Hallo liebe Leser,
ich schildere mal in aller möglichen Kürze mein Problem und hoffe auf wertvolle Hinweise
Von 1996 bis heute dauernd die selbe Brille getragen mit den selben Korrekturwerten R-4,25, Cyl1,25,Achse17;
L-4,00,Cyl1,25,Achse107.
Material der GläserKunststoff, Essilor Ormil Cryzal Super, 1,59.
Mit dieser Brille habe ich immer perfekt gesehen, ohne irgendwelche Beschwerden.
In den letzten 3 Jahren habe ich mehrfach, bei unterschiedlichen Optikern versucht, eine neue Brille anfertigen zu lassen. Die alten Korrekturwerte wurden per Messung bestätigt.
Mit keiner dieser neuen Brillen konnte ich annähernd beschwerdefrei sehen Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Schwierigkeiten beim Autofahren und bei der Erfassung sich bewegender Objekte, räumliches Sehen erschwert, Abstände ungewohnt, z.b. Türklinken, Tassen zu greifen klappte meist erst im zweiten Versuch.
Seit etwa November 2006 versuche ich bei einem Optiker, der einen exzellenten Ruf hat und dessen Fähigkeiten ich vertraue, eine neue, funktionierende Brile zu bekommen.
Zunächst hat er festgestellt, daß die Kunststoffgläser in der alten Brille hoffnungslos verzogen sind, weil zu stark im Rahmen angezogen.
Auch alle anderen Kunststoffgläser, die ich in meinen übrigen alten Brillen habe (mit denen ich übrigens auch problemlos sehe), sind total verzogen.
Nach einigem Experimentieren mit unterschiedlichen Glasmaterialien sind wir von Kunststoff auf Mineralglas gewechselt, daß mir keine Kopschmerzen mehr macht, dafür aber Schwindel und Übelkeit. Bei mehrfachen Messungen (über Monate)
ergaben sich zunächst diese
R-4,25,Cyl1,25,Achse28
L-3,75,Cyl1,25,Achse98
(gute Fernsicht, Nahsicht/lesen/Bildschirmarbeit fast unmöglich Brille zu stark)
dann diese
R-3,75,Cyl.1,5,Achse28
L--3,25,Cyl,1,0,Achse98
(Autofahren nachts nicht mehr möglich, linkes Auge akkomodiert wie wild, entweder Tacho oder Straße scharf zu erkennen,nicht beides zusammen,Schwindel, Übelkeit)
schließlich diese Werte
R-3,75,Cyl.1,5,Achse28
L--3,50,Cyl,1,0,Achse98
Material immer Rodenstock Perfalux 1,6 Supersin
(Ein Augenarzt hat zwischenzeitlich ähnliche Werte ermittelt
R-3,75,Cyl1,0,Achse 29
L-3,50,Cyl1,25,Achse92)
Meine Schwierigkeiten bestehen hauptsächlich in permanenter Übelkeit / Schwindel; das linke Auge akkomodiert häufig ziellos hin-und her, die Nachsicht ist erschwert. Wenn ich z.B. am Fernseher den Videotext anschaue, muß ich den Kopf in ein bestimmte Position bringen, um alles lesen zu können, bewege ich den Kopf etwas aus dieser Lage wird alles unscharf. Dies tritt besonders im Dunkeln auf, tagsüber ist der Spielraum größer, bzw. meine Sicht besser.
Das alte Brillengestell hatte einen recht tiefen Sitz, so daß ich vermutlich nicht genau durch den Glasmittelpunkt gesehen habe, so wie ich daß jetzt annähernd tue. Die alte Brille saß einige Zentimeter weiter vom Auge entfernt als die jetzige.
Die aktuellen Versuche der letzten Monate wurden mit zwei verschiedenen Brillengestellen unterschiedlicher Göße und Neigung gemacht, allerdings hatte ich mit beiden Fassungen identische Probleme.
Zwischenzeitlich wurde ein Versuch mit weichen Monats-Kontaktlinsen gemacht, die Übelkeit und der Schwindel waren schlagartig beseitigt, allerdings bin ich zu zimperlich, um dauernd Linsen zu tragen.
Ich habe jetzt mit meinem Optiker vereinbart, daß er das selbe Glasmaterial (Essilor Ormil Cryzal Super) bestellt, um auszuschließen, daß die abweichende Kurve des Rodenstockglases den Schwindel auslöst.
Dazu noch eine Frage, bevor am Montag die Bestellung rausgeht In wie weit ändert sich der Zylinder und die Achse, wenn sich die Dioptriezahl der Sphäre ändert ? (Es wurde nämlich bei der Änderung eines Glases um 0,25 Dpt. nicht mehr nachgemessen und für die anstehende Bestellung am Montag die Brille, die ich zur Zeit trage als Referenz mit einem Gerät ausgemessen.) Wie stark wirkt sich subjektiv die Abweichung im Cylinder aus, d.h. statt 1,25 nun 1,0 bzw. 1,5 ?
Unnötig zu erwähnen, daß der Leidensdruck mittlerweile recht hoch ist, ebenso wie die Kosten für das ganze Unterfangen.
Danke für's Lesen,
sempron


