Hallo Latinjazz,
das mit dem Uhrmacher paßt gar nicht. Der nimmt doch nur deswegen eine Lupe, weil er sehr kleine Teile erkennen muß. Und zwar nur für ein Auge!
Nun wieder zu Dir Wenn Dich Bildschirmarbeit mit Brille anstrengt (augenmäßig), dann korrigiert sie nicht alle Fehler. Der Restfehler wird reflektorisch von Gehirn korrigiert. Und das bedeutet einen erhöhten Endergieverbrauch, der sich als "Anstrengung" bemerkbar macht.
Wenn Du keine Korrektion beim Arbeiten in der Nähe trägst, braucht Dein Augenpaar weniger zu akkommodieren, d. h. die Bildschärfe im Auge zu regeln. Das ist fehlende "Praxis" für den Akkommodationsmuskel. Und das schadet zwar nicht, ist jedoch nicht gut.
Wieder ein Beispiel Wenn Du nur im Rollstuhl sitzt, und Deine Beine nur gebrauchst, um z.B. auf´s Klo zu gehen, schadet das der Beinmuskulatur auch nicht, ist aber auch nicht gut.
Wenn dann von den Muskeln Einsatz gefordert wird, sind sie halt nicht mehr so leistungsfähig, als wenn sie immer im regulären Einsatz wären. Bei den Augen macht sich das spätestens dann bemerkbar, wenn Du in ca. 15 Jahren eine Brille mit Leseteil benötigst. Irgendwann is nicht mehr mit Brille abnehmen und gut is. Es ist nämlich lästig, das Ding ständig auf- und abzusetzten.
Hinzu kommt noch, daß mit der Akkommodation untrennbar die Konvergenz(stellung) der Augen verbunden ist. Möglicherweise kommt das Konvergenzverhalten einer eventuell vorhandenen Winkelfehlsichtigkeit zugute.
So, daß ist für Laien bestimmt etwas kompliziert. Die Schlußfolgerung aber nicht
Wenn am PC die Arbeit mit Brille nach relativ kurzer Zeit anstrengend ist, solltest Du den jetzigen Korrektionswert bei einem Augenoptiker, der mit der MKH vertraut ist, überprüfen lassen und ihm Deine Schwierigkeiten schildern. Und wenn der zurückfragt, was MKH ist, dann ... na ja, Du weißt schon...
Adresse gefällig? Hier im Forum. Oder per PN Deine PLZ/Ort an mich, und ich nenne Dir einen oder zwei.
Habe ich nun etwas mehr Klarheit geschaffen?
Viele Grüße,
Doccy