so, und als nächstes kopiere ich Doccys BeitragFür Aal Steenberg, Nicole1 und andere, Kerstin bekommt eine Extrawurst
eigentlich wollte ich mich nicht mehr in diesem Forum melden, habe es dennoch verfolgt. Und diese Diskussion, an der sich auch „Fachleute“ beteiligen, ist für den Hilfesuchenden Alois überhaupt nicht hilfreich. Das aber sehe ich als den ausschließlichen Zweck dieses Forums an. Ich bitte alle Beteiligten um Nachsicht, wenn meine Sprache nicht bei allen gut ankommt. Es geht mir ausschließlich Inhaltliches. Wenn ich folglich das Eine oder Andere kritisiere, ist das nicht die Person, die angegriffen wird, sondern deren Aussage. Die Person interessiert mich nicht. Und noch was wichtiges Keinesfalls will ich missionieren. Vielmehr mache ich mir die Aussage des Alten Fritz zueigen, der gesagt hat Ein jeder solle nach seiner Facon selig werden. Soviel als Einleitung. Nun aber zu meinem Beitrag, der etwas länger ist, nicht ganz emotionsfrei und nicht auf die Reihenfolge der Beiträge Rücksicht nimmt
Nicole hat mit einem Link auf eine scheinbar wissenschaftliche Arbeit der Fachhochschule Jena verwiesen. Sie macht sich damit diese Äußerungen zueigen und zitiert aus einem Absatz der Einleitung. Hier ist er vollständig
„Wenn aber Sehen nicht nur bedeutet wie eine Kamera scharfe Bilder zu liefern, so ist auch nahe liegend, dass eine Fehlsichtigkeit nicht die einzige mögliche Funktionsstörung innerhalb dieses Prozesses ist. Alle anderen Sehfunktionen, wie Akkommodation, Augenbewegungen etc. müssen ebenfalls perfekt funktionieren. Um dies zu garantieren, ist nicht die Kraft der dafür verantwortlichen Muskeln entscheidend. Denn die meisten Augenmuskeln sind so angelegt, dass sie ca. 200mal stärker sind als nötig. Sie sind dermaßen überdimensioniert, um viel feinere Bewegungen ausführen zu können als ein Muskel, der an seiner Belastungsgrenze arbeitet. Entscheidend für die Ausführung derart kleiner, feiner Bewegungen ist die neuronale Steuerung der Muskeln. Bei visuellen Defiziten handelt es sich daher meist nicht um ein muskuläres Problem, sondern um ein neuronales.“
So so. Akkommodation und Augenbewegungen sind „Sehfunktionen“. Wenn ich so einen Unsinn schon in der Einleitung lese, dann brauche ich nicht mehr weiterlesen. Der Verfasser dieser Zeilen weiß nicht, wovon er spricht. Und das bietet mir eine elegante Überleitung zum nächsten Thema, zur Terminologie, zur Sprache.
Die „Sehfunktion“ ist der Sammelbegriff des komplexen Vorganges „Sehen“. Dazu gehört u.a. das Farbsehvermögen, Kontrastempfindlichkeit, spektrale Hellempfindlichkeit und als anspruchvollste Funktion das räumliche Sehen. Akkommodation und Augenbewegungen sind motorische Funktionen. Wer diese mit Sehfunktionen gleichsetzt, weiß nicht, wovon er spricht. Der sollte sich erst einmal richtig ausbilden lassen, bevor er hier weiter diskutiert.
Dann das Wort „Visualtraining“ (Vt), also Sehübungen. Kann man Sehen trainieren? Wie geht das? Nach meinem Verständnis sind Sinnesempfindungen, also auch das Sehen, angeborene Fähigkeiten. Jeder kann sehen oder Hören. Wer nicht sehen und/oder hören kann, ist blind und taub.
Ein wenig Historie Das es mit den Augen Probleme geben kann, ist naturbedingt. Aus dieser Überlegung heraus war es durchaus lobenswert, daß in den 20er Jahren nicht nur in Amerika mit Hilfe des Optometric Extension Program (OEP) 21 Punkte abzuarbeiten waren, um Probleme beim Sehen in den Griff zu bekommen.
Dieses Programm gelangte auch nach England. Dort soll es zwei Fälle gegeben haben (konjunktiv!), bei denen dieses Programm geholfen haben soll (wieder konjunktiv!). Das hat vermeintlichen Fachleuten viel Mut gemacht. Duschner hat dieses Programm nach Deutschland gebracht. Sein Sohn, der kürzlich verstorbene Rolf Dieter Duschner, hat mit großem Engagement dieses Programm vertreten und auch weiterentwickelt, bis es schließlich auch ohne Seine Mithilfe zum Vt mutierte. Duschner konnte mir in persönlichen Gesprächen nicht wirklich vermitteln, was er denn beim Vt wirklich bewirkt. Die Beschreibung der einzelnen Übungen und Arbeitsschritte interessierten mich zunächst nicht. Ich möchte den Erfolg sehen, und dann aber will ich unbedingt die Wegbeschreibung. Hans-Joachim Haase hat zu diesem Programm gesagt „Das ist Pudding für die Augen!“
Zurück zum Sehen Die Natur strebt immer an, Funktionen mit dem geringsten Energieverbrauch den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Ein Grundsatz, der unbestreitbar ist. Wenn aber wegen kleiner Baufehler Mehrarbeit nötig ist, gleichgültig, ob motorisch oder sensorisch, erhöht sich der Energieverbrauch, der auch immer mit Anstrengung verbunden ist. Und genau diese Anstrengung kann Befindlichkeiten auslösen, die krankhaften Ursprungs zu sein scheinen. Wie bekommt man diesen vermehrten Energieverbrauch durch Vt wegtrainiert? Also wieder mit erneutem Energieverbrauch?
Findet Sehen unter den anstrengungsärmsten Bedingung statt, herrscht bizentrale Bildlage und Augenmuskelgleichgewicht. Das ist der Idealzustand, mit dem die wenigsten Menschen behaftet sind. Ist aber die Bildlage im Augenpaar nicht bizentral (disparat), wird reflektorisch dieser Zustand unter zwangsläufig vermehrtem Energieverbrauch angestrebt, mehr oder weniger erfolgreich.
Wie also wird durch Vt Bildlage bizentral bewirkt? Bevor diese Frage nicht plausibel beantwortet wird, ist es für Fragesteller nicht besonders förderlich, wenn sich die Vt-Fachleute an diesem Forum nicht weiter beteiligen.
Im übrigen wird nach m.E. viel zu früh und zu häufig über Operationen geredet. Statistisch ist nachgewiesen, daß nur bei ca. 1-2% aller Fälle eine OP sinnvoll ist, notwendig ist sie nie.
Es ist hilfreich, die korrigierende prismatische Wirkung in nur jeweils einem Wert für horizontal und vertikal anzugeben. Die Nachfragerei, ob der genannte Wert der gesamte ist oder nur für ein Auge gilt, ist Zeitverschwendung.
Nun zur Extrawurst für Kerstin Es ist erstaunlich und freut mich sehr, mit welcher Sachkunde Du Dich hier offenbarst. Die Vt-Diskutanten haben gegen Dich verloren, sie sollten besser schweigen. Wo hast Du dieses Fachwissen her? Es müssen bittere Erfahrungen sein, die Dich auf diesen Weg gebracht haben. So ohne Not beschäftigt man sich damit nicht. Ich verneige mich vor dieser Leistung.
Empfehlung Für Vt ein extra Forum einrichten.
Zusammenfassung Schuster, bleib´ bei Deinem Leisten. Wer beides, also MKH und Vt betreibt, kann weder das Eine noch das Andere konsequent betreiben. Das ist so wie bei einem einzigen Waschmittel, welches sowohl für Wolle und für stark verschmutzte Grubenhandtücher verwendet wird. Es reinigt zwar die Wäsche, aber nur die eine Sorte wirklich. Die andere Sorte Wäsche nimmt Schaden.
So, nun prügelt man schön auf mir herum. ich habe ein breites Kreuz. Kritik ist eine notwendige Form der Kommunikation. Ich brauche Kritik, vor allem konstruktive. Wie anders soll ich besser werden?
doccy