Meine hoch kurzsichtige Pflegetochter (14) schielt rechts stark nasal u. leicht nach oben und links etwas nasal sehr stark nach oben. Leider wurde sie als Kleinkind vernachlässigt und keine Schielbehandlung durchgeführt .Ihre starke Myopie wurde erst im Alter von 6 wahrgenommen.
Die Messungen nach MSK ergaben folg. Prismenempfehlung
R horizontal 9D basis aussen 0° vertikal 0 D
L horizontal 5 D basis aussen 180° vertikal 8 D basis unten 270°
Damit sind die Doppelbilder, welche sie in jüngeren Jahren offensichtlich noch besser kompensieren konnte, weitgehend behoben.
Es verbleibt aber eine beidseitig deutliche Augenstellung nach oben d.h sie guckt nicht durch das opt. Zentrum der starken Brillengläser sondern etwa 5 mm oberhalb, was zu Verzerrungen führt . Eigentlich müsste man zum errechneten Verschub des Glaszentrum zusätzlich die falsche Augenstellung berücksichtigen.
Ausserdem meint die Optometristin die Kopfhaltung wurde besser, wenn man zusätzlich .beidseitig 6 D mit Basis unten geben würde. Eine Teilkorrektur mit 5D wäre auch noch möglich.
Diese Vollkorrektur schreibt sich dann so
R –23.50 cyl-3.00 75° Prism 9 D basis aussen und 6 D basis unten also 10.80D 326° mit Verschiebung 4.1mm in 144°
L –24.00 -cyl -2,75 105° Prism 5 D basis aussen und 14 D basis unten also
14.90 D bei 250° und Verschiebung 6mm in 73°Ich denke bei dieser starken Verschiebung des opt. Zentrums nach schräg oben müssten wir auch etwas grössere ,vor allem höhere Gläser als bisher wählen. Aus kosmetischen Überlegungen hatte sie bis anhin nur eine 36 mal 25 mm Fassung mit schräg angeschliffenen 1.7 Index Mineralgläsern, welche zwar hübsch ausfiel,aber wegen dem durch den Randbereich schauen mt den bekannten Problemen vermutl. doch etwas zu klein gewählt wurden. Wenn wir jetzt z.B auf 42 mal 32 gingen (ist diese Überlegung richtig oder sollten sie noch grösser sein?) wird die Brille sehr schwer. In hochbrechendem Kunststoff gibt es in dieser Stärke bekanntlich nichts und die Randdicke wäre auch sehr hoch.
Als ich mit dieser Verschreibung einen Kostenvoranschlag einholen wollte, sagte mein Optiker diese beidseitig parallele Prismenkorrektur sei nicht üblich. Ich soll nochmals nachfragen, ob dies wirklich so gemacht werden muss.
Ich möchte daher vor der Fertigung dieser teuren und kosmetisch unattraktiven Brille noch andere Meinungen über die Vor-und Nachteile der beidseitigen Höhenkorrektur einholen und auch einen Kommentar über die optimale Länge/Breite der Glaser .Ich selbst, mit Korrektur -15 u. cyl –2,75, bin immer wieder auf die klassische modifizierte ovale Form zurückgekommen (42 mal 30 in Mineralglas 1.7). Mit superdünnen 1.74 Kunststoff oder 1.9 Mineralgläsern in modernen, breiten Fassungen, war ich weniger zufrieden.
Selbstverständlich wird bei ihr der Glasabstand zum Auge kleinstmöglich gehalten, was wir mit einer für dicke Gläser geeigneten, fest sitzenden und rutschsicheren Fassung und sorgfältigem Einschleifen , sowie facettieren /runden und nach vorne setzen der Gläser erreichen. sigried
