Hallo Ute,
war der Austausch der Amalgamfüllung denn dringend notwendig? Ich frage deshalb, denn es ist schon seit sehr langer Zeit bekannt (weit über 10 Jahre), dass man seine Zähne möglichst VOR der Schwangerschaft sanieren lassen sollte. Ich hatte zu Beginn der Schwangerschaft ein Provisorium und das haben wir auch tunlichst drin gelassen. Ich war vor 14 Jahren schwanger und mein Dorfzahnarzt wusste von den eventuellen Amalgamrisiken in der Schwangerschaft....
Andererseits Warum sucht man immer nach möglichen Erklärungen und Ursachen, warum etwas am Kind so ist, wie es ist? Beruhigt es uns, wenn wir den vermeintlich "Schuldigen" gefunden haben? Zigtausende anderer Mütter haben in der Schwangerschaft zur gleichen Risikozeit auch eine Füllung ausgetauscht bekommen und haben quietschlebendige Kinder ohne Probleme zur Welt gebracht. Wir ergehen uns doch in lauter Vermutungen und die Heilpraktiker und Kinesiologen freuen sich....viele zumindest, denn auch da gibt es echt gute und weniger Gute - wie überall.
Wie hat die Kinesiologen denn die Amalgamüberschwemmung festgestellt? Ich würde ja gerne was an die Hand bekommen, wo man messen und eindeutig nachweisen kann - z. b. im Blut, in den Knochen oder wo auch immer. Alles andere ist für mich Quacksalberei. Ich war mal bei einer Heilpraktikerin, die ließ die Hände so über mich schweben, dann zuckten die ein paar Mal und anschließend meinte sie auch, ich sei verseucht mit Metallen (auch Amalgam) und verstrahlt von Röntgenstrahlen. Also mich hat die Dame nicht wieder gesehen und wenn ich wirklich mal Krebs bekomme, weiß ich ja, die Röntgenstrahlen hatten schuld und nicht meine paar Zigaretten 
Mach Dein Kind nicht verrückt, indem Du es von Hinz nach Kunz schleppst. Ich habe das früher auch getan, aber jetzt genießen wir das Leben so wie es ist und das bekommt meinem Sohn seeeehr viel besser. Den Strabismus, den kriegen wir noch operiert - warum er ihn hat, plus die WF ist mir mittlerweile völlig schnuppe. Er hat ihn, und das gehe ich nun an. Und seine anderen Probleme - nun, dafür kann ich tausend Gründe erahnen, viele davon werden stimmen, aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, man hat mich in der Schwangerschaft nunmal vollgepumpt mit Medikamenten und Cortison. Ohne das Zeugs hätte ich wahrscheinlich gar keine Kinder. Mit dem Wissen von heute und nochmal schwanger, würde ich das alles nicht mit mir machen lassen, auch auf die Gefahr, das Kind zu verlieren. Aber beim ersten Mal ist man ja noch "jung" und unerfahren.
Man macht eine Türe des Wissens auf, geht durch, und plötzlich sind da 10 neue Türen und man weiß nicht, welche man wählen soll. Man kann dann richtig hektisch werden, und versuchen, durch alle Türen zu rennen, aber ob das dem Kind gut tut, ist die zweite Frage. Wichtig ist bestimmt die Reflexintegration, eine KISS-Behandlung und ein optimales binokulares Sehen, aber was Heilpraktiker und Co. da so von sich geben, das sehe ich doch mit sehr gemischten Gefühlen. Es wird einfach zu viel Schindluder getrieben. Ich bin da immer sehr skeptisch.
Aber ich drücke Dir die Daumen, dass Du an eine gute Kinesiologin geraten bist. Die Inhalte selbst der Kinesiologie sind ja nicht sooo abwägig....
LG
Kerstin