Hallo!
Ich habe vor etwa 5 Jahren, Anfang 20, zum ersten Mal eine Prismenbrille bekommen und bin damit sehr zufrieden. Nach den ersten Wochen, in denen sich der Boden vor meinen Füßen wölbte und ich alles kulissenhaft hintereinander sah
, habe ich keinerlei Probleme damit gehabt. Vor zweieinhalb Jahren habe ich eine neue, leicht stärkere Brille erhalten. Inzwischen aber habe ich den Wohnort gewechselt und möchte mir eine neue Brille kaufen und dabei gleich überprüfen lassen, ob meine Werte noch in Ordnung sind oder ich neue Gläser brauche.
Nun bin ich sehr unsicher, an welchen Optiker ich mich wenden soll. In einer Filiale einer großen Optikerkette habe ich gefragt, ob ich mir auch bei ihnen eine Prismenbrille machen lassen könnte. Der Optiker druckste ein wenig herum, meinte, es gebe da verschiedene Messmethoden, - aber sie seien auf alle Fälle auf dem neusten Stand der Technik!
Ich hab mich daraufhin nochmal im Internet schlaugemacht - und habe nur von einer Messmethode gelesen, die auch ziemlich lange dauert. Und da ich diese Messung bereits damals ziemlich schwierig fand, weil ich immer unsicher war, was ich wie sah - weil diese Balken sich ständig bewegten
- habe ich Angst, dass ein Optiker, der sich damit nicht so gut auskennt, falsche Stärken ausmisst.
Auf der Internetseite des ivbv habe ich in meiner Stadt (Berlin) etwa 4 Optiker gefunden, die Mitglied sind, allerdings nur am anderen Ende der Stadt. Gestern bin ich nochmal zu der Optikerkette gegangen, und plötzlich wusste der Optiker, der mich wiedererkannte, besser Bescheid, meinte, 9 Euro würde die Messung kosten, die eine dreiviertel Stunde dauere, und das sei die "Mess- und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase (MKH)", und ob ich gleich einen Termin machen wollte... (und hatte dabei dieses Verkäuferlächeln( )
Bin ich zu misstrauisch? Hier im Netz wird immer wieder von Optikern und Augenärzten berichtet, die die Winkelfehlsichtigkeit nicht erkennen oder aber falsch ausmessen. Sind das alles veraltete Informationen und hat heutzutage jede Optikerkette die entsprechende Ausstattung sowie Ausbildung? Auf meiner Brillenkarte stehen Prismen von 2.0, einmal B 0, einmal B 180 - was auch immer das heißt -, kann man vielleicht bei so geringen Werten nicht viel falschmachen?
Gibt es ansonsten große Unterschiede der Optiker? Unterscheiden sich nur die Brillenfassungen / geführten Brillenmarken oder auch die Gläser(preise)?
Ich bin gerade etwas hilflos. Kann mir jemand einen Rat geben, worauf ich zu achten habe bei der Wahl eines Optikers?
Vielen Dank!