenbruch.

Bitte, bitte, lieber Herr Mosch (der sich ja immer köstlich amüsiert über meine Theatralik - was ich auch verstehe :-) und liebe Kerstin - was sagt ihr denn zu dem Ergebnis in der Augenklinik und diesen Prismenwerten??? Hatte ich einfach nur Pech mit allen Ärzten und Orthoptistinnen oder gibt es wirklich hoffnungslose Fälle???

Meine allerletzte Hoffung ist der empfohlene Augenarzt (Termin am 3.8.). Kann ich mich vielleicht irgendwie vorbereiten, um Verständnis und v.a. eine Diagnose und vielleicht auch Hilfe zu bekommen? 

Ich bitte ein letztes Mal um Antwort auf mein Geschriebsel, dann verspreche ich auch, Ruhe zu geben...

Miri,

die fast keine Hoffnung mehr auf ein Leben ohne Doppelbilder hat...

Es ist mittlerweile längst eine zwar immer noch bestrittene, aber hinreichend bestätigte Tatsache, das Prismen nicht schaden können! Sollte ein Wert im Winkelfehler zwischen beiden Augen wirklich manifest werden, zeigt dies nur die wahnsinnig hohe Anspannung, die vorher geherrscht haben muss, nicht mehr und nicht weniger!

An diese Aussage habe ich mich gerade erinnert, als ich mal aus Spaß die Prismenfolie abgemacht habe, um den Unterschied zu testen. So starke Doppelbilder hatte ich noch nie!!! Ich wette, man kann mir direkt morgen früh mind. noch mal weitere 5 Prismen dazugeben und am Abend wären die DB wieder genauso wie vorher...

Ich tippe immer noch auf 30 - und beim WM-Tippen liege ich ganz weit vorne Wink

(Ich tauschen meine Hysterie gern gegen Zynismus aus, Hauptsache, ich bekomme noch einmal ein Feedback!)

Lol

Hallo Miri,

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich nur um 5 Prismendioptrien handelt.Dieser Wert ist doch problemlos in Brillengläser einzubauen.

Gruß

Eberhard

Vielen Dank für die Antworten! Ich bin natürlich für alle Ratschläge und Aufklärungen außerst dankbar und hatte Kerstin und Herrn Mosch nur deshalb direkt abngesprochen, weil sie sich bereits einmal meinem Fall annahmen.

Es ist aufgrund fehlender Diagnose momentan sehr schwierig für mich, gelassen und zielorientiert mit meinem Problem umzugehen. Ich höre von so vielen Seiten, dass das Schielen bestimmt psychosomatisch ist. Meine hausärztin spricht von Konversionsstörung und Psychotherapie.  Solle es tatsächlich ein Lähmungsschielen sein, so könnte es in Verbindung mit den Sensibilitätsstörungen (wenn diese nicht sogar dissoziative oder "Angststörung" wegen möglicher MS sind) aber auch auf neurologische Defizite hinweisen. Ein reines HWS-Syndrom im herkömmlichen Sinne hat mein Neuloge auch ausgeschlossen. Aber die Symptome in Beinen und Armen könnten auch von einer Hirnmarkseinengung herrühren, die man im MRT der HWS erkennt. Funikulräe Myelose, MS, Ployneuropathie, Vitamin B12-Mangel  - alles im Bereich des Möglichen...

Andererseits hatte ich schon seit 2004 zunehmend immer mal wieder Doppelbilder, was wieder auf Winkelfehlsichtigjeit hindeutet.

Jedenfalls geht es mir - was das Sehen angeht - mit den 5 Prismen schon deutlich besser als ohne Prismen. Nur, wenn ich die Brille mal abnehme, dann gerät die Welt ganz schön aus den Fugen...

@Eberhard

Ich trage momentan nur 5 Prismendiptrien als Folie, nicht mehr. Ich habe sogar eine Ersatzfolie mitbekommen. Auf der packung steht dieser Wert drauf.  Ich bin mir aber ganz sicher, dass der Wert noch ansteigt.

Hallo Miri,

dann frage Deinen Augenoptiker mal, ob er die bessere Folie, (Typ 3M) des Marktes genommen hat, oder die billige und deutlich trübere Folie.

Die bessere ist nur trotz ärztlicher Verordnung mit Zuzahlung zu erhalten, die billige kostet ungefähr das, was die GKV leistet.

Gruß

Eberhard

da werde ich mal zu hause auf die packung schauen. die optikerin hat mir drei folien ohne zuzahlung gegeben (2 für 2 brillen und eine als ersatz) , obwohl ich nur für eine eine verordnung hatte

Hallo Miri,

dann ist es schon klar, warum Du Probleme hast mit der Folie. Ich gebe nur 3M Folien ab, allerdings mit Zuzahlung.

Gruß

Eberhard

mhm, das war wohl ein Missverstädnnis. Ich habe eigentlich gar keine großen Probleme mit der Folie. Sie hilft mir dabei, weniger starke Doppelbilder zu shen, aber ich denke halt, dass der Prismenwert von der Orthoptistin zu schwach gewählt worden ist.

Die einzigen Nachteile sind, dass ich bei Dunkelheit durch Lichter im Straßenverkehr geblendet werde, die sich in den Rillen spiegeln und so lange "Fäden" ziehen. Außerdem spiegelt das hinterklebte Brillenglas, so dass man das Auge manchmal gar nicht sehen kann. Dass man die Rillen sieht, sit sicherlich normal und auch, dass ich immer das Bedürfnis habe, die Brille zu putzen, weil ich diese Rillen direkt vor dem Auge habe.

Hallo Miri,

Du hast doch geschrieben, dass die Folie trotz Reinigen trübe ist, das ist genau der Effekt der billigen Folie.

Gruß

Eberhard

Liebe Mirii,

es ist kein Lähmungsschielen. Wenn dem so wäre würden immer Doppelbilder auftreten in allen Entfernungen in unterschiedlicher Stärke. Bei nur 5 Prismendioptrien ist eine Lähmung total ausgeschlossen. Wenn es schon früher Doppelbilder gab spricht das für eine dekompensierte Phorie, nicht unbedingt für "WF". Was mich dabei ärgert, wenn ich so was lese, ist die in meinen Augen bestehende Inkompetenz der Diagnostiker und Therapeuten. Schade, das Sie noch immer nicht von jemanden betreut werden, der sich damit auskennt.

3M-Folien sind besser, als die von Breitfeld und Schlickert. Da stimme ich Herrn Luckas vollkommen zu.

A.M.

Liebe Mirii

Ich tippe immer noch auf 30 - und beim WM-Tippen liege ich ganz weit vorne Wink

(Ich tauschen meine Hysterie gern gegen Zynismus aus, Hauptsache, ich bekomme noch einmal ein Feedback!)

Lol

Sie bekommen immer eine Antwort, wenn auch nicht immer von denen von denen Sie es wollten. Nicht hysterisch sein und nicht sarkastisch. Wenn Sie möchten, kontaktieren Sie mich per PN.

LG

A.M.

Liebe Mirii

Ich bin zwar keiner der Moderatoren dieses Forums und wurde nicht gefragt, aber ich antworte trotzdem mal.

Man kann höherbrechendes Kunststoff bei Prismengläser verwenden. Ich habe sogar mal eine Brille mit 20 Prismendioptrien pro Seite in der Hand gehabt. Wenn Ihre Augenoptikerin behauptet das ginge nicht auch bei einer hohen Myopie dann hat sie nicht viel Ahnung davon.

Ich hatte bis jetzt keinen Fall der nicht irgendwie gelöst werden konnte. Also...nicht verzagen. Warten wir den 03.08. ab. Die neurologischen Scans wie MRT trotzdem machen lassen.

Bei Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen ist das aber kein reines  HWS-Syndrom. Dann müssen Veränderungen im HWS- und LWS- bereich vorliegen.

Der Wert von 5 Prismendioptrien und die Untersuchungs- und Befundmitteilung von Ihnen  ließ mich ja schon an dem Wert zweifeln. Ich hatte recht. Das mag Ihnen im Augenblick nicht helfen zeigt mir aber das selbst auch aus der Ferne berechtigte Zweifel an der oder die  Orthptistin(en) korrekt waren.   

LG

A.M.

Aber ich habe doch Doppelbilder immer und in allen Entfernungen! Nur beim Geradeausblick konnte ich die DB oftmals noch ausgleichen. Die Stärke der DB ist nach rechts größer als nach links, am geringsten jedoch beim Geradeausblick. Meine Augenbeweglichkeit sei etwas eingeschränkt, was aber auch mit der hohen Myopie (wg. Augapfelverformung) zusammenhängen könne. Aufgrund dessen konnte die Augenklinik ein Lähmungsschieln nicht ausschließen. Eine eindeutige Aussage gab es aber nicht.

Und die 5 Prismendioptrien betrachte ich nur als Einstieg, denn ich habe damit wie gesagt immer noch Doppelbilder, nach 3 Tagen des Tragens sogar schon wieder beim Geradeausblick.

Eine geringe beidseitige Abduzenzparese kann, wie ich las, mit einer dekompensierten Esophorie verwechselt werden.

Was ist denn der Unterschied zwischen einer dekomensierten Phorie und der WF? Ich dachte, das sind nur sprachliche Differenzen zwischen MKH-Anhänger und -Ablehner.

Ja, ich habe nachgeschaut. Meine Folien sind von B&S. Aber ich habe z.Z. eher andere Sorgen: Ich war heute auf der Arbeit, als wieder mal meine Beine einschliefen, kurz davor, mich ins Krankenhaus einweisen zu lassen. Ich habe so riesige Angst vor MS oder einer anderen Krankheit, durch die das Schielen ausgelöst sein könnte!!! Es gibt ja so viele Krankheiten, bei denen man chronische Lähmungen in Beinen und Armen entwickelt. Heute früh wollte ich eine Überweisung für eine Lumbalpuktion abholen, aber nun ist mein Neurologe krank und ich bekomme diesen Wisch nicht. Ich solle mich zum Rettungsdienst begeben, wenn ich akute Beschwerden habe...

Wenn ich nur endlich wüsste, was mit mir los ist! Ich kann es kaum mehr aushalten und werde noch völlig verrückt. Kann nicht mehr schlafen und nicht mehr richtig arbeiten vor Panik. Mein Chef sagte auch, ich soll mich am besten ins Krankenhaus begeben und durchchecken lassen. Als ob das so einfach zu bewerkstelligen wäre...

Nur kurz...

selbstverständlich bin ich in der Lage eine Abducensparese von einer Phorie zu unterscheiden...

Eine beiseitige Abducdensparese ist so selten... nämlich unter 1 Millionen vieleicht 1...

Hallo Mirii,

habe Dich ja ganz schön im Stich gelassen, und hatte einige Mühe alle zwischenzeitlichen texte zu lesen. Nun gibt es ja wieder Hoffnung im letzten Thread. Und der August rückt näher!

Ich kann nur den Kopf schütteln über die Prismenfolie, die eindeutig zu schwach ist. Und dann zwar dreifach, aber in solch einer miesen Qualität verabreicht wurde, dass kann ja nichts bringen!

Übrigens müsste die fünfer Folie mit der Riffelung schon waagerecht liegen, um überhaupt echte DB in der Höhe zu kompensieren. In der Seite dürfte ein Wert von nur fünf Prisma vom körpereigenen Ausgleichssystem doppelbildfrei eleminiert werden können. D.h. es muss einfach mehr sein, damit es überhaupt erst zu seitlichen DB kommen kann.

Natürlich bist Du mit und ohne Prisma total überanstrengt und am Rand deiner Kräfte, da braucht es keine MS!

Alles Gute!

Liebe Mirii,

bei mir können Sie nicht vorbeikommen. :-) 

Alles was Sie hier schilden hat mit Lähmungsschielen nichts zu tun. Und 5 Prismendioptrien in der Seite bei Geradeausblick hilft ja auch nicht. Bei Rechts- bzw. Linksblick machen sich die Doppelbilder mehr bemerkbar, weil Sie hochgradig kurzsichtig sind. Das ist alles.

Falls Sie wirklich MS hätten, würden Sie Gesichtsfeldeinengungen bemerken und Blitze und Sie würden schlechter sehen.

(Neuritis nervi optici). Aber insgesamt das Abklären (MS oder nicht MS)  lassen ist gut.  Wenn Sie psychosomatisch reagieren kommen die Symptome noch dazu (Blitze etc...)

Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Bewahren Sie Ruhe. Und im August sehen wir weiter...

Dann muss ich wohl mal vorbeikommen bei Ihnen, was? Wink

Ich habe mir heute eine Einweisung ins Krankenhaus geben lassen zum Ausschluss MS. Hatte die gesamte Nacht Sensibilitätsstörungen in Händen und Beinen.

Vielleicht kommt das ja nur aus Angst, dass es MS sein könnte. Ich bekomme irgendwie genau die Symptome, vor denen ich Angst habe. Genau 2 Tage, nachdem mein Neurologe mich wegen möglicher MS fragte, ob mir ab und zu die Arme einschlafen, schlief mir zum ersten Mal in meinem Leben der Unterarm ein! Als ich las, dass die Missempfindungen bei MS meist auch die Füße und Beine betreffen, schwupps, trat auch dies ein. Zur Zeit gibt es aber nicht mal mehr Regenerationsphasen, daher mein Wunsch, ins Krankenhaus zu gehen.

Wenn ich mit Sicherheit wüsste, dass es sich um kein Lähmungsschielen handelt, dann wäre ich vielleicht viel entspannter. Kann man denn aufgrund von Verspannungen solche Sensibilitätsstörungen in Armen und Beinem bekommen?

Hallo Mirii,

Du bist für mich keinesfalls ein hoffnungsloser Fall, sondern in -scheint so- hoffnungsloser Behandlung.

Wenn Du die folie wirklich weiter tragen willst, nimm ganz wenig Spülmittel und viel handwarmes Wasser. Mache damit die Folie erstmal wieder geschmeidig (ich hoffe es ist eine von 3M, halt eine Bessere).  Anschließend in richtiger Drehung blasenfrei auflegen, mit fuselfreiem Tuch abtupfen und erstmal über dem Tragen Antrocknen lassen.

Soviel dazu!

Na dann hoffen wir mal auf die nachlassende Anspannung in den Augen, und die spürbare Wirkung (so ein Quatsch!)

Lass Dir doch einfach mal von der Optikerin, oder einem anderen Optiker vor Ort Prismen oder auch Folien vorhalten, die die Bilder zumindest halbwegs ideal voreinander oder viel besser zumindest kurzzeitig zusammen bringen. Dazu braucht es doch erstmal keinen Arzt der Augenheilkunde.

Nächster Schritt:

Ist der Kompensationswert in der Ferne und Nähe gleich? Testung am besten am Kreuztest in der Ferne und auch in der Nähe am Polatest Sehprüfgerät bzw. nur erstmal an diesem MKH-Testfeld.

Wie verhällt es sich weiter bei Augen- bzw. Kopfdrehungen? (Fernsicht am Kreuztest und am Zeiss Nahpolatest. (Wechsel den Optiker, wenn er dieses Augenprüfgerät nicht vorrätig hält bzw. in diesen Bereichen nicht eindeutig beherrscht.. Er wird Dir wohl auch nicht helfen können.

Es wäre erstmal interessant, welcher Wert hier überhaupt ermittelt wird.  Bevor man einen solchen Wert als Folie versuchsweise längerfristig hinter ein Brillenglas bringt, sollte per Cover-Test in der Ferne und Nähe die Reaktion der Augen auf einen solchen Ausgleichswert gegen geprüft werden. Ist der Kollege im Covern geübt? Das wäre dann schon kein ganz schlechtes Zeichen.

Nur wenn der Gesamttest positiv ausfällt, würde ich noch etwas vor dem 3. August unternehmen, ansonsten lieber noch die gut 14 Tage so abwarten.

Stelle gerade fest, dass mein hiesiger Beitrag auf die alte Anfrage vom 3.Juli reagiert. Ich lass ihn trotzdem stehen.

Hallo, Herr Mosch

das klingt nicht unkompliziert. Mittlerweile sind meine Doppelbilder wieder genauso stark wie vorher ohne Prismen, außerdem habe ich wieder Augenschmerzen. Ich warte auf jeden Fall den 3.8. ab und bin schon ganz gespannt!

Allerdings habe ich die Wartezeit nicht ungenutzt gelassen und mich aufgrund der Empfehlung der Augenklinik und meiner ulkigen Sensibilitätsstörungen in den vergangenen Tagen in einem Krankenhaus auf eine mögliche neurologische Erkrankung untersuchen lassen. Hier konnte man nichts, auch kein Lähmungsschielen feststellen (Endergebnisse am Montag abzuholen). Hinsichtlich meiner Doppelbilder (soweit man sie mir überhaupt "abkaufte") sollte ich mich weiter augenärztlich behandeln lassen.

So weit so gut.

Es wird mir immer deutlicher, wie viele Umwege ich eigentlich gerade gehe, nur weil die Augenärzte, die ich bisher aufsuchte, ziemlich ratlos waren und sich nicht so recht an das Problem ranwagten.

Jetzt hoffe ich beim nächsten Doc endlich auf eine bessere Messung (und auf die Inaussichtstellung einer Augenmuskel-OP)!

Miri

(die wohl keine nerologische Erkrankung hat! Jippieh!!!)

Hallo Mirii,

dass klingt ja wirklich Super! - Ich drücke Ihnen beide Daumen, dass sich auch an den DB was tun wird.

Bitte erwarten Sie aber in Ihrem Fall nicht automatisch eine Sofort-Hilfe, so schön das ganz sicher wäre! Aber auch ein sauberes Vorgehen in mehreren Schritten hat das Ziel der DB - Vermeidung im Auge; und das ist jedenfalls angesagt!

Alles Gute!

Hallo Mirii,

hast Du denn auch mal auf Kieferfehlstellungen untersuchen lassen? Schon eine Füllung, die in der Höhe nicht ganz stimmt, kann den ganzen Kiefer aus dem Lot bringen!!!! Nachfolgend dann die HWS mit den von Dir beschriebenen Symptomen bis zu Tinnitus und Kribbeln in Armen....es gibt mittlerweile einige wenige Spezialisten hierfür. Beißt Du nachts fest die Zähne aufeinander oder knirschst Du?

LG

Kerstin

Mhm, das klingt ja interessant und sehr komplex. Ich bin bis vor kurzem in kieferothopädischer Behandlung gewesen und habe ein Jahr lang fast rund um die Uhr Schienen getragen, durch die Zahnfestellungen korrigiert wurden. Jetzt trage ich nur noch nachts Schienen. Der letzte Abdruck war laut Zahnarzt ideal, d.h. sehr gleichmäßig.

Knirschen tu ich nachts nicht und beiße auch nicht die Zähne zusammen - weder mit noch ohne Schienen. Ich hatte in Absprache mit meinem Zahnarzt zur Probe die Schienen eine Weile ausgesetzt, da hat sich aber nichts verändert an meinen Problemen. Eine neue Zahnfüllung habe ich auch seit Ewigkeiten nicht bekommen. Weisheitszähne sind zwar alle nch da, haben mich aber noch nie gestört und bewegen sich auch nicht.

Das MRT von der HWS ist unauffällig. Zudem habe ich ja auch Missempfindungen in den Beinen, welche nicht von der HWS herrühren können (ich kann z.B. weder im Schneidersitz noch in der Hocke verweilen, ohne dass mir gleich die Füße und Unterschenkel kribbeln oder einschlafen und nachhaltig schmerzen und spannen. Das war früher ganz anders).

Ich kann mir insofern eigentlich kaum vorstellen, dass eine Kieferfehlstellung vorhanden und ursächlich ist. Welche Fachrichtung wäre denn für solche Fragen und Zusammenhänge zuständig?

(Habe jetzt etwas von "Fibromyalgie" gelesen - obwohl ich ja Google-Verbot von meiner Hausärztin bekommen habe Wink

LG

Miri

Hallo zusammen,

ich habe im Internet nach Doppelbildern rechaschiert weil mein Vater seit einer Woche Doppelbilder sieht und sehr starke Kopfschmerzen hat. Er hatte einen Fahrradunfall und ist auf den Hinterkopf gefallen (Helm hinten gebrochen). Danach lag er wahrscheinlich noch einige Zeit (ca. halbe Stunde) bewustloss da bis er wieder auffachte, mich mit dem Handy anrief und ich ihn abholte und ins Krankenhaus brachte. Da hat er noch keine Doppelbilder gesehen. Das ging erst am nächsten Tag im Krankenhaus los. Ich habe mich jetzt schon durch so einige Berichte durchgelesen und oft stehen die Doppelbilder im Zusammenhang mit einem Schlag bzw Unfall auf den Hinterkopf. Die Ärzte sagen das mein Vater einfach abwarten solle. Das brächte viel Zeit. Das Problem ist bis jetzt ist es nur schlimmer geworden (Vor allem die Kopfschmerzen). Auch wenn ich keine Ahnung habe könnte ich mir vorstellen das irgendwas auf den Sehnerv drückt, eine Anschwellung oder so, und dadurch die Doppelbilder entstehen. Bei der CT Auswertung war wohl auch auch eine Anschwellung zu sehen. Bei einem anderen Fall (Artickel aus dem Internet) ist einer rückwärts von der Leiter auf den Hinterkopf und Rücken gefallen. Nach dreieinhalb Monaten waren die Doppelbilder wieder weg. Er musste sich allerdings die Halswirbel richten lassen. Es kann doch auch sein das bei eienem Sturtz sich die Nackenwirbel oder auch der Atlasknochen verschieben und der Nerv diese berührt. Der Chef von einem Bekannte hat immer stärkere Sehstörungen bekommen wobei die Sehstärke immer weiter angenommen hat und Kopfschmerzen hatte er sehr starke. Daraufhin het er sich aus Empfehlung den Atlasknochen richten lassen (in Köln). Danach waren die Probleme weg. Wieder scharfes sehen und keine Kopfschmerzen. Ich habe mir den Atlas Knochen auch dort richten lassen und kann seitdem meinen Kopf weiter derehen und habe den Nacken nicht mehr verspannt. Dort wurde der Knochen einmalig gerichtet.

Was hast du Mirii denn bei der Atlas Therapie gemacht? Ist das was ähnliches?

Ich rufe dort am Montag mal an und frage ob das mit den Doppelbildern von meinem Vater zu tun haben kann und was der Arzt empfielt.

Was haltet ihr von dem richten lassen?

Vielleicht doch erstmal naoch ein paar Tage / Wochen abwarten und dann dorthin?

Liebe(r) Kris,

während meiner mehr oder weniger fruchtbaren, fast endlosen Internetrecherchen anlässlich meiner Doppelbilder habe ich vieles über den Zusammenhang zwischen Doppelbildern und HWS-/ Schädel-Hirn-Traumata bzw. einer Atlasfehlstellung gelesen, wovon ich ein paar Dinge beitragen möchte. In der Augenklinik sagte man mir zwar, dass Doppelbilder generell nicht von der Halswirbelsäule herrühren, aber der Zusammenhang mit dem Fahrradunfall deines Vaters spricht ja für sich und lässt vermuten, dass es sich tatsächlich um eine Blockade / einen eingeklemmten Nerven o.ä. mit Auswirkungen auf die Sensomotorik der Augen handelt, was wieder vorübergehen kann. Und ich habe auch von Einzelfällen gelesen, bei denen das sog. Einrenken der HWS bei Doppelbildern geholfen haben soll. 

Mein Orthopäde hat mir, da ich ja sehr ratlos war, ganz spontan die "Atlastherapie nach Arlen" verkauft. Dabei wird nicht etwa der rotierte Atlas "gerade gerückt" o.ä., sondern es soll durch einen manuellen Impuls auf den Atlasquerfortsatz die Steuerung des Nervensystems und des Gleichgewichtssinns reguliert werden. Reine Doppelbilder sind aber ein eher fraglicher Teil des Behandlungsspektrums dieser Therapie, die vielmehr bei Schwindel, Sehstörungen (teilw. werden auch Doppelbilder angegeben), Kopfschmerzen, Tinnitus u.a. angewandt wird und daher in meinem Fall (dekomensierte Esophorie) völlig wirkungslos war. (Interessant in diesem Zusammenhang wäre vielleicht auch die Diagnose "vertebrobasiläre Insuffizienz", wo es um Durchblutungsstörungen der Arteria Vertebralis aufgrund Veränderungen an der HWS geht. )

Im Falle deines Vaters würde ich denken, dass die Ärzte aufgrund der umfangreichen Erfahrungen mit Schädel-Hirn-Traumata schon gut wissen, was zu tun ist, auch wenn das Abwarten zunächst eine sehr unbefriedigende Maßnahme ist. Manche posttraumatische Symptome treten übrigens nicht sofort nach dem Unfall, sondern etwas verzögert auf bzw. verstärken sich verzögert, wozu auch die Kopfschmerzen zählen. Schau dazu doch mal hier rein: http://books.google.de/books?id=DVOEhWEslPsC&lpg=PA116&ots=_IJqJxc99b&dq.... In diesem Fachbeitrag steht auch, dass Sehstörungen (z.T. mit Fusionsstörungen) in bis zu 26 % der Schädel-Hirn-Trauma-Fälle auftreten.

Welche konkrete Ursache hat man euch denn im Krankenhaus für die Doppelbilder genannt und welche Art des Schielens? Aus einer mechanischen Einwirkung auf bestimmte hirnversorgenden Nerven kann eine Augenmuskellähmung (also Lähmungsschielen) resultieren, die laut versch. Internetquellen wirklich spontan wieder weggehen kann. Wenn eine Schwellung im CT sichtbar ist, dann könnte diese doch Verursacher einer Durchblutungsstörung sein, und dann wären die DB nach dem Abschwellen auch weider weg. Hat man euch diese Möglichkeit genannt?

Ich würde aus persönlicher Erfahrung jedenfalls davon abraten, vorschnell teure Wundertherapien heranzuziehen. Insbesondere über die "Atlaxprofilax" tümmeln sich in div. Internetforen unglaubwürdige Erfolgsberichte à la "...und nach nur einer Sitzung war alles weg!" Es gibt leider Leute, die dafür bezahlt werden, solche Berichte und Bewertungen im Internet zu verbreiten.

Hilfreich für deine Recherchen und einen weiteren Austausch (ich weiß, man kann nicht einfach nur abwarten, ohne selbst tätig zu sein) ist vielleicht auch die Seite www.kopfgelenke.de.

Im übrigen würdest du vielleicht auch mehr Resonanz bekommen, wenn du hier ein eigene Thema aufmachst?

Alles Gute,
berichte doch mal über den Werdegang

Miri

Hallo Kris,

das mit dem eigenen Thema möchte ich Dir auch sehr empfehlen.

Hier nur erst einmal so viel. Die Doppelbilder sind allermeist behebbar, teils verschwinden sie wirklich im weiteren Heilungsverlauf schon ohne Korrektion. Ansonsten dürfte dem Vater aber geholfen werden können.

Sollte Dein Vater in wenigen Wochen wieder mobiler sein, ist es Zeit sich um eine Korrektion kümmern. Aus eigener Erfahrung hilft Dir hierbei eher ein sehr gut arbeitender Augenoptiker, als ein Augenarzt, der im ersten Jahr oft nur zu Augenklappe oder Occlusion am Auge rät (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dies betrachte ich persönlich unter dem Aspekt der unterlassenen Hilfeleistung.

Dabei sollte immer die neurologische Abklärung jetzt zuerst einmal im Vordergrund stehen. Und auch eine nachfolgende Abklärung beim Facharzt für Augenheilkunde ist immer an zu raten, bevor man sich um die Beseitigung der Doppelbilder bemüht. Kurzfristige medizinische Abklärungen ergeben sich aus den Befunden von selbst.

Alles Gute vorerst für Deinen Vater und gute Genesung! - Gerne später mehr unter Deinem neuen Thema.

 Aus eigener Erfahrung hilft Dir hierbei eher ein sehr gut arbeitender Augenoptiker, als ein Augenarzt, der im ersten Jahr oft nur zu Augenklappe oder Occlusion am Auge rät (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dies betrachte ich persönlich unter dem Aspekt der unterlassenen Hilfeleistung.

Wie wahr, wie wahr!

Ich habe meinen alten Thread mal hochgeholt und auf den aktuellen Stand gebracht für Kris,

LG Kico

Hallo Kico,

zu der Zeit war ich wohl auf Tauchstation - Werd ihn mir mal durchlesen.

Heute war mein Augenarzt-Termin bei dem MKH-Spezialisten und ich bin so glücklich!!!
Er hat 25 pdpt gemessen und mir schon einen OP-Termin für den 21.10. gegeben! Da war ich mit meinem subjektiv empfundenen Wert von 30 ja schon nah dran; laut Dr. könnte dieser Wert auch noch erreicht werden.

Nicht, dass ich so doll winkelfehlichtig bin, macht mich froh, sondern dass ich endlich weiß, dass ich mir die starken asthenopischen Beschwerden nicht nur einbilde. Alle Augenärzte bisher behaupteten mehr oder weniger, dass Prismen schaden würden und meine dekompensierte Esophorie nicht behandlungsfähig?/-würdig?/-plichtig? sei. Und heute, nach einem guten halben Jahr medizinischer Irrwege bekomme ich endlich eine Diagnose, die meinen nervösen Zustand erklärt, und außerdem auch noch Hilfe!

Ich soll jetzt eine Brille mit auf jeder Seite 11 pdpt anfertigen lassen und im September zur Nachkontrolle kommen. Eine Prismenfolie auf einem Auge sei zu sehr optisch auffällig (weil das Auge dann deutlich nach innen abweicht) und eine Verteilung der Folie auf beiden Augen würde die Sehqualität zu sehr beeinträchtigen (ich muss ja Auto fahren können für meinen Job).

Aber zum Glück zahlt die KK ja etwas zu der Brille dazu. Ich muss nur noch überlegen, ob ich mir die Prismen in eine Brille zusammen mit meinen Minuswerten einarbeiten lasse oder ob ich lieber wieder KL und eine plane Prismenbrille trage, wie es Herr Mosch ja einmal vorschlug. Ich habe nur Angst davor, dass ich dann aus irgendwelchen Gründen mal die KL nicht vertrage und dann auch die Brille nicht tragen kann. Dann  hätte ich keine Alternative. Das werde ich mit der Optikerin auskapern müssen...

Wie dick muss ich mir denn eine Brille mit rund -7 dpt zuzüglich 11 pdpt auf jeder Seite vorstellen???

Ich bin allen hier so dankbar für die Unterstützung!
Habe zwar ein wenig Bammel vor der OP, aber bin guter Dinge. Endlich ein Licht am Ende des Tunnels Wink

Die wieder lebensfrohe
Miri

PS: Wie kann man denn andere Menschen mit ähnlichen Problemen davor bewahren, dieselben Irrwege zu gehen wie ich? Wenn ich  nicht auf dieses Forum gestoßen wäre, würde ich vielleicht noch lange von einem ratlosen Augenarzt zum anderen hüpfen (ganz zu schweigen von den neurologischen und othopädischen Stationen und meiner bevorstehenden Psychotherapie)
 

Hallo Miri,

die Dicke ist stark abhängig von Zentrierung und Fassungsform-und -Größe. Deine Optikerin hat sicher ein Dickenberechnungsprogramm.

Gruß

Eberhard

Hallo Mirii,

du solltest bis zur OP, wenn möglich, nur die Prismenbrille tragen und zwar jeden Tag! Dick wird die Brille, ist aber auch abhängig davon, ob Du höherbrechende Kunststoff-Gläser nimmst - die sind sehr teuer und ich habe sie nicht vertragen und vielen anderen geht es auch so....

Meine letzten 20 Prismen in Brille resultierten in einer Glasdicke von ca. 1 cm außen - allerdings Kunststoffgläser in rahmenloser Fassung. Hängt auch von der Glasgröße ab.

Um andere von Irrwegen abzuhalten, dafür gibt es ja dieses Forum und auch die Selbsthilfegruppe WF und wir machen Publicity. Aber es ist halt oft so, dass die Menschen erst hier im Forum oder bei der SHG landen, wenn es ihnen schon sehr schlecht geht bzw. sie nicht mit den bisherigen Behandlungsmethoden weiterkommen. Wir alle meinen ja immer, in kompetenten Händen zu sein, egal wo wir sind. Auch ich habe meine Odyssee hinter mir...

Ich drück Dir die Daumen für die OP!

LG

Kerstin

Ja das ist ja Super r r r!

Endlich ein Lichtblick.- Bitte Nachfolgendes nicht als Wermutstropfen verstehen!!!

Aber, wenn gleich über 20 Prismen im Spiel sind sollte man für sich den Faktor 3-4 zugrundelegen. Wenn es dann mal weniger war, freuen wir uns alle.

D.h. Du bist auf der richtigen Spur, super! Aber Du bist auch nach der OP noch nicht da, wo Du hinkommen solltest, dies wäre jedenfalls mein Wunsch! Deshalb sieh die OP als Einleitungs-Eingriff und freue Dich drüber, dass damit der schlimmste Part (Doppelbilder) höchstwahrscheinlich für immer vergessen werden kann.

Alles andere wird sich zeigen und deshalb bleib am Ball! Lass dich nicht vertrösten, dass mit der OP alles in Ordnung ist. Leider sagen das unsere tollen Augenärzte nur allzugerne, um die Qualität ihres Eingriffs zu stützen. Dabei kommt was "Weggeschnippeltes" nie wieder! Aber keinesfalls ist anschließend schon alles in besten Verhältnissen! Es gibt halt WF mit 50 -100 Prismen und die lassen sich nicht mit einem Schlag operieren oder man macht alles falsch. Auch ein Grund warum die Schieloperateure so zaghaft Prismen wegoperieren wollen, während sie für die viel kritischeren Laser-Ops Werbung ohne Ende machen.

Deshalb vertraue Dich dem Arzt an, Du brauchst unbedingt ein erstes Erfolgserlebnis und in diesem Fall würde ich auch einer möglichst frühen OP gerne beipflichten, obwohl ich immer ein Verfechter von besser einem 1/2, als nur einem 1/4 Jahr Prismentragezeit bin. Ganz wichtig ist ununterbrochenes Tragen, wie es Kertin schon schrieb und bei Problemen unbedingte Rücksprache mit dem Verordner oder dem ausführenden Optiker, der möglichst auch ein ausgesuchter Fachmann/frau sein sollte. Alles Gute!

Nachsatz:

Immer alte Prismenlinsen aufbewahren, manchmal gibt es echt den Fall, dass man so günstigst Aufbauarbeit für das Sehen leisten kann, indem man bsw. nur ein Glas NEU dazubestellt mit der benötigten Prismendifferenz. Ich habe es nicht das erste Mal erlebt, dass sogar die Altbrille voll wieder zur Verwendung kam.

Natürlich trägst Du nach der OP erstmal wieder die jetzige prismenlose Brille und das solange, bis ein möglicher Nachrutscheffekt weitere Versorgungen notwendig macht.

Wie war das mt 5 Prismendioptrien und Lähmungsschielen? Wink

Wenigstens sind Sie auf dem richtigen Weg. Ich drücke auch weiterin die Daumen....

@ Agnes Marina
Nix Lähmungsschielen, wie's assieht! Ich werde - wenn ich die OP hinter mir hab und alles wieder besser ist - allen Augenärzten, die mich in der letzten Zeit ohne Hilfe "abgewimmelt" haben, einen kleinen Brief mit meinem Werdegang schicken, um vielleicht einen klitzeklitzekleinen Teil dazu beitragen zu können, dass eines Tages das Thema WF bei den Medizinern auf offene Ohren stößt.

Sodele, heute habe ich die Prismenbrille mit meinen 11 pdpt auf jedem Glas abgeholt.

Kosten:       
464,- EUR (ohne Fassung), davon übernimmt 160,- meine Krankenkasse. Für eine 2-Monatsbrille viel Geld, aber für den Einstieg in eine neues Leben ein Klacks, oder?

Randdicke:  
genau 1 cm an der dicksten Stelle. In der kleinen  Metallfassung zwar nicht so schick, aber bei Minuswerten von -6,75 und -7,75 dpt hatte ich sogar mit noch mehr Randdicke gerechnet.

Nachteile:
Mein Laptopmonitor sieht irgendwie aus wie ein Teller und erscheint viel kleiner als ohne Brille. In der Mitte ist er etwas tiefer (geht nach hinten weg), der Rand leicht gewölbt. Ich sehe dicker aus im Spiegel. ;-)( Meine Augen stehen beide leicht nach innen und mein Gesicht erscheint hinter der Brille noch kleiner als ohne Prismen.

Vorteile:
Die Doppelbilder sind viel besser - wenn auch nicht ganz weg. (Allerdings merke ich nach bereits 1 Stunde Tragen der Brille, dass nach der Arbeit am PC wieder verstärkt Doppelbilder auftreten.) Ich sehe auch alles etwas plastischer, das macht sich besonders im Abstand von 1 - 2 m bemerkbar. Beim Treppenlaufen habe ich nicht mehr das Bedürfnis, mich am Geländer festzuhalten, ich erkenne Stufen viel besser! Mir wird erst jetzt bewusst, dass ich oft etwas unsicher durch die Welt lief.

Ansonsten merke ich bisher eigentlich keine besonderen "Nebenwirkungen". Nur die ersten 2 - 3 Minuten hatte ich das Gefühl, dass alles ganz stark gewölbt war. Die Heimfahrt mit dem Auto bin ich daher lieber noch mit alter Brille angetreten. Farbsäume habe ich jedenfalls noch keine gesehen. Wenn ich die Brille abnehme, dann habe ich jetzt ganz extreme Doppelbilder. Ohne Prismenbrille könnte ich mich wahrscheinlich gar nicht mehr durch den Raum bewegen...

Am 7.9. soll ich zur Nachkontrolle zum Augenarzt und dann auch zur Optikerin. Ich bin gespannt, was dann Neues ausgemessen wird, und werde mit Verlaub weiter berichten. Smile

Viele Grüße an alle!

Miri

Hallo Mirii,

wir Menschen werden mit jedem Tag älter, gerade bei WF fangen Beschwerden, wenn sie nicht schon in der Kindheit auftraten, ca. ab dem 30. Lebensjahr vermehrt auf. Manchmal etwas eher, wenn besondere Sehaufgaben nötif sind, z.B. Studium.

Jetzt hat Dein visuelles System, was bisher viel Arbeit auf sich genommen hat, um möglichst wenig Doppelbilder zu verursachen, gemerkt, dass ihm Arbeit abgenommen wurde. Juchhuh hat es gesagt, jetzt mach ich weniger als bisher. Wink

Die Fähigkeit, eine starke Fehlwirkung auszugleichen, sinkt mit jedem Lebensjahr etwas ab. Mache Dir bitte keine Gedanken deswegen, es läuft sicher alles richtig.

Gruß

Eberhard

Ja, liebe Mirii,

so ist das mit den "besten Orthoptistinnen" Deutschlands. Sie taugen nicht einmal für das Hinsehen aus der Ferne. Schade, schade...Aber eine Latte aus dem Zaun brechen die für Ihren Beruf nicht mal im Traum. Herr Mosch darf sich wieder amüsieren. Wink

Klar waren das keine 5 Prismendioptrien und klar auch, es ist kein Lähmungsschielen. Klar wie Kloßbrühe....Keine Ahnung warum Orthoptistinnen die über Akkommodatationsspasmus eine Abhandlung schreiben nicht mal am Rand der Materie kratzen können. Soviel Selbstjubel macht wohl unerreichbar für berechtigte Kritik. Ich habe aber meine Zweifel, das bei so überschaubaren Wissen Kritk überhaupt was bringt.

Ansonsten würde ich mir den September herbeiwünschen um weiter zu sehen, wie sich das in Mirii's Fall entwickelt.

Hallo,

September scheiben wir schon in drei Wochen.

Sind die Doppelbilder, die ja nicht verschwinden, genau auf einer Höhe?

Bleibt das auch so bei Nickbewegungen? Wie wirkt sich das bei Kopfneigebewegungen (seitlich) aus?

... und bei Kopfdrehungen?

Natürlich immer mit der getragenen Brille beurteilt.

Hallo, Herr Mosch

die Doppelbilder sind exakt auf gleicher Höhe.

Sie sind auch bei Nickbewegungen da und bei Kopfneigebewegungen (wobei sich dann die Doppelbilder mitdrehen) und auch bei gedrehtem Kopf. Stets im gleichen Ausmaß.

Wenn ich aber nur die Augen seitlich bewege (bzw. den Kopf drehe und dabei mit den Augen immer denselben Gegenstand fixiere - kommt ja auf dasselbe heraus), dann wird der Abstand zwischen den Doppelbildern bei seitlichen Blick größer. Nach rechts blickend sind die DB nach wie vor am stärksten.

Insgesamt sind mit der Prismenbrille die Doppelbilder aber schon viel schwächer geworden.

Nachtrag: WF steigt schon wieder an!!!

Nach weiteren 2 Stunden habe ich mit der brandneuen Prismenbrille schon wieder erhebliche Doppelbilder.

Ich beschreibe das ganz gerne anhand meines Fernsehers, der 90 cm breit ist und ca. 3 m von meiner Couch entfernt steht. Bisher - ohne Prismen - hatte ich im Extremfall den Fernseher genau 2 x nebeneinander gesehen, woraufhin ich eine Schätzung von 30 Pr. Winkelfehler wagte. Gemessen wurden 25. Jetzt ist der Fernseher mit Prismenbrille (22 Pr.) schon wieder so stark versetzt, dass ich rechnerisch in der Summe auf über 40 Prismen kommen würde!

Klar, ich sollte meine Brille sicherlich erst einmal ein paar Tage tragen, um die Wirkung zu stabilisieren - aber der Fall ist doch eindeutig: Die Werte steigen immer weiter an, so wie Herr Mosch das bereits kommen sah. Somit kann es sich doch nur um eine Einleitungs-OP handeln, oder? Wie weit kann das ganze denn noch gehen? Und wie viele OP's kann man machen?

Was ich nicht verstehe - wenn ich jahrzehntelang eine so starke WF kompensieren konnte, warum ist es mir dann plötzlich nicht mal mehr möglich, wenigstens noch einen bestimmten Rest-Anteil davon zu kompensieren? Die Kompensationsfähigkeit kann doch nicht so einfach von 100 auf Null runtergehen, oder wie ist das?

Sehr geehrter Herr Mosch,

ich hatte vorausgesagt das es mehr als 30 Prdpt. B. außen sind. Zur Zeit sind wir bei 22 cm/m. Auch ein Herr W. kann nicht hexen. Wink

Zum Glück klappt es nicht über hexen, wär´ nicht mein Ding.

Geduld ist angesagt, das Ziel Doppelbildfreiheit ist ins Visier genommen!

Dann mal weiter drauf zu!

Sehe ich genauso, Herr Mosch. Deswegen bin ich auch auf den Befund im September so gespannt. Klar, dass es über 30 cm/m B. außen sind. Keine 5 Prdpt und keine Abducensparesen, wie der Augenarzt und die beste Orthoptistin Deutschlands an der Charitè Berlin aussagten (Ich bin innerlich noch immer bestürzt über die Eitelkeiten einiger weniger).

Was machen die Parästhesien bei Mirii? 

@AgnesMaria

Danke der Nachfrage. Smile Diese Symptome sind nur noch rudimental vorhanden (immer noch ab und zu einschlafende Hände und Füße/Beine sowie stechende Schmerzen in Händen und Armen. Aber nicht mehr mehmals täglich, sondern ca. 1-2 x / Woche und dann auch nicht so nachhaltig spürbar). Eine schlagartige Verbesserung trat genau nach dem Besuch bei Dr. W. ein! Es war für mich irgendwie, als ob ich aus einem Albtraum erlöst wurde - ein befreiendes Gefühl, dass mir endlich jemand meine Doppelblider geglaubt hat und mir eine Erklärung dafür geben konnte. Es scheint also einen (psychosomatischen) Zusammenhang zwischen den Parästhesien und der WF zu geben. (Beginne gerade sogar eine Psychotherapie, mal sehen, mit welchem Erfolg...)

Ja, zum Glück, das hat mir auch immer Hoffnung gegeben (und tut es weiterhin).

Die Parästhesien scheinen bei Ihnen wirklich psychosomatisch zu sein. Das Sie Doppelbilder haben, habe ich Ihnen immer geglaubt und die Erklärung sind wir Ihnen auch nicht schuldig geblieben. Wink

Liebe Mirii,

sind die Unterlagen von der Charite schon gekommen?

ja, da steht im Prinzip nur das drinnen, was die Dame mir bereits nach der Untersuchung sagte:

Befunde (das wesentliche):
Stellung: Ferne/Nähe geringe Esophorie, zeitweise kurz dekompensiert
Prismencovertest: alt. Ferne +4^, Nähe +3^
bds. dezentes Abduktionsdefizit
Akkomodationsbreite R/L 7 dpt  
(ist das normal?)

ansonsten alles normal.

Beurteilung:
Bei dem dezenten Abduktionsdefizit kann eine geringgradige Abduzensparese nicht ausgeschlossen werden, so dass wir zur weiteren Diagnostik zum Ausschluss einer entzündlichen Genese eine Lumbalpunktion und eine serologische Abklärung für sinnvoll erachten. Es wurde vereinbart, dies mit dem behandelnden Neurologen zu besprechen. Versuchsweise verordneten wir eine Prismenfolie mit 5 Prismen basis außen für das rechte Brillenglas und vereinbarten auf Wunsch der Patientin eine nochmalige Kontrolle in unserer Klinik in vier Wochen. Bei deutlicher Verbesserung der Beschwerden mit den Prismen kann später ein Prismeneinbau in die Brille erfolgen.

Was mich immer noch sehr erstaunt, ist, dass ich wirklich nur auf mehrfachem Wunsch überhaupt einen Termin zur Kontrolle der Prismenfolie bekommen habe (den ich ja dann absagte, nachdem ich beim Doc W. war). Für die Orthoptistin war der Fall wohl mit dem Verweis auf den Neurologen erledigt...

Liebe Mirii,

der Befund ist ja sehr aussagekräftig. Sad

Klar, wenn man nicht weiß woran man ist, ist man auch nicht daran interessiert irgendwie weiterzumachen. Die Überweisung zum Neurologen ist bei Doppelbildern obligat. 

Die ganze Angelegnheit ist sowas von dumm gelaufen, man kann da wirklich nur mit dem Kopf schütteln und den Herrgott bitten Hirn vom Himmel regnen zu lassen.

Zimmlich fassungslos über den Ablauf in den Praxen und den Kliniken bis August 2010

Akkommodationsspasmus und HWS-Syndrom. So, so....

A.M.

Sodele, heute war die Nachkontrolle meiner Werte.

Es wurden insgesamt 35 pdpt ausgemessen. Ich bekomme jetzt eine 10er Prismenfolie auf das rechte Brillenglas. Das bedeutet also, dass am 21.10. das maximal Mögliche weg-operiert wird. 1 Woche davor ist nochmals ein letzter Kontrolltermin. Wehe, wenn dann der Wert nochmals ansteigt! Wink

Der Doc sagte, dass ich mit dem OP-Ergebnis im Alltag zurecht kommen sollte. Sofern ein Restwert bestehen bleibt, könne ich ihn hoffentlich ausgleichen - auch ohne Prismenbrille. Das hoffe ich natürlich sehr, ich kann es nämlich kaum erwarten, endlich wieder Kontaktlinsen tragen zu können - vor allem beim Sport, Baden und in der Sauna.

Ab in die nächste Runde! Jetzt achte ich aber darauf, dass ich die gute Marke der Prismenfolie bekomme.

Viele Grüße aus der verregneten Hauptstadt

Miri

Liebe Mirii,

hatte ich doch richtig vermutet mit den 30-iger Prismen. Ist mit Folie das Doppeltsehen weg? Ich drücke die Daumen für Oktober. Das isi ja ein rechtzeitiger OP-Termin.

Alles Gute! Und schreiben Sie doch einmal wie es mit der Folie dazu nun ist.

LG

A.M.

Ich muss die Folie noch besorgen. Ich bin ehrlich gesagt gar nicht so scharf darauf, die gesamten nächsten 6 Wochen damit rumzulaufen und werde vielleicht noch ein zwei Wochen warten mit der Folie. Mein jetziger Zustand ist auch so auszuhalten - nur die Augenschmerzen nehmen z.Z. wieder zu. Es spielt ja auch keine Rolle, ob ich die Folie früher oder später trage, denn der OP-Wert steht ja sowieso fest und ich habe Angst, dass ich auch mit den 35 pr. noch Doppelbilder habe... Sad .  Aber wenn ich die Folie habe, werde ich natürlich berichten, wie es sich damit verhält.

Danke für die Wünsche

Miri

Hallo Miri,

es ist absolut wichtig, diese Folie auch 6 Wochen lang so gut wie den ganzen Tag zu tragen!!!!!!!!!. Die OP wird dadurch exakter und verträglicher!

LG

Kerstin

Nicht erst 14 Tage warten sondern die Folie gleich aufs Brillenglas geben.

Kerstin Harms hat vollkommen recht. Es wird bestimmt auf die 35 Prismendioptrien hinoperiert Aber wichtig wäre ja auch ob da noch was "nachrutscht".

Alles klar. Dann werde ich doch besser sogleich mal zur Optikerin fahren. Danke für die Warnung, aber ich dachte, dass es keinen Unterschied macht, wie lange ich die Folie trage, weil doch sowieso das Maximale operiert wird.  (Bei allem Fortschritt habe ich immer noch zwischendurch klitzekleine Phasen der Resignation)

Smile Miri

Es sollen ja die "Kontrakturen" der Muskeln beseitigt sein und möglichst entspanntes Sehen vorherrschen. Dazu ist es notwendig die Prismenfolie zu tragen. Wichtig wäre noch ob mit Folie noch doppelt gesehen wird. Darum bitte die Folie tragen.

Hallo Mirii,

keiner weiß ja, ob mit der Folie obendrauf schon der Endwert erreicht ist! Klar, mehr als 40 Prismen operiert man in der Regel nicht, da muss ich Dir Recht geben, aber ob das Dein Endwert ist? Und so, wie du mit der Folie auf Brille siehst, soll es stabil und verträglich sein, dann ist auch die OP verträglich. Eine zu hoch dosierte Prismenfolie kann man wieder von der Brille abziehen, eine zu hoch dosierte OP-Strecke....das wird problematisch Sad

Es wird in Deinem Fall eher nicht zu hoch dosiert sein, aber es ist wirklich so, die OP ist verträglicher, wenn die Muskeln duch vorherigen Prismenaufbau entspannt sind! Und 6 Wochen ist das Kürzeste! In der Regel sollen es 3-6 Monate sein, nur bei sehr hohen Werten, wo dann oft eh von einer Einleitungs-OP gesprochen wird, weil man ggf. mit einer Folge-OP rechnet, da nimmt man dann die kurzen 6 Wochen in Kauf, auch wissend, dass Folie den Visus herabsetzt und schon fast wie eine Teilokklusion wirken kann... und Teilokklusion allein nimmt auch schon oft die Sehbeschwerden, weil das nicht okkludierte Auge in der Regel das Führungsauge ist.

LG

Kerstin

Ihr seid ja sogar am Samstag hier so fleißig dabei. Wie schön

Heute hat mir die Optikerin erklärt, dass in meiner Brille gar nicht 11 pr. auf jeder Seite enthalten sind (wie ich dachte), sondern nur 6 und 4. Dazu kommt die Wirkung von weiteren 6 Prismen durch eine Verschiebung der Sichtachse oder so ähnlich. Das heißt, dass meine Brille 16 Prismen enthält, obwohl der Doc 22 Pr. verschrieben hatte und diese auch auf der Optikerrechnung vermerkt sind. (Sie meinte, dass ich zu erschlagen gewesen wäre von dem hohen Wert.)

Jedenfalls hat die Optikerin heute annähernd 30 Pr. gemessen anstatt 35, die der Doc vor ein paar Tagen gemessen hatte - allerdings war das heute um 9 Uhr morgens, wo die Augen noch fit waren. Jetzt, mit einer 10er Folie auf dem rechten Auge (also insg. 26 Pr. Korrekturwert), habe ich erstmals seit 7 Monaten keine Doppelbilder mehr! Jippieh, endlich mal wieder ein "normales" Sehgefühl - abgesehen von der Vertrübung durch die Folie.

In ein paar Tagen werde ich noch einmal bei der Optikerin nachmessen lassen, ob sich der Wert verändert hat und ich vielleicht eine 12er oder 15er Folie benötige, womit ich dann ja nur auf maximal 31 Pr. Korrekturwert kommen würde. Sie vermutet, dass der Endwert bei max. 35 Pr. liegen dürfte, aber kaum darüber. Das wöre ja ideal, hihi

So. Genug der Zahlenspielerei. Abwarten und Tee trinken...

LG
Miri

Hallo Miri,

Du schreibst:

"Dazu kommt die Wirkung von weiteren 6 Prismen durch eine Verschiebung der Sichtachse oder so ähnlich. "

Das bedeutet, dass Deine Optikerin den Durchblickpunkt der Gläser so weit dezentriert, bis die volle Wirkung der Prismen vorhanden ist. Das ist eigentlich nicht erlaubt, wird aber leider immer noch bei einigen "Kollegen" gemacht.

Prismen rein durch Dezentration machen ist sicher viel billiger für den Optiker, aber die Sehleistung geht in den Keller, zumal bei Deinen recht hohen Stärken.

Das nur nebenbei, denn solange Du gut zurechtkommst, freue ich mich mit Dir, dass Du keine Doppelbilder mehr hast.

Gruß

Eberhard

@ Eberhard

Danke für die Aufklärung, Eberhard. Die Optikerin hat mich ganz schön durcheinandergebracht mit dieser Methodik (angeblich wollte sie die Brillengläser nicht zu dick werden lassen).

Da ich dem Doc W. fälschlicher Weise sagte, dass ich 22 Prismen in der Brille habe und er auch diese Werte auf der Rechnung sehen wollte, weiß ich nicht, ob dies nicht seine Kontroll-Messung beeinflusst hat. Vielleicht hat er ja die Differenz zu 22 Pr. ausgemessen. Wenn er auf diese Weise 13 zusätzliche Prismen gemessen hat, dann  ergibt sich der von ihm benannte Gesamtwert von 35 rein rechnerisch (22 + 13), obwohl es ja in Wirklichkeit nur 16 + 13 = 29 wären. Dies entspricht dem Wert , den die Optikerin vorgestern gemessen hat.

Die Frage muss ich wohl noch mal mit ihm klären. Aber ich glaube eigentlich nicht, dass der Doc so vorgegangen ist...

Jetzt habe ich aber definitiv die Wirkung von 26 Prismen auf der Nase (16 in der Brille + 10 in der Folie) und es fühlt sich so an, als ob ich noch ein paar Prismen gebrauchen könnte, um noch einen kleinen Rest Doppelbilder loszuwerden. Das werde ich in den nächsten Tagen noch mal bei der Optikerin nachprüfen lassen.

(Jetzt weiß ich, warum Mediziner auch Mathe können müssen Wink

Gruß

Miri

Hallo Mirii,

nicht nur Mediziner, auch Optiker. Wink

Gruß

Eberhard

Jetzt war ich noch einmal bei der Optikerin und diesmal war wieder die Chefin da, die mir die Brille mit angeblich 22 Prismen gefertigt und abgerechnet hatte. Sie sagte, dass ihrer Meinung nach auch 22 Pr. in der Brille drinnen sind. Zur Sicherheit hat sie die Brille noch mal nachgemessen und meinte, dass 12 "echte" Prismen enthalten sind und der Rest durch Dezentrierung erfolgen sollte. Aber da ich wohl  "innen vorbeischaue", würde es nur eine Gesamtwirkung von 16 Prismen ergeben (also mein Fehler Wink

Jetzt habe ich eine 15er Folie bekommen (leider wieder nur eine zu kleine, gebrauchte), wodurch ich also bei 31 Pr. Korrekturwert bin. Das Sehgefühl ist damit ganz schön "wackelig". In manchen Momenten habe ich auch leichte Doppelbilder, kann aber nicht beurteilen, ob das noch ein echter Restwinkel ist oder ein anderer Nebeneffekt. Ich habe auch sehr starke Augen-, Kopf- und Nackenschmerzen, noch mehr als mit den vorherigen Korrekturen. Die Schmerzen sind sofort besser, wenn ich die Brille abnehme - auch wenn dann die Welt quasi "auf dem Kopf steht".

In zwei Wochen soll ich noch mal bei der Optikerin nachmessen lassen. Mal sehen, ob sich bis dahin das Sehen stabilisiert hat.

Hallo Mirii,

ich betone nochmal, dass es sträflicher Leichtsinn ist, bei Deinen Stärken das Prisma durch Dezentration zu erhöhen. Ich glaube Deiner Optikerin nichts mehr. Sie ist offensichtlich nicht gut drauf. An Deiner Stelle würde ich die Prismenwirkung bei einem anderen Kollegen prüfen lassen, denn es ist doch sehr fraglich, was wirklich gemacht wurde. Ich und ich denke, meine Kollegen hier im Forum genau so, sehe das sehr eng. Es hilft Dir einfach nicht, wenn der Augenarzt jetzt von falschen Voraussetungen ausgeht.

Gruß

Eberhard

Ich glaube auch, dass sich die Optikerin etwas verstrickt hat in ihren Aussagen.
Ich habe soeben einen Termin bei einem anderen Optiker vereinbart, der sich auf WF spezialisiert hat und eben am Telefon meinte, dass es Unsinn sei, 10 Prismen durch Dezentrierung erreichen zu wollen.

Boah, ganz schön aufregend...

Und wann ist der Termin beim Optiker? 

Ich fahre heute noch hin, um die Prismenwirkung in der Brille nachmessen zu lassen. Ich weiß allerdings nicht, ob es Sinn macht, auch meine Winkelfehlsichtigkeit dort nachmessen zu lassen (wozu ich einen Extra-Termin bräuchte), denn das macht der Doc am 14.10. sowieso nochmal.

Ich war soeben bei dem Berliner Optiker für WF, de eine Garantie auf Beschwerdefreiheit mit seinen Prismenbrillen gibt.

Er hat 21 Prismen gemessen, genau gesagt:

rechts:

SPH:   -6,25
CYL:   -1,00 x 46
PSM:   0,25 UP
           9,00 OUT
Off Center
Non Toric

links:

SPH:   -7,50
CYL:   -0,750 x 130
PSM:   0,55 UP
           11,50 OUT
Off Center
Non Toric

NET PR   0,50 DWN
              20,50 OUT

PD:    60 (R29,5+L30,0)

Jetzt bin ich völlig durcheinander. Wenn da also 21 Pr. drinnen sind und ich eine 15er Folie dazu bekommen habe, dann ist ja die Korrektur von 36 Pr. zu hoch oder sehe ich das falsch? (Ich weiß ja nicht, ob die Messung von 29 der Optikerin oder von 35 des Docs richtig ist)
Ich habe zwar keine auffälligen Doppelbilder mehr, aber wenn sie doch noch kurzzeitig auftreten, dann ist das Bild vom rechten Auge nach links versetzt und umgekehrt. Ohne Brille ist es so, dass das Bild vom rechten Auge viel weiter rechts liegt als das vom linken Auge. Könnte das für eine Überkorrektur sprechen? Vielleicht sollte ich ja doch wieder eine 10er Folie tragen, so wie es der Doc verschrieben hatte.

Also morgen wieder hin zur Optikerin. Diesmal soll sie aber mal ordentlich nachmessen.

Hallo Mirii,

es gibt die Prismenfolie mit 15 cm/m und in 20 cm/m und mit 25 cm/m usw.

Es kommt schon hin.

M.f.G.

A.M.

Hallo Mirii,

hat der neue Kollege mal geprüft, welche Stärke am Messpunkt der jeweiligen PD vorhanden ist? Mit einem digitalen Scheitelbrechwertmesse könnte man die Qualität der Korrektion prüfen und dadurch nachweisen, dass die Dezentrationen zu Unschärfen führen können.

Gruß

Eberhard

Hallo, Eberhard. Ich verstehe nur Bahnhof Smile Was wäre denn so schlimm daran, wenn ich wegen der Dezentration vorübergehend ein wenig an Sehschärfe einbußen würde? Der Optiker hat mir nur die o.g. Werte ausgedruckt und gesagt, dass sicherlich alles seine Richtigkeit hat und ich mir keine Gedanken machen solle.

Interessieren würde mich natürlich schon, ob die 36 Pr., die ich in der Brille habe, nicht evtl. zuviel sind. Zur Klärung werde ich morgen nochmal zur ersten Optikerin fahren.

(Bin gerade so deprimiert, weil ich mein geliebtes Badmintonspeil nach 5 min abbrechen musste und bockig abgedüst bin, weil ich keinen einzigen Ball mit dieser Brille getroffen habe und man mich zur Aufmunterung  scherzhaft "Zyklopen-Miri"  nannte Sad )

Hallo Mirii,

Eberhard hat folgendes gemeint:

Die Brille wurde in dem Messgerät bei (R.A.) 29,5 mm und bei (L.A.) 30.0 mm Gesamt 60.0 mm ausgemessen.

Gewisse Messgeräte kann man zum Einen auf 1/100 dpt voreinstellen und dann ungerundet sich die dioptrischen Wirkungen in Sphäre, Cylinder und in den Prismen ausdrucken lassen. Jetzt kann man bei unterschiedlichen Abständen zwischen den Gläsern, Wirkungen im Glas vergleichend auswerten.

Aber in dem Zusammenhang wäre es auch ganz wichtig, unter welchem verändertem echten Augenabstand Du jetzt durch die Brille siehst (über ein Video-Infral-Bild lassen sich die Verhältnisse einfangen und auswerten, Video-Bilder aus unter 3-4 m Aufnahme-Entfernung sind hier nicht brauchbar), und zwar mit und auch ohne Folie.Bei Basis außen solltest Du mit Folie einen um knapp 4 mm engeren Augenabstand haben. Alleine diese Veränderung bewirkt in der Brille eine geänderte Prismenwirkung.

Das heißt, sollte der Abstand in dem Deine Augen ohne Folie die Brillenlinsen durchstossen 59.5 mm sein, wären es unter der zusätzlich montierten Folie nur knapp 56 mm. Vermisst man die Brille bei 56 mm hat man die wahre Wirkung im Prisma und in der Brillenstärke sph/Cyl und Achse (Vorsicht: Einzelabstände der Augen können differieren, dies sollte mit berücksichtigt werden) mit der Prismenfolie ergibt sich nunmehr die gesammte Prismatische Wirkung.

Übrigens ist es Quatsch das durch die Dezentrierung das Prisma in der Basis dünner wird. Zumindest bei Zeiss-Markengläser gewinnt die Abbildungsqualität bei korrekt bestellten Wirkungen, da diese Linsen zum Durchblickspunkt optimiert gefertigt werden. Die Basisdicke bleibt dagegen gleich! Das heißt natürlich auch, das durch eine Prismenfolie generell eine weitere Verschlechterung mit eingeplant wird. Diese gilt es jetzt bis zur OP zu verkraften.

Ich hoffe, Du kannst Dir über die wahren Verhältisse im Vorfeld zur OP noch Sicherheit verschaffen. Alles Gute!

Danke, Herr Mosch, für die ausführliche Erklärung! Jetzt weiß ich, warum der Optiker zuerst den Augenabstand und dann die Brille ausgemessen hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube er hat den Abstand ganz ohne Brille gemessen. Auf jeden Fall ohne Folie! Also hat er mit seinen besagten 21 Prismen keineswegs die "wahre" Wirkung im Prisma gemessen. Richtig?

Wenn ich es richtig verstehe, kann die prismatische Wirkung einer Brille, die bei einem ganz bestimmten gemessenen Augenabstand der Wirkung von 21 Pr. entspricht, mit der Prismenfolie herabgesetzt werden, da man durch sie einen geringeren Augenabstand hat. Ich kann definitiv agen, dass ich mit der Folie einen geringeren Augenabstand habe als ohne - das betroffene Auge sieht nämlich viel weiter nach innen als das andere.

Das würde die rätselhaften Aussagen der Optikerin erklären, dass sie zwar "glaubte", dass 22 Prismen in der Brille enthalten sind, aber sich nur eine Wirkung von 16 Prismen bei mir ergibt, weil ich "innen vorbeischaue". Wobei dies ja nur zutreffen dürfte, wenn ich zusätzlich die Folie trage, oder? Insofern war es ja richtig, anstatt einer 10er- eine 15er-Folie zu dazuzugeben, um die fehlende Prismenwirkung wieder auszugleichen. Dies würde wieder dafür sprechen, dass ich momentan mit Brille und Folie nicht die Wirkung von 36, sondern "nur" von rund 30 Prismen trage. Und dies würde mich wiederum sehr freuen!!!

Letztendlich kommt es doch darauf an, dass der exakte Wert ermittelt wird, der operiert werden soll, nicht wahr? Insofern ist es etwas beängstigend, wenn die Optikerin und der Augenarzt hierbei womöglich von unterschiedlichen Methoden ausgehen. Ich werde noch einmal versuchen, die Optikerin um Aufklärung zu bitten, welcher Wert bei mir faktisch vorhanden ist.

Was mich noch brennend interessiert: Wenn ich als Innenschielerin mit meiner Prismenkorrektur ab und zu solche Doppelbilder habe, bei denen das Bild des rechten Auges weiter links ist als das Bild des linken Auges, ist das ein Zeichen für eine Überkorrektur?

(Ich habe zum Glück noch etwas gewartet mit dem Besuch der Optikerin, weil ich mich durch das Forum jetzt besser vorbereitet fühle. Im laufe der Woche werde ich wieder hinfahren und sie weiter nerven Wink

Miri

Hallo Miri,

Du fragst: "Was mich noch brennend interessiert: Wenn ich als Innenschielerin mit meiner Prismenkorrektur ab und zu solche Doppelbilder habe, bei denen das Bild des rechten Auges weiter links ist als das Bild des linken Auges, ist das ein Zeichen für eine Überkorrektur?"

ja, eindeutig.

Gruß

Eberhard

Hallo Miri,

Eberhard hat grundsätzlich Recht. Dennoch wage ich hier einen Einwurf.

Da Du schon lange mit Doppelbildern lebst, kann es auch sein, dass Deine Intelligenz zeitweise wieder Doppelbilder hervorrufen möchte (verrückt, nicht wahr!). Dies um so eher, je unbefriedigender und stressiger das ungewohnte Sehen mit beiden Augen unter Fusion sich gestaltet.

Dann kann es Deiner Intelligenz sogar egal sein, ob es eine alte Schielrichtung oder eine quasi entgegen gesetzte bevorzugt. Oder ist das Doppelbild gar abhängig von der Beobachtungsentfernung? Deshalb sind hier Schnellschlüsse unerlaubt, vor allen kurzfristig geplante Eingriffe am Augenmuskelsystem (aber auch die Festlegung auf Über- oder Unterkorrektion, die allgemein sonst stimmig ist). OP fixiert eher auf Dauer, nur Brille kann leichter geändert werden. Und bei verbleibenden Doppelbildern, wenn auch nur zeitweise ist immer Aufklärung durch Messung(en) angesagt.

Deshalb plädiere ich generell für eine längere möglichst sensible Korrektion über Brillen, bis Doppelbilder entgültig beseitigt sind. Selbst Einleitungs-Ops laufen (in glücklicher Weise nur sehr seltenen Fällen) in eine völlig falsche Richtung, weil Sehen auch nach ersten Korrektionen noch total verspannt sein kann.

Zudem habe ich Berichte von Operateuren gehört, die bei der OP feststellten, dass ein Augenmuskel totales Bodybuilding zeigte und sein Gegenspieler nur sehniges Gewebe ohne Muskelfaserkraft aufwies. Wie soll da ein funktionelles Zusammenspiel einsetzen? Nach OP eines solchen Systems kann es hier zu ganz neuen Situationen kommen, da schon die OP erstens die Kräfteverhältnisse neu ordnet und es aber auch alleine durch den Eingriff teilweise zu einer Anregung zu besserer Durchblutung des nur sehnigen Muskels kommt, und dieser in der Folge erst sein Amt besser verwalten lernt.

Ein solcher Prozess ist ein Weg über Jahre, hier gilt es mit Brille das Fixationsverhalten in den benötigten Entfernungen möglichst eindeutig aus zu tarieren. In seltenen Fällen bedarf es hier drei unterschiedlicher prismatischer Korrektionen für die Ferne, die Nähe und zusätzlich für den Bildschirmabstand. Ich habe  Kunden, die damit seit Jahren zufrieden leben.

Manchmal fallen die Werte später auch auf einen gemeinsamen Nenner zusammen. Aber das kann man nicht vorhersagen. Ich habe aber kaum glücklichere und zufriedenere Kunden und dies sind Kunden, die mich immer wieder weiter empfehlen. Denn der Leidensdruck ist ihnen damit erstmalig und auch beständig genommen.

Liebe Mirii,

der Augenabstand ob nur mit Brille oder mit Folie bleibt immer gleich. Auch wenn es so scheinen mag das unter Prismenfolie das Auge mehr schielt.

Das man das Doppelbild mit Folie in entgegengesetzter Richtung sieht kann auch an einer paradoxen Sehweise liegen. Aus der Ferne dazu etwas zu sagen ist kompliziert.

LG

A.M.

Danke für Eure interessanten Erläuterungen.

Herrn Moschs Ausführungen entnehme ich als Quintessenz, dass man geduldig sein soll und - ggf. in vielen Einzelschritten aufbauend -  eine langfristige Prismenkorrektur per Brille erreichen sollte, bevor man operiert. Und dass (aufgrund komplexer Sachverhalte) in Einzelfällen sogar infolge der OP erneut eine Korrektion erforderlich werden kann. Auch AgnesMaria verweist darauf, dass Doppelbilder nicht gleich Doppelbilder sind und man nicht pauschal beantworten könne, ob eine Korrektur zu stark oder zu schwach sei.

Um diese Hinweise auf meinen persönlichen Fall zu münzen - ja, es bedarf wohl einiger Versuche per "trial and error", aber ich komme der Sache "augenscheinlich" näher... Die 15er-Folie ist laut Optikerin-Messung vor zwei Tagen eindeutig zu hoch (der senkrechte Balken des Kreuzes war um eine Balkenbreite nach links versetzt). Jetzt habe ich eine 12er-Folie bekommen, die zwar einen Tick zu schwach sei, aber dennoch besser geeignet, weil mein Gehirn sich nur schwer darauf einstellen könne, die "umgedrehten" Doppelbilder infolge einer Überkorrektur auszugleichen. Nur sensorisch (nicht motorisch) ist damit noch ein kleiner Winkel da. Den bemerke ich fast nicht, ich habe mittlerweile nur noch selten Augenschmerzen (z.B. beim angestrengten Pilze suchen) und vergesse sogar zeitweilig meine Augenprobleme komplett (ein schönes Gefühl)! Ich trage jetzt einen Korrekturwert von 16 (angebliche Wirkung in Brille) + 12 (Folie) = 28. In den nächsten Tagen lasse ich die Augen noch mal nachmessen und am 14.10. ist ja die letzte Messung beim Arzt. Es scheint, als ob sich mein Winkelfehler so langsam bei 29/30 Pr. einpendelt. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass der Wert nicht viel höher anzusteigen scheint, und ich vertraue am besten der Optikerin und dem Doc und ihrer langjährigen Erfahrung - und freu mich schon auf die Operation. Nur noch 24 Tage...

Miri

Liebe Forumsfreunde,

Heute habe ich noch mal meinen Prismenwert ausmessen zu lassen. Er stieg auf 45 Prismen an!!! Und das, wo ich vor knapp zwei Wochen noch die Zusatz-Folie von 15 auf 12 Prismen reduzieren ließ, weil die 15er zu stark war. Angeblich sei der Endwert maximal 35, sagte da noch die Optikerin. Heute meinte sie aber, dass es sich wohl um eine Einleitungs-OP handeln würde und der Wert wahrscheinlich noch weiter ansteigen wird - ein seltener Fall sei ich.

Ich bin jetzt erst mal am Boden zerstört. Sad Wann werde ich jemals wieder "normal" (aus)sehen können? Die Wartezeit bis zur OP lebe ich jetzt schon als Einsiedler und vermeide jegliche Kontakte, weil ich mit der starken Minus- und Prismenbrille wie ein Freak aussehe (Mein Nebenproblem: Ich habe leider keine Familie und keinen Partner und kann im momentanen Zustand auch schlecht jemanden kennenlernen) . Meine Geschäftspartner sind auch alle sehr irritiert, und trauen sich kaum, mir in die Augen zu schauen. Ich dachte, dass ich nach der OP endlich wieder ein normales Leben führen kann, aber jetzt steht mir wahrscheinlich ein erneuter Prismenaufbau bevor. Ein Jahr müsse ich bis zur zweiten OP warten, sagte die Optikerin. Mal sehen, was der Doc nächste Woche sagt.

Ja, ch weiß, erst einmal abwarten... aber ich erhoffe mir kein Wunder

Miri

Hallo Mirii,

zuerst einmal, Du bist ganz sicher kein so seltener Fall.

Sieh einmal die Vorteile, die sich Dir zeigen.

1) ein Einleitungseingriff reduziert den Gesamtfehler schon erheblich. Es kann sein, dass Doppelbilder anschließend nie wieder auftreten. Denn der Restfehler wurde ja deutlich reduziert.

2) Ist die Gefahr einer Überkorrektur bei einer Einleitungs-OP nicht vorhanden, es braucht nicht zugewartet zu werden. Wichtig ist nur eine klare Abklärung (über Ferne und Nähe), dass der Eingriff eindeutig unterdimensioniert bei maximaler Dosierung, ausfällt.

3) Du hast mittlerweile sehr viel über dein Sehen und Deine Augen gelernt. Verstecken brauchst Du Dich mit Deinen Kenntnissen und Erfahrungen ganz sicher nicht.

... und am 14-ten hast Du Deinen Augenarzttermin. Das ist doch jetzt sehr bald!

Ich könnte noch einiges mehr schreiben, ich will es dabei belassen. Nur Mut!

Heute war der letzte Kontrolltermin bei Doc W. vor der OP. Obwohl die Optikerin vor 6 Tagen 45 Pr. gemessen hat, hat er heute - wie auch schon zuletzt am 9.9. - genau 35 Pr. gemessen. Die Optikerin habe wohl zu schnell zu viele Prismen draufgelegt, anstatt den geringstmöglichen Wert zu suchen.

Mehr als 35 Pr. wird er jedenfalls nicht operieren und wenn dann noch ein Restwert übrig bleibt, dann sollte ich ihn  ausgleichen können. Abwarten.

Er hat auch genau ausgemessen, welche Wirkung die Prismenbrille bei mir hat. Er hat 16 Prismen gemessen (wie die Optikerin mir ja auch erklärte), statt die eigentlich von ihm verschriebenen 22. Zusammen mit der 12er Folie war ich also die ganze Zeit um 7 Prismen unterkorrigiert. Das erklärt, dass ich zeitweise abends auch noch leichte Doppelbilder habe.

Jetzt hat sich der Doc noch notiert, dass ich eine "kontaktlinsenfreundliche" Operation wünsche (wie schön) und nächste Woche ist es also soweit. Ick freu mir schon, wie wir Berliner sagen.

Bis dann,

Miri

Hallo Miri,

alles Gute für die OP! Ich bin sicher, danach ist vieles besser!

Hallo Miri,

auch von mir "ALLES GUTE und VIEL ERFOLG!"

Vielen, vielen Dank für eure Wünsche!

Morgen früh isses soweit. Ich bin sehr guter Dinge.

PS: Gibt es denn eigentlich kein Spendenkonto für Publicity und Aufklärungsarbeit in Sachen Winkelfehlsichtigkeit? Ohne dieses Internetportal wäre ich mit Sicherheit nie so schnell und so gut beraten und versorgt worden!

Hallo schon wieder,

gestern war die OP. Es ist alles planmäßig verlaufen und die Schmerzen sind auszuhalten.

Heute wurde der Verband abgemacht. Das Auge ist rot, aber nicht so schlimm wie gedacht. Die Anschwellung werde wohl noch etwas zunehmen. Ich trage nun wieder meine normale Brille und habe damit nur beim seitlichen Blick leichte Doppelbilder. Nach links sei das ja normal, weil das operierte rechte Auge sich noch nicht so gut nach links bewegen kann. Aber ob die DB auch beim Rechtsblick normal sind...? Außerdem sehe ich auf dem operierten Auge etwas verschwommen. Naja, ich muss erst mal 1 - 2 Wochen warten, bis sich alles wieder eingespielt hat und man die Ergebnisse der OP endgültig bewerten kann. Am Dienstag ist der nächste Kontrolltermin.

Ach ja, der Seheindruck ist insgesamt wieder gewöhnungsbedürftig. Mit der Prismenbrille war alles etwas tellerartig nach hinten gewöblt und erschien weiter weg - jetzt habe ich auf der Straße das Gefühl, auf dem Berg einer Wölbung zu gehen.  Dieser Effekt wird sicherlich schnell wieder weggehen.

Insgesamt bin ich jetzt schon sehr froh, dass ich wieder mit normaler Brille sehen kann und dass ich nicht mehr so sichtbar schiele. Habe mal ein Vorher-Nachher-Bild hochgeladen, falls das jemanden interessiert.

Jetzt 2 Wochen KZH krank zu Hause, na das wird langweilig Smile

bis dann,

Miri

Liebe Mirii,

das sieht doch schon sehr gut aus. Noch eine Woche und die Schwellung geht noch weiter zurück.

Hallo Mirii,

auch von mir alles Gute. Wundere Dich aber nicht, wenn die Sehschärfe des operierten Auges doch erst nach 3-5 Wochen wieder ganz normal ist.

Gruß

Eberhard

Danke sehr!

Ich habe auch mit einem deutlichen Übereffekt (Doppelbilder und Schmerzen nach links blickend) zu kämpfen. Doc W. sagte, dass der innere Augenmuskel des operierten rechten Auges noch nicht seine ganze Zugkraft hat.

Mit dem Autofahren muss ich daher wohl noch etwas warten. Da freut sich mein Schwager, der es sich geliehen hat Smile

Nächste Kontrolle ist am Montag, aber alles sieht o.k. aus.

Weiß vielleicht jemand von euch, ob man 8 Tage nach der Augen-OP generell schon wieder in die Sauna gehen darf? Smile

Hallo Mrii,

ich weiß es nicht, aber ich würde es nicht machen - die Überhitzung in der Sauna weitet schließlich auch die Blutgefäße...hinzu kommt das Bakterienmilieu in den Ruheräumen und Duschen...aber vielleicht bekommst Du hier noch einen fachlichen Rat.

LG

Kerstin

Hallo Miri

Smile

Also ich wurde im Jahr 2000 schon einmal an meinen Augen operiert und ich durfte danach ich glaub 2 Wochen lang nicht richtig Luftzug auf die Augen bekommen und Wasser in die Augen schon gar nicht. Das heißt, wenn du in der Sauna bist, schwitzt du ja automatisch und es könnte ja auch vorkommen, dass dann Wasser in deine Augen gelangt. Ganz verhindern kannst du das ja eh nicht, dass wasser in die Augen komt, z.B beim Duschen. Dennoch würd ich aus meiner Sicht sagen, sollte man das ja nicht sozusagen vorprogrammieren.. Wink

Liebe Grüße..

Marco Smile

Vielen Dank. Das leuchtet wohl ein, ich werde damit also besser noch warten.

(Habe gerade einen 8 mm langen losen Faden aus dem Auge entfernt. Ist wohl beim Vernähen übrig geblieben, die vier Nahtstellen sind nämlich noch da.)

Smile

mhm, was haben die denn bei dir vernäht??.. Ich kann mich irgendwie nicht daran erinnern, dass bei mir irgendwas genäht wurde.. ^^  Im Frühjahr des nächsten Jahres werd ich wohl noch mal dran glauben müssen, mal gucken, ob die da denn irgendwas nähen müssen oder so.. ;) 

Ich kann mich auch daran erinnern, dass ich nach der operation probleme hatte die Augen wieder auf zu bekommen, da das sehr schmerzhaft war... Bei mir wurden beide gleichzeitig gemacht. Ich hoffe, dass es diesmal nicht mehr so schlimm sein wird, zumal ich ja nun auch älter bin und nciht mehr so "wehleidig".. I-m so happy War ja noch klein bei der letzten OP.. Wink

Lg.. Marco

Hallo Mirii,

das mit dem Faden ist in Ordnung - es wird nach der OP genäht, und es ist selbstauflösendes Nahtmaterial. So nach einer Woche lösen sich die Fäden ab. Bei meiner Tochter habe ich das auch beobachtet, bei mir selbst nicht, da muss der Faden wohl über Nacht aus dem Auge gespült worden sein...

LG

Kerstin

Weiß vielleicht jemand von euch, ob man 8 Tage nach der Augen-OP generell schon wieder in die Sauna gehen darf? Smile

Nein, erst nach 4 Wochen, ausgenommen man hat eine eigene Homesauna.

OK, mit der Sauna warte ich dann noch Smile

Heute war ich wieder zur Nachkontrolle. Ich habe als Übereffekt der OP "eine kleine Exophorie" und der Doc fragte, ob ich dagegen vorübergehend eine Prismenfolie haben möchte, was ich aber ablehnte, weil das keine großen Beschwerden verursacht (nur morgens nach dem Aufwachen).

Da das rechte Auge insbesondere auch (noch) nicht so weit nach links schauen kann (nur so ca. bis zu 45 ° statt 80 ° im Normalfall), habe ich starke Doppelbilder beim Linksblick. Das nervt ganz schön, aber dieser Effekt soll immer schwächer werden. Wenn er nicht verschwindet, dann könne man sich daran gewöhnen oder bei Bedarf noch einmal operieren, um den Innenmuskel wieder zu stärken. Aber er hofft natürlich, dass das nicht notwendig sein wird. Jedoch müsse ich Geduld haben und das Auge trainieren.

Hat denn jemand Erfahrungen mit diesem Übereffekt? Ist das normal? Wie lange kann das anhalten und wie oft kommt es vor, dass man noch einmal nachkorrigieren muss?

Hallo Mirri,

bei meinem Schwiegersohn war die Beweglichkeit des operierten Auges erst nach ca. 5-6 Monaten beschwerdefrei. Bei vielen anderen Operierten habe ich nie gehört, dass die normale Beweglichkeit so lange brauchte. Jeder Mensch ist eben anders.

Gruß

Eberhard

Liebe Mirii,

Einen leichten Übereffekt ist bei großen operierten Winkeln fast normal. Der Ausgleicheffekt vor der OP führt manchmal dazu oder eine eingenommene Schonhaltung nach OP.

Das wird sich sicher geben. Genauso die eingeschränkte Beweglichkeit. Es ist sehr, sehr selten, das man OP's revidieren muss. Aber auch das kommt mal vor.  

LG

A.M.

Danke, AgnesMaria, für die beruhigenden Worte. Heute war vorerst die letzte Nachkontrolle und der Übereffekt ist seit letzter Woche - nach MKH gemessen - von 7 auf 3,5 Pr. runtergegangen. Allerdings machen mir die Doppelbilder beim Linksblick noch zu schaffen, obwohl das Auge schon etwas beweglicher nach links geworden ist. Doc W. meinte, dass die Chance gut ist, dass sich mit der Zeit die Augenbeweglichkeit vollständig wiederherstellt.

Dann werde ich mich mal in Geduld üben und spätestens im Dezember, wenn ich die nächste Nachkontrolle habe, wieder über den Fortschritt berichten. Besonders freue ich mich schon auf das Tragen meiner Kontaktlinsen, was ich frühestens Ende Januar wieder aufnehmen kann.

Nochmals vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer hier im Forum! Ich werde bestimmt des öfteren mal hier rumstöbern und schauen, was andere WF'ler so auf ihrem Weg berichten.

Miri

Liebe Mirii,

die Augenbeweglichkeit wird sich sicher wieder  normalisieren. Das kommt. Nur Geduld.

Tja, wenn ich hier die Überschrift lese "Akkommodationsspasmus oder HWS-Syndrom" bekomme ich mein Lächeln gar nicht in den Griff: Wer sagte zuerst was über dekompensierte Heterophorie oder" WF", wie die Augenoptiker das nennen würden?  Und wer war so entsetzt über die Orthoptistinnen und bis dato behandelnden Augenärzte?   

Dann erwarte ich Ihr Posting im Dezember, nach der Kontrolle bei Dr. W.

LG

A.M.

Hallo Miri,

Herzlichen Glückwunsch auch noch von meiner Seite!

Da wurde doch wieder mal gute Basisarbeit geleistet, nicht wahr, Agnes!

So gefällt mir das.

Lieber Herr Mosch,

vorher musste Mirii aber erst einmal an den "Koryphäen"  vorbei und nach langeren Irrwegen konnte erst einmal dieses Ergebnis zeigen, das HWS-Syndrom oder Akkommodationsspasmus, welches man schon aus Ferne nach Beschreibung der Symptome abtun konnte, nicht zutreffen.

Ich bin froh, das Mirii trotzdem Hilfe finden konnte, auch über das Forum hier.

LG

A.M.

Hallo Miri,

ich kenne Leute, die mehr als ein halbes Jahr Bewegungseinschränkungen des operierten Auges in Kauf genommen haben und anschließend keine Probleme mehr hatten. Vielleicht brauchst auch Du nur mehr Zeit.

Gruß

Eberhard

p.S. Schöne Weihnachten Smile

@ Eberhard

Ja, an deine Worte von November habe ich auch schon gedacht. Auf jeden Fall werde ich nichts überstürzen, aber es ist schon komisch, dass sich der Doktor gleich so sicher war, dass sich da bei mir nichts mehr verbessern wird. Er sagte, dass es bei hoch dosierten OP's sehr häufig vorkommt, dass man hinterher mit diesem Effekt leben muss und dass man sich daran gewöhnen würde, immer den Kopf mitzubewegen (was bei mir aber nicht die Doppelbilder verhindert).

Jedenfalls sehr beruhigend, dass es auch andere Fälle gibt, bei denen die Regeneration sehr lange gedauert hat. Danke schon mal und ebenso schöne Weihnachten! Smile

Huhu Mirii,

ich hatte nach meiner letzten OP sicher auch 3 bis 4 Monate Probleme mit der Augenbeweglichkeit Smile . Ganz genau kann ich es nicht mehr sagen, aber es hat lange gedauert, bis ich nicht das Gefühl hatte, dass der Muskel beim Blick nach rechts spannen würde. Jetzt habe ich zumindest in dieser Hinsicht überhaupt keine Probleme mehr.

Ich drück dir die Daumen Smile !

Hallo Miri,

puhh, das klingt echt hart...

Vielleicht etwas spät der Hinweis, aber auch ich stelle mir immer wieder die Frage, ob die Probleme des Schielens evtl. durch HWS-Probleme/Atlas-Probleme hervorgerufen werden. Dabei ist mir im Grundsatz klar, dass ich den Kopf zum Teil massiv schief lege, um das Schielen zu kompensieren. Habe irgendwo gelesen, dass Tauben auch den Kopf immer auf die Seite legen um ein besseres 3D-sehen zu haben:-).

Sicher findest du einen Weg um ohne Doppelbilder zu leben, nur der Weg ist manchmal ganz schön lang und mit Irrwegen und Diagnosen gepflastert, die kein Mensch hören will. Gib nicht auf, ich suche schon seit 5 Jahren einen guten Weg und habe mich bis jetzt von einer Diagnose zur nächsten geschlagen. Der nächste Tip, die nächste Diagnose kommt bestimmt.

Alles gute für Dich

Ein vorweihnachtliches "Hallo",

ich kürze mal meinen Beitrag - ist zuerst wieder viel zu lang geworden:

Heute war Nachkontrolle nach meiner Augenmuskel-OP vom 21.10.2010. Der Übereffekt hat sich von 3,0 auf 2,5 pdpt reduziert. Mit den sporadischen Doppelbildern könnte ich aber leben, wenn da nicht noch immer die eingeschränkte Augenbeweglichkeit des rechten, operierten Auges wäre.

Bei einem Linksblick habe ich Doppelbilder, da das rechte Auge durch den versetzten Innenmuskel nicht mehr so weit nach innen mitgehen kann. Dadurch habe ich Beschwerden beim Autofahren, Sport, Einkaufen usw. - also immer, wenn ich mit den Augen viel umhergucken muss. Zu den Doppelbildern beim Linksblick kommen oft auch Schwindel und Augen- bzw. Kopfschmerzen dazu, besonders wenn ich Kontaktlinsen trage (dann auch Ohrensausen, Nackenschmerzen u.ä.). Es hilft auch nicht, wenn ich (wie der Doc empfiehlt) den Kopf immer mit nach links drehe.

Übrigens höre und spüre ich seit der OP immer ein "Knackgeräusch" am rechten Auge (so wie ein Widerstand), wenn ich es nach links bewege. Der Doc hat es auch gehört, weiß aber nicht, was das sein könne. Hat jemand so etwas schon mal erlebt?

Der Doc meinte, dass ich wohl mit keiner Verbesserung der Augenbeweglichkeit mehr rechnen könne, und bot eine Revision der OP in der Form an, dass der rechte Innenmuskel wieder um 2 mm verlagert werde. Allerdings könne dann auch wieder eine leichte Esophoprie eintreten, die aber wohl besser vertragen würde als den jetzigen Zustand. Das klingt für mich aber auch nicht so überzeugend...

Jetzt habe ich die Wahl - mit der jetzigen Situation leben oder eine Revisions-OP machen und danach vielleicht wieder mit Esophorie leben. :-(    Ich weiß noch nicht, was ich machen soll, aber ich werde erst einmal einen weitere Nachkotrolle in 2 Monaten abwarten und bis dahin noch etwas Augentraining machen.

Liebe Grüße,

Miri

Hallo Mirii,

schick mir doch mal ne Info, welcher Berliner AA Dr W. Dich operiert hat. Da möchte ich mal genaueres wissen.

Wenn Du Deine Ruf-.Nr. mitteilst, rufe ih Dich auch gerne mal zurück. info@sehen-mosch.de.

Ich denke z.Zt. wenn das eine Auge quasi am Anschlag arbeitet, wäre hier eine Rüc-OP SINNVOLL; ABER Ann gehört es sich denFehlbetrag auf der anderen Seite zu kompensieren, wenn dort keine Einschränkungen in der Beweglichkeit bestehen. Allerdings wäre die Eingriffsgröße dann wohl über sinnvoll etwas gösser als 2 mm. Genaueres könnte uns hier vielleicht AgnesMaria sagen, Sie ist z.Zt. aber wohl noch in Urlaub.

Liebes Forum,

Meine Augen-OP ist mittlerweile 4 Monate her und leider hat sich in den letzten beiden Monaten nichts mehr an der Augenbeweglichkeit verbessert. Da ich am Mittwoch (23.2.11) den nächsten Kontrolltermin beim Augenarzt habe, suche ich erneut euren Rat. Die Frage ist, ob ich eine Revisions-Operation anstreben sollte. Mein Gefühl sagt mir, dass ich den jetzigen Zustand nicht dauerhaft haben möchte, wenn es eine Möglichkeit gibt, ihn zu verbessern. Auf der anderen Seite habe ich Sorge, dass eine weitere-OP womöglich zu einer "Verschlimmbesserung" führen könnte.

Wie kann ich herausfinden, was zu tun ist, wenn der Doc mir selbst die Entscheidung überlässt? Gibt es eine Möglichkeit zu messen, ob eine Revisions-OP sinnvoll ist oder nicht?

Ich habe aufgrund des "Übereffekts" fast andauernd Augen- und Kopfschmerzen, die bis in den Nacken reichen - mal mehr und mal weniger. Dazu kommt oft ein Schwindel und so ein Nacken- und Ohrenknacken. Schon bei einem recht  leichten Blick nach links habe ich Doppelbilder aufgrund der eingeschräkten Beweglichkeit des rechten operierten Auges. Z.B. sehe ich doppelt, wenn ich in den linken Außenspiegel meines Autos blicke, auch wenn ich den Kopf etwas mitdrehe. Vom Schulterblick nach links ganz zu schweigen, das geht nur mit einem zugekniffenen Auge. Nur direkt nach dem Aufwachen und bei Müdigkeit habe ich  auch im Geradeausblick leichte Doppelbilder.

Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich tun soll und was ich den Doc am Mittwoch fragen muss?

LG

Mirii

Bei Doppelbildern an eine Revisions-OP denken. Das wäre mein Rat dazu.

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