Hallo zusammen,
seit einem Jahr habe ich eine Gleitsichtbrille. Seitdem war ich 13 mal (!) bei dem Optiker, der die Brille verkauft hat, je einmal bei einem Gutachter, einem Optimetristen und einem Augenarzt, zur Fehlersuche /-bestätigung 5 mal bei anderen Optikern. 45 Std. Zeit und 90,00 Euro Benzin später liegen inzwischen meine Nerven blank!
Zweimalige Nachbesserung führt bisher nicht zu einer fehlerfreien Brille. An dieser Stelle könnt ihr / können Sie die "Abkürzung" nehmen und 1. bis 3. überspringen. Ansonsten hier die Einzelheiten:
1. Brille: Essilor, blendend, kontrastreich, Lesen nicht möglich, Fernsicht in der Mitte der Brille, obere Hälfte des Glases ungenutzt, da unscharf. Nach ca. 6 Monaten und zahlreichen Besuchen war man endlich bereit, die Brille zur Überprüfung einzuschicken. Ergebnis: Gläser in Ordnung. Ich suchte Rat bei einem Gutachter (Optiker): Lesebereich war an der untersten Toleranzgrenze, ein Achswert fehlerhaft, außerdem riet er zu 0,25 Dioptrien weniger. Nach dessen Anruf beim Kollegen bekam ich die
2. Brille: Hoya, Dioptrien nicht reduziert, wesentlich dicker und schwerer, aber endlich angenehmes Sehen, weniger kontrastreich, alle Bereiche (von nah bis fern) dort, wo sie sein sollten. Nur die Fernsicht war bei Geradeaus-Sehen nicht wirklich angenehm scharf. Drehte ich den Kopf und "schielte" in die Gegenrichtung, war linksseitig eine gute Sicht zu erzielen, rechts wurde es relativ unscharf. Man schickte mich zum Optimetristen (einer "verwandten" Filiale). Ergebnis: 0,25 Dioptrien weniger wären des Rätsels Lösung. Außerdem hätte ich ein Prisma (?). Warum stellt man dies erst beim 10. Termin fest? Draufhin bekam ich die
3. Brille: Hoya, (ohne Prisma, aber mit 0,25 Dioptrien weniger). Die Unschärfe rechts in der Ferne ist besser. Nur habe ich mit dem Lese- und Nahbereich wieder das gleiche Problem, wie bei Brille Nr. 1 !! Lt. Augenarzt sind die Werte in Ordnung aber die Zentrierung ist falsch.
Heute habe ich die Brille auch von einem anderem Optiker prüfen lassen:
- Der Lesebereich ist so klein, dass das Messgerät ihn nicht erkennt.
- Der angezeichnete Messpunkt sitzt zu tief.
- Erneute Messung heute: Dioptrien-Werte für beide Gläser falsch (zu wenig).
- Die falsche Zentrierung würde neue Gläser zur Folge haben müssen.
- Die auf dem Kaufbeleg notierte Dioptrien-Zahl paßt nicht zum Brillenglas.
Ich denke, für rd. 1000,00 Euro darf ich eine funktionierende Gleitsichtbrille erwarten. Oder die Rückabwicklung. Leider sieht der Optiker dies nicht so, meinte bereits bei Brille Nr. 1 auf meinen (freundlichen) Vorschlag der Wandlung: "Nein, dann muss ich ja Geld dazu tun!".
Der Gutachter sieht sich (verständlicherweise) mittlerweile außer Stande, weiteres zu erreichen. Ohne die Bestätigung durch ihn oder einen anderen Optiker wird man aber den Fehler und somit eine Reklamation wieder nicht anerkennen wollen.
Weiß hier jemand Rat, wie das Problem zu lösen ist?
Kann ich mich bezüglich Wandlung an eine Innung oder Handelskammer wenden?
Wem soll ich glauben? Wer hat Recht? Der Augenarzt oder der Optiker?
Kann die Dioptrien-Zahl innerhalb einiger Tage (zw. Augenarzt und Optiker) so stark schwanken (0,75 Dioptrien)?
Ich danke vorab für die Mühe! Lieben Gruß
Sabine




