Hallo Eberhard, danke für Dein Interesse ich befürchtete schon niemand ....
Viele Fragen. Damit’s kein Roman, sondern lediglich etwas lang wird, nur was aktuell brennt.
Auge R mit multifokaler IOL (implantierte Kunstlinse nach Unfall vor ca. 3 Jahren) bei welcher der Nahbereich nicht gut funktioniert. (0,25 – 0,4 + schlechter Kontrast/Nebel, Schatten, Doppelbilder, Halos, Sensationen, ...)
Auge L mit guter Sehstärke in der Nähe (1,0 – 1,2) jedoch seit 1,5 Jahren in der Ferne nachlassend (aktuell ca. 0,6). mit Korrektur wieder über 1,0
Erster Lösungsansatz
Den Nahbereich beidäugig von 40 cm auf eine geringere Entfernung korrigieren. Der Gewinn an Sehstärke ist auf das eine IOL-Auge bezogen nur mäsig, beidäugig bei guten Lichtverhältnissen so jedoch oftmals ausreichend (räumliches Erkennen möglich, das IOL-Auge verschlechtert die Gesamtabbildung nicht mehr). Hierbei ergibt sich folgendes Problem: Die Progression vom Nah- zum Fernbereich verläuft bei den beiden Augen unterschiedlich. Im Idealfall stimmt der Nahbereich und der Fernbereich für beide Augen überein, dazwischen jedoch passt es nicht. Erscheint mir auch logisch >> durch die Kombination Gleitsichtbrille + multifokale Linse entstehen folgende teilweise unübliche Sehsituationen mit Übergängen für das IOL Auge.
a) Nahbereich Brille + Nahbereich Linse, gefolgt von
b) Nahbereich Brille + Fernbereich Linse, gefolgt von
c) Intermediumsbereich Brille + Fernbereich Linse, dann
d) Fernbereich Linse + Fernbereich Brille.
Ausser bei a) wird der Nahbereich der IOL unterdrückt (dies gelingt meiner Rübe ganz gut). In der Praxis führt es zu der Situation, alles was zwischen Nah- und Fernbereich liegt wird bei der Brille zwischen linkem und rechtem Brillenglas in unterschiedlichen Ebenen abgebildet, rechts ist alles zu weit unten. Alles im Bereich zwischen 40 – 300 cm ist, je nach Kopfhaltung, immer nur für ein Auge scharf. Mein Dummkopf kommt damit leider nicht gut zurecht (Kopfweh, unnatürliches Wahrnehmungsempfinden, als Folge Müdigkeit und mentale Einschränkungen)
Laut Aussage des Optikers gibt es bei Arbeits- und Gleitsichtbrillen nur eine beschränkte Gläserauswahl lieferbarer Additionen zwischen Nah- und Fernbereich je Glas, (1,5 sowie ?) auch der Progressionsverlauf zwischen Nah- und Fernbereich könne nicht kundenspezifisch abgestimmt werden.
Ist das Richtig, eine Preisfrage (wenn ja lässt sich ein praxisüblicher Preisrahmen benennen), gibt es hierfür spezielle Hersteller, welche eventuell jedoch nicht jeden Optiker beliefern, oder ....
Alternativer Lösungsansatz:
Den Fernbereich der IOL, welcher wesentlich besser funktioniert, auf den Nah und Fernsichtbereich korrigieren.
Das ist bisher noch nicht getestet worden. Einen Vorversuch mit günstigsten Zweistärkegläsern teste ich gerade, bin jedoch unsicher. (Nah und Fern funktioniert überraschend gut, dazwischen wie befürchtet Katastrophe) Der Unterschied zwischen Nah- und Fernbereich des IOL-Auges ist nun viele Dioptrin höher, wird da die Abstimmung einer Gleitsichtbrille nicht noch schwieriger? Verlernt mein IOL-Auge wieder den Nahbereich ohne Brille zu verwenden, wenn dieser durch die Brille nicht mehr genutzt/gereizt wird.
Gute Zeit, diplo