Stefan_bln schrieb
Na ja jetzt bin ich ja doch etwas verunsichert...
Na ja es wurde ja im April eine Messung gemacht, nur klappte es dort nicht mit dem beidäugigen sehen. Nur als sie mich überkorigierte, klappte es etwas.
Doppelbilder nach einer Schiel-OP und das seit knapp 6 Monaten, ist nicht normal.
Deswegen hatte ich irgenwo in diesem Forum mal was von Prismenaufbau geschrieben.
Wenn Doppelbilder zu sehen sind, dann ist auch irgendwo beidäugiges Sehen da, sonst würde man ja nicht doppelt sehen, vorausgesetzt es sind keine monokularen Doppelbilder.
Gerade bei Erwachsenen muss man vorsichtig an die Dosierungen einer Schiel-OP gehen und vorher abklären ob in dem Winkel der dann herauskommt auch keine Diplopie vorhanden ist. Es kann sonst zum Horror fusionis kommen. Aber gleich vorneweg nicht alle Diplopien nach Schiel-OP's haben dieses Phänomen als Ursache.
Deshalb wollte Sie noch etwas abwarten. Von den Doppelbildern beim Fernsehn erzählte ich ihr aber ich hatte, da Sie nix weiter dazu sagte, das Gefühl, das das nicht so schlimm sei.
Na ja bin jetzt unsicher, ob ich einfach mal zur Kontrolle gehen sollte oder warten sollte bis zu meinem Termin im September.
Wenn man sein ganzes Leben mit Doppelbildern leben kann, dann ist das wohl nicht so schlimm -( .
Also, ich habe eine andere Auffassung davon. Ich würde Ihnen eine schnellere Kontrolluntersuchung ans Herz legen. Doppelbilder nach Schiel-OP's umgeht man, wenn man einen gezielten Prismenaufbau über einige Monate macht, bei ARK auf den subjektiven Anomalie:wink:el korrigiert in dem noch grobe Binokularität vorhanden ist. Bei normaler Korrespondenz ist der Prismenaufbau auch unumgänglich damit keine Diplopie nach OP entsteht. Und dann sollte man operativ möglichst eine Punktlandung hinlegen.
Stellen Sie sich also bald Ihrem Operateur vor.
A.M.
P.s. Wie ein Muskel gekürzt wird, kann ich noch schnell erwähnen, weil Sie, Stefan bin, dananch fragten Am Limbus wird eine Falte angehoben, diese eröffnet, dann zwischen Tenon und Episklera teils stumpf, teils scharf präperiert, mit einem Schielhaken wird der Muskel aufgesucht und mit einem zweiten wird weiter freipräperiert. Dann wird die Revisionsstrecke abgemessen und mit Methylenblau makiert, dort wird der Myostat angesetzt, der Muskel wird nun vom Ansatz abgetrennt, (manche schlingen ihn vorher an und halten ihn mit Dieffenbachklemmen zusätzlich fest) den Muskel verkürzen um die Strecke die revidiert werden soll. Dann wird der Muskel wieder an der alten Ansatzstelle angenäht. Die Bindehaut wird zurückgeklappt und mit Vicryl 6-0 verschlossen. Das hier nur ganz grob.