Ja, AM, das stimmt sicher, Aber heutzutage mußt man echt schon froh sein als pot. Hashipatient, wenn die Ärzte sich nicht weigern. Wie viele habe ich kennengelernt, die nur TSH abgenommen bekommen und wo dann gesagt wird, "sie haben nix"...
In den alten Normtabellen der Labore steht oft noch ein TSH-Grenzwert von 4-5, dabei gibt es inzwischen eine Empfehlung, ihn auf 2,3 runterzusetzen.
Ich muss das Personal (nicht den Doc) jedes mal neu anlernen. JEDES mal kreuzen die "Schilddrüsenprofil" an und meinen, das war´s dann.
Meine damaliger Hausarzt hat seinerzeit so diagnostiziert
"Wenn ich mir Sie so angucke, haben Sie nix an der SD!"
"Mir geht´s aber schlecht, ich bin dauernd müde, habe Panikattacken und Verstopfung"
"Wollen Sie sich helfen lassen?"
"Ja, dafür bin ich hier."
"Gut, dann nehmen Sie das mal. Das ist der Mercedes unter den Psychopharmaka".
Sprachs und schob mir 3 Schachteln Antidepressivum über die Theke. Ich weiß nicht mehr, wie das Zeug hieß, ich habe es weggeworfen.
Dann hat er - auf mein Drängeln hin - noch TSH und ft4 abgenommen und aus den Werten geschlossen, dass man damit NIEMALS Hashi haben könnte.
Hätt er wenigstens mal MAK abgenommen, dann wäre er schlauer gewesen. Der war denn beim nächsten Doc über 3000...
Ich habe ihm das letztendlich mitgeteilt und auch meiner Enttäuschung Ausdruck verliehen. Er hat es auch gelesen und geantwortet, aber besteht nach wie vor darauf, dass seine Diagnostik richtig ist.
Und so sieht leider - sehr, sehr oft - die gängige Realität aus. Grad bei Hashi.
Ich habe mal einen Kinderärztin getroffen, die meinte, Hashi sei jetzt so ´ne Modeerkrankung. Hätte sie auch. Da reicht Selen...*boing*...