Hallo Kerstin, hallo Doccy
vielen Dank für Eure hilfreichen Ideen!!!
Meine Tochter war kein Frühgeborenes, kam aber 3 Wochen vor Termin zur Welt nach einer sehr langen Geburt und war sehr klein und schwächlich. Durchaus möglich also, dass sie unter der Geburt gelitten hat, obwohl sie gute AGPAR- Werte hatte.
Die Akkomodationsschwäche wurde an der Uni-Augenklinik Mainz sicher diagnostiziert. Es besteht für mich kein Zweifel, zumal sie beschrieben hat, dass sie die Schrift verwaschen sieht, wenn sie eine Weile gelesen hat und die Augen nicht mehr anstrangen kann. Diese Beschreibung passte 100%ig auf eine Schriftprobe, die ich irgendwo im www (hab leider den Link nicht mehr) zum Thema Hypoakkomodation und LRS gefunden hatte.
Die Fernsicht-Gläser werden einmal jährlich mit Augentropfen ausgemessen. Das ist vor den Sommerferien geschehen. Da keine Besserung beim Lesen eintrat, wurden wir zur Uni-Augenklinik überwiesen. Die Orthoptistin dort hat sehr gründlich OHNE Augentropfen zunächst ihre Fernsicht überprüft und anschließend ihre Nahsicht, wobei sie ihr verschiedenste Gläser angeboten hat. Prismengläser waren auch dabei, wurden aber spontan als unangenehm empfunden. Am besten tat meiner Tochter die Vollkorrektur (+3dpt) im Nahbereich. Sie konnte damit erstmals klar sehen beim Lesen.
Ich habe auch gefunden, dass Akkomodationsschwäche bei Kindern sehr selten ist. Das heißt aber nicht, dass sie NIE vorkommt. Sie scheint selten genug zu sein, dass unsere Hausorthoptistin nicht auf die Idee kam, das zu prüfen.
Im Moment bemerkt meine Tochter ein Wandern der Doppelbilder - sie sieht sie mal schräg nach rechts oben verschoben, mal schräg nach rechts unten. Ihr linkes Auge sieht dabei das Echtbild. Vielleicht hatte das Gehirn ja tatsächlich ein Auge im Nahbereich abgeschaltet und der Grund fürs Abschalten ist nun verschwunden. Am Montag hoffe ich, schnell einen Termin bei der Augenärztin zu bekommen.
Für weitere nachdenkenswerte Ideen bin ich sehr dankbar, da ich das Gefühl habe, ich muss wirklich die richtigen Fragen stellen, um zu einer Lösung zu kommen. Bisher habe ich mir alle hilfreichen Infos allein zusammengesucht ( . Ich frage mich, was Kinder machen, deren Eltern sich nicht selbst informieren (können). Vermutlich sind viele von diesen fehlerhaft LRS-diagnostiziert.
Viele Grüße,
Dolena