Hallo Eberhard (und alle anderen),
danke erstmal! Jedoch meine ich wirklich „hypoakkommodativ“- deshalb bin ich ja darüber gestolpert. Bei überschießender Akkommodation ist mir der Zusammenhang inzwischen klar (da Akkommodation und Konvergenz gekoppelt sind, kommt es durch die verstärkte Akkommodation auch zu entsprechend überreagierender Konvergenz -> Konvergenzexzess, richtig?), aber bei zu geringer Akkommodation ...? Die Begriffe sind bei Wikipedia unter Esophorie erwähnt. Nun ist Wikipedia nicht unbedingt die vertrauenswürdigste und wissenschaftlichste Seite. Ich dachte auch erst an einen Schreibfehler- es ist aber mehrfach so im Zusammenhang erwähnt. Hat sich da jemand völlig vertan oder gibt es das wirklich und wie erklärt es sich?
Zum Zweiten
Wenn man also die Augen nicht ausreichend nach außen stellen kann, kommt es in der Ferne zur Esophorie, sprich ev. Beschwerden. Da sie in der Nähe aber nicht nach außen gezogen werden müssen, sondern nach innen gestellt bleiben dürfen (wo sie eigentlich hinwollen), ist es in der Nähe nicht so bemerkbar. Hab ich es in etwa richtig verstanden?
Deine Erklärung zu den Prismen bei Gleitsichtbrillen leuchtet mir ein.
Kannst du oder jemand anders zu meinen weitergehenden Überlegungen/ Fragen von oben noch etwas schreiben? Ich schreibe sie hier einfach nochmal rein
Gibt es Erfahrungswerte, ab welchem Alter eine reine WF nicht mehr das Bestreben hat, den vollen Winkel preiszugeben und damit einmal ankorrigiert die (Prismen-)Werte relativ konstant bleiben?
Könnte es sein, dass ungefähr ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit/ Wahrscheinlichkeit (auch bei ursprünglich vorhandenen relativ großen Winkeln) in Op-verdächtige Regionen zu rutschen immer weiter abnimmt? Durch z.B. altersbedingte Muskel-/ Gewebe-/ Stoffwechsel-/ Hormonveränderungen, was auch immer?
Wer entsprechend große Probleme hat, oder wo Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind durch visuelle Defizite kann ich gut verstehen, dass man sich für diesen Weg, auch mit möglicherweise einer (teil-)abschließenden OP entscheidet.
Eine Op. kommt für mich aber schon gedankllich nicht in Frage, am Rande der Dekompensation scheine ich trotzdem zu sein. Deshalb der Hintergrund zu meinen Fragen, ob die Möglichkeit besteht, sich noch irgendwie über die nächsten 5-10Jahre zu retten und dann nur „das Aktuelle“ zu korrigieren und damit vielleicht ohne OP glücklich zu werden.
Bei Menschen mit entsprechenden Beschwerdebildern beginnt man eine Korrektion mit Prismen und kann eventuell nach den ersten Messungen und Korrektionen-je nach dem Erfahrungsschatz/ der Qualifikation des Messenden auch erste Einschätzungen geben, ob und wieweit die Werte noch nach
oben gehen. Leider erst nach diesen Schritten.
Nach meiner Erfahrung (ich habe noch keine Prismenbrille getragen, aber mehrere Messungen in entsprechendem zeitlichen Abstand hinter mir) stimmt die Aussage „Man kann eine Prismenkorrektion jederzeit abbrechen, gezielt „zurückbauen“ und hat dann sein altes Sehen wieder“ nicht ganz.
Nach jeder Messung hatte ich zunächst ein deutlich anderes Sehen und entsprechende „Probleme“, die mich annähernd ahnen lassen, wo ich lande, wenn ich mich für diesen Weg entscheide und wir mit der Korrektion beginnen. Und ein 100%iger Urzustand von vor der Messung stellte sich bei mir nie wieder ein.
Sorry, dass es wieder so lang ist, scheint mir nicht anders zu glücken!
Liebe Grüße
Eli