Hallo!
Ich hab dieses Forum gefunden, ein bisschen durchsucht, und würde von euch gern Ratschläge haben, so ihr welche habt. Ich werde bemühen, mich kurz zu fassen.
Ich hatte 5,6 Jahre lang eine eher kleine Brille mit gerader, d.h. nicht irgendwie um mein Gesicht gebogener, Fassung. War zufrieden damit, aber schließlich war das Glas so zerkratzt, dass ich neue Gläser gebraucht hab; auf diesem Weg sollte auch eine neue Fassung her.
-> Augenarzt eins. Bekomme Verordnung, neue Brille ist etwas schwächer (ich hab etwa -4 Dioptrien).
Als ich die neue Brille in der neuen Fassung (IC! Berlin, modell "hadi") zum ersten mal aufsetzte, war ich sicher, das können unmöglich meine Gläser sein. Mir wurde schwindlich, schlecht, 3D-wahrnehmung war miserabel, ich hatte permanent das Gefühl, "ein Bild vor der Nase zu haben", und nicht in die Tiefe zu schauen.
Ich konsultierte..
..Optiker "Gewöhnungssache. Neue Fassung, besonders so viel größere Fassung immer problematisch."
..Augenarzt "Verordnung ist korrekt."
Nach einigen Wochen mühsamster Gewöhnung ist vieles erträglich geworden. Das Problem mit der verminderten Tiefenwahrnehmung bleibt. Bildschirmarbeit ist furchtbar, ich sehe generell nur die Dinge wirklich scharf, die ich wirklich gerade vor mir habe, was Orientierung furchtbar macht. Besonders in den Augenwinkeln, besonders innen, ist es zäh. Steht z.b. ein Objekt 1m diagonal rechts vor mir, und schaue ich gerade aus, sehe ich es zehnmal unschärfer als mit der alten Brille.
Diese Umstände bessern sich nicht, ich experimentiere mit "Geradebiegen" der Fassung, was die Sicht dramatisch verbessert, die Ästhetik der Fassung dramatisch verschlechtert. Schlußendlich lasse ich mir wieder eine leichte Biegung reinmachen, etwa 50% dessen, was die normale Ic! Berlin-Biegung ausmacht.
Nach etwa 8 Wochen Brillentragen bemerke ich, wie ich nächtens Schwierigkeiten bekomme, beim Autofahren gut zu sehen. Es dauert eine volle Sekunde, bis ich von der Straße auf den Tache geschaut habe, und ihn auch lesen kann. Ich konsultiere einen anderen Augenarzt.
-> "Alles OK. Aber Muskuläre Ermüdungserscheinungen. Ihre Brille ist für ihre Augen nicht richtig." Sie verordnet mir leicht schwächere Brillen, mit ein bisschen Zylinder, den ich immer hatte, den mir die erste Ärztin aus irgendwelchen Gründen rausgenommen hat.
Ich konsultiere die erste Ärztin. Nach erstaunlich wenig hin und her übernimmt sie die Kosten für neue Gläser.
Jetzt die Sache
1) Mein Optiker meint, dass der Unterschied minimal ist, und meine Beschwerden kaum bessern kann. Ich glaube es, weil ich wie gesagt, bei gerade gebogener Fassung, viel besser sehen kann.
2) Beide Ärztinnen haben ausgeschlossen, dass es an der Biegung der Fassung liegt, entgegen meinen Angaben.
3) Macht es Sinn, in dieselbe Fassung die ein bisschen anderen Gläser reinmachen zu lassen, oder brauch ich eigentlich (auch) eine andere Fassung? Meine Gläser haben einen Brechungsindex von 1.6 oder noch mehr, 1.67 - kann es nicht eher einfach daran liegen, dass diese Gläser empfindlich auf einen anderen Winkel als "ganz gerade" reagieren?
4) Könnten asphärische Gläser helfen? (Optiker "Damit haben viel mehr Leut Probleme als mit ihren, sphärischen)
5) Was kann ich tun, damit ich sowohl eine leicht gebogene Brille, als auch keine Beschwerden haben kann?
So wie es ist, kann es nicht bleiben. Ich kann die Brille höchstens ein paar Tage tragen, dann muss ich einfach ein, zwei Tage Kontaktlinsen reintun, sonst halt ichs nicht aus..
TANKEschön )

