Es ist zum verzweifeln. Man hat eine Lesebrille seit einigen Jahren und durch den täglichen Gebrauch muss man zwangsläufig Gläser und Gestell ersetzen. Dann wird gemessen und man erklärt mir ich bin ein Fall für die Gleitsichtbrille. Alles wird besprochen ich will lesen, am Computer arbeiten, meine Armaturen im Auto ablesen, usw. Die Lesebrille ist eigentlich mein ständiger Begleiter. D.h. ich trug sie fast ständig und guckte in die Ferne über die Brille. Nun kommt die erste Gleitsichtbrille. Funktioniert in der Ferne. Mittler und naher Bereich fast unmöglich. Ich kann in diesem Bereich in der X Achse gerade mal ca. 3 cm sehen. Das heißt ein Zeile auf einem A4 Blatt ist mit 4-6 maligen Kopfdrehen zu lesen. Ok, man stellte fest die Werte sind falsch und es gibt eine neue Gleitsichtbrille. Das Ergebnis änderte sich nur in der Weise, dass ich im Nahbereich etwas besser sah aber die X-Achse war nicht akzeptable. Ich frage mich das man sowas zum Autofahren benutzen darf? Spiegel rechts, Spiegel links, Schulterblick, ein Blick auf das Navigationsdisplay. Das alles sind akrobatische Kopfverrenkungen die aber dennoch nicht zu einem scharfen Bild verhalfen. Also wieder hin zum AO. Nochmals gemessen und jetzt siehe da ich habe angeblich ein alternierendes Auge. Kein Problem. Ich bekomme eine Bifocalbrille. Nun habe ich nach fast 3 Monaten endlich die Brille und das Schwenken des Kopfes hat ein Ende. Es fehlt mir nur der Sehbereich von 40 – ca. 150 cm. Im Klartext. Wenn ich unten durchgeguckte kann ich mit angewinkeltem Arm lesen. Ein Buch auf den Schoß legen geht nicht. Den Computer sehe ich samt Tastatur nicht scharf und bei einer Unterhaltung mit anderen Personen lehnen ich mich ganz weit zurück um die Person zu sehen. Also der Bereich der am wichtigsten ist, ist weg. Jetzt muss ich meine alte zerfressende Brille bis ans Lebensende tragen um Beispielsweise diese Zeilen schreiben zu können. Wem fällt dazu was ein. Ist das alternierende Auge schuld? Bloß warum ging es mit der alten Brille.

