Liebes Forum,
Hallo Kerstin,
Ja meine jetzige Brille (von 1/2006) wurde mit Polatechnik und MKH vermessen. Ich glaube, der (bisherige) belgische Optiker hat auch den Stereovalenztest gemacht (ist das der Test, in dem man Dreieck und Kreis zusammenfügt???). Jedenfalls war er sehr darum bemüht, mir ein möglichst deckungsgleiches Bild bei möglichst beidäugigem Sehen zu geben und zwar auf Bildschirmabstand (Anfang 2006). Tatsächlich habe ich die immer weiter zunehmenden Doppelbilder seit ca. Anfang 2007. :pinch:
Er hat, glaube ich, damals nicht verstanden, dass ich (zumindest bis zum Zeitpunkt der Brillenmessung 01/2006) alternierend Supression betrieben habe - das ging für mein Gefühl sehr gut (in meiner Erinnerung so gut wie keine Doppelbilder).
Eine weitere Beobachtung ist, dass meine visuelle Wahrnehmung mit Links hervorragend geworden ist. Die richtige Dioptrinkorrektur vorausgestetzt, kann ich heute mit Links mühelos lesen - das hatte ich bereits einmal vor ca. 10 Jahren ausprobiert, und da habe ich beim Lesen mit dem linken Auge nullkommanix verstanden - wie Chinesisch - hatte dafür zu dem Zeitpunkt aber auch kaum(?) Doppelbilder.
Hier kurz mein Eindruck nach meinem gestrigen Besuch beim Funktionaloptometristen
Wir haben vorsichtig ausprobiert, was ich überhaupt sehe.
Visus 1.2 auf beiden Augen (getrenntes Sehen).
Beidäugiges Sehen mit (ich nenne es mal so) "Gespensterbildern" am rechten Rand, d.h. bei Stereotests (grün/rot) im abgedunkelten Raum oder auch Stereobildern unter natürlichem Tageslicht, tanzt das Bild des linken Auges in das ruhige Bild des rechten Auges. Ein zentriertes Zusammenführen ist mir bei diesen Tests nicht möglich gewesen, bis auf eine Ausnahme Mit meiner aktuellen Prismenbrille auf (richtig so?) Komfortabstand (entspricht Bildschirmabstand, auf den die Brille fokussiert wurde).
Ich habe nicht alle Tests durchgehalten und wir haben abgebrochen. ::sick::
Nach den Tests habe ich meine Brille sorgfältig weggepackt, habe ca. 2-3 Stunden versucht einäugig durch die Welt zu ziehen - trotzdem Doppelbilder, desorientiert und gestresst auf normal belebter Straße, räumliche Wahrnehmung abnehmend (anstoßen, umstoßen...), Gereiztheit...
Als die Doppelbilder weniger und ich allmählich ruhiger wurde(n), habe ich die Brille wieder aufgesetzt und konnte für einige Zeit ein "ruhiges" Blicken genießen, d.h. ich musste mich nicht auf die Supression von Doppelbildern bzw. deren "Aussortieren" konzentrieren.
Insgesamt (bereits vor den Tests) ist das inzwischen immer seltener der Fall, die Doppelbilder nehmen zu, im Dunkeln wie im Hellen, mit und ohne Brille. Am stärksten sind sie z.Zt. im Hellen und ohne Brille wenn z.B. zusätzliche Lichtquellen (Bildschirm, Fenster, Lampe) am Bildrand stehen.
Ob die Funktionaloptometrie der richtige Weg für mich ist, weiß ich nicht
Mein Ziel ist es, keine Doppelbilder mehr zu haben. Ob das nun durch Supression oder Fusion oder etwas anderes gelingt, ist mir egal. Die Doppelbilder haben schlicht einen immensen Einfluss auf Alltag/Gefühlsleben/Leistungsfähigkeit,.
Ergebnis Derzeit suche ich dringend einen Augenarzt, der auf Strabismus spezialisiert ist (wie finde ich den?!), um mir eine weitere Meinung über die (Grenzen der vorhandenen) Möglichkeiten einzuholen. Weitere Stationen könnten Orthoptik (sehr interessante Beiträge hier im Forum) und Neurologie sein - möglicherweise auch noch anderes?
Alle Anregungen sind sehr willkommen!
Masuku