hi cris,
ich kann dir zu 100% zustimmen. habe mir vor einigen wochen auch wieder einen neuen satz gläser ausgefasst. hatte in der ersten brille nach der op ja gar keine prismen. irgendwie war ich mit der aber nicht so recht zufrieden. die änderungen sind minimal, an den cyl. werten auf der einen seite 1/4, der anderen 1/8, rechts 1/8 mehr plus und 3/8 höhenprisma.
ich habe mir schon gedanken gemacht, ob das nicht in der wahrnehmungstoleranz untergeht und ich das geld rauswerfe. aber der unterschied ist deutlich spürbar. es lohnt sich offenbar, dran zu bleiben. die phasen in denen der räumliche eindruck da ist sind jetzt öfter und länger.
wie grenzt man den mikrostrabismus eigentlich ab? auch ich stelle fest, dass in den phasen wo die bilder nicht exakt fusioniert sind beim abdecken des linken auges das rechte um einen geringen wert daneben liegt. diesen wert habe ich immer wieder (auch vor der op mit verschiedenen prismenwerten) beobachtet. ich ging bisher davon aus, dass das einfach eine alte, 40 jahre eingebrannte fd ist. zumal ich vor den prismenzeiten beim lesen auch immer das gefühl hatte, das rechte auge sieht nicht dort am schärsten wo ich hin sehe, sondern daneben. würde diese theorie ja stützen.
die spannende frage ist echt kann man dem einen auge das durch konsequentes korrigieren auch der kleinsten veränderungen noch abgewöhnen? und wenn das nicht klappt, kommt dann der dicke, rote stempel MIKROSTRASBISMUS diagonal auf die akte und das war's?
paul-gerhard und eberhard sprachen ja immer wieder davon wie entscheidend es ist, dem zurückfallen in alte gewohnheiten zu begegnen in dem man immer wieder korrigiert und dem auge keinen ausweg lässt.
es sind bei mir wie man an den werten oben sieht übrigens nicht nur die prismen, wo ich auch kleinste veränderungen reagiere. auch bei den normalen werten, vor allem beim gleichgewicht links/rechts ist mir 1/4 oft schon ein zu großer sprung.
bei den prismen kann ich interessanterweise bei der höhe locker 1/8 ansagen, zur seite ist es aber viel schwieriger. vor allem an den zeigertesten tue ich mich immer wieder schwer.
viele grüße,
michael