Paul-Gerhard Mosch schrieb
Hallo AgnesMaria,
da ein Kontrolltermin (kein OP-Termin) im Raum steht, könnte man bis zur Entscheidung des Facharztes auf eine Folienkorrektion verzichten. Ich würde bei Zustimmung der Eltern / des Kindes eine Prismenbrille fertigen! .
Ich denke auch an die Kosten und ich weiß, das Kerstin sich das nicht leisten kann. Und dann ist mir wichtig das Sehprobleme minimiert und ich einen relativ stabilen Befund habe.
Ausschlaggebend ist der Befund der unter nichtdissoziierenden polarisierenden Bedingungen gemessen wird. Und auch die Folie wird danach ordiniert. Das dass nicht suboptimal ist, ist klar. Aber besser als Unterkorrektion und erst drei Tage vor dem OP-Termin dann Folie tragen. Was glauben Sie, was da hinterher rauskommt?
Nicht jeder hat die Möglichkeit für nur 4-6 Wochen höherbrechende suboptimierte Gläser zu tragen und dafür viel, viel Geld auszugeben.
Der Kompromiß, und es ist nun mal nur einer, ist in meinen Augen der beste den ich herbeiführen kann um einen stabilen präoperativen Winkel zu garantieren und damit auch ein stabiles postoperatives Ergebnis.
Und ich möchte Ihnen ins Gedächtnis rufen, das nur das verordnet werden kann und darf zu Lasten der GKV, was gerade ausreicht und wirtschaftlich sinnnvoll ist. Sie müssen sich daran nicht halten. Ich schon.
Und mit Worten, es ist ja nur eine Verlaufskontrolle, da reichen 18 Prismen statt der notwendigen 30, damit gebe ich mich nicht ab. Da, Herr Mosch, fängt für mich das Schludern an.
So habe ich schon manche 24-er bis 40-er Bifokalbrille gezimmert, bei wirklich akzeptablem bis gutem Visus.
Das ist schon sehr gut so. Jedoch können sich das viele eben nicht leisten. Haben Sie da mal eine Mutter von 3 Kindern und alle haben das selbe Problem. Das sprengt irgendwann die finanziellen Kräfte dieser Familien.
Prismenfolien mag ich bei WF nur ungern akzeptieren. Da durch die Unschärfe evtl. die Fixierung des Auges hinter der Folie leidet. Ich habe so vorbereitete Fälle erlebt, die bei der med. Kontrolle beim Facharzt geringere Werte annahmen, die sich später teils nach der OP doch als zu schwach erwiesen. Nur vor einer OP selbst, würde ich einem solchem Ausgleich für vier bis sechs Wochen bis zum Eingriff folgen können. Wenn die Brille gut adaptiert ist, kommen hier ja nur schwächere Folien zur Anwendung. Die Schärfe ist dann noch akzeptabel. Bei einer 12-er Folie sieht das schon anders aus.
Also ich kann Ihre Erfahrungen nicht teilen. Da ich immer nach MKH messe habe ich nach Folienverordnungen nie geringere Werte gehabt, sondern auch unter diesen stiegen die Prismenwerte an und wurden nachkorrigiert, bis wirkllich ein stabiler Befund vorhanden war. Erst dann wurde die Schiel-OP geplant, die etwa 4-6 Wochen später erfolgen sollte. Auch eine 12 cm/m - Folie wird gut vertragen. Ich hatte bisher nichts anderes erlebt. Sogar 20 cm/m - oder 40 cm/m - Folien waren nie ein Problem der Verträglichkeit, weder bei assoziierten Phorien mit Asthenopien noch bei Strabismen.