Hallo,
erst einmal ein großes Lob an die Betreiber der Seite und die Moderatoren. Ich verbringe jetzt schon einige Zeit damit, die vielen interessanten Beiträge zu lesen. Leider habe ich auf meine Frage bisher noch keine passende Antwort finden können.
Erst einmal zur Vorgeschichte. Ich bin 22 Jahre alt und Neurodermitiker, hatte allerdings in den letzten 10 Jahren seit erstmaligem Auftreten der Neurodermitis sehr unterschiedlich stark damit zu kämpfen. Seit Beginn meines Studiums habe ich jedoch konstant starke Beschwerden und auf der Suche nach Lösungsansätzen abseits einer ständigen Unterdrückung durch Kortisonsalben wurde mir im Bekanntenkreis eine Homöopathin empfohlen. Nach einer eingehenden Untersuchung stellte diese die Vermutung auf, dass mein hoher Histaminspiegel, welcher für die Neurodermitis verantwortlich ist, durch einen konstant starken Sehstress ausgelöst wird. Von ihr erfuhr ich erstmals von der Winkelfehlsichtigkeit.
Ich war bis dato immer davon ausgegangen, über gute Sehfähigkeit zu verfügen (in vielen Sehtest zu verschiedenen Anlässen wie Führerschein, Musterung, etc. bestätigt) und hatte nur selten Beschwerden. Diese traten wenn überhaupt nur im Zusammenhang mit intensiver PC-Arbeit oder Vorlesungen in sehr großen Hörsälen, bei denen mein Sehfeld oft zwischen eigenen Aufzeichnungen und Tafelbild wechseln musste, auf.
Jedenfalls empfahl mir diese Homöopathin einen im Umgang mit dem MKH-Test versierten Optikermeister und ich ließ mir dort einen Termin geben.
Dieser bestätigte die Vermutung, was die Winkelfehlsichtigkeit betraf und ich bestellte dort eine Brille, die ich nun seit 3 Tagen trage. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, es wäre die Rede gewesen von 2 Prismendioptrien Korrektur.
Allerdings macht mir die Brille bisher mehr Probleme, als dass sie mir in irgendeiner Form hilft. Sehen ist anstrengender als vorher und Umstellungen von Nah- auf Fernbereich oder Hell/Dunkel-Unterschiede machen mir Probleme. (Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass die Brille sich bei UV-Strahlung verdunkelt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie auch in geschlossenen Räumen nie "100 % Lichtdurchlässigkeit" entwickelt. Hat damit vielleicht jemand Erfahrung?)
Ich hatte nach so kurzer Zeit auch nicht mit einer merklichen Verbesserung gerechnet, aber mit einer Verschlechterung eigentlich noch weniger.. Ich wäre gerne bereit, diese Anstrengung in Kauf zu nehmen, allerdings habe ich die Sorge, dass sich die Sehkorrektur nicht oder nicht in dem Maße auf meine Neurodermitis auswirkt, wie ursprünglich von der Homöopathin vermutet. In diesem Falle würde ich die Brille wahrscheinlich nicht weiter verwenden und daher meine Frage
Wenn ich nach einigen Wochen wieder mit dem Tragen der Brille aufhöre, entwickelt sich mein Sehvermögen dann auf den Stand von vor 3 Tagen zurück oder verändert sich durch die Verwendung der Prismenbrille jetzt schon etwas nachhaltig?
Vielen Dank im Voraus,
Johannes


