Liebes Expertenteam,
ich wäre dankbar für einen Rat, betreffend einen sehr guten Freund von mir.
Er wurde im letzten Sommer erfolgreich an einem schon mehrere cm großen, u. a. auf das Chiasma opticum und den 3. Hirnnerv drückenden Hypophysenadenom operiert. Er hat den schweren Eingriff insgesamt sehr gut überstanden, leidet aber weiterhin an einer beidseitigen Lidschwäche, einer beidseitigen Blickfeldbeeinträchtigung nach außen sowie an Doppelbildern, die er beim Blick nach oben sowie nach (seitlich) unten wahrnimmt.
In den letzten Monaten kamen nun Kopf- und Augenschmerzen hinzu, die anfänglich meist gegen Nachmittag oder Abend auftraten, jetzt aber mit kurzen Pausen fast immer vorhanden sind.
Als interessierte Laiin frage ich mich nun, ob ihm mit Prismengläsern geholfen werden könnte. Ich stelle mir nämlich vor, dass er womöglich auch schon beim Blick geradeaus Doppelbilder hätte, diese aber durch massive Anstrengung noch normal innervierter Augenmuskeln kompensiert, was dann aber letztlich zu den Schmerzen führt.
Ist das denkbar? Denn in diesem Fall könnte er ja eventuell mit den richtigen Prismen entspannter geradeaus sehen und hätte vielleicht sogar beim Blick nach oben und unten weniger Probleme.
Ist es sinnvoll, dass er an der Augenklinik, wo er sowieso regelmäßige Kontrolltermine hat, einmal dieses Thema anspricht?
Möglicherweise sind die Schmerzen allerdings auch Folge des ständigen kompensatorischen Hochziehens der Stirne, was er automatisch tut, damit seine Lider nicht den oberen Teil der Pupillen überdecken. Eine Lid-OP kommt bei ihm nicht mehr in Frage, da bereits vor Jahren einmal durchgeführt und seitdem auf einem Auge umgekehrt auch kein kompletter Lidschluss mehr möglich ist. Gäbe es denn für dieses Problem eine andere (augenoptische) Lösung? Bisher streicht er lediglich so oft als möglich die Stirn nach unten aus.
Ganz herzlichen Dank im Voraus für ein paar hilfreiche Informationen!
anan



