Hallo Nicole1,
wahrscheinlich gibt es hier wieder eine lange Disukussion. (Hättest du auch per PN fragen können. )
Nein Nicole1, ich will das öffentlich.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich starke Zweifel habe, bin aber bereit zur Diskussion oder auch zum Selbstversuch (in eigenem Interesse, da mein Nahsehen spürbar nachgelassen hat).
... dass die Linse im Laufe des Lebens unelastischer wird ...
Das ist auch das, was ich denke, ob nun die Linse unelastischer wird, oder Muskel schlaffer wird und sich nicht mehr so gerne trainieren lässt sei mal dahingestellt.
Aber es ist und bleibt ein Prozess der stattfindet. Es ist also die Hoffnung, das aufhalten zu können. Soweit gebe ich Dir recht.
Wer mit 15 einen Spagat konnte und es lange Jahre gar nicht mehr macht, wird es mit 40 Jahren nicht mehr aus dem Stand können, mit 80 erst recht nicht mehr.
Ja, auch da gebe ich Dir recht. Allerdings gibt es Leute, die schaffen den Spagat auch mit 15 Jahren nicht.
Und das ist es, was mich nachdenklich stimmt.
Auch nehme ich mir fast täglich etwas Geschriebenes und halte es mir an die Nase und vergößere den Abstand, bis ich es lesen kann. Und dann spiele ich ein wenig mit der Entfernung, versuche immer wieder etwas dichter an die Nase zu kommen.
Das ist auch das, was ich in früheren Jahren im Beruf auch immer wieder machte. Manchmal gab es Dinge, die waren so klein, da zogen es die meisten Kollegen vor, eine Lupenlampe oder das Mikroskop zur Hilfe zu nehmen. Ich habe solche Arbeiten immer wieder auch mal ohne entsprechende Hilfen gemacht (u.a., weil ich mit dem Sehen und Arbeiten unter Lupe oder Mikroskop irgendwie nicht immer klar kam).
Der Blickwechsel zwischen ganz dicht und ganz fern (über 6 m).
Auch das mache ich. Ohne jeglichen Zwang. Schliesslich bin ich neugierig, was sich so vor den Fensterscheiben meines Arbeitsplatzes tut. Und so schaue ich gerne mal raus.
Also eigentlich das, was man machen sollte. Nur mache ich es nicht nach Programm, sondern beiläufig, ungezwungen (ist bei mir eh meist erfolgreicher).
Dennoch habe ich nun, zumindest rein gefühlsmässig, mehr Probleme in der Nähe als Gleichaltrige, bzw. ich habe das Gefühl, dass es früher anfängt.
Nicht jeder ist gleich gebaut. Manch einer schafft den Spagat eben auch nicht in der Kindheit. Oder verdirbt sich dabei sogar die Gelenkpfannen ... Manche sind mehr, andere weniger gelenkig. Und so wird die fortschreitende Unelastizität der Augenlinse auch bei jedem ein individueller Prozess sein.
Aber wer weiss, ich könnte es ja mal versuchen.
Andererseits könnte auch Kerstin Harms Recht haben.
Trage ich dagegen den ganzen Tag keine Brille, sind meine Augen abends müde und angestrengt und ich kann mir die Zeitung nicht so nah vor die Nase halten.
Ich weiss nicht die Werte von Kerstin, und die Zeitung würde mir derzeit wohl nur sehr spät abends Probleme machen. Bei mir geht es tagsüber um deutlich Kleineres. Aber auch ich merke deutliche Ermüdungserscheinungen, wenn ich längere Zeit, vor allem ohne Brille, Naharbeiten mache. Eine leichte Ungeduld und Gereiztheit sind die Folgen. Das war auch kurz vor oder nach Kauf meiner ersten Brille für mich zu merken.
donquichote